Die drei ??? Nr. 147 - Grusel auf Campbell Castle (Europa)

  • Adam Campbell (Santiago Ziesmer) bittet die drei Detektive um Hilfe, denn er hat ein schwerwiegendes Problem. Nicht nur, dass er das Schloss seiner Vaters in gutem Zustand halten soll, anscheinend geht es dort auch um, besagter Vater hat sich bei einer Séance gemeldet. Die drei ??? glauben natürlich kein Stück an einen übernatürlichen Einfluss, obwohl der Zwischenfall mit der schwarzen Hand Peter (Jens Wawrczeck) einen mächtigen Schrecken einjagt. Dennoch will das Trio den Fall lösen und herausfinden, was auf Campbell Castle vor sich geht!


    - Meinung -


    Eigentlich könnten die Voraussetzungen und Zutaten nicht besser sein, doch das Endergebnis ist richtig schwach. Ich behaupte einfach mal, dass der oder die Bearbeiter keine Schuld trifft und Marco Sonnleitners Vorlage das Hauptproblem sein dürfte. Das Setting ist zwar vielversprechend, doch die eingebauten Rätsel wirken so übelst aufgesetzt und mit der Brechstange herbei gezaubert, dass es keine Freude ist. So plätschert die Handlung ungefähr eine Stunde vor sich hin und auch wenn hier alles versucht wird, um das Flair alter Zeiten auferstehen zu lassen, unter anderem durch Skinny Norris´ Auftauchen, so bringt dies alles nichts und alles in allem dürfte dies eine der langweiligsten Geschichten der letzten Zeit sein.


    Schade um die wirklich prominente und starke Sprecherriege, anders kann man das wohl nicht sagen. Die Hauptsprecher machen Dienst nach Vorschrift, was ja nun auch nicht unbedingt schlecht ist, sie rufen ihr Pensum ab und an ihren Darbietungen lässt sich nicht viel kritisieren. Die Gäste könnten namhafter kaum sein und es macht großen Spaß, Santiago Ziesmer, Stefan Kaminski, Katja Brügger, Ben Hecker, Andreas von der Meden, Patrick Bach, Volker Bogdan, Holger Mahlich und weitere stellen ihr Können unter Beweis und in diesem Bereich trumpft das Hörspiel mächtig auf, aber das ist auch die einzige Abteilung, die vollends überzeugen kann.


    Bei der Untermalung kann die Produktion das jedenfalls nur halbwegs, hier war deutlich mehr drin, vor allem mit einem großzügigeren Einsatz von alten Musiken. Hier und da blitzen die Orchesterklänge mal kurz auf, doch man hätte sie durchweg einsetzen sollen. Die moderneren und neueren Stücke sind einfach nur austauschbar und erzeugen kein Flair. Die Geräuschkulisse geht in Ordnung, es werden die typschen Sounds eingesetzt und mit denen kann man durchaus leben. Alles in allem haben die Macher aber einiges an Potential liegen gelassen.


    Das Problem ist der Inhalt, der trotz einiger netter Grundideen ziemlich langweilig rüberkommt und mich zu keinem Zeitpunkt fesseln konnte. Eine dröge und schnarchige Handlung, tolle Sprecher, eine mittelmäßige Untermalung, das macht unterm Strich auch leider nur ein durchschnittliches Hörspiel aus. Allerhöchstens noch für Fans geeignet, aber auch die dürften ihre Probleme mit dieser Produktion haben!


