Beiträge von teekay

    Also man kann die schon gut hören. Es ist halt storymäßig auf Bravo-Foto-Lovestory Niveua aber witzig.

    Sound wie Prof. Mobilux oder der erste Hanni & Nanni Reboot.

    Die starken Sprecher wie Christian Stark, Alexandra Doerk, Kerstin Draeger, Hildegard Krekel, Lothar Zibell, Nicolas König & Michael Lott sowie der Herwald'sche Karussel-Sound den man z.B. von Scotland Yard kennt liefern ein solides Hör-Erlebnis ab...die Pferde-Wehwehchen & Herz-Schmerz-Elemente stehen in gutem Kontrast zu Themen wie Atomenergie, Generationenkonflikte & die Integration von sozialen Aussenseitern (eben volles 80er-Jahre Programm :).

    Ohne Geld singt der Blinde nicht (HR/Pidax 1985). Ich bin in fuer 80er-Jahre Krimis immer zu haben und Hannelore Hoger als Kommissarin passt erstmal. Trotz der 150 Minuten Spielzeit wirkt die komplexe Story arg verkuerzt und es scheint fast so, als wenn vorausgesetzt wird, dass man Hey's Buchvorlage kennen muss. Nicht schlecht, aber die Story verarbeitet schon recht viele Themen, um es mal vorsichtig zu sagen...

    "Waterloo" (Pidax/SWR 1978) - Die SprecherInnen machen ihre Arbeit gut, es herrscht Kammerspiel-Atmosphäre und die Geschichte ist tief eingebettet in zeittypischer Sozialkritik um beschäftigte moderne Menschen, die sich nicht umeinander kümmern und sich, inklusive der heranwachsenden Kinder, aus den Augen verlieren.

    Ich will nicht zuviel spoilern, aber das Verschwinden der 14-jährigen Gertrude Selander bringt die Brüche der Gesellschaft, in der Ehe der Eltern und im Leben des ermittelnden Inspektors mit einiger Wucht an den Tag. Die 4 Teile lassen sich entsprechend Zeit fuer die Kammerspiel-Dialoge-ist halt 1978 ;)!

    Das grosse Problem ist die 24-jährige Eva Mattes der es partout nicht gelingt sich in die 14-jährige Gertrude hineinzuspielen. Sicher, sie klingt "jung", aber im Kern geht es um eine Beziehung zwischen einem Mann und der 14-jährigen und diese an sich ungewöhnliche Konstellation, es geht nicht um Sex/Gewalt/Missbrauch, kann sich nicht richtig enfalten. Ein solides Hörspiel dem einfach der letzte produktionstechnische Biss fehlt, aber das als "Sittengemälde" der späten 70er Jahre durchaus seinen Reiz hat.

    Die drei ??? und der Mottenmann (206): Ein solides Spiel "Versatzstücke-Recycling-Bingo". Es mäandert so vor sich hin-ein alter Mann braucht Hilfe, versteckte Tagebücher, Indianermystik (ja, auch 2020 werden kanadische First Nations noch so genannt...) und ein paar kleiner Gaunereien rund um einen Schatz im weiteren Sinne. Natürlich etwas besser als der Sonnleitner-Vorgänger, aber nichts, was man sich einprägen würde.

    Die Vergeltung (SWR 1975/Pidax): Insgesamt sehr solide-ich kann die "langsameren" Hörspiele der 70er- & 80er-Jahre immer mal wieder in kleineren Dosen geniessen und bei Vergeltung lag ich genau richtig. Die Machart passt gut zur schwedischen Vorort-Tristesse und die Sprecher sind gut aufgelegt.


    Tom und Locke - Aufruhr in der Unterwelt - mein erste Tom und Locke...was ein Titellied! Das ist ja herrlich plemm plemm und drüber. Der Fall war ganz okay, aber nix Besonderes.

    Da warten noch ein paar Leckerbissen auf Dich: Folge 9, 11 & 12 sind deutlich stärker als diese komische Falschgeldnummer!

