Beiträge von Marz

    Wahnsinn wie lang es dauern kann ein Hörspiel zu machen für das einen 19.000€ vorab bezahlt wurden. So sehr ich Göllner als Hörspielmacher mag, so arm finde ich diese Aktion.

    Sorry ich fand diesen "es-sich-von-überall-zusammenklauenden"-Buffy Verschnitt für Arme schon immer furchtbar. Wie das eine scheinbar so große Zahl an Fans finden konnte, dass man es nach fast 60 Episoden und 9-teiligem Finalzyklus im maritimen Hafen weiterleben lassen will, ist mir ein absolutes Rätsel.

    Bei mir liegt es eher an der Veröffentlichungsweise bzw der Schlagzahl. Ich begann die Serie sehr motiviert Ende 2014, aber 10 Folgen in 3,5 Jahren sind halt echt nicht die Welt. Ich kann jedenfalls selten einfach nur den neuen Stoff hören, weil ich schon gar nicht mehr weiß was davor genau los war. Bei Brandis waren es wesentlich in sich abgeschlossenere Geschichten und wenn es Bezüge in die Vergangenheit gab, wurden diese nochmals kurz thematisiert damit der Groschen fiel. Bei Heliosphere 2265 fühlt es sich für mich (überspitzt) immer so an als würde ich bei Babylon 5 in der Mitte der 2. Staffel einsteigen, nachdem ich ein halbes Jahr nicht mehr gekuckt hatte.

    Im Sinne von Erwachsenenhörspielen auf CD sind die für mich raus aus dem Game.
    Edit: Oha! Was geht da mit der schwarzen Sonne ab? Gehts da jetzt dauerhaft weiter? Vielleicht bin ja auch ich raus ausm Game :D

    @Sonny
    Die Marktbereinigung hat schon stattgefunden und Labels wie Lausch, Decision oder Lübbe sind raus, während Dreamland, R&B oder Romantruhe fleißig weiter uninspirierte (Grusel-)B-Ware runterkurbeln. Gefühlt hat seit 2016 kein Indielabel mehr etwas rausgebracht (den Fluch lasse ich als Projekt das 2013 per CF angestoßen wurde mal nicht zählen) und Captain Blitz bezeichnet MindNapping ein paar Posts vorher quasi als reines Hobby, was den finanziellen Ertrag betrifft. Wahrscheinlich sollte ich es so wie blackmail machen und mich treiben lassen. Es ist ja auch nicht schlimm wenn ich nur noch ein paar für mich echt interessante Krümel aufpicke und mein Geld sonst in etwas anderes investiere.

    Ich habe mich tatsächlich von den letzten beiden Seiten das zuletzt gekauft Threads inspirieren lassen und habe mir gestern in der Nacht noch Jan Weilers eingeschlossene Gesellschaft und Roch (Herr Gailus fiel mir bereits mit Glashaus sehr positiv auf) bestellt. ^^

    Ist mir schon klar das MindNapping keine Auftragsarbeit ist. Ist aber ein gutes Beispiel für eine qualitativ hochwertige Reihe, die man sehr wohl noch physisch sammeln kann. Wollte dir nicht auf den Schlips treten, in dem ich das mit deinen Auftragsarbeiten als Regisseur vermische. Ich trete dir hoffentlich nicht wieder auf den Schlips, wenn ich frage ob es aus deiner Sicht wirklich Sinn macht (für dich der davon lebt) das ich heute die Wahl habe, ob ich für ca. 9€ eine MindNapping Folge auf CD kaufe, für ca. 7€ downloade, oder aber im kostenlosen Probemonat bei Audible sogar die aktuelle Folge 30 einfach neben 100 anderen Produktionen hirn- und bezugslos weghöre. Ich sehe mich auch nicht als "den Markt". Wie vermessen wäre das? Darum hab ich ja dieses Thema gestartet. In meinem Umfeld sind Hörspiele kein Thema. Wo sonst sollte ich sinnvollere Antworten auf die Frage wo das Hörspiel wohl hingeht bekommen als hier? Stumpfes Wegkonsumieren sollte zumindest hier noch nicht an der Tagesordnung sein. Es geht mir auch nicht darum alles schlecht zu machen. Ich wollte nur Feedback um mich ein bisschen spiegeln zu können. Es ist ja durchaus möglich das Hörspiele für mich nur eine bzw. mehrere Phasen waren und es andere Gründe hat warum ich heute alles so kritisch sehe.

    Es wird immer weniger auf CD veröffentlicht, ergo kann man davon auch weniger kaufen, aber die Produktionen an sich werden nicht weniger, das kann dir auch mein Auftragsbuch bestätigen.


    Subjektiv in deinem Auftragsbuch oder objektiv die Menge der Releases im Jahr?
    Ich freue mich, wenn es bei dir läuft und eine Serie wie MindNapping hat den Erfolg auch qualitativ verdient, aber vor ein paar Jahren noch hatte ich immer mindestens 5+x aktuell laufende Serien, wo ich blind zum Release gekauft hab. Heute läuft noch mein Takimo-Abo und sonst kauf ich mal dies und mal das. Der Sammelaspekt ist bei mir total weg. Wenn mal wieder was Gutes dabei ist aboniere ich eine Zeit lang Audible oder Amazon Music Unlimited, binge mich durchs Programm und kündige wieder. Aber das kanns doch auch nicht sein (gerade aus Produzentensicht).

    Geht es nur mir so, oder merkt ihr auch wie es mit dem Hörspiel langsam bergab geht? Ich bin mit 41 das typische Kassettenkind, das Anfang der 2000er durch Zufall und John Sinclair wieder den verlorenen Hörspielfaden aufgenommen hat. Es begann toll, denn ich rutschte in die Zeit von Europas Rückkehr der Klassiker und erlebte vieles "von damals" nochmal und entdeckte Serien wie Macabros, die ich als Kind links liegen gelassen hatte neu. Es gab viel zu entdecken und die Auswahl schien riesig. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Serien wie Gabriel Burns kamen und veränderten (zumindest für mich) alles was ich über das Medium Hörspiel zu wissen glaubte und neue Labels wie z.B. Lausch setzten das fort. Ich hatte das Gefühl das sich nicht nur die Menge der Produktionen, sondern auch deren Qualität immer weiter steigerte. Davon ist im Jahre 2018 für meine Begriffe nicht mehr viel geblieben. Kleine Label gibt es gefühlt überhaupt nicht mehr. Klar Polaris produziert noch tapfer 2-3 Takimos im Jahr, aber wenn man sich mal unter dem Reiter label:direct in diesem Forum umsieht, wird man wissen was ich meine. Die Vielfalt ist ein wenig verloren gegangen und ganz ehrlich, für mich persönlich auch etwas die Qualität und die Ehrlichkeit im Business (z.B. Crowdfunding). Wenn ich heute in den Saturn gehe, bekomme ich nur noch sämtliche Sinclairs, Sherlock Holmes, die drei ??? und (warum auch immer) Trash wie die Geister Schocker und Dreamland Grusel. Alles andere ist weg oder es existieren mal 2-3 versprengte CDs (ohne Anspruch auf Aktualität). Habe ich früher noch locker 10-15 (und manchmal auch mehr) Produktionen im Monat gekauft, so ist das die letzten 2 Jahre eher mein Jahrespensum geworden. Es packt mich so gut wie nichts mehr und ich beginne mich zu fragen, liegt es an mir oder ist mein Desinteresse mit der Veränderung des Hörspielmarkts langsam aber stetig gewachsen. Wie geht es euch? Empfindet ihr 2017 als genauso guten Hörspieljahrgang wie etwa 2005? Seit ihr immer noch genauso investiert, oder spürt ihr auch Abnutzungserscheinungen?

    "Gefällt halt leider doch nicht jedem " klang zumindest so. Das Wertung und Text nicht so recht zusammen passen wird mir jetzt auch klarer, wenn die Wertung im Nachhinein geändert wurde. Sehr vertrauenswürdig dieser hörspiegel :rolleyes:

    Der Text ist 100pro "redaktionell" bei der Stadtteilseite haidhausen.org entstanden und nicht vom Betreiber selbst. Niemand würde nicht ein einziges mal "bei uns" oder "wir bieten" schreiben und sein Angebot so beschissen anpreisen. Der Verfasser des Textes hat doch spürbar null Bezug zur Materie.