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  • Mir scheint es, als habe Europa inzwischen eine "Formel der Mittelmäßigkeit" für die "Drei ???" gefunden, mit der sie glauben, nichts falsch machen zu können. Die Story hat ja durchaus Potenzial und der Schluss könnte - ordentlich inszeniert - sogar richtig zu Herzen gehen, aber es versandet alles in einem großen Einerlei. Es gibt keine Dynamik, weil keine Ortswechsel und weil von der Verfolgungsjagd (wieder einmal) nur in der Rückschau berichtet wird, und die vielen guten Sprecher nützen nichts, wenn man ihren Figuren keinen Raum gibt. Gärtner Leech läuft für einen Auftritt einmal kurz durchs akustische Bild, der fiese Verwandte Henry Campbell bleibt die meiste Zeit hinter den Kulissen und poltert dann zum Schlussakkord um so unmotivierter auf die Bühne. Und so wird praktisch mit allen Figuren verfahren: Mit Immobilienhai John Taylor, mit Edward Crockett, mit Inspektor Cotta und mit Skinny Norris. Skinny wie Kai aus der Kiste auftauchen zu lassen, wäre noch eine Überraschung mit einem gewissen "Knalleffekt" gewesen, aber bei gleich einer Handvoll Personen, die eben auf einmal da sind, verpufft der Effekt. Es wird völlig versäumt, Gegenspieler bzw. Verdächtige aufzubauen, dabei wäre das Potenzial dazu sogar reichlich vorhanden. Der verschwundene Edward Crockett? - Bleibt eben verschwunden, bis er am Ende halt wieder auftaucht. Niemand sucht ihn in der Zwischenzeit. Der vermeintliche "Wassergeist"? - Im wahrsten Sinne des Wortes der zigste "Aufguss" von Peters Angst, aber niemand geht der Sache großartig nach. Obendrein wird auch diese Szene wieder nur von Fritsch erzählt und nicht gespielt. Es wirkt, als wolle Europa mit Macht alles vermeiden, was Spannung und Action bieten und Hörer im Kindesalter aufregen könnte. So kommt am Ende allenfalls eine Geschichte heraus, von der man sagen könnte, sie ist geradlinig, weil sie sich einzig und allein auf die Schnitzeljagd im Schloss kapriziert - kein Vergleich zu den "Klassikern", in denen es oft meisterlich verstanden wurde, in wesentlich kürzerer Zeit zwei Handlungsstränge und mehr zu verfolgen und am Ende aufzulösen bzw. zusammenzuführen. "Grusel auf Campbell Castle" ist wie viele Folgen in jüngster Zeit der Versuch, die Handlung auf nur einen Ort zu konzentrieren - und wie die anderen zuvor scheitert er. Ohne Zwischenfälle und ohne aktive Personen kann kein Fall entstehen wie der "Karpatenhund" mit seiner Atmosphäre aus Mystik und Bedrohung. So ist "Grusel auf Campbell Castle" leider überhaupt nicht gruselig sondern wieder mal irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch.

  • Ich kenne das Buch nicht, aber ich sehe halt, was das Hörspiel an Szenen zu bieten gehabt hätte: Eine Verfolgungsjagd durch einen bewaffneten Mann. Wurde nichts draus gemacht. Eine Szene, in der Peter in einen See gezogen wird. Wurde nichts draus gemacht. Ein ganzes Schloss mit Verlies und allem Zipp und Zapp. Wurde als unheimliche Kulisse nicht genutzt. Ein unheimlicher Gärtner. Ein Immobilienhai. Ein neidischer Verwandter. Kommt alles irgendwie nicht zum Zug. Überhaupt werden da die Handlungsstränge ganz merkwürdig in der Luft hängen gelassen. Normalerweise würde man doch erwarten, dass die "Drei ???" auf dem Schloss herumlaufen und Leute befragen. Tun sie aber beides nicht. Henry Campbell befragen sie nicht, weil Adam Campbell halt gerade keinen Bock dazu hat, fertig. Mit dem Gärtner reden sie gleich gar nicht. Edward Crockett, wie gesagt, ist verschwunden, aber keiner macht sich Sorgen und keiner sucht ihn, usw., usw.
    Selbst das Rätsel - ein Thema, bei dem ich normalerweise nicht so ungnädig bin - hat diesmal die gravierende Schwäche, dass es viel zu einfach gelöst wird. Dabei kann doch allein schon das erste Lösungswort beispielsweise nicht nur "Kerker" lauten sondern auch "Verlies", "Gefängnis" oder "Zelle".

  • Mehr Rätsel als Grusel


    Adam Campbell hat ein schweres Erbe angetreten: er muss das imposante Schloss seines verstorbenen Vaters in Schuss halten. Bei einer spiritistischen Sitzung meldet sich dessen Geist und spricht von einem sonderbaren Vermächtnis. Natürlich nehmen die drei berühmten Detektive die Ermittlungen auf. Mit einem Gespenst, davon sind sie überzeugt, haben sie es nicht zu tun! Bis Peter von einer gruseligen schwarzen Hand ins Meer gezogen wird. Erst in letzter Sekunde kann er gerettet werden. Der Zweite Detektiv ahnt Unheilvolles: Wurde er von einem Wassergeist attackiert?


