Beiträge von Marz

    Exakt! Es ist eine Drittauswertung nach CD und Download/Stream. Da wirkt es halt seltsam auf mich dass man ewig (und vielleicht vergeblich) auf dieses (Abfall)Produkt warten wollen würde/sollte. ;)

    Was will man denn mit mp3 auf CD? Das Konzept hab ich ehrlich gesagt noch nicht kapiert. Sieht für mich nach allen Nachteilen in einem Produkt vereint aus. Die Serie war einfach nur gut und ich hab sie sehr gern hier komplett im Regal stehen.

    Uh da ist aber jemand sensibel. Das ich nicht weiter höre wenn es nicht nach mir geht und der Vater nicht Fake ist habe ich eigentlich nirgendwo geschrieben. Eigentlich im Gegenteil das ich hoffe das es bald weitergeht, weil ich insgesamt gut unterhalten war. Ich schweige sonst gern zu den Meinungen von Hörspielmachern, aber wenn es um beleidigte Leberwürste geht, lese ich lieber jemanden der Kritik auch annehmen kann.


    Der Link über das Verlernen von Lesen und Schreiben wäre eine Erklärung, wenn das Adams Virus nur Problemschüler am Leben gelassen hätte. Ranger ist deutlich älter als Rhiannon und müsste das eigentlich ganz normal in der Schule hinter sich gebracht haben. Es ist ja auch nicht das Problem eines Einzelnen, sondern scheint weit verbreitet zu sein. Sorry das halte ich eben für unrealistisch in dieser kurzen Zeitspanne. Es gibt auch keinen Grund warum diese Fähigkeiten nicht mehr eingesetzt werden sollten. Ganz im Gegenteil sind sie doch elementar im täglichen Überlebenskampf.


    Die Virusstory als solches finde ich ja auch sehr gut erzählt was die Vergangenheit betrifft. In Rhiannons Storyark spürt man den Männermangel aber nicht richtig. Die "alten" Männer die für die Story notwendig sind haben es halt geschafft (Christoph, Ranger, der Papa), was ich jetzt aber auch nicht dramatisiert habe.


    Die kleinen Logiklücken die blackmail82 richtigerweise angeführt hat sind mir wie gesagt aufgrund des straffen Erzähltempos selbst erst mal gar nicht richtig aufgefallen. Sie sind aber definitiv da. Aber das stört mich auch gar nicht, denn SciFi lebt immer ein wenig davon, dass man die Welt und ihre Gesetzmäßigkeiten einfach kauft und wenn diese nicht zu oft und krass gebrochen werden tue ich das auch und hab es im Fall von "Und auf Erden Stille" defintiv tun können.


    Mein einziger echter Kritikpunkt war das wahnsinnig schnelle Erzähltempo von Rhiannons Reise. Der könnte aber schon keiner mehr sein, wenn ich Staffel 2 höre und erkennen kann warum das so ist. Vielleicht will die Geschichte ja ganz woanders hin und Staffel 1 war nur Mittel zum Zweck. Da lasse ich mich gerne positiv überraschen.

    Im zuletzt gehört Thread hatte ich ja angekündigt Amazon Music Unlimited nach brauchbaren Hörspielen durchstöbern zu wollen und wies der Zufall will bin ich an "Und auf Erden Stille" hängen geblieben. Dieser Titel lies Postapokalypse oder SciFi vermuten, womit ich in beiden Fällen klar gekommen wäre und als ich Folgenreich/Interplanar gelesen hab war die Sache sowieso a gmade Wiesn wie der Bayer sagt.


    Ich habe blackmail82 Post beim Spoiler abgebrochen und erst jetzt vor meinem Post gelesen. Ich stimme da in Vielem überein. Gerade in der Wahrnehmung, dass das eigentlich erst der Auftakt gewesen sein kann. Was ich ein wenig schade finde. Die Zeitsprünge die den Ausbruch der "Seuche" erklären finde ich ausreichend umfangreich und gut erzählt und der Blickwinkel aus Sicht des Investigativjournalisten ist spannend. Aber warum wird Rhiannon´s Geschichte so lieblos erzählt? Das World Building zu ihrem Zuhause im Bergwerk ist kaum angelaufen, da wird sie schon ohne echten Grund und mit extrem schlechten Chancen rausgekickt. OK irgendwie muss sie ja auf die Reise, aber auch der Verlust ihrer Freundin, das Zusammentun mit Ranger und das schlussendliche Finden des Vaters rauschen nur so an einem vorbei, dass mir das ein oder andere Logikloch gar nicht so aufgefallen war. Das mit dem Lesen ist natürlich innerhalb einer halben Generation absoluter Blödsinn. Ich hatte aber gar keinen zeitlichen Bezug und das auch so hingenommen. Den Verlust des Großteils der Männer halte ich auch für Schrott. Es hätte doch genug Männer gegeben, die nicht in einer festen Beziehung stecken und Kondome verwenden. Das es explizit die Männer trifft wusste man ja auch früh und nannte das Ganze Adams Virus oder so ähnlich. Ich will mich hier nicht besonders clever machen, aber mir wäre Überleben vor Geilheit gegangen.....dem Ranger anscheinend auch.


    Abschließend hoffe ich dass es bald weiter geht, denn gut unterhalten war ich auf alle Fälle und wenn es nach mir geht, dann ist der Typ gar nicht Rhiannon´s Vater und der Ranger boxt sie in aller letzter Sekunde aus dieser Falle. Wenn dem nicht so ist, dann ist dieser Storystrang bisher leider schwach und völlig überhastet erzählt. Ich hoffe sehr dass ihre Suche noch weiter geht und wir etwas mehr "Reiseabenteuer" bekommen.

    Ja Pastewka´s Auswahl aus dem Portfolio von Radio Bremen Krