Beiträge von pops

    Regie: Ulrich Gerhardt

    Technische Realisierung: Hans Schmid, Arnhild Kabisch

    Regieassistenz: Monika Weiß


    Mit Ulrich Matthes, Michael König, Krista Posch, Gustl Halenke, Traudl Haas, Gunter Berger, Joachim Höppner, Detlef Kügow, Hans Wyprächtiger, Lorenz Meyboden, Jan Eberwein


    Das Schiff der Utopie unter dem Sowjetemblem: Der Hochseedampfer "Roter Stern" schwimmt zwischen Rußland und Amerika, gesteuert von einer phantastischen Besatzung. Eine Arche der Neuzeit, deren Reise in den zwanziger Jahren beginnt und heute endet, mit ihrem Untergang. Der Idealstaat versinkt im Ozean, von nun an läuft die Geschichte rückwärts. Sie endet an einer Heerstraße, Krieg und Zerstörung ziehen vorbei, eskortiert von hungernden Menschen. Eine heimatlose Menschenschlange kriecht durch die Straßen der Neuen Welt. Wladimir ist der sowjetische Schauspieler auf dem Weg nach Hollywood. Jenseits aller Grenzen begreift er sich als Arbeiter der Taumfabrik im neuen Weltstaat. In den Briefen an seine Frau Lilina will er die Ereignisse seiner Reise schildern. Doch das aktuelle Bordgeschehen verliert seine Konturen, je mehr er sich in den Gängen des Schiffs verirrt. So begegnen ihm vier schwermütige Berufsrevolutionäre, die den Zusammenhang von Revolution und Reise theoretisieren. Die Stimme einer Amerikanerin lockt ihn in ein Labyrinth: als "Statue of Liberty" reiste sie mit einem Varieté durch die Allunionsländer, die sich in ihrem Bericht in "Allillusionsländer" verwandeln. Ihr Blick auf die Wirklichkeit läßt diese zur Tragödie werden: Auf Lenins Mausoleum spielt ganz Rußland Theater. Dagegen steht das Weltbild der Admiralin, einer nautischen Priesterin; ihr Kompaß ist auf den Mittelpunkt der Erde ausgerichtet. Sie ist auf der Suche nach dem versunkenen Atlantis, in dessen Nachfolge sie den Sowjetstaat sieht. Je mehr jedoch zwischen Wunschland und Wirklichkeit ein Abgrund klafft, desto phantastischer werden die Vorstellungen aller. Waldimir sieht ein erleuchtetes Amphitheater, von dessen Bühne herab er sich selbst eine apokalytische Wahrheit verkündet. Unter dem Roten Stern erscheint dem Kellner der Heilige Rochus, der Schutzheilige des Roten Kreuzes. Die Sehnsucht der Berufsrevolutionäre entwickelt sich zum Fernweh, das im Kino endet, und die Admiralin will schließlich ein Segel vor den Planeten spannen, um sich mit der ganzen Erde auf eine Sternenfahrt in ein anderes galaktisches System zu begeben. So versucht das Stück, die fiktionale Kraft des Aufbruchs mit dem katastrophischen Ende zusammenzudenken.


    Link:

    https://www.br.de/mediathek/po…-simone-schneider/2095727

    von Dan Ferguson nach J. Russel Warren

    Regie: Hans Hausmann

    Übersetzung: Albert Werner

    Musik: Hans Moeckel


    Mit Hans Helmut Dickow, Kristin Hausmann, Kurt Oligmüller, Adolf Roland, Rainer Litten, Robert Tessen, Ann Höling, Günter Heising, Trudi Roth, Walter Bremer, Max Bachmann, Joseph Scheidegger, Maximilian Wolters, Willy Buser, Ebba Johannson, Berthold Büche, Rudolf Hofmann, Agnes Del Sarto, Robert Messerli


    Krimi-Klassiker mit Hans Helmut Dickow in der Hauptrolle. In Cornwall, an der Kanalküste, wird ein Unbekannter angeschwemmt. Fischer retten den halb Ertrunkenen. Als er zu sich kommt, kann er sich an nichts erinnern!


    Der Gestrandete hat eine Gedächtnislücke von mehreren Tagen. Er erinnert sich nicht, wie er an die Küste, und noch weniger: wie er ins Wasser gekommen ist. Er weiss nur, dass er ein Forschungschemiker aus London ist und Martin Cartright heisst. Doch als man sein Zuhause anruft, ist

    eine Familie Cartright dort völlig unbekannt.


    In den Taschen des Geretteten finden sich seltsamerweise nicht nur Briefe, die an einen Rupert Brannigan adressiert sind, sondern auch: ein Revolver. Und als dann auch noch zwei Fremde auftauchen und ihn als Rupert identifizieren, kann der Verwirrte sich selbst nicht mehr trauen ...

    Wer ist er? Und was ist in den letzten zwei Tagen passiert?


    Link:

    https://www.srf.ch/audio/krimi…ren-gespraech?id=12620780

    Regie: Andreas Weber-Schäfer

    Technische Realisierung: Fritz Gortner, Astrid Winckler-Tiede


    Mit Hubert Suschka, Berthold Toetzke, Ulrich von Dobschütz, Peter Niemeyer, Heidemarie Rohweder, Heta Mantscheff, Hedi Kriegeskotte, Gabriele Rolle, Doris Buchrucker, Gert Tellkampf, Johanna Bucher, Walter Prüssing, Heiner Kollhoff, Herbert Fritsch, Dietrich Hollinderbäumer, Konrad Materna, Hans Schenker


    Weinberg ist einer von 50.000 Menschen, die sich qualifiziert haben, den neuen Planeten "Terra II" zu besiedeln. Doch als er dort ankommt, steht er nicht auf der Einreiseliste.

    Um trotzdem Teil dieser auf Wissenschaft basierenden Gesellschaft sein zu dürfen, muss er eine nicht enden wollende Reihe an psychologischen Tests absolvieren. Dies geht so weit, dass er bald selbst nicht mehr weiß, was Test ist, und was Wirklichkeit. Als er endlich alle Tests absolviert hat und glaubt, nun mit dem eigentlichen Leben beginnen zu können, erfährt er, dass die Tests bereits sein Leben waren.


    Link:

    https://www.ardaudiothek.de/ep…1979/swr-kultur/13561521/

    von Hans Gerd Krogmann nach Elias Canetti

    Regie: Hans Gerd Krogmann

    Ton: Thomas Monnerjahn

    Technik: Philipp Adelmann


    Mit Samuel Finzi, Ingo Hülsmann, Ulrich Noethen, Friedhelm Ptok, Mathias Lange, Tatja Seibt, Gerd Warmeling, Lisa Hrdina, Max von Pufendorf, Eckhard Roelcke


    "Wir müssen böse sein, weil wir wissen, daß wir sterben. Wir wären noch böser, wenn wir von Anfang an wüßten, wann", sagt der Philosoph. Neben ihm geben IchundEr, ein Historiker, ein Ungläubiger, eine Erzählerin, ein Ironiker, eine junge Frau, ein Künstler und ein Kind den "zerstreuten und widersprüchlichen" Aufzeichnungen Canettis eine Stimme.


    Dradio Kultur sendet vor der Ursendung einen Werkstattbericht:

    Herr C. hat immer in Stimmen gedacht

    Die Radiofassung von Elias Canettis 'Buch gegen den Tod'

    Vorgestellt von Sylvia Rauer

    Ton: Thomas Monnerjahn


    Link:

    https://www.hoerspielundfeatur…um-gegen-den-tod-100.html

    Regie: Stuart Kummer


    Mit Barnaby Metschurat, Olga von Luckwald, Friedrich Mücke, Hanna Hilsdorf, Nik Romm, Denis Moschitto, Eko Fresh, Gudrun Landgrebe, u.v.a.


    Des Teufels Lobbyist geht wieder über Leichen: Hagen von Grau ist kein Trick zu billig und kein Geschäft zu schmutzig, um seine Ziele zu erreichen. Aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall, auch wenn es manchmal etwas länger dauert.


    Zwar hat Hagen sich reingezeckt bei Mangold Consulting - aber prompt schnappt ihm die Konkurrentin den Job weg. Zwar kämpft er endlich für seine große Liebe - aber die ist halt nicht so scharf auf einen Pakt mit dem Teufel. Zwar zieht er die Strippen bis in die allerhöchsten Kreise - aber immer mehr Menschen wollen ihn zur Strecke bringen.


    Im Laufe der letzten Jahre hat Hagen von Grau den Zorn so vieler Leute auf sich gezogen, dass er sich an manche Namen kaum noch erinnern kann. Einige von ihnen schließen sich zusammen, um seinem üblen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Hagen reagiert wie immer: Bestens amüsiert läuft er zur Hochform auf. Die Frage ist nur: Wird das diesmal reichen?


    Link:

    https://www.ardaudiothek.de/se…ive-caiman-club/53375276/

    von Ulrike Janssen, Norbert Wehr

    Regie: Ulrike Janssen

    Musik: Gerd Bessler


    Mit Otto Sander, Susanne Reute, Lu Jannssen


    "Vogelherd. mikrobucolica", so heißt einer der geheimnisvollsten und zugleich konkretesten Gedichtzyklen des Dichters Thomas Kling, der 2005 im Alter von 48 Jahren starb. Das Hörspiel begibt sich auf Spurensuche und versucht dem Geheimnis seiner Texte nahezukommen. Ein Vogelherd ist eine Fangvorrichtung für Vögel, auch Singvögel, bekanntlich seit alters her ein Bild für den Dichter selbst. Thomas Kling war ein Dichter, der - ungewöhnlich für einen Lyriker - für seine Arbeiten sehr viel recherchierte: Am Schreibtisch, aber auch auf Reisen. Auf der Raketenstation, einer umgebauten ehemaligen NATO-Raketenbasis auf dem renaturalisierten Gelände der Museumsinsel Hombroich, wo Kling die letzten 15 Jahre lebte, befindet sich sein umfangreicher Nachlass: Seine Bibliothek, Manuskripte, Entwürfe, Notizbücher sowie Mitschnitten seiner grandiosen Live-Auftritte. Mit Materialien seines Nachlasses begibt sich das Hörspiel auf die Spuren dieses Dichters und versucht ihm, dem "spürbar Abwesenden", und dem Geheimnis seiner Texte nahezukommen.


    Link:

    https://www.hoerspielundfeatur…gelherdrecherche-100.html

    von Daniel Grünberg nach Donna Leon

    Regie: Hans Gerd Krogmann

    Übersetzung: Monika Elwenspoek

    Technische Realisierung: Klaus Hoeness, Birgit Schilling

    Regieassistenz: Elisabeth M. Müller


    Mit Hannelore Hoger, Michael König, Felix von Manteuffel, Hilmar Eichhorn, Verena von Behr, Hille Darjes, Wolfgang Hinze, Christian Berkel, Rolf Schult, Christine Schönfeld, Andrea Hörnke-Trieß, Abak Safaei-Rad, Wolf Aniol, Johanna Liebeneiner, Susanne Barth, Max Volkert Martens, Karin Anselm, Gottfried Breitfuß, Jürgen Bamberger


    Der prominente Anwalt Carlo Trevisan wird im Zug von Padua nach Venedig erschossen. Doch seine Frau Franca scheint von dem Mordanschlag wenig getroffen. Wenige Tage später erfährt Commissario Brunetti vom angeblichen Selbstmord des erfolgreichen Steuerberaters Rino Favero. Doch auch hier scheint etwas nicht zu stimmen: In Faveros Blut finden sich Spuren eines Betäubungsmittels. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass es zwischen beiden eine Verbindung gab. Die Spuren führen zu einer heruntergekommenen Bar, in der auch viele Prostituierte verkehren. Von hier aus telefonierte Trevisan regelmäßig in alle Welt. Guido Brunetti und sein Assistent Vianello nehmen außerdem Trevisans Stellvertreter Martucci ins Visier: Von seinen Mafiakontakten sind beide überzeugt, finden jedoch keine Beweise.


    Link:

    Teil 1:

    https://www.ardaudiothek.de/ep…-korruption/ard/13557995/


    Teil 2:

    https://www.ardaudiothek.de/ep…-donna-leon/ard/13557975/

    Regie: Alexander Schuhmacher

    Technische Realisierung: Martin Eichberg, Peter Kainz, Gunda Herke


    Mit Maren Kroymann, Katja Sieder, Michael Rotschopf, Alexander Khuon, Christine Oesterlein, Norbert Beilharz, Jakob Diehl, Uwe Hügle, Sven Lehmann, Konstantin Bühler, Janna Horstmann


    Leo Perls, Rechtsanwalt in Tübingen, schickt Privatdetektivin Cher Ebinger nach Berlin. Sie soll herausfinden, wer seinen Sohn Daniel, Student an der Humboldt-Universität, umgebracht hat. Die Polizei hält während ihrer Ermittlungen Informationen konsequent zurück. Cher findet heraus, dass Daniel sich in den letzten Monaten geradezu obsessiv mit dem Dichter, Naturwissenschaftler und Weltreisenden Adalbert von Chamisso beschäftigt hatte. Am Tag seines Todes traf er sich mit dem Verleger Grossman. Nach Aussage der .Studentin Mia, einer Freundin von Daniel, hatte es Spannungen zwischen Daniel Perls und dem Verleger gegeben. Daniel sollte als Ghostwriter fungieren.


    Link:

    https://www.hoerspielundfeatur…ie-chamissofalle-100.html

    von Leonhard Koppelmann nach Jörg Fauser

    Radio:Tipp der Hörspiel-Freunde


    Regie: Leonhard Koppelmann

    Dramaturgie: Uta-Maria Heim

    Technische Realisierung: Daniel Senger, Waltraud Gruber

    Regieassistenz: Cordula Dickmeiß

    Mit Erzähler: Udo Schenk

    Blum: Ingo Naujoks

    Cora: Birgit Minichmayr

    Haq: Bodo Primus

    Ted: Simon Van Parys

    Major: Peter Matic


    Blum, ehemaliger Student der Kunstgeschichte und Volkswirtschaft, versucht auf Malta einen Koffer mit dänischen Pornoheften zu verticken. Dank alter Probleme mit Interpol gestaltet sich sein Aufenthalt aber nicht so erfolgreich wie erwartet. Der Pornokoffer wird geklaut und Blums möglicher Abnehmer hat nichts als ein zerstörtes Hotelzimmer hinterlassen. Doch dann scheint sich Blums Schicksal ausnahmsweise mal zum Guten zu wenden: Ein geheimnisvoller Gepäckaufbewahrungsschein aus München führt Blum zum Hauptbahnhof der bayrischen Hauptstadt. Dort findet er einen Karton mit 20 Dosen Rasierschaum, Marke "Old Spice". In ihnen versteckt: 2,5 kg feinstes Kokain. Ein Dealer in Frankfurt verspricht die nötige Kohle, um endlich ein ungestörtes Leben auf den Bahamas beginnen zu können. Blum macht sich auf den Weg. Doch der Deal zerschlägt sich und Blum findet sich plötzlich inmitten eines Netzes aus Rauschgiftprofis, Ermittlern und den verschiedensten persönlichen Interessen wieder. Er will sich nach Amsterdam absetzen ... aber leider ist ihm schon mehr als nur eine Interessengruppe auf den Fersen. Für Blum kann das nur auf eine einzige Art und Weise enden: beschissen.


    Link:

    Teil 1:

    https://www.ardaudiothek.de/ep…schlagsahne/ard/13550229/


    Teil 2:

    https://www.ardaudiothek.de/ep…-in-arizona/ard/13550243/

    Regie: Philipp Hauß

    Mit Happy: Maximilian Brauer

    NLP-Trainer: Thomas Dannemann

    Biff: Alexander Khuon

    Berufsberater: Arnd Klawitter

    Shiatsu-Coach: Dietrich Kuhlbrodt

    Schuldenberater: Henning Nass

    Ben: Falk Rockstroh

    Linda: Jenny Schily

    Quantenheilerin: Jana Schulz


    "Aber wie find ich das heraus? Also ich meine ... wer ich bin, um dann zu wissen, wo mein Platz ist?" Biff, der Sohn des Handlungsreisenden Willy Loman, jagt von Berater zu Berater, um der Abwärtsspirale des Loman-Lebens zu entfliehen. Willy Loman, dem Held aus Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden", ist seit 1949 nicht zu helfen.

    <br<Am Ende des Stückes bringt er sich um. Sein Sohn Biff scheint prädestiniert dafür, das zwischen mangelndem Erfolg, überzogenen Wunschträumen und Selbstbetrug schlingernde Leben seines Vaters zu wiederholen. Aber Biff will alles versuchen, um dieses Schicksal abzuwenden und begibt sich in den Dschungel von Coaching, Beratung und Spontanheilung.


    Der fiktive Biff hat mehr als 15 "echte" professionelle Trainer besucht, vom Shiatsu-Therapeuten und der Familienaufstellerin, über den NLP-Experten bis zum Unternehmensberater. Ob er mit Expertenhilfe der Misere eines Loman-Lebens entkommt, bleibt abzuwarten. Der ungebrochene Boom, den die Coachingbranche seit 35 Jahren erlebt, spricht auf jeden Fall dafür, dass man auf die selbstreferentielle Übung nicht mehr verzichten möchte: "Ich bin Jobcoach, aber im Endeffekt kann ich auch im Privaten. Coachen kann man alles."


    Link:

    https://www1.wdr.de/radio/wdr5…ndlungsreisenden-104.html

    Regie: Beatrix Ackers

    Musik: Michael Rodach

    Mit Axel Wandtke, Luis Simoes, Leo Knizka, Pauline Kröger, Levon Schlegel, Lenz Lengers, Hugo Kempter, Fae Faika, Florian Lukas, Timur Isik, u. v. a.


    Wenn aus einer normalen Schulklasse eine i-Klasse, eine Inklusionsklasse wird, ist es normal, dass alles anders wird. Vincent leidet unter angeborener Gelenksteife und hat noch ein paar andere Handicaps auf Lager. Seit diesem Schuljahr besucht er eine Regelschule, wo sich Lehrer und Kinder alle Mühe mit der Inklusion geben. Jedes Kind war schon einmal Pate für Vincent, jedes Kind - außer Hannes. Doch eines Tages erwischt es auch Hannes und er darf für eine Woche Vincents Pate sein. Anfangs sieht Hannes in Vincent nur die Behinderung. Doch dann entdeckt er an Vincent auch andere Seiten, einen total unbehinderten Humor zum Beispiel. Fast sieht es so aus, als könnten sie ziemlich gute Freunde werden.


    Link:

    https://www.kakadu.de/kinderhoerspiel-mr-handicap-102.html

    von Beate Andres nach Anton Tschechow

    Regie: Beate Andres

    Übersetzung: Peter Urban

    Technische Realisierung: Andrea Mammitzsch, Marcus Krol

    Regieassistenz: Benno Schurr, Rebecca Szerda

    Musik: Thomas Leboeg


    Mit Martin Feifel, Jens Wawrczeck, Bernhard Schütz, Traugott Buhre, Bibiana Beglau, Susana Fernandes-Genebra, Matthias Habich, Ingo Hülsmann, Philipp Otto, Walter Renneisen, Katja Danowski, Julika Eisinger


    "Für mich bleibt Tschechow unerreicht: Er schrieb Komödien der Verzweiflung über das Leiden und die Sehnsüchte der Menschen." (Woody Allen) "Das Drama auf der Jagd" schrieb Tschechow als 24-Jähriger: Ein Untersuchungsrichter erscheint in einer Zeitungsredaktion und bringt ein Manuskript. Das Sujet: Liebe und Mord; der Ort der Handlung: ein heruntergekommenes russisches Gut; die Protagonisten: ein attraktiver Untersuchungsrichter, ein verlotterter Graf, ein verwitweter Verwalter sowie eine aufstrebende junge Försterstochter.


    Link:

    https://www.ardaudiothek.de/ep…jagd/swr-kultur/13550329/

    von Jaroslava Strejckova nach Karel Capek

    Regie: Jiri Horcicka

    Übersetzung: Eckhardt Thiele

    Dramaturgie: Dietrich Grollmitz

    Technische Realisierung: Hans Blache


    Mit Helmut Müller-Lankow, Hans Teuscher, Erik S. Klein, Gunter Schoß, Horst Hiemer, Brigitte Lindenberg, Helga Piur, Marion van de Kamp, Wolfgang Brunecker, Carl Heinz Choynski, Viktor Deiß, Werner Ehrlicher, Christoph Engel, Jürgen Frohriep, Gerd Grasse, Ezard Haußmann, Gerd Michael Henneberg, Dieter Knaup, Dietrich Körner, Wolfgang Ostberg, Wilfried Ortmann


    Der Vorabend des Zweiten Weltkriegs: Kapitän Jan van Toch entdeckt auf einer Expedition eine bisher unbekannte Art intelligenter Molche und schließt einen in Unterdrückung und Ausbeutung endenden Handel mit ihnen.


    Kapitän van Toch zivilisiert die entdeckten Molche und lässt sie Perlen fischen, die er gewinnbringend verkauft. Als van Toch stirbt, wittern seine Geschäftspartner in den Tieren ein Riesengeschäft. Doch bald erkennen die Tiere, dass sie als billige Arbeitskräfte missbraucht werden und rebellieren gegen ihre Ausbeuter. Ein Krieg um die Weltherrschaft beginnt.


    Der Roman "Der Krieg mit den Molchen" (1935), bezeichnet die Wandlung Karel Čapeks vom abstrakten, moralisierenden Humanen denken zu politischem Bekennermut und gesellschaftsbezogener Aktivität. Der Kunstgriff der Konfrontation von Menschen und Molchen – Zerrbildern menschlichen Verhaltens - die Nutzung einer Vielzahl epischer und journalistischer Gestaltungsmittel verhalfen Čapeks Romanwerk zu einer Wirkung, durch die dem Leser das Ausmaß der Katastrophe bewusst gemacht werden sollte, wie sie sich durch das Erstarken des Faschismus vor dem 2. Weltkrieg ankündigte. Die Hörspielbearbeitung bemüht sich um eine werkgerechte Vermittlung der Botschaft des bedeutenden tschechischen Dramatikers und Romanciers.