    Die Geschichte von Marco Sonnleitner ist interessant, allerdings gibt es relativ wenig Grusel, dafür mehr Rätsel. Die Rätsel waren mittelmäßig, es gab schon viel bessere Rätsel innerhalb der Serie. Allerdings kümmern sich die drei ??? nur um die Rätsel und die daraus resultierende Schnitzeljagd. Verdächtige werden keine überprüft! Die Auflösung ist dann teilweise schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Wenigstens wurde die Szene in der das Testament gefunden wurde im Hörspiel komplett geändert. So wie es im Buch war, war es ja schon sehr schlecht. Das Auftauchen des alten Bekannten hat mir hingegen gefallen. Es ist lediglich schade, dass es immer wieder die selben zwei, drei alten Bekannten sind, die immer wieder und immer wieder auftauchen. Abwechslung wäre da mal angebracht. Szenenweise hat das Hörspiel Längen, eine knackigere Bearbeitung hätte nicht geschadet. Das Cover zeigt ein Gemälde aus dem Schloss. Mir gefällt es nicht.


    Die Sprecherleistungen sind überwiegend sehr gut. Die drei Hauptsprecher sind gewohnt erstklassig in ihren Rollen. Santiago Ziesmer gibt in dieser Folge als Adam Campbell seinen Einstand in der drei ??? Serie. Seine Rolle spielt er ausgezeichnet. Neben ihm haben mir Christian Rudolph als Henry Campbell, Ben Hecker als Edward Crockett und Volker Bogdan als Jack Leech am besten gefallen. Schön, dass mal wieder Andreas von der Meden in einem drei ??? Hörspiel mitmacht. Als Erzähler macht Thomas Fritsch mal wieder eine gute Figur.


    Zwischenmusiken, Geräusche und Effekte sind gut.


    Fazit: Mittelmäßige Folge, die überraschenderweise besser ist, als die Buchvorlage. Note 3.

    ------ Nennen Sie mich einen Verschwörungstheoretiker, aber ich behaupte, dass Louis Armstrong nie auf dem Mond war!




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  • Zitat

    Fazit:Mittelmäßige Folge, die überraschenderweise besser ist, als die Buchvorlage. Note 3

    Oha, gut das zu wissen. Das Buch werd ich mir also schon mal auf gar keinen Fall kaufen. Ich hätte nach dem gestrigen Hören eine glatte 6 gegeben und das trotz der wirklich guten Sprecher.
    Die Geschichte war trotz des interessanten Settings stinklangweilig. Wie schon geschrieben wurde fand auch ich die Sprecher gut und den Rest für die Tonne.
    Ich will jetzt auch nicht alles wiederholen, was schon gesagt worden ist, aber den Schluß fand ich einfach nur daneben. Auf einmal tauchen da Figuren auf, die vorher überhaupt keine Rolle gespielt haben und die Auftritte von Skinny Norris etc, fand ich extrem an den Haaren herbeigezogen.
    Auch produktionstechnisch die volle Pleite. Hier stimmte einfach nix. Kaum Geräusche, lahme Musikeinspielungen und es klang auch für mich so, als würde an einer Stelle der Ton regelrecht durchsacken.
    Es bleibt mir unverständlich, wie man nach der letzten durchaus befriedigenden Folge wieder so absinken kann

  • Ich bin zwar ein Anhänger der kultigen Serie aus Rocky Beach, aber diese Folge ist doch wirklich mal richtig schwach. Bisher konnten mich die guten Sprecherleistungen und besonders die drei Detektive immer noch freudig stimmen. Aber hier ist das kaum mehr möglich.


    Aber zuerst zum Positiven: Skinny Norris, die gute Sprecherriege


    Und als zweites das Negative: Wieder mal eine Marco Sonnleitner Story (fast alle seine Geschichten gehören zu den schwächsten der Reihe!), mäßiger Ton und Musik, wirrer Handlungsbogen. Die drei tappen von einem Ort zum nächsten. Und immer wieder gibt es eigenartigere Lösungen der Rätsel.


    Fazit: Ich hoffe auf bessere Storys. Bitte keine mehr von Herrn Sonnleitner! Wie hier bereits geschrieben wurde: Die drei ??? Fans winken alles durch (siehe Thema!): Auch ich konnte mich immer für die Serie begeistern. Doch diese Folge ist wirklich die Krönung. Die schlechteste Folge ever. Aber ich werde sie in Kürze nochmals hören. Zu einer Benotung kann ich mich kaum durchringen. Wegen der Liebe zur Serie ne 3-

