Kulturflatrate

  • Hallo erstmal.
    ich bin gestern durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe mir mit viel Interesse Eure Diskussion zum Thema Kulturflat und die pro und contra Stimmen dazu durchgelesen...Ein Blinder würde merken das dort 2 grundsätzlich verschiedene Meinungen aufeinander treffen...Die einen die anscheinend für den freien Vertrieb durch den "legalen" Verkauf befürworten, und die andere Fraktion die sich, momentan noch illegalerweise, mit dem Thema Kulturflat auseinandersetzt weil sie dann eine Möglichkeit hätten legal das zu machen was sie anscheinend schon seit Jahren machen.
    Und da tun sich anscheinend manche mit schwer die Meinung der Anderen Fraktion nach zu vollziehen(ob sie keine Ahnung haben oder einfach dagegen sein wollen weiss ich nicht)...Ich persönlich konsumiere sein geschätznen 25 Jahren Hörspiele und habe auch viele als Orginal...Je nach meiner eigenen Finanzlage kaufe ich mir die CDs dann, auch wenn ich noch längst nicht alles im Orginal habe was ich gerne hätte. Und jetzt komm ich langsam auf meinen Zugang zur gesammten Thematik hier, denn die Preise die für CDs verlangt werden, ob nun musik oder Hörspiel, sind ein absoluter Witz und sie machen es unmöglich das der Kunde(Ich) das alles kaufen kann was er gerne hätte. Um mal zu zeigen das das nicht nur haltlose Argumente eines frustrierten Kunden sind einmal ein paar Zahlen wer den nun an einem Hörspiel verdienen würde wenn es 10€ kosten würde(die Zahl ist schön rund mit der kann man gut Rechnen).Am Endpreis einer CD verdienen 10 Parteien:


    Der Produzent einer Musik CD die auf dem deutschen Markt vertrieben wird bekommt 1%
    die Gema bekommt ebenfalls 1%
    Der Verlag bekommt 2,5%
    Der Komponist 3,7%
    Herstellung: 5,2%
    Künstler: 9,9%
    Steuern: 16%
    Vertrieb: 18,6%
    Plattenfirma(Label): 20,1%
    Handel:22%


    So, was heisst das denn nun für eine CD die im Laden wie Saturn oder MediaMarkt 10€ kosten würde? Und was hätte eine Kulturflat für Vorteile? Darüber könnte man jetzt mal diskutieren in diesem Forum....


    Fakt ist, das beim herkömmlichen Modell Musik/Hörspiele an den Kunden zu bringen in erster Linie die verdienen die am kreativen Prozess keinen Anteil haben. Also diejenigen die die meiste Arbeit haben bekommen kaum was. In Zahlen:


    Der Produzent bekommt pro CD 10Cent
    GEMA: 10Cent
    der Komponist bekommt 37Cent
    die Künstler(sofern sie nicht gleichzeitig auch die Komponisten sind bekommen 99Cent
    Plattenfirma: ca 2€
    Verlag: 25Cent
    Herstellung: 52Cent
    Vertrieb: 1,86€
    Steuern: 1,60€
    Handel: 2,20€


    So was heisst das? Das heisst für mich, das bei dem Model das die eine Fraktion in diesem Forum befürwortet die Schaffer des Werkes(Produktion,Komposition,Sprecher) die kreativ sind und die meiste Arbeit haben mit zusammen 10C + 37C + 99C = 1,46€ verdienen.
    Das finde ich persönlich nicht fair den Machern gegenüber und ist absolute Ausbeute!


    So, die andere Fraktion in diesem Forum ist nach allem was ich nachlesen konnte hier, für etwas das sie Kulturflat nennen(wie auch immer die gestalltet werden soll)
    Was wäre der Vorteil einer Flat? Beschränken wir uns doch einmal auf die AudioFlat um nicht das Fass mit Film und Kino.to etc wieder auf zu machen!?


    Ein Vorteil wäre, das Menschen die ihre eigenen Hörspiele produzieren,komponieren(schreiben), sprechen ud pressen lassen, ein Forum hätten um diese absetzen zu können. Denn selbst wenn man ein Label hinter sich hat wie SonyBMG oder so, es leider so ist das es praktisch keine Werbung gibt und das Angebot in einem Großmarkt wie Media Markt sehr überschaubar ist und auf TKKG,???,BiBi B, Und BenjaminB, beschränkt ist. Also kaum eine Chance die eigenen Werke ener breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Denn die wenigsten kaufen initiativ Hörspiele um mal zu schauen was sich dahinter verbirgt.


    Also, wenn der macher eines Hörspieles, die Rechte an seinem Werk behalten will und das nur digital anbietet ohne "Hardware", kann er sich die 2,20€(Handel) + 2,01€(OLabel) + 0,52€(Herstellung) + 1,86€ (Vertrieb) selber einstreichen....Und wenn er davor einen Gewinn von 1,46€ hatte, würde sich die Gewinnspanne auf jeden Fall erhöhen denke ich....Und ausserdem würden viele Menschen erstmal aufmerksam auf Hörspiele das es sie gibt. Denn nur weil man ein Label hat heisst das nicht das die CD auf im Laden steht. Und wenn sie im Laden steht, dann verdient der Laden mehr als der Künstler...das finde ich den Haken an der Geschichte....
    Ich habe die Fakten hier mal versucht recht neutral auf den Tisch zu knallen und vielleicht bereichern sie ja Eure Diskussion oder geben neue Ansätze.....

  • Hallo erstmal.
    ich bin gestern durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe mir mit viel Interesse Eure Diskussion zum Thema Kulturflat und die pro und contra Stimmen dazu durchgelesen...Ein Blinder würde merken das dort 2 grundsätzlich verschiedene Meinungen aufeinander treffen...Die einen die anscheinend für den freien Vertrieb durch den "legalen" Verkauf befürworten, und die andere Fraktion die sich, momentan noch illegalerweise, mit dem Thema Kulturflat auseinandersetzt weil sie dann eine Möglichkeit hätten legal das zu machen was sie anscheinend schon seit Jahren machen.

    Hallo Kail Conner,


    der Name kommt mir irgendwie bekannt vor. Team X-treme? Aber wie es scheint hast du das Thema erfasst. Kulturflatrate würde sicherlich die Einnahmen der Produzenten von Medien deutlich erhöhen. Das Medium CD an sich ist eigentlich schon toter als tot. Es vergeht kaum ein Tag, wo man nicht bergeweise CD Originale im Müll oder gelben Säcken findet. Echte Fans im Hörspielbereich haben meistens Kassetten oder Schallplatten. Die Menschen wollen online konsumieren können und die meisten tun das auch bereits in illegalen Angeboten. Wenn man diesen Leuten eine legale Alternative reicht, werden die meisten auf diesen Zug aufspringen. CD Produktionen kann man wegen mir direkt einstellen ;-)

  • Zitat

    dass man mit so einer flat diejenigen aus der "erzwungenen" illegalität lockt, indem man ihnen etwas vergleichbares legales bietet, lässt du leider unter den tisch fallen.


    Wer zwingt denn jemanden in die Illegalität? Weil man sich etwas nicht leisten kann, ist das ein Grund zu "klauen"
    Ich kann mir auch keine Chesna leisten und klauen mir aber doch trotdem keine.


    Nenn mir bitte denjenigen der der hier jemanden zu illegalen Downloads zwingt.


    Thema MyJuke etc.
    Wenn man die AGB´s gelesen hätte wäre einen Klar das es da "verboten" ist aus dem Stream eine Datei anzufertigen, also wo ist da dann der Vergleich zu einer CD oder einer legalen MP3?


    Zitat

    2.Sie dürfen den empfangenen Stream nicht außerhalb der Funktionalität des Service oder der Applikationen für mobile Endgeräte speichern, offline verfügbar machen, öffentlich wiedergeben oder vorführen, öffentlich zugänglich machen, senden, bearbeiten, vervielfältigen, verbreiten, vertreiben, bewerben, derartige Nutzungen unterstützen, oder auf andere Weise in Umlauf bringen oder verwerten oder für gewerbliche oder freiberufliche Zwecke nutzen.


    Und jetzt wird es sogar ganz kniffelig.
    Recht auf Privatkopie, nada, Denn ich darf es ja nicht mal für mich selber.
    Anhören in einem Firmenwagen oder im Büro ? Würd ich jetzt mal stark bezweifeln, da das ja nicht privat ist.


    Zitat

    5.Sie dürfen den Service nur auf maximal drei mobilen Endgeräten nutzen.

    Da steht nicht mal was von zeitgleich, also 1 PC, 1 Handy, 1 Stereoanlage, das wars..


    Also zahle ich dafür quasi das ich mit mein Radioprogramm selber zusammenstelle. Supi
    Und das was ich meistens höre, gibt es in dem "Shop" nichtmal.
    Da nehme ich es mir lieber legal auf und kann es hören wo und wann ich will.



    Ich bin auch schon oft genug mit CB aneinandergerasselt, mag auch keine Zensur etc. aber zumindest weiß er was legal und was illegal ist. Und darum geht es in diesen Themen.
    Alleine schon das der Name dieser Pro-Kulturflatrate-Partei Piratenpartei ist, sollte zu denken geben, die könnte sich auch (See)Räuberpartei oder Diebesgesindel nennen, wäre vom namentlichen Sinn her zumindest das gleiche.
    Und Freund Julian, der befürwortet hier öffentlich illegale Handlungen, da sollte es verständlich sein das der Betreiber des Boards das nicht gutheißen sollte.


    Es wird hier ständig von Kriminalisierung und "erzwungenen" illegalität geredet, da zwingt die keiner zu, das machen die freiwillig. Oder hat schon mal jemand erlebt, das ein Maskierter reinzukommt, dem Jugendlichen ne Knarre an den Kopf hält und sagt, lad dir den Elvis ?

  • Also, wenn der macher eines Hörspieles, die Rechte an seinem Werk behalten will und das nur digital anbietet ohne "Hardware", kann er sich die 2,20€(Handel) + 2,01€(OLabel) + 0,52€(Herstellung) + 1,86€ (Vertrieb) selber einstreichen....Und wenn er davor einen Gewinn von 1,46€ hatte, würde sich die Gewinnspanne auf jeden Fall erhöhen denke ich....Und ausserdem würden viele Menschen erstmal aufmerksam auf Hörspiele das es sie gibt. Denn nur weil man ein Label hat heisst das nicht das die CD auf im Laden steht. Und wenn sie im Laden steht, dann verdient der Laden mehr als der Künstler...das finde ich den Haken an der Geschichte....
    Ich habe die Fakten hier mal versucht recht neutral auf den Tisch zu knallen und vielleicht bereichern sie ja Eure Diskussion oder geben neue Ansätze.....


    Schön das sich auch Neulinge trauen in die hitzige Diskussion einzusteigen.


    Gegen digitalen Vertrieb hat ja auch niemand etwas gesagt. Aber das ist immer noch etwas anderes als eine Flatrate, denn dort fallen doch wieder Overhead-Kosten an, die durch den eigentlich schlanken Onlinevertrieb vermieden werden können. Und wieviel darf die Flat kosten, damit alle illegalen Downloader reumütig zahlen? Ich glaube nicht das es mit 20 EUR, die hier in den Raum geworfen wurden, getan ist. Denn auch davon gehen ja noch Steuern, Kosten für Verwaltung und Contentpflege uvm. weg. Für die Label bleiben da auch höchstens Centbeträge übrig, mit der Gefahr das Kunden die bisher mit CD oder DL-Kauf mehrmals im Monat noch 1,46 EUR beigetragen haben zukünftig nur noch 0,10 Cent pro Monat beitragen.

  • Ui, und ich habe mich was die Zahlen angeht die ich da in den Raum schmeisse auf Hausarbeiten und Doktorarbeiten zu dem Thema bezogen...aber da das nicht jedenmanns ding ist sich durch 100Seiten Wissenschaftssprache zu lesen, habe ich auch mal einen Link gefunden der für jedenmann verständlich sein dürfte http://www.prosieben.de/tv/gal…n-der-musik-cd-1.2185708/


    Ich glaube alleine schon der Umstand das Phil Collins reicher ist als die Queen, das Sir Paul Mc Cartney jahrelang Englands reichster Musiker war, die Sänger Jay Kay (Jamiroquai) und Sir Cliff Richard können auch ein schönes Sümmchen von jeweils 40 Millionen Pfund ihr Eigen nennen, zeigt das da u.U. noch genug verdient wird.


    Auch bei den Deutschen sieht es ganz gut aus Bohlen wird auf 120 Millionen Vermögen geschätzt, Raab soll ca. 500.000 Euro pro Monat verdienen, Jauch soll bei ca. 4000 Euro je Sendeminute liegen. Also so schlimm kann es also bei manchen nicht sein.


    Gut es gibt dann welche die verzocken das was sie verdient haben, wie Michael Jackson oder diverse B-Promis die dann auf die Alm oder ins Dschungelcamp müssen, aber die habe immer noch mehr Geld zur Verfügung als die meisten anderen.

  • @scurgo: Leider machen die Menschen von denen du gerade redest, also die grössten der grössten ihr Geld ja nciht mit dem Vekaufen von CDs, sondern die haben einen riesen Merchendise Apperat dahinter und gehen auf Tournee etc.... Auf Hörspiele trifft das leider bis auf die ??? nicht zu die mal auf Tour gehen gelegentlich...und auch das Merchendise ist noch überschaubar...Und die kleinen Produktionen werden weder von den Labeln beworben noch gibts TShirts und Tourneen...Will sagen das die ienzig und alleine auf den Verkauf von CDs angewiesen sind.. Und davon schluckt der Vertrieb und der Handel mehr als beim Künstler ankommt....




    Hier, nochmal ein Lik für die die sich etwas genauer mit den Fakten auseinander setzen wollen...Ist etwas fachlicher als mein Link davor, und nicht jedermanns Sache, aber da geht auch z.B. draus hervor, das selbst wenn du bei einem Major Label unter vertrag bist und ganz offiziell 30.000 Tonträger verkaufst, du davon nicht leben kannst... http://vimeo.com/7128893 Und das in Kombination mit dem Link den ich davor gepostet habe ergibt für mich, das man dringend über andere Vertriebswege nachdenken muss als die, Sklave einer Plattenfirma zu sein....Wie ne Alternative aussehen könnte wird ja hier fleissig und hitzig diskutiert..ich weis keine Lösung, aber die Zeit der Monopolstellung von Plattenfirmen die die Künstler ausquetschen wie ne Zitrone(obwohl das ja alles soooo legal ist) und die danach ab zu schiessen ist vorbei meiner Meinung nach. Und wir reden hier von Nischenprodukten wie Hörspielen, denn selbst deutschlands grösste Künstler werden von dem Labeln behandelt wie Dreck wie hier zu lesen ist http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-67510095.html Das ist zwar alles Legal, aber nur weil es legal ist ist es noch lange nicht gut und spühlt noch lange kein Geld in die Taschen der Menschen die kreativ in Kleinstarbeit versuchen gute Produktionen zu machen.

  • Ich glaube alleine schon der Umstand das Phil Collins reicher ist als die Queen, das Sir Paul Mc Cartney jahrelang Englands reichster Musiker war, die Sänger Jay Kay (Jamiroquai) und Sir Cliff Richard können auch ein schönes Sümmchen von jeweils 40 Millionen Pfund ihr Eigen nennen, zeigt das da u.U. noch genug verdient wird.