    Also der aktuelle Radio Tatort "Der menschliche Faktor" hinterlässt einen guten Eindruck. Der Fall ist sehr gut umgesetzt, aber man merkt ein bisschen, dass Bettina Breuer irgendwie ihre Rolle sucht. Mir fehlt Jac Garthmann.

    TKKG - Hundediebe kennen keine Gnade - nette Folge, ohne Frage. War dass eigentlich die Folge wo in der Neuauflage die TKKG Melodie gebellt wurde? Das fand ich ja megagut.


    TKKG - Das Phantom auf dem Feuerstuhl - ebenfalls, gute Folge. Klassiker halt. Schräge Charaktere und trotz Bohn, düster untermalt. Bohn war halt auch nicht immer nur fröhlich-heititei.

    Also der durchgeknallte Stephan Chreszinski als "Zotte" und der Kult-Satz beim Phantom "Kommt rein, könnt' Bier trinken" sind sicherlich Highlights der Reihe. Gute Wahl!

    Licht und Schatten: Der aktuelle Radio-Tatort "Wetterleuchten" ist recht gut-auch wenn stellenweise etwas stark mit dem erhobenen Zeigefinger auf das Bedingungslose Grundeinkommen eingegangen wird.
    Drei ??? "Das Schwarze Monster" (94); erinnert an 5 Freunde und der Zauberer Wu-nur deutlich schwächer und mit einem Juwelen stehlenden Gorilla...kann weg...

    Die aktuelle TKKG-Folge 214 "Diamantenrausch auf der A9" ist...ueberraschenderweise richtig gelungen. Fuer mich eine der stärksten Folgen der letzten Jahre!

    Das Buch kommt sicher auf den nächsten Weihnachtswunschzettel, aber da ich nun einmal wissenschaftlich arbeite wäre mir *etwas* weniger Nähe zum Körting/Beurmann-Denkmalbau lieber gewesen. Natuerlich geht es nicht ohne sie, aber Europa ist doch so viel mehr und ich hoffe, dass man das auch abbildet (mein Test wäre: Wird Carsten Bohn in irgendeiner Form erwähnt?)

    Der aktuelle Hammer-Radiotatort ist nach längerer Durststrecke endlich mal wieder ein...Hammer ;)! Der Fall um den bruellenden Obdachlosen "Deutschland" ist nett schräg-und es gibt natuerlich dramatische Veränderungen beim Personal...

    Die kleine Stadt Blackdale. Im Schatten der Rocky Mountains. Eingebettet in undurchdringliche Wälder voller Stille und Dunkelheit. Umgeben von den einsamen Weiten Montanas.


    Dann haben doch jetzt alle derartigen Kleinstädte in Montana oder ähnlich bewaldeten Staaten endlich ihre eigene Serie, oder ;) ??!!

    Aktueller Drei Fragezeichen Fall 202 ”Der Weisse Tod”. Wieder sehr belanglos und konstruiert, statt Lawinen-Kammerspiel muss Justus am Ende wieder alles erklären. Schön, dass man Heidi Schaffrath mal wieder hören darf, aber das ist ein sehr kleiner Lichtblick.

    Da wiederhole ich doch meine Frage glatt nochmal: Gibt es wirkliche gute Tatorte zum Hören? Ich hatte mal einen oder zwei und fand das auch eher so mittelmäßig. Da es ausreichend Krimi Alternativen gibt, hab ich das dann nie mehr weiter verfolgt. Die Meinungen hier sind ja auch eher durchwachsen. Warum tut ihr euch das an?


    Der Tatort besteht ja aus ca. 5-7 teilweise sehr verschiedenen Teams, die regional sehr unterschiedlich ermitteln-eben ARD-Föderalismus. Leider gab es gerade neue Teams in Berlin, Bremen und Hamburg-drei gute Teams die nicht verbessert wurden (Bayern war noch nie so mein Ding, aber auch neues Team); Hamm war Highlight, aber da wird seit ein paar Jahren immer die gleiche Schiene gefahren was sich stark abnutzt. Fuer mich ist es im Moment so, als wuerde Marco Sonnleitner plötzlich alle Drei ??? schreiben ;)!