  • Mir scheint es, als habe Europa inzwischen eine "Formel der Mittelmäßigkeit" für die "Drei ???" gefunden, mit der sie glauben, nichts falsch machen zu können. Die Story hat ja durchaus Potenzial und der Schluss könnte - ordentlich inszeniert - sogar richtig zu Herzen gehen, aber es versandet alles in einem großen Einerlei. Es gibt keine Dynamik, weil keine Ortswechsel und weil von der Verfolgungsjagd (wieder einmal) nur in der Rückschau berichtet wird, und die vielen guten Sprecher nützen nichts, wenn man ihren Figuren keinen Raum gibt. Gärtner Leech läuft für einen Auftritt einmal kurz durchs akustische Bild, der fiese Verwandte Henry Campbell bleibt die meiste Zeit hinter den Kulissen und poltert dann zum Schlussakkord um so unmotivierter auf die Bühne. Und so wird praktisch mit allen Figuren verfahren: Mit Immobilienhai John Taylor, mit Edward Crockett, mit Inspektor Cotta und mit Skinny Norris. Skinny wie Kai aus der Kiste auftauchen zu lassen, wäre noch eine Überraschung mit einem gewissen "Knalleffekt" gewesen, aber bei gleich einer Handvoll Personen, die eben auf einmal da sind, verpufft der Effekt. Es wird völlig versäumt, Gegenspieler bzw. Verdächtige aufzubauen, dabei wäre das Potenzial dazu sogar reichlich vorhanden. Der verschwundene Edward Crockett? - Bleibt eben verschwunden, bis er am Ende halt wieder auftaucht. Niemand sucht ihn in der Zwischenzeit. Der vermeintliche "Wassergeist"? - Im wahrsten Sinne des Wortes der zigste "Aufguss" von Peters Angst, aber niemand geht der Sache großartig nach. Obendrein wird auch diese Szene wieder nur von Fritsch erzählt und nicht gespielt. Es wirkt, als wolle Europa mit Macht alles vermeiden, was Spannung und Action bieten und Hörer im Kindesalter aufregen könnte. So kommt am Ende allenfalls eine Geschichte heraus, von der man sagen könnte, sie ist geradlinig, weil sie sich einzig und allein auf die Schnitzeljagd im Schloss kapriziert - kein Vergleich zu den "Klassikern", in denen es oft meisterlich verstanden wurde, in wesentlich kürzerer Zeit zwei Handlungsstränge und mehr zu verfolgen und am Ende aufzulösen bzw. zusammenzuführen. "Grusel auf Campbell Castle" ist wie viele Folgen in jüngster Zeit der Versuch, die Handlung auf nur einen Ort zu konzentrieren - und wie die anderen zuvor scheitert er. Ohne Zwischenfälle und ohne aktive Personen kann kein Fall entstehen wie der "Karpatenhund" mit seiner Atmosphäre aus Mystik und Bedrohung. So ist "Grusel auf Campbell Castle" leider überhaupt nicht gruselig sondern wieder mal irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch.


    Ich habe die Folge mittlerweile gehört und kann PedSchi nur voll zustimmen. Da hätte man viel mehr draus machen können. Figuren nicht eingesetzt, Kulisse nicht eingesetzt, dazu nur spärliche Musikeinsätze und zu viel Erzähleranteil. Schade, die Zutaten waren gut, wurden aber leider nicht richtig genutzt und das Ergebnis ist mau.

  • Also bist Du eher der Meinung, dass es doch ein Problem der Bearbeitung und Umsetzung ist und nicht schon das Problem bei der Vorlage ntstanden ist?

    Ich verweise mal auf meine Rezension der Vorlage.


    Generell gilt für die ???-Bücher, dass die Qualität in den letzten Jahren stark gesunken ist. Die Ideen werden immer absurder und Aufwand und Logik sind nicht vereinbar. Das war in vielen alten Abenteuern auch der Fall, natürlich, aber gerade Sonnleitern hat ein Problem mit der Qualität.


    Was bringt mir eine Auflösung, die total am Leben vorbei ist? Nichts. Ich fühle mich nach der Spielzeit einfach nur verar****.

  • Ich schreib ja: Der Sonnleitner muss weg von der Drei ??? Bühne. Kann gerne was anderes machen! :P

    Er braucht definitiv eine Pause und sollte mal ein paar Bücher der Reihe lesen. Dann wüsste er auch wie die Charaktere agieren und denken. Er würde den Inspektor nicht mit der Waffe auf Justus zielen lassen (:evil: - seine neuste Eskapade) und einiges mehr. Auch diese Abart im ersten Kapitel irgendwas normales unheimlich dramatisch zu schreiben, wie zum Beispiel die "Verfolgung" um den letzten Hotdog und diese Kirschkuchen-Fress-Auflösungen würden wegfallen.