    Auch bei den Deutschen sieht es ganz gut aus Bohlen wird auf 120 Millionen Vermögen geschätzt, Raab soll ca. 500.000 Euro pro Monat verdienen, Jauch soll bei ca. 4000 Euro je Sendeminute liegen. Also so schlimm kann es also bei manchen nicht sein.


    Gut es gibt dann welche die verzocken das was sie verdient haben, wie Michael Jackson oder diverse B-Promis die dann auf die Alm oder ins Dschungelcamp müssen, aber die habe immer noch mehr Geld zur Verfügung als die meisten anderen.


    Richtig die großen wie Paul McCartney haben jetzt nachdem sie 60 Jahre aktiv waren sehr viel Geld. Aber was ist mit Leuten wie diesem hier http://www.amazon.de/Wenn-Wort…TF8&qid=1315050693&sr=8-1 Meinst du Tim Benko ist auch schon so reich? Die kann man nicht mit Paul Mc Cartney vergleichen, die über die Jahre eine Marke geworden sind.

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Das Angebot ist ein Anfang. Die Rechtevertreter sind halt - genau wie du - noch nicht soweit. Es hat Ewigkeiten gedauert, bis sie zugestimmt haben, ungeschütze MP3 statt WMA mit DRM anzubieten weil die Erfahrung sie gelehrt hat, dass WMA Dateien kein Mensch kauft. MyJuke lohnt sich prinzipiell nicht, da geb ich dir Recht. Der Stream macht nur Zuhause sinn, das Verbot, Mitschneiden zu dürfen bleibt ein Rätsel. Das ist bei normalen Radiosendern generell erlaubt. Auf Mobilen wie Iphone macht das auch keinen Sinn. Fast alle Handytarife haben Trafficlimits. Jeden Tag Stream hören würde ein teurer Spaß werden wenn man nach dem Limit jedes MB bezahlen muss.


    Deinen fortgesetzten unsachlichen und beleidigenden Äußerungen zum Thema Piratenpartei und "illegale Handlungen" / mir würdige ich keiner Antwort mehr.

  • Gegen digitalen Vertrieb hat ja auch niemand etwas gesagt. Aber das ist immer noch etwas anderes als eine Flatrate, denn dort fallen doch wieder Overhead-Kosten an, die durch den eigentlich schlanken Onlinevertrieb vermieden werden können. Und wieviel darf die Flat kosten, damit alle illegalen Downloader reumütig zahlen? Ich glaube nicht das es mit 20 EUR, die hier in den Raum geworfen wurden, getan ist. Denn auch davon gehen ja noch Steuern, Kosten für Verwaltung und Contentpflege uvm. weg. Für die Label bleiben da auch höchstens Centbeträge übrig, mit der Gefahr das Kunden die bisher mit CD oder DL-Kauf mehrmals im Monat noch 1,46 EUR beigetragen haben zukünftig nur noch 0,10 Cent pro Monat beitragen.

    Das Angebot muss bezahlbar sein und sollte die breite Masse ansprechen. 19,99€ klingt doch nach einem guten Preis ? :)
    Hab die Zahl auch erstmal nur so in den Raum geworfen, da ich denke, dass bei dem Preis viele zuschlagen würden. Ich würde das auch immer koppeln mit einem 1-2 Jahresvertrag um Abzocker/Ausbeuter der Kulturflat nicht die Türen zu öffnen (z.b. einen Monat zahlen, saugen soviel man kann, kündigen und erst dann wieder anmelden wenn man "was neues" braucht).


    Und mit den Verwaltungskosten / Steuern geb ich dir Recht. ABER: Die Menge machts. Emule & Torrent haben mehrere Millionen Nutzer. Wie Scurgo schon sagte dürften annähernd 99% der getauschten Inhalte urheberrechtlich geschütztes Material sein. Ziel ist es, diese Tauschwütigen dafür auch bezahlen zu lassen. Es dürfte klar sein, dass eine legale Kulturflat noch weit mehr Benutzer anziehen wird da v.a. die Angst vor dem Erwischt werden wegfällt.


