AUDIAMO Hörspiel-Arena auf der Leipziger Buchmesse 2015

  • Patrick: Dann braucht ja diesmal auch kein Bestsellerautor, der eine große Fan-Gemeinde in Bezug auf Bücher hinter sich hat, über eine Herzensangelegenheit sprechen: den Unterschied zwischen vorgelesenen und gespielten Büchern. Stimmt, damit kriegen wir auf keinen Fall neue Leute zum Hörspiel.


    Ironie: aus. *g*

  • Natürlich wäre es auch für die breite Masse interessanter, wenn bekanntere und relevantere Labels mit am Start wären. Die 3-4, die durchaus einen gewissen Namen haben, reichen da noch lange nicht aus.


    Und dieses Gewäsch vom "im eigenen Saft kochen" kann ich auch nicht mehr hören. Außerdem macht man das in Leipzig doch auch sowieso. Ob die Szene im eigenen Saft kocht oder die Gemeinschaft, das nimmt sich nichts. Dann hat man wieder gefühlte 5 von 10 Programmpunkten, die ein und die selbe Nase leitet. Und? Was soll das bringen? Mehr Fans fürs Medium? Wohl kaum.

  • Patrick: Mit Verlaub, aber es ist völlig egal, ob mehrere Programmpunkte von "derselben Nase" geleitet werden. Da manche Besucher eh nur einen halben Tag ;-) da sind, kriegt das keiner mit. Und wenn schon. Auf den Inhalt kommt es an, und der ist jedes Mal anders.

  • Patrick: Mit Verlaub, aber es ist völlig egal, ob mehrere Programmpunkte von "derselben Nase" geleitet werden. Da manche Besucher eh nur einen halben Tag ;-) da sind, kriegt das keiner mit. Und wenn schon. Auf den Inhalt kommt es an, und der ist jedes Mal anders.


    Trotzdem sollte man Ahnung von der Materie haben.

  • Detlef: Schade, dass du einige Aussteller ignorierst. Aber die sind wohl nicht "namhaft" genug. Was mir auch schleierhaft ist: Inwiefern sind Lübbe, Zaubermond, Headroom, Vitaphon, Lindenblatt, Ohrenkneifer, Steinbach, Uccello, ultramar media "semi-professionell"?


    Nur wenige der aufgezählten Label sind wirkliche Hörspiellabel.


    Lübbe: An Hörspielen gibt es dort John Sinclair und ab April Walking Dead, sonst nur Hörbücher
    Zaubermond: ist angenommen! Bekanntes und hochwertig produzierendes Label (bis jetzt, schauen wir mal, wie es ohne Marco Göllner auf lange Sicht wird.)
    Headroom: auch in Ordnung. Wobei die Hörspiele dort eher aus Features bestehen
    Vitaphon: Haben EIN echtes Hörspiel im Programm, nämlich die Schläfer. Der Rest ist Hörbuch oder Hybrid.
    Lindenblatt: semi professionell
    Ohrenkneifer: Etwas mehr als semi professionell
    Steinbach: 98% Hörbücher


    Die letztem beiden Label sagen mir nichts. Wo wird da groß das Hörspiel präsentiert? Da fehlen mir die richtigen Hörspiellabel!

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    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Lord Lenny: Wir haben genau den richtigen Platz, um eben diese Hörspiele groß zu präsentieren. Und praktischerweise ziehen die "Eher-Hörbuch-Verlage" auch wieder interessiertes Publikum mit an. Dass DIR die "richtigen" Label fehlen, ist nachvollziehbar. Alle Besucher auf der Messe werden DIESE Label sehen – und die anderen nicht.


    Patrick: Danke für die guten Wünsche! Schau aber mal in unsere Satzung: Wir sind nicht angetreten, das Hörspiel zu retten, sondern es zu fördern – und das tun wir auf unsere Art (die übrigens in der Gemeinschaft beschlossen wird). Aber das ist nur EINE Art... Da draußen gibt es noch sooo viele andere Hörspielmacher und Label, die nicht Mitglied sind, und so viele schöne Locations für eine Neuauflage der HÖRSPIEL, dass ich meinen ewigen Vorschlag nur bekräftigen kann: Wer auch immer etwas fürs Hörspiel tun möchte, der soll es tun. Logischerweise dann mit unserer Unterstützung, sofern die natürlich gewünscht ist. ;-)

  • Aber mal im Ernst: Warum tun sich unsere Kritiker nicht zusammen und starten eine eigene Initiative? Zum einen eine Art Hörspiel-Verband, zum anderen ein besonderes Event? Oder probieren eine tolle Hörspielmesse oder z.B. was auf der Frankfurter Buchmesse? Warum nicht?


    Auf die Antworten bin ich gespannt.

  • Lord Lenny: Wir haben genau den richtigen Platz, um eben diese Hörspiele groß zu präsentieren. Und praktischerweise ziehen die "Eher-Hörbuch-Verlage" auch wieder interessiertes Publikum mit an. Dass DIR die "richtigen" Label fehlen, ist nachvollziehbar. Alle Besucher auf der Messe werden DIESE Label sehen – und die anderen nicht.


    Es ist absolut löblich, das Hörspiel fördern zu wollen. Aber wenn man es fördern will, reichen HörBUCH-Label und semi-professionelle Label nicht, finde ich. Was bekommen die neuen Kunden dann für einen Eindruck vom Hörspiel? Einen eher schlechten...

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    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Aber mal im Ernst: Warum tun sich unsere Kritiker nicht zusammen und starten eine eigene Initiative? Zum einen eine Art Hörspiel-Verband, zum anderen ein besonderes Event? Oder probieren eine tolle Hörspielmesse oder z.B. was auf der Frankfurter Buchmesse? Warum nicht?


    Auf die Antworten bin ich gespannt.


    Genau, auf der Frankfurter Buchmesse, dem noch größeren Friedhof als die Leipziger Buchmesse. Früher war Leipzig echt klasse und eine echte Alternative zu Frankfurt, aber mittlerweile konkurriert man doch nur noch darum, wo weniger los ist. :(


    Und warum sollen sich eure Kritiker zusammen tun, wenn ihr doch alles richtig macht? :) Jedes Jahr neue Rekorde, Besucherströme und und und.

  • Lenny: Nichts für ungut, wir reden von einer Buchmesse. Alle eben von mir genannten Label sehe ich als eindeutig professionelle Produzenten an (Uccello ist übrigens ein renommierter Verlag für Kinderhörspiele UND -hörbücher, und Ultramar macht sehr schöne Hörspiel-Features für Kinder). Und selbst die, die nur Lesungen anbieten, haben ihr ganz eigenes Publikum, das bei uns wiederum auf neue Sachen aufmerksam wird.

  • An der Diskussion finde ich rein gar nichts befremdlich.


    Tja, das ist wohl eine Frage der Perspektive. Diese Diskussion offenbart über Seiten hinweg eine regelrechte Lust daran, die Arbeit der HSP-Gemeinschaft abzuwerten oder gleich ganz infrage zu stellen – selbstverständlich, ohne dass die Gegner vergleichbare Bemühungen unternehmen würden, wie René schon angemerkt hat. Konstruktiv ist das nicht. Außerdem ist es absurd. Da wird einerseits zum Ausdruck gebracht, dass es sich für ein Label sowieso nicht lohnt, an der Veranstaltung teilzunehmen, andererseits werden die zu geringe Beteiligung relevanter Produzenten und das schwache Programm kritisiert. Wie aber soll die Messe an Attraktivität und öffentlicher Aufmerksamkeit gewinnen, wenn die Macher nur fordern, es aber selbst an Initiative mangeln lassen?


    Was tun sie denn?

    Ich habe halt nicht das Gefühl, dass da irgendwas getan wird, tut mir leid.


    Also dann, was wäre die richtige Strategie? Welche Maßnahmen müsste die HSP-Gemeinschaft ergreifen, um das Medium voranzubringen? Unter den gegebenen Bedingungen und in finanzierbarem Rahmen wohlgemerkt.

  • Patrick: Ich habe nicht nur Frankfurt als Beispiel genannt. Und noch ein weiteres Mal zum Thema "weniger los" in Leipzig: 8000 laufen jedes Jahr... ach, du weißt schon...


    Warum sich unsere Kritiker zusammentun sollen, wo wir doch von unserem Konzept überzeugt sind? Weil ihr davon eben nicht überzeugt seid. Selbst wenn eine Gemeinschaft aus 110 Mitgliedern solche Aktionen gemeinsam entscheidet, können andere es vielleicht besser machen.

  • Schallfilm: Ja, das ist leider immer das Problem: die Bedingungen und das Geld. Und nicht nur die Label haben solche Probleme, sondern auch wir als Verein, weil wir ALLES in unserer Freizeit machen und ehrenamtlich tätig sind.


    Deswegen reite ich ja so darauf herum, dass man es (Spaß!) uns gerne mal so richtig zeigen darf. ;-)

  • Also dann, was wäre die richtige Strategie? Welche Maßnahmen müsste die HSP-Gemeinschaft ergreifen, um das Medium voranzubringen? Unter den gegebenen Bedingungen und in finanzierbarem Rahmen wohlgemerkt.


    Es ist mir schon klar, dass Du, René und Co. mich für blöd halten, aber ich mache ganz bestimmt nicht die Arbeit der Gemeinschaft. Das darf die mal schön selber machen.


    Und meine Initiative sieht so aus, dass ich erst mal ordentlich an der Grundlage arbeite, nämlich Hörspiele mache, GUTE Hörspiele. Das ist meiner Meinung nach die beste Arbeit fürs Medium.


    René : Jaja, 8000, 10000, 12000. Die kaufen ja auch alle...sicher... ;)

  • Patrick: Habe gerade ein Déjà-vu... Genau diesen Schluss hatten wir schon mal: Du bist beleidigt, wenn man dich nicht fragt, machst aber keine konkreten Vorschläge, wenn man es dann tut. Und ganz am Ende heißt es, dass du dich sowieso lieber auf gute Hörspiele konzentrierst. Das eine ist schade, das andere - ehrlich - schön für die Hörspielwelt. Dann sind die Aufgaben doch verteilt.


    Hinweis zu den Besucherzahlen: Zur HÖRSPIEL kamen 3000, und von denen haben unbestritten viel mehr gekauft. Aber die Hörspiel-Arena in Leipzig gibt es jetzt schon im fünften Jahr, und wir haben nicht vor, sie in den Sand zu setzen.

  • Weil es NICHT meine Aufgabe ist, euch die Arbeit abzunehmen bzw. sind Anfragen hier übers Forum doch nur Alibi-Anfragen, die ihr euch auch sparen könnt. Ihr meint die zu keinem Zeitpunkt ernst und wollt mich auch weiterhin nicht dabei haben. Also bitte nicht so tun als ob...


    Etwas ausstellen und präsentieren ist jedenfalls etwas anderes, als euch die Arbeit abzunehmen. Bitte nicht beides in einen Topf werfen, danke.


    Bei der Hörspiel sah es mir aber nach deutlich mehr als nur 3000 aus. Egal wie viele da waren, es hat mehr Spaß gemacht bzw. es hat überhaupt erst Spaß gemacht.