Die Gefahr des Illegalen

  • Leute, im Grunde herrscht bei dem Theam doch Konsenz, dass man es gar nicht verteufelt, dass man für sich selber mal ne Kopie macht, oder mal was verleiht oder auch, wenn man ein Hörspiel nicht so doll fand, es dann nach dem Kauf wieder ausmustert und natürlich kann es da passieren, dass da mal ne Kopie aus Versehen irgendwo auf der Platte hängen bleibt.
    Es geht doch nur um den Fall, bei dem sich Leute die Neu-VÖs kaufen, mit der Absicht die Original-CD direkt wieder zu verschachern weil einem eigentlich die mp3 reicht, man aber nicht saugen will. Und ob legal oder illegal (da liefern sich beide Seiten hier Belege für und wider) muss man wohl ausklammern, es geht darum, dass einem als Hörspielfan die eigene Moral sagen müsste "Halt, ich kauf das lieber mal neu zum Vollpreis" statt sich hintenrum immer um das günstigste Schnäppchen zu bemühen. Und mit Schnäppchen meine ich jetzt nicht, dass man Online-Shops vergleicht und sich da den günstigsten raus sucht. Völlig legitim - der deutsche Konsument wurde in den letzten Jahren auf dieses Kaufverhalten hin getrimmt.



    Von dem dicken Reibach träumst Du aber bloß nachts, selbst wenn Du den halben Kaufpreis bekommen würdest (was für alles außer dem von mir und Thomas genannten Material illusorisch ist), dann läuft das in etwa auf den Unterschied beim Preis zwischen Download und CD hinaus. Und Du hast den ganzen Aufwand gehabt, ein super Geschäftsmodell, definitiv...


    Achtung, ein großes Paket im nächsten Frühjahr nützt gar nix. Thomas schreibt das schon ganz richtig. Man muss eben auch zügig nach VÖ verkaufen, dann schaukelt sich der Preis für fast alles was da so an Hörspielen kommt, auf Amazon-Preis hoch. Konnte ich auch oft nicht verstehen, immerhin kann man sich ja auch bei Amazon Neuware holen, aber die Preise für (nochmal) kurz nach VÖ versteigerte Sachen liegen nur minimal unterm Neukaufpreis. Das sind keine Einzelfälle, das ist eher die Regel. Ich beobachte das schon länger. Und da ist die Vermutung dann wirklich auch naheligend, dass es Leute gibt, die das bewusst so machen, um sich die Sachen auf Platte zu ziehen und dann schnell wieder abzusoßen.

  • Und mit Schnäppchen meine ich jetzt nicht, dass man Online-Shops vergleicht und sich da den günstigsten raus sucht. Völlig legitim - der deutsche Konsument wurde in den letzten Jahren auf dieses Kaufverhalten hin getrimmt.


    Auch wenn der deutsche Konsument nicht auf dieses Verhalten hin getrimmt worden wäre, wäre es immer noch legitim! Je günstiger ich das einzelne Hörspiel kaufen kann, umso mehr Label kann ich mit meinem Hörspiel Budget von 50-150€ pro Monat unterstützen. So bekommen alle was von mir und nicht nur drei!


    Und ich finde es immer noch frech, dass man hier teilweise das "Hörspiele kopieren und dann im Freundes- und Bekanntenkreis VERSCHENKEN" als Verbrechen hingestellt wird. Das ist, wie ich weiter oben auch mit einer Quelle belegt habe legal. Das man es hier als Verbrechen hinstellt und das Gesetz nicht respektiert, ist in meinen Augen nicht besser, wie illegal Saugen und das Gesetz an dieser Stelle nicht zu respektieren. Aus Wut auf Downloader wird der Durchnittshörer gleich über kriminalisiert.

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Zitat


    Und ich finde es immer noch frech, dass man hier teilweise das "Hörspiele kopieren und dann im Freundes- und Bekanntenkreis VERSCHENKEN" als Verbrechen hingestellt wird. Das ist, wie ich weiter oben auch mit einer Quelle belegt habe legal. Das man es hier als Verbrechen hinstellt und das Gesetz nicht respektiert, ist in meinen Augen nicht besser, wie illegal Saugen und das Gesetz an dieser Stelle nicht zu respektieren. Aus Wut auf Downloader wird der Durchnittshörer gleich über kriminalisiert.


    Sorry, da gehe ich aber auch nicht mit und hoffe auch nicht, dass ich so verstanden wurde. Mal was leihen, ja das mache ich. Aber wie Du schreibst im Freundeskereis verschenken, ne, dass mach ich nicht. Korrigier mich, wenn ich falsch leige, aber das klingt nach "hier Kumpels, ich hab die neue Sinclair im DropBox Ordner. Bitte bedienen!" Ich verleihe CDs und hab auch schon mal welche verschenkt, aber ich rippe niemandem was runter um es dann zu "schenken". Legal oder nicht ist mir da persönlich auch mal komplett Schnuppe. Erst recht wenn es dann noch regelmäßig geschehen sollte.

  • Auch wenn der deutsche Konsument nicht auf dieses Verhalten hin getrimmt worden wäre, wäre es immer noch legitim! Je günstiger ich das einzelne Hörspiel kaufen kann, umso mehr Label kann ich mit meinem Hörspiel Budget von 50-150€ pro Monat unterstützen. So bekommen alle was von mir und nicht nur drei!


    Alle drei bekommen aber nur wenig von dir bzw. alle drei kriegen weniger, als wenn Du dir was zum Vollpreis von einem Label holst. Der einzige, der was davon hat, bist Du, nicht die Label. Sicher, die Denke ist bei den meisten dann auch wiederum "Sei doch froh, dass ich überhaupt was kaufe, undankbarer Sack, sonst sauge ich es mir für lau!", so weit ist es leider schon gekommen.


    Aber das ist ein anderes Thema. Genau wie die Einstellung mancher "Hey, ich habe Geld dafür bezahlt, jetzt habe ich Firmenanteile erworben und kann gefälligst mitbestimmen, wie Du was zu tun hast!" Fürchterlich.


    Es gibt wirklich nur noch eine Hand voll Fans, die auch Fans sind, mit denen das Interagieren Spaß macht, aber in der heutigen Gesellschaft kann man den Rest der sogenannten "Fans" einfach verbrennen. Das macht keinen Spaß mehr.

  • Es geht doch nur um den Fall, bei dem sich Leute die Neu-VÖs kaufen, mit der Absicht die Original-CD direkt wieder zu verschachern weil einem eigentlich die mp3 reicht, man aber nicht saugen will.


    Also eigentlich ging es um den Fall, dass einer 30 Jahre alte Kassetten verkaufen wollte, deren Inhalt er längst digital besitzt.

    Ich beobachte das schon länger. Und da ist die Vermutung dann wirklich auch naheligend, dass es Leute gibt, die das bewusst so machen, um sich die Sachen auf Platte zu ziehen und dann schnell wieder abzusoßen.


    Das mag es im Einzelfall wohl auch geben und ist dann wirklich das Ausnutzen einer Gesetzeslücke. Moralische Urteile maße ich mir nicht an, ich erlaube mir lediglich, Dir einen Denkanstoß zu geben zu der Frage, ob dies wirklich der Regelfall ist.


    1. Wie viel Prozent der Leute, die ein Hörspiel sofort nach dem Anhören bei eBay einstellen, tun dies, weil sie es als Fehlkauf betrachten und es ihnen nicht gefallen hat. Angesichts der Quote, die ich persönlich jetzt so an Enttäuschungen erlebe, würde ich persönlich diese Quote nicht niedrig ansetzen.


    2. Wie viel Prozent der Leute sagen sich nach dem Anhören, ja OK, war eine nette Stunde Hörspielspaß, der Twist zum Schluss auch originell, aber jetzt kenne ich es ja und ein zweites Mal werde ich es mir nicht anhören. Warum auch.


    3. "Supergeil, das höre ich mir bestimmt oft in den nächsten Jahren immer wieder mal an, trotzdem hau ich das Original jetzt bei eBay raus".


    Wir alle vermuten nur, aber meine Vermutung ist, dass Gruppe 3 im Vergleich zu den beiden anderen absolut marginal ist. Und dementsprechend vermute ich auch, dass der Schaden, der hieraus entsteht, im Vergleich zu dem, dass irgendwelche Profis die Hörspiele auf illegale Saugbörsen hochladen, absolut zu vernachlässigen ist.

  • Tante Edit schlägt zu, weil ien Post dazwischen gerutscht ist....das hier ist eine Ergänzung zu Blitzens: Aber nicht jeder hat nen eignen Label-Shop. Ich hoffe ja mal wenigstens, dass sich rumgesprochen hat, dass man besser in Label-eigenen Shops kauft, weil da für kleine Label am meisten hängen bleibt. Dennis Rohling hat das auch immer wieder schön dargestellt wo wer was vom Verkaufspreis abbekommt. Ich finde aber auch, dass man niemandem vorwerfen kann, dass er/sie sich seine Hörspiele wegen meiner bei Amazon holt oder sich bei iTUnes bedient. Wünschen und Erbeten kann man das vom Käufer schon und die meisten sind ja dann auch froh zu wissen, wo sie "ihre" Serien und Label am besten unterstützen können. Aber voraussetzen würde ich dieses verhalten nicht.


    Und jetzt zum Usernamenvergesser:


    Gruppe 1: ja, da gibts sicher viele. WObei, welcher Nicht-Sammler kauft sich auf Verdacht zB mal ne 62. Folge einer laufenden Serie wie Sinclair, Bedfort oder anderen?


    Gruppe 2: Da kann man dann genauso alle Medienkonsumenten querbeet dazurechnen. DVD, BluRay, Bücher, Videospiele....alle hätten das selbe Problem und das wär ja schon ein eigenes Thema wert, ob es sich überhaupt lohnt noch irgendwas an Medien physisch zu kaufen oder man nicht einfach alles nur digital kauft oder leiht. Das würde den Rahmen wohl sprengen. Ein wichtiger Unterschied zu anderen Medien besteht dann aber wohl noch darin, das man kommerzielle Hörspiele nicht irgendwann einfach gratis bekommt wie zB Filme im TV oder Bücher aus der Bibliothek oder wie bei Videospielen mit massivtem Preisverfall innerhalb von einem halben bis einem Jahr für ein Zehntel des anfänglichen Preises.


    Gruppe 3: Ok, unterm Strich wohl sicher nicht viele, man muss das Verhalten ja aber trotzdem nicht gut heißen.

  • Alle drei bekommen aber nur wenig von dir bzw. alle drei kriegen weniger, als wenn Du dir was zum Vollpreis von einem Label holst. Der einzige, der was davon hat, bist Du, nicht die Label. Sicher, die Denke ist bei den meisten dann auch wiederum "Sei doch froh, dass ich überhaupt was kaufe, undankbarer Sack, sonst sauge ich es mir für lau!", so weit ist es leider schon gekommen.


    Also ich bestelle eigentlich immer bei pop.de. Manchmal hat amazon.de dann Hörspiele reduziert (oder auch Hörbücher) reduziert, die ich eh schon immer mal haben wollte. Die kauf ich dann nicht bei pop.de. Bin ich deshalb jetzt nach deiner Meinung kein echter Fan?! Manchmal kaufe ich auch beim Label z.B. beim Hörplanet, wenn die neue Amadeus Folge raus kommt.


    Korrigier mich, wenn ich falsch leige, aber das klingt nach "hier Kumpels, ich hab die neue Sinclair im DropBox Ordner. Bitte bedienen!" Ich verleihe CDs und hab auch schon mal welche verschenkt, aber ich rippe niemandem was runter um es dann zu "schenken". Legal oder nicht ist mir da persönlich auch mal komplett Schnuppe. Erst recht wenn es dann noch regelmäßig geschehen sollte.


    Neee, so läuft das nicht!


    Manchmal kommen mich aber Freunde oder Bekannte besuchen und sehen meine Hörspiele. Dann werden die hier und da begutachtet. Dann wird gesagt: "Hey Titel XY interessiert mich, kann ich das haben?" Dann sag ich, klar ich mach dir ne Kopie! Und das ist auch legal! Da kann man sich 10x aufregen! Wenn das nicht legal wäre, wären auch die Musik-Mix Tapes, die man in den 80ern für seine Liebste aufgenommen hat illegal!


    Die Kopie mach ich alleine schon zum Schutz meiner Sammlung. Wenn ich CDs oder DVDs verleihe, kommen sie oft zerkratzt zurück!

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Also ich bestelle eigentlich immer bei pop.de. Manchmal hat amazon.de dann Hörspiele reduziert (oder auch Hörbücher) reduziert, die ich eh schon immer mal haben wollte. Die kauf ich dann nicht bei pop.de. Bin ich deshalb jetzt nach deiner Meinung kein echter Fan?! Manchmal kaufe ich auch beim Label z.B. beim Hörplanet, wenn die neue Amadeus Folge raus kommt.


    ?( Es redet keiner davon, dass man keine Angebote wahrnehmen soll. Es geht darum, dass das Budget nicht unendlich ist. Du sagst "Ich kaufe für 50-100€ von mehreren Labels, je nachdem wie das Geld reicht für mehrere Produktionen, Angebote etc."


    Trotzdem sind es nur 50-100 Euro, die Kuchen wird dadurch nicht größer. Deshalb rege ich mich ja auch auf, wenn Label nachrücken, die mit schrottigen Erstlingen aufwarten, die den vielleicht nicht mal semi-professionelles Niveau erreichen, aber man nimmt natürlich Profi-Preise, nämlich Vollpreis.


    Aber gut, anderes Thema, andere Baustelle. Die tragen halt genau wie die Sauger zum Untergang bei.

  • Deshalb rege ich mich ja auch auf, wenn Label nachrücken, die mit schrottigen Erstlingen aufwarten, die den vielleicht nicht mal semi-professionelles Niveau erreichen, aber man nimmt natürlich Profi-Preise, nämlich Vollpreis.


    Solche Label unterstütze ich schon gar nicht mehr. Da warte ich auf Referenzen. Ich gucke auch immer, was der Ohrcast dazu sagt. Studio Hörsturz habe ich unterstützt weil ich dachte, ein Mensch der aus der Spielevertonung kommt, könnte Ahnung haben. Leider falsch gedacht.

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Neee, so läuft das nicht!


    Manchmal kommen mich aber Freunde oder Bekannte besuchen und sehen meine Hörspiele. Dann werden die hier und da begutachtet. Dann wird gesagt: "Hey Titel XY interessiert mich, kann ich das haben?" Dann sag ich, klar ich mach dir ne Kopie! Und das ist auch legal! Da kann man sich 10x aufregen! Wenn das nicht legal wäre, wären auch die Musik-Mix Tapes, die man in den 80ern für seine Liebste aufgenommen hat illegal!


    So war das bei mir früher auch, aber mittlerweile bin ich schon Hörspiel 2.0 8)


    Meine Eltern und mein Bruder haben Zugriff auf meine Clouds und können sich da natürlich nach Lust und Laune bedienen.


    Wenn mich ein Freund nach einem speziellen Hörspiel fragt und ich das habe, dann gebe ich ihm selektiven Zugriff auf diese einzelnen Datei aus der entsprechenden Cloud bzw. wenn ich sie nur auf Harddisk hab, da spiele ich die in die Cloud.


    Die magische 7, die Grenze zwischen legal und illegal, wurde dabei wohl noch nie bei einem einzelnen Hörspiel auch nur annähernd erreicht, da die Zahl der hörspielaffinen Freunde sich doch in Grenzen hält. Vielleicht ganz früher in den 90ern mal in der Hochphase des Van Dusen-tauschens in Deutschland. Aber sollte mich mal eine achte Person fragen, dann werd ich sicherlich nicht sagen, och nö, da hast jetzt Pech gehabt, hättest mal früher gefragt :P

  • Das mit den eBooks klingt skurril, dürfte aber in der Praxis auch so nicht funktionieren...

    Es gibt ein gesetzlich verankertes Rückgabe- (bzw. Widerufsrecht) von 14 Tagen bei Internetkäufen (E-books bei amazon kann man innerhalb von 7 Tagen zurückgeben, andere Anbieter schließen dieses Widerrufsrecht in ihren AGBs aus): http://www.verbraucherzentrale…rt-der-Internet-Einkauf-2
    http://www.lesen.net/ebooks/e-…gen-fur-die-anderen-6309/
    Bei CDs usw. gilt diese nicht mehr, wenn die Ware nicht mehr versiegelt ist. Von einem Kleinverlag für den ich übersetze, weiß ich, dass das bei E-Books durchaus Praxis ist. Ich habe da keine Zahl und kann mir auch nicht vorstellen, dass das häufig vorkommt, aber es gibt solche Leute.
    Amazon hat ja auch vor kurzem angefangen die Accounts von Leuten zu sperren, die zu oft Sachen zurückschicken.


    Aber genug Off-Topic

  • Die Kopie mach ich alleine schon zum Schutz meiner Sammlung. Wenn ich CDs oder DVDs verleihe, kommen sie oft zerkratzt zurück!


    ...beim Hersteller kommt so gar nichts zurück! Nur weil etwas möglich ist, muss man es nicht auch unbedingt machen. Ich verleihe nichts (weder Buch noch CD) und wenn ich was verschenke, dann original. Wenn mir das nicht möglich ist, weil ich nicht entsprechendes Kapital zur Verfügung habe... Den Satzt muss ich jetzt nicht wirklich zu Ende schreiben.


  • Von dem dicken Reibach träumst Du aber bloß nachts, selbst wenn Du den halben Kaufpreis bekommen würdest (was für alles außer dem von mir und Thomas genannten Material illusorisch ist), dann läuft das in etwa auf den Unterschied beim Preis zwischen Download und CD hinaus. Und Du hast den ganzen Aufwand gehabt, ein super Geschäftsmodell, definitiv...


    Das obig zitierte stammt übrigens nicht von mir, sondern von Captain Blitz. Ansonsten hast du natürlich Recht, das ist keine "Geschäftsmodell" um Geld zu verdienen, sondern um seine eigenen Kosten zu drücken. Und wie Blackmail schon so richtig schrieb, wenn Folgen bestimmter Serien kurz nach VÖ eingestellt werden, kann man da tlw. fast den Kaufpreis wieder reinbekommen. Das klappt beim Download nicht. Und wenn jemand genau diese "Hammerserien" mag und das besagte Modell dauerhaft durchzieht, kann der schon einiges an Kohle sparen.


    Wie groß der Prozentsatz derer ist, die das so machen kann ich aber natürlich auch nur vermuten.

    "Glaub nicht, ich sei verrückt, Eliot – viele haben merkwürdigere Abneigungen als diese."


  • ...beim Hersteller kommt so gar nichts zurück! Nur weil etwas möglich ist, muss man es nicht auch unbedingt machen. Ich verleihe nichts (weder Buch noch CD) und wenn ich was verschenke, dann original. Wenn mir das nicht möglich ist, weil ich nicht entsprechendes Kapital zur Verfügung habe... Den Satzt muss ich jetzt nicht wirklich zu Ende schreiben.


    Es ist LEGAL für den Bekannten- und Freundeskreis Kopien z.B. auf CD zu erstellen. Genau so wie es legal ist, ein Musik-Mix-Tape für die Freundin zu erstellen und es ihr zu schenken. Nichts weiter will ich sagen. Man sollte seine Hörspiele natürlich nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen, aber im Freundeskreis darf man das!

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Das obig zitierte stammt übrigens nicht von mir, sondern von Captain Blitz. Ansonsten hast du natürlich Recht, das ist keine "Geschäftsmodell" um Geld zu verdienen, sondern um seine eigenen Kosten zu drücken. Und wie Blackmail schon so richtig schrieb, wenn Folgen bestimmter Serien kurz nach VÖ eingestellt werden, kann man da tlw. fast den Kaufpreis wieder reinbekommen. Das klappt beim Download nicht. Und wenn jemand genau diese "Hammerserien" mag und das besagte Modell dauerhaft durchzieht, kann der schon einiges an Kohle sparen.


    Bitte um Entschuldigung für den Zitierfehler, ich habe es korrigiert.

  • Es kritisiert aber niemand den Gebrauchthandel, denn da wird immerhin noch ein Original gekauft. Ich spüre doch schon wieder diese Ansätze, dass man das Tauschen von MP3s gerne legalisieren will. "Och, ob ich jetzt gebraucht kaufe oder gleich den ganzen Kram tausche, ist doch egal!" Ist es aber nicht. Dann wird Geld generiert, dass in den Kauf neuer Ware investiert wird.

    Davon war keine Rede, sondern das am Ende das gleiche dabei rauskommt. Du bemängelst die fehlenden Einnahmen. Dann sage mir doch mal wer verdient am privaten Verkauf von Hörspielen? Für dich ist es dann nur eine Genugtung das, auch wenn dir dann für deine Produktionen Geld verloren geht, andere daran verdienen. Ich habe hier nichts von mp3 legalisieren gesagt und lasse es mir das von dir nicht in die Schuhe schieben. Was dein Argument angeht, das der Erlös im Kaufen neuer Ware investiert wird, ist kurzsichtig. Woher willst du so genau Wissen das derjenige dann neue Hörspiele kaufen wird? Vielleicht investiert er sein Geld in gebrauchte, oder gibt das Geld für andere Dinge aus.



    Und wenn es das nicht ist, dann ist es die mangelnde Wertschätzung. "Och, den Mist brauche ich nicht mehr, aber ich rippe ihn mal, wer weiß, vielleicht höre ich es ja doch nochmal!", aber so will ich meine Produktionen nicht behandelt sehen, ganz einfach.

    Das errinnert mich an die Medienindustrie die einen pauschal als Raubkopierer verurteilt. Es ist genauso ungerecht wenn es heißt, wer seine Originale nicht mehr hat, soll gefälligst seine Kopien vernichten. Da er mit dem Verkauf sein Recht auch eine Privatkopie abgibt. Es kann ja sein das es illegale Kopien sind.


    Das hat nichts mit moralischen Maßstäben zu tun, sondern am Ende geht es nur ums Geschäft. Jeder will für Leistung, Arbeit und Service die erbracht wird entsprechend bezahlt werden. Von Moral kann keiner leben.

  • Achtung, ein großes Paket im nächsten Frühjahr nützt gar nix. Thomas schreibt das schon ganz richtig. Man muss eben auch zügig nach VÖ verkaufen, dann schaukelt sich der Preis für fast alles was da so an Hörspielen kommt, auf Amazon-Preis hoch. Konnte ich auch oft nicht verstehen, immerhin kann man sich ja auch bei Amazon Neuware holen, aber die Preise für (nochmal) kurz nach VÖ versteigerte Sachen liegen nur minimal unterm Neukaufpreis. Das sind keine Einzelfälle, das ist eher die Regel.


    Ich werde Eure Aussage einem Praxistest unterziehen (nur Beobachtung, keine Teilnahme) und dann meine Erkenntnisse berichten.

  • Auch wenn ich nun wohl wieder beschimpft werde und man mir "Geiz ist Geil" vorwirft, finde ich die Regelung gut. Ich habe keine Probleme damit einem Freund oder einem Familienmitglied eine Kopie meiner CD zur Verfuegung zu stellen. Gerade bei Filmen oder Musik ist es mir persoenlich wirklich "Latte", weil ich denke, dass dort genug Profit gemacht wird. Bei Hoerspielen sehe ich das skeptischer.


    Und eine Frage habe ich auch dazu: Wenn man, zum Beispiel als Labelbetreiber, die Privatkopie-Regelung nach Urheberrecht fuer sich nutzt und nicht moechte, dass private Kopien "zur Verfuegung" gestellt werden, dann kan man doch einen Kopierschutz einbauen, denn dann ist es nicht erlaubt, private Kopien zu machen. Oder stellt dies einen grossen Aufwand dar? Ich frage dies, weil ich mich damit nicht auskenne.


    Ich persoenlich kaufe mir die Hoerspiele, die ich haben moechte, im Original, weil ich das Label unterstuetzen mnoechte und hoechstens Respekt vor der Arbeit und dem fertigen Werk habe.

  • Und eine Frage habe ich auch dazu: Wenn man, zum Beispiel als Labelbetreiber, die Privatkopie-Regelung nach Urheberrecht fuer sich nutzt und nicht moechte, dass private Kopien "zur Verfuegung" gestellt werden, dann kan man doch einen Kopierschutz einbauen, denn dann ist es nicht erlaubt, private Kopien zu machen. Oder stellt dies einen grossen Aufwand dar? Ich frage dies, weil ich mich damit nicht auskenne.


    Es kostet sehr viel Geld und wird sowieso geknackt/umgangen. Wo ist dann der Sinn? :(


    Und das was Du zur Privatkopie sagst, ist ja das große Problem. Jeder gibt die Sachen weiter, ist ja erlaubt, sind ja Privatkopien, aber es gibt dann jeder weiter, ohne je ein Origjnal besessen zu haben.