    Link:

    https://www1.wdr.de/radio/wdr3…rieg-mit-molchen-100.html

    Hörspielpreis der Kriegsblinden 2006

    Hörspiel des Monats Juli 2005

    ARD Online Award 2005


    Regie: Michaela Melián

    Dramaturgie: Barbara Schäfer

    Technische Realisierung: Hans Scheck, Angelika Haller

    Regieassistenz: Christina Hänsel


    Musik: Michaela Melián, Carl Oesterhelt

    Mit Philip Götz, Leonie Hofmann, Gabriel Hecker, Marion Breckwoldt, Peter Brombacher, Eva Gosciejewicz, Hans Kremer, Anna Barbara Kurek, Stefan Merki, Stefan Zinner


    Michaela Melián wurde im Mai 2005 für 'Föhrenwald' mit dem 55. Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.


    Melián erzählt die wechselvolle Geschichte der gleichnamigen, 1937 in den Isarauen gebauten Mustersiedlung. Diese diente als geschlossenes Lager für Zwangsarbeiter, nach dem Zweiten Weltkrieg als Auffanglager für Displaced Persons – europäische, meist polnische Juden, Überlebende des Holocaust, die als heimatlose Ausländer auf eine Ausreise nach Israel oder Amerika hofften. Ab 1955 hatte Föhrenwald erstmals freiwillige Bewohner, Heimatvertriebene, die sich Siedler nannten. Der Text des Hörspiels verwendet, u. v. a. transkribierte Interviews und Aufzeichnungen der damaligen Bewohner, die Komposition basiert auf Klängen – oft nur dem Rauschen und Kratzen alter Schellackplatten. Diese Tonträger wurden in den Jahren 1931-35 von Schallplattenfirmen, die mit dem 'Jüdischen Kulturbund' assoziiert waren, verlegt.


    In der Begründung der Jury des Hörspielpreises der Kriegsblinden heißt es: 'Das Lager – eine Metapher für das zwanzigste Jahrhundert. Michaela Melián setzt sich mit einem bedeutenden Thema auseinander, das sie mit großer Kunst stimmig aufarbeitet. Sehr verdichtet ist der Wechsel von Zeit und Bedeutung zusammengefasst in dem lakonisch zitierten Wechsel der Straßennamen in Föhrenwald: Adolf-Hitler-Platz – Independence Place – Kolpingplatz. Bei diesem aus persönlichen Berichten und historischen Quellen gestalteten Hörspiel würdigt die Jury sowohl die sorgfältige und ergebnisreiche Recherche wie die künstlerische Darstellung. Die Erlebnisberichte werden nicht von den Zeitzeugen selbst, sondern von Schauspielern gesprochen. Dadurch werden sie vom Persönlichen abgelöst und auf eine andere Ebene gehoben. Durch die sparsam gewählten Mittel entsteht eine konzentrierte Ruhe, die den Hörer bannt. Dem rhythmischen Wechsel der Stimmen, in dem das individuelle Schicksal immer wieder durch virtuos gesetzte Zäsuren als ein gebrochenes dargestellt wird, steht die fließende Hörspielmusik gegenüber. In dieser Musik wird Zeit als ein unaufhaltsamer Fluss der Geschichte vertont, der gleichgültig über Einzelschicksale hinweggeht. Auf diese Weise setzt Melián historische Allgemeingültigkeit mit individuell Erlebtem in Beziehung und bereichert das Genre des Hörspiels um einen akustischen Ausdruck für erinnerndes Bewusstsein.'

    'Föhrenwald' wurde des Weiteren als Hörspiel des Monats Juli 2005 und mit dem ARD Online Award 2005 ausgezeichnet und für den Prix Italia 2006 nominiert.


    'Föhrenwald' ist als CD bei intermedium rec. erschienen.


    Link:

    https://www.ardaudiothek.de/ep…foehrenwald/ard/13549353/

    Radio:Tipp der Hörspiel-Freunde


    Regie: Ror Wolf


    Als 1971 Ror Wolfs illustrierter Prosaband 'Punkt ist Punkt. Fußball-Spiele' erschien und ihn weit über die literarische Öffentlichkeit hinaus bekanntmachte, war ein Thema ins Spiel gebracht, das davor nur wenige Autoren ernstgenommen hatten. Ein Themenfeld des Radios, nicht nur in den Sportreportagen, sondern auch in akustischen Spielformen: - mit Darstellern nicht nur in den Studios und Reporterkabinen, sondern auf Spielfeldern und Zuschauerrängen.