  • Richtig die großen wie Paul McCartney haben jetzt nachdem sie 60 Jahre aktiv waren sehr viel Geld. Aber was ist mit Leuten wie diesem hier http://www.amazon.de/Wenn-Wort…TF8&qid=1315050693&sr=8-1 Meinst du Tim Benko ist auch schon so reich? Die kann man nicht mit Paul Mc Cartney vergleichen, die über die Jahre eine Marke geworden sind.


    Wenn der 60 Jahre gut im Geschäft ist, warum sollte er es nicht schaffen können?
    Aber es ist wohl klar das ein Newcomer nicht solch einen Vermögen angehäuft haben kann wie ein alter Hase.


    Zitat

    Die Rechtevertreter sind halt - genau wie du - noch nicht soweit.


    Die müssen ja auch Geld verdienen, hast du mal daran gedacht?


    Zitat

    das Verbot, Mitschneiden zu dürfen bleibt ein Rätsel. Das ist bei normalen Radiosendern generell erlaubt.


    Weil Radio mit Gebühren und/oder Werbung finanziert wird und MyJuke nicht, ganz einfach. Sprich ich zahle über GEZ, Gema und Einkäufe bereits das Radio. Zusätzlich wird das Teils dann auch noch über Fördergelder aus Steuern oder der Wirtschaft bezahlt.


    Was ist an dem Satz:

    Zitat

    Alleine schon das der Name dieser Pro-Kulturflatrate-Partei Piratenpartei ist, sollte zu denken geben, die könnte sich auch (See)Räuberpartei oder Diebesgesindel nennen, wäre vom namentlichen Sinn her zumindest das gleiche.


    beleidigend? Pirat = Seeräuber = Dieb. Das ist halt Synonyme nicht mehr und nicht weniger.


    Ich warte immernoch auf eine Antwort auf die Frage: Nenn mir bitte denjenigen der der hier jemanden zu illegalen Downloads zwingt.


    Zitat

    das selbst wenn du bei einem Major Label unter vertrag bist und ganz offiziell 30.000 Tonträger verkaufst,


    Wenn du bei einem Major Label nur 30.000 Einheiten verkaufst als Musiker, dann bist du schneller durch die Tür als du 30.000 sagen kannst, denn 30.000 Einheiten bedeutet für das Label das es drauflegt, wenn da keine Tour etc. hintersteht, die Frage ist ob bei nur 30.000 Einheiten sich ein Tour lohnt.


    Wir haben in meiner "aktiven" Musikerzeit in 10 Jahren ca. 3 Millionen Tonträger verkauft und knapp 1500 Konzerte gespielt. Das hat zu Leben durchaus gereicht, aber ob das eine Leben war, wage ich im nachhinnein zu bezweifeln.


    Was glaubst du denn warum immer mehr Bands lieber ihr eigenes Label aufmachen und nur den Vertrieb in die Hände von Fremdfirmen geben, bis sich die Band soweit etabliert hat das es für Majors interessant wird.


    Beispiele: Rosenstolz hatte ein kleines Label vor Polydor, Bosse hat der Trennung von EMI sein nächstes Album eigenproduziert, einige Bands haben ja sogar ihre eigenen Songs zurückerworben um sie mit dem eigenen Label zu vertreiben. Schau nur alleine was an guten und innovativen Sache auf z.B. MySpace zu finden ist. Warum sollte eine gute Newcomer Band da zu einem Major Label gehen, das frag ich mich zumindest. Einzig die Vorfinanzierung kann es Grund sein.


    Zitat

    Ziel ist es, diese Tauschwütigen dafür auch bezahlen zu lassen.


    Was aber keinen Sinn macht, denn ich würde auch keine GEZ, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Steuern etc. zahlen wenn ich es nicht müsste, was glaubst warum soviele aus der Kirche austreten.