    Und ich würde gerne alle Autoren einmal zu einem Workshop verdonnern: Wie wähle ich meinen Buchtitel. Das ist echt grausam, "Nacht der Tiger" ist mal wieder schön vorbei am Inhalt und die anderen Neuerscheinungen werden nicht besser sein *g*

  • Entnehme ich deiner Buchrezension denn richtig, dass das Buch aber zumindest potenziell mehr hergegeben hätte? - Stichwort "Bob im Folterkeller"?
    Und was das agieren der Charaktere angeht, sollte meiner Meinung nach mal eine Rückbesinnung auf die amerikanische Originalserie erfolgen, inklusive Lesens der Bücher auf Englisch. Dann würde nämlich (vielleicht!) auch mal klar, dass Peter überhaupt kein Angsthase ist sondern nur der "All-American guy", der den nerdigen Justus/Jupiter immer wieder erdet, wenn der sich einen zurechtspinnt. Aber egal, habe ich mich schon öfter drüber aufgeregt, bringt eh nix.
    Mit Superlativen wie "schlechteste Folge ever" wäre ich vorsichtig, es gab ja immerhin schon den "Mann ohne Kopf", "Späte Rache" oder die "Schattenmänner" ...

  • Entnehme ich deiner Buchrezension denn richtig, dass das Buch aber zumindest potenziell mehr hergegeben hätte? - Stichwort "Bob im Folterkeller"?
    Und was das agieren der Charaktere angeht, sollte meiner Meinung nach mal eine Rückbesinnung auf die amerikanische Originalserie erfolgen, inklusive Lesens der Bücher auf Englisch. Dann würde nämlich (vielleicht!) auch mal klar, dass Peter überhaupt kein Angsthase ist sondern nur der "All-American guy", der den nerdigen Justus/Jupiter immer wieder erdet, wenn der sich einen zurechtspinnt. Aber egal, habe ich mich schon öfter drüber aufgeregt, bringt eh nix.
    Mit Superlativen wie "schlechteste Folge ever" wäre ich vorsichtig, es gab ja immerhin schon den "Mann ohne Kopf", "Späte Rache" oder die "Schattenmänner" ...


    Das Problem bei Sonnleitner ist halt, dass die Einfälle teilweise gar nicht so schlecht, aber die Ausführungen grauenhaft sind. Die Geschichte hatte Potential, aber was bringt mit ein ??? Buch, bei dem die Lösung einfach nur über 300 Umwege erkannt wird? Nichts.


    In den neueren Werken werden die "Eigenschaften" auch wieder etwas aufgewärmt. Bob "verliebt" sich Hals-über-Kopf und Peter, naja. Ein Wort von Außerirdischen und schon ist alles vorbei.


    Schlechteste Ever ist wirklich schwierig, aber da steht bei mir derzeit(!) die Schwarze Madonna ganz oben. So einen zusammengewürfelten Müll habe ich wirklich schon lange nicht mehr von den ??? gelesen/gehört.


  • ...


    Und ich würde gerne alle Autoren einmal zu einem Workshop verdonnern: Wie wähle ich meinen Buchtitel. Das ist echt grausam, "Nacht der Tiger" ist mal wieder schön vorbei am Inhalt und die anderen Neuerscheinungen werden nicht besser sein *g*

    Einen Vorwurf kann man Sonnleitner und den Autoren allgemein nun nicht machen, nämlich dass die Titel ihrer Folgen schlecht sind, weil sie nicht zur Geschichte passen. Die Titel sucht nämlich der Verlag aus. Die Autoren haben da nur geringen Einfluß drauf. Ausnahme ist hier wohl "SMS aus dem Grab" :lolz: (Die Idee stammt vom Autor Ben Nevis) Auch bei der bald erscheinenden Folge "Feurige Flut" passt der Titel kaum zur Folge...


    Und was die Zukunft der drei ??? allgemein betrifft: Da die Buchreihe der Hörspielreihe um etwa 14 Titel vorraus ist, kann man jetzt schon konstatieren, dass da demnächst einige Highlights kommen werden. Und vor allem: Es werden deutlich weniger Folgen nach Vorlagen von Sonnleitner. Und im Herbst kommt ein neuer Autor zur Serie (Christoph Dittert).

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  • Also bist Du eher der Meinung, dass es doch ein Problem der Bearbeitung und Umsetzung ist und nicht schon das Problem bei der Vorlage entstanden ist?


    Nein, ein Problem der Umsetzung ist es wahrlich nicht, ich habe das Buch gelesen und Marco Sonnleitner hat wohl einen schlechten Tag gehabt. Die Story im Buch fängt interessant an, verliert dann aber immer mehr an Substanz und endet belanglos.