    Der Autor: 'Die Welt ist zwar kein Fußball, aber im Fußball, das ist kein Geheimnis, findet sich eine ganze Menge Welt. Es ist eine zuweilen bizarre Welt, in der unablässig Gefühlsschübe aufeinanderprallen, Emotionen, die jederzeit in ihr Gegenteil umschlagen können: Entzücken in Entsetzen, Begeisterung in Wut, Verzweiflung wieder in Entzücken. [...] Glaubt man den Experten, dann ist das Fußballspiel nicht die Fortsetzung des Lebens, sondern das Leben die Fortsetzung des Fußballspiels, dann ist das, was im Spiel passiert, also nicht so wie im Leben auch, sondern: das, was im Leben passiert, ist so wie am Samstag beim Spiel. - Wer annimmt, hier wolle sich einer lustig machen über das Verhalten der Fans, über ihre Worte und Gesänge, ihre Betrunkenheiten und Verzweiflungen, ihr Glück und ihre Trauer, der täuscht sich.

    'Schwierigkeiten beim Umschalten' ist der Versuch, eine Studiosendung zu simulieren, in der alles misslingt. Es findet statt: ein verwirrter Fussballnachmittag, zusammengesetzt aus den winzigen Fehlleistungen vieler Radiojahre: aus Fehlschaltungen und zusammenbrechenden Telefongesprächen und verzweifelten Versuchen, die Reporter im Stadion zum Reden zu überreden.'


    Link:

    https://www.hr2.de/podcasts/ho…odcast-episode-72300.html

    von Arthus C. Caspari nach Siegfried Lenz

    Regie: Bärbel Jarchow-Frey

    Technische Realisierung: Rainer Czekalski, Sabine Klement

    Musik: Peter Kaizar

    Mit Michael Maertens, Felix Leiberg, Hermann Lause, Werner Rehm, Thomas Vogt, Klaus Jepsen, Lieselotte Rau, Dörte Lyssewski, Uwe Bohm, Gerry Wolff, Hermann Ebeling, Norbert Schwarz


    In einer Jugendstrafanstalt bei Hamburg soll in der Deutschstunde ein Aufsatz geschrieben werden zum Thema "Die Freuden der Pflicht". Der Zögling Siggi Jepsen gibt ein leeres Blatt ab, weil er von einer Flut der Erinnerungen überwältigt wird. Zur Strafe in eine Einzelzelle gesperrt, beginnt er zu schreiben, zurückzugehen in eine Vergangenheit, die ganz unter dem Diktat dieses Themas stand. Sein Vater, im Dorf Rugbüll "nördlichster Polizeiposten Deutschlands", mußte die Einhaltung des Malverbots überwachen, das über den "entarteten" Maler Max Nansen verhängt war. Er zwingt seinen Sohn Siggi, ihm dabei zu helfen. Siggi gerät in einen Konflikt zwischen seinem Vater und "Onkel Max".


    Von Psychologen beobachtet und analysiert, schreibt Siggi weiterhin in seiner Einzelzelle über "Die Freuden der Pflicht". Die Bilder des Malers Max Nansen werden vor seinem inneren Auge lebendig, darunter eines von seinem Bruder Klaas, der als Deserteur gesucht wird. Siggi rettet das Bild vor der völligen Zerstörung. Als sein Vater in gnadenloser Pflichterfüllung Klaas den Behörden ausliefert, wird Siggi endgültig zum fast fanatischen Verbündeten des Malers. Bei dessen Verhaftung durch die Gestapo bringt er das heimlich von Nansen gemalte Bild "Der Wolkenmacher" - unter dem Pullover um den Körper gewickelt - in Sicherheit. Die Notwendigkeit, Bilder vor der Vernichtung bewahren zu müssen, wird zur Obsession.


    Auch an seinem 21. Geburtstag schreibt Siggi Jepsen weiter in seiner Einzelzelle über die "Freuden der Pflicht". Selbst nach dem Ende des Krieges kann sein Vater nicht von seiner "Pflicht" absehen, Bilder des inzwischen international ausgezeichneten Malers Max Nansen zu vernichten. Siggis Rettungsmanöver enden in einer kriminellen Laufbahn zwanghafter Bilderdiebstähle. Zunächst verschwinden Nansens Bilder zum Teil in Rugbüll, dann auch aus Ausstellungen in mehreren Städten. Siggis Gedanken zum Thema "Pflicht" füllen zahlreiche Hefte, als er schließlich gegen seinen Willen in eine Freiheit entlassen wird, die ihn ratlos läßt. Er hat für seinen Vater gebüßt und steht nun mit leeren Händen da.