    Es ist naiv das zu glauben.


    Zitat

    Das Angebot muss bezahlbar sein und sollte die breite Masse ansprechen. 19,99€ klingt doch nach einem guten Preis ?


    Was nützt ein guter Preis wenn er die Kosten nicht deckt? Und nur darum geht es Kosten decken und hoffentlich Gewinn machen.

  • Zitat

    Weil Radio mit Gebühren und/oder Werbung finanziert wird und MyJuke nicht, ganz einfach. Sprich ich zahle über GEZ, Gema und Einkäufe bereits das Radio. Zusätzlich wird das Teils dann auch noch über Fördergelder aus Steuern oder der Wirtschaft bezahlt.


    Man hat sogar schon versucht das Mitschneiden von Radio und TV zu illegalisieren. Soweit ich mich erinnere kam der Vorschlag von Frau Zypries. Bei bedarf google ich den Artikel gerne.


    Hier ist der Beleg: http://www.heise.de/tp/artikel/30/30762/1.html


    Zypries schrieb:

    Schon in meiner Jugend war das Mitschneiden von Musik aus dem Radio üblich, damals auf Tonbändern oder Kassetten. Es gibt also eine gewisse Tradition zu glauben: Man darf das. Ähnlich ist es beim Kopieren von Büchern. Es ist weder der Industrie noch der Politik gänzlich geglückt, die Botschaft zu vermitteln: Man darf das eben nicht.


    Ich habe GEZ bezahlt, also darf ich Radio aufnehmen!

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Man hat sogar schon versucht das Mitschneiden von Radio und TV zu illegalisieren. Soweit ich mich erinnere kam der Vorschlag von Frau Zypris. Bei bedarf google ich den Artikel gerne.


    Das hat man schon vor 30 Jahren bei aufkommen der ersten Recorder versucht, daher wurde ja auch die „Zentralstelle für private Überspielungsrechte“ gegründet die Abgaben für Aufnahmemedien einzieht und verteilt.

  • Wer zwingt denn jemanden in die Illegalität? Weil man sich etwas nicht leisten kann, ist das ein Grund zu "klauen"
    Ich kann mir auch keine Chesna leisten und klauen mir aber doch trotdem keine.

    und doch wird es getan - weil Markenklamotten getragen werden sollen/müssen weil es IN ist und diese arschteuer sind (der Name wohl nur), klauen vielen diese Sachen (Handel, andere Menschen) um auch In und Cool zu sein. Oder es gibt dadurch billige Fälschungen bzw Produktpiraten (siehe auch Parfüm) Würden diese Sachen billig sein das sich das jeder leisten kann, gäbe es keine Produktfälschungen und keine Klauereien. Schuld ist nicht (nur) die Produktpiraten sondern die Herrsteller die mit ihrem Namen reich werden (wollen)


    Ich tue es nicht, weil ich es mir nicht leisten kann und auch nicht von Lagerfeld und Co. vorschreiben lasse was ich zu tragen oder nicht zu trage haben. Viele tun es aber egal ob sie das Geld haben oder nicht.


    Es sollte nicht darum gehen immer mehr Gewinne zu machen sondern die Produkte so zu verkaufen das sich alle sie leisten können und die Hersteller, Vertriebe, Künstler etc. davon leben können.

  • Auf Hörspiele trifft das leider bis auf die ??? nicht zu

    da haben die Labels dann selber Schuld und geraten in einen negativen Kreislauf - wer viel Werbung macht, bekommt auch irgendwann viele Kunden und dadurch viel Geld, wer keine macht bekommt keine Kunden und somit kein Geld. Und wer kein Geld hat, muß sich halt was einfallen lassen


    diejenigen die diese neuen Sachen / Medien für die Jugend erfunden haben, haben doch zu Anfang auch kein Geld gehabt und haben es trotzdem geschafft, während die Hörspiellabels danebengessen und zugeschaut haben wie ihnen die Kundschaft weggenommen wird