    Ob jetzt Hörspiel-CF durch Göllner gleich verbrannt ist? Ich glaube eher das es generell oft Ernüchterung über die erzielten Ergebnisse gab und das Trendige an der ganzen Sache stark abgeflaut ist. Niemand ist mehr bereit aus lauter Langeweile ständig in Dies und Das zu investieren. Heute muss man schon irgendwie persönlich involviert sein, um noch ins Risiko zu gehen. Meine persönliche CF-Bilanz bei Hörspielen sieht eigentlich recht gut aus. Hanseklang und Pandoras Play haben pünktlich genau das geliefert was mir versprochen wurde und ich würde beiden sofort wieder mein Geld geben. Gerade Grüße aus Gehenna hätte ich gern abgeschlossen in meiner Sammlung. Tja und im Fall GGX gehe ich immer noch fest davon aus in absehbarer Zeit etwas zu bekommen das für die lange Wartezeit entschädigt. Ich will gar nicht schön reden was da passiert ist, aber von Tag eins an war klar das man besser kein Geld in CF Projekte steckt das einem an anderer Stelle fehlt. Daher verstehe ich das Gepoppel um die paar Kröten und den Aufwand den man dafür treibt sie aus Göllner wieder raus zu schütteln irgendwie nicht ganz.

    Ohje ich hatte ja Eingangs gleich gesagt: "Es geht bestimmt nur mir so", "subjektiv", "habe das Gefühl"
    Bitte jetzt kein Faß aufmachen. Ich will nix Böses und Herrn Probot auch nix andichten.
    Der Aussage dass sich kein Unternehmer der auf schnelle Umsätze aus ist so verhält kann man natürlich positiv sehen wenn man will. Wie eben alles zwei Seiten hat.


    Maritim ist in meiner Wahrnehmung auf dem Zenit ihrer Serien wegen mangelnden Verkäufen krepiert. Zu dem Zeitpunkt habe ich S.I., Planet Eden, NYPDead und die Alpha Base aktiv laufend gekauft und Sachen wie den Lord Atherton, Danger usw. auch in etwas lockererem Zyklus. Wie könnte das heute, wo schon ewig nix mehr Neues kam finanziell lohnender sein? Neue Folgen egal welcher Serie sind auch nicht in Sicht oder? Für mich als damaliger Konsument ändert sich momentan gar nichts und es fühlt sich auch nicht belebt an. Aber das ist ja nur meine Meinung.


    Jedenfalls sind neben den Klassikern, den Wiederbelebungen unter Highscore und dem Maritimkatalog ja auch noch die Releases von Audionarchie, Zauberstern und Gigaphon dazugekommen. Ja das ist nicht ansatzweise ein Monopol ok, aber bestimmt auch noch nicht das Ende. Mir sagt so eine Rechteballung tendenziell nicht zu. Das ist nur mein persönliches Empfinden und damit lasse ich es dann auch gut sein hier.

    Weil?


    Und wo rettet er das deutsche Hörspiel, weil er die Serie zu Maritim geholt und digital verfügbar gemacht hat?



    Puh ich weiß auch nicht. Erst waren es alte klassische Hörspiele, dann die Wiederbelebung eingestellter Serien wie O23, dann wurde Maritim geschluckt, dann erscheinen die finalen Episoden der schwarzen Sonne. Für mich verhält sich so kein Unternehmer der von Anfang an auf Wirtschaftlichkeit aus ist. Für mich riecht sowas immer ein bisschen nach irgendwann sind genug Konkurrenten platt und der digitale Vertrieb so selbstverständlich, dann kommt die Zeit der monopolisierten Ernte.

    Ich weiß ich bin bestimmt wieder der Einzige und habe nicht genug Einblick das überhaupt fundiert behaupten zu können, aber rein subjektiv gefällt mir diese ganze Sebastian Pobot rettet das deutsche Hörspiel Sache immer weniger. Irgendwie paranoid, aber ich habe dabei einfach kein gutes Gefühl.