    Link:


    Teil 1:

    https://www.hoerspielundfeatur…nz-deutschstunde-100.html


    Teil 2:

    https://www.hoerspielundfeatur…nz-deutschstunde-102.html

    Regie: Merzouga, Janko Hanushevsky, Eva Pöpplein, Nina Hellenkemper

    Visuals: Nicola Rubinstein

    Musik: Merzouga, Janko Hanushevsky, Eva Pöpplein, Philip Zoubek, Bira Reis

    Mit Felix von Manteuffel, Carlos Lobo, Claudia Mischke



    In diesem Live-Hörspiel verbinden sich Geschichten, Gesänge und Geräusche aus dem ältesten Dorf des neuen Brasilien mit einer opulenten Klangkomposition und einer Live-Musik-Performance. Auch 500 Jahre nachdem Pedro Cabral hier zum ersten Mal brasilianischen Boden betrat, erzählt man sich am Ponto dos Mentirosos, unter dem Lügenbaum, Geschichten. Ein fahrender Sänger zeigt uns den 'Atlas eines Dorfes' und singt vom Fluss, der in zwei Richtungen fließt. Der brasilianische Avantgarde-Musiker Bira Reis ist Instrumentenerfinder. Er hat traditionelle Berimbaus, Kalimbas und Trommeln umgebaut und ein einzigartiges Instrumentarium entwickelt, das ihm erlaubt, afro-brasilianische Rhythmik mit Mikrotonalität und abstraktem Gestus zu verbinden. Für den 'Kölner Kongress' kommt er aus Salvador da Bahia und begegnet dem Pianisten Philip Zoubek mit seinem präparierten Klavier und den Musikern des Duos Merzouga. Field-Recordings der tropischen Natur und Gesänge eines Vollmondfestes der Pataxó treffen auf die experimentellen Klänge zeitgenössischer europäischer und brasilianischer Musik. Ein transatlantisches Experiment, das Zeiten, Genres und Kulturen verschränkt. Eine tropische Radio-Nacht voll vibrierender Energie.


    Link:

    https://www.hoerspielundfeatur…las-eines-dorfes-100.html

    von Ulrich Lampen nach Kent Haruf

    Regie: Ulrich Lampen

    Musik: Bert Wrede

    Mit Hedi Kriegeskotte, Christian Redl, Matthias Bundschuh, u. a.


    Ich wollte fragen, ob du dir vorstellen könntest, hin und wieder zu mir zu kommen und bei mir zu schlafen." Mit diesem Wunsch lädt die 70-jährige Witwe Addie ihren ebenfalls verwitweten Nachbarn Louis zu sich ein.


    Und er kommt. Denn auch Louis mag Addie, und auch er ist viel allein. Für beide sind insbesondere die einsamen Nächte schwer zu ertragen. Jeden Abend macht sich Louis nun auf den Weg zu Addie, um in der Dunkelheit neben ihr zu liegen und zu reden – oder auch um gemeinsam zu schweigen. Sie teilen Nacht für Nacht ihre Nähe, ihre Wärme und einen intimen Gedankenaustausch.


    Diese späte und ungewöhnliche Liebesgeschichte beginnt in der fiktiven Kleinstadt Holt – in der alle Kent Haruf-Romane spielen. Die Mitmenschen haben Probleme mit der unkonventionellen Beziehung, vor allem Addies Sohn gefällt so gar nicht, was seine Mutter tut. Die Liebe im Alter ist verschiedenen Anfeindungen ausgesetzt, die Addie zwar versucht zu ignorieren, die sie letztlich aber doch zermürben. Unsere Seelen bei Nacht ist ein behutsamer, menschlicher und lebenskluger Dialog unter sehr erwachsenen Liebenden, der ausspricht, was viele Menschen empfinden: das Bedürfnis nach menschlicher Nähe und Liebe, ganz egal wie alt man ist.


    Die Hamburger Schauspielerin Hedi Kriegeskotte und Christian Redl sind Addie und Louis. Den Ort der Geschichte als Klangraum steckt Bert Wrede improvisierend mit seiner Akustikgitarre ab und weitet den Dialog- und Erlebnisraum auf musikalische Weise auf.


    Link:

    https://www.hr2.de/podcasts/ho…dcast-episode-132894.html