Beiträge von blackmail82

    Patricia Highsmith: Der süße Wahn - mal eine neue Highsmithvertonung! Inhaltlich unverkennbar. Hoffnungslose Liebe, ein Mord, eine falsche Identität, gesteigerter Wahn. Die Zutaten bleiben die gleichen. Kennst'e einen, kennst'e alle. Trotzdem - oder gerade deswegen - sehr gut. Auch nice: Der Killer - erstes deutsche Highsmith-Umsetzung, lief zuletzt bei "kein Mucks".

    Nun mal schauen, ob ich "Lord Jim" schaffe.... immer diese Mehrteiler!!?! Woher soll man nur die Zeit nehmen?!?!! Sollte das Hörspiel nicht mal aussterben? Wann war das noch mal? :D

    Mia Insomnia bin ich jetzt durch und das hat mir in Summe doch ganz gut gefallen. Ein Ende das man in dieser Form erahnen konnte, aber für mich auch ein guter Abschluss ist un dazu einlädt das Ding noch mal von vorne zu hören.

    Oha, erster zuletzt gehört Post im neuen Jahr! :D
    Hauptsächlich Podcast. Außerdem bei den ARD Audiothek-Projekten mal auf Stand gebracht. Lost in Neulich macht auch in Staffel 2 Spaß. Wie "...und nebenbei Liebe", nur ohne mondänen Reiterhof. Forever Club gefällt mir ebenfalls gut. Die Geschichte entwickelt sich... hm, eher seltsam und sprunghaft, aber für mich dennoch schlüssig. Auch hier bleibe ich gerne dran. DreamLab legt auch nen guten Start hin. Schon wieder Matthias Matschke - i like! Story geht gut voran... das passt mir soweit.


    Was mir leider nicht gefallen hat, ist Korridore. Eine Erzählung, in einer Erzählung, in einer Erzählung, in einer Erzählung. Junge Kommisarin (sorry, aber die Sprecherleistung ist nicht gut) hört Handymemos ab, um das Verschwinden eines Filmstudenten aufzuklären. Die halbstündigen Folgen bestehen dann im Wesentlichen aus diesen Memos (intonierten Selbstgesprächen), die aber leider keine Memos im eigentlichen Sinne sind, sondern vorgelesene Befragungsprotokolle alter Fälle eines Instituts für Paranormales, die bei seiner Mutter auf dem Bürotisch lagen. Mutter und alle anderen Angestellten sind vor Jahren spurlos verschwunden. Seltsam? Oh ja!
    Ok, wenn man aber mal drin ist, funktioniert dieses Konzept irgendwie. Monster of the week Stories, betont gelesen (ja, im Kern sind die Episoden kurze Lesungen), mal besser, mal schlechter. Erst gegen Ende (ab Folge 8 oder 9 von 12) nehmen die eigentlichen Ermittlungen Fahrt auf und gimpfeln in einem - für mich - krude, absurden Schluss.
    Warum gefällt mir das nicht? Die Präsentationsform ist nicht glaubhaft umgesetzt. Die Memos klingen nicht authentisch. Sie klingen wie gesprochene Gedanken (in einem Kopf, nicht in ein Handy rein) , sprechen keine authentische Sprache und sind dann auch noch (sorry noch mal) von der Kommisarin nicht glaubhaft interpretiert. Inhaltich macht das Ganze dann auch zu viele Sprünge, mangelt an Konsequenz und Aufbau. Die Darreichungsform in diesen kurzen Lesungen war für mich einfach langweilig. Dazu ein paar Running Gags nach Schema F, die zwar ganz nett sind, aber auch eher fremd wirken. Krönendes Beispiel für schwache Erzählung: ein 10minütiges Gespräch gegen Ende der letzten Folge. Dem spannendsten Part überhaupt, über... eine alternative Glaubensgemeinschaft. Ein völliger Fremdkörper. Dramaturgische Katastrophe.
    Achso, es gibt auch nur drei Sprecher (ein Vierter - Polizei-Vorgesetzter in wenigen kurzen Takes). Dritter Charakter im Bunde ist der mittelate Thomas Eberle, mit einem Online-Versand für China-Billigware, der - SPOILER - ein wirklich bescheuertes Ende in Folge 12 findet.


    So, sorry, viel Text, aber ich wollte mal etwas mehr Substanz am Morgen hinterlassen. Wer das hier liest, lässt nen Daumen da! :D

    Und noch was gehört... Schweig! - ein böser Thriller zu Weihnachten. Eine Frau, ihr Mann, ihre Schwester und jede Menge Abhängigkeiten. Bitterböse und stark zugespitzt. Musikalisch prägend unterlegt, klingt manchmal nach 90er Sitcom mit seinen 90er E-Basslines. DIe Textzeilen finden zu einem Großteil im Kopf der Protagonisten statt. Sehr gut!

    Und Peak Meat, eine Mocumentary oder so was in der Art, mit Blick aus der Zukunft auf den Fleischkonsum von heute. Sehr schön groteske Satire mit einem der besten ABC-Ohrwürmer, die ich je gehört habe. :D

    Forever-Club höre ich heute mal weiter... aktuell genieße ich aber Die unendliche Geschichte Vertonung aus 2014 mit Petra Feldhoff am Regiepult. Hälfte durch, bisher einfach richtig richtig gut.

    Habe ebenfalls die Teufelsklippe gehört. Mir gefiel der Einstieg sehr gut, auch die Ermittlungen von Justus und Bob fand ich sehr gut. Nachfollziehbar, evtl. etwas behäbig, aber schlüssig. Für geübte Hörer evtl. etwas zu vorhersehbar... also das Rätsel um den Klippensturz. Der Rest ist dann arg erklärungsbedürftig, sehr weit gefasst und muss überkompliziert erklärt werden. Leider wieder nur Mittelmaß.


    Ganz anders Die Phantome des Hutmachers nach George Simenon. Richtig, richtig gute Darstellung eines Psycho-Thrillers/-Dramas. Top!

    Aus der Kein Mucks Reihe hat mir Big Ben schlug Zwölf gut gefallen... in einem Mordprozess wird der vermeintliche Mörder kurz vorm Vollstrecken des Todesurteils geständig und rollt den Fall von hinten auf.


    Dumala war nicht meine Baustelle. Schmonzette aus der Romantik. Von der Machart würde ich - wenn ich Ahnung davon hätte - dem Ding bescheinigen, dass es gut gemacht ist.


    Vom Erdboden bietet in vier 20-minütigen Teilen eine modernen Hau-Drauf-Thriller, junge Charaktere, neues rechtsradikales Millieu, ich hatte aber beim Hören immer eine gewisse Distanz. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür mittlerweile. :D

    Habe mich auch mal den neuen ARD-Mediathek Produktionen gewidmet:

    Forever Club - glaubwürdig geschrieben, gut gespielt, relativ viel Ich-Erzähler. Zu wenig um das schon weiter zu beurteilen, aber fürs Erste bin ich nicht abgeschreckt.


    Cryptos: nennt sich "Climate-Fiction-Podcast", um die zerstörte Erde geht es aber nur am Rande. Ansatz wie Otherland, Ready Player One usw... Menschen verbringen die meiste Zeit des Tages in virtuellen Welten. Eine der Programmiererinnen einer solchen Welt entdeckt Zwischenfälle, begibt sich selbst ins Virtuelle und muss dieses Hacker-Rätsel lösen. In den erste drei Teilen geht es weniger um Climate-Fiction, mehr um virtuelle Parallelwelten. Gefällt mir gut, sehr schnell und kurzweilig. (6 Folgen, alle um die 20 Minuten)

    Timothy Truckle: Romanvorlage aus den 70er, frisch verhörspielt mit Matthias Matschke als Noir-Detektiv in dystopischer Zukunft mit Computer Napoleon, gespielt von Jens Wawrczeck. Muss sich den Vergleich zu Jonas, der letzte Detekitv stellen. Ist dagegen lockerer, weniger überdreht und etwas fröhlicher, wenn auch die Welt in der die cleveren Fälle erzählt werden, vergleichbar düster ist. Gefällt mir!

    Ich habe mich in den letzten Tagen mal der Planetariumsfolgen von DDF angenommen. Nächsten Samstag gehts auf den Live-Auftritt in Düsseldorf, da wollte ich mich mal eingrooven...

    Also das versunke Dorf und das Grab der Inka-Mumie fand ich ganz ok. Das versunkene Dorf sogar ziemlich gut! Nicht zu einfach, nicht zu kompliziert. ohne große Nöte am Ende den Monolog auspacken zu müssen...
    Tornadojäger fand ich da schon schwächer, das kalte Auge sogar schlecht. Unnötige Absurditäten, absurde rote Heringe, skurile Gestalten, die einfach nur nerven, Santiago Ziesmer in Besetzung von Zwillingen, die sich gegenseitig ihre Sätze vervollständigen... unnötig wie ein Kropf. Und am Ende die Idee im Hafen zu ermitteln und irgendwen irgendwas fragen... einfach gaga.

    Mal gucken was die anderen beiden Folgen noch so können, viel verspreche ich mir nicht.... dann werd ich mir mal noch für die Fahrt den ein oder anderen Klassiker zurecht legen und dann mal sehen wie stark das Live-Overacting ausfallen wird. :D

    Hm, klingt ja ganz nett dieser Senf. Wie lange sind die Folgen so etwa?

    Ich hör mich gerade durch die aktuelle Weihnachtsfolge der drei Fragezeichen und die Hälfte der Spielzeit etwa wurd jetzt damit vergeudet eine Tatsache zu entdecken, die einem schon von Anfang an hätte komisch vorkommen können. Dazu gespickt mit lustigen Einzelszenen, Gesangseinlagen...sowas halt. Was soll ich sagen, ich finds schwierig. Als einzelne Kalendertürchen gehört mag das ganz witzig gewesen sein, bei einem gesammelten Fall, den man am Stück hört, stellt sich nicht der rechte Fluss ein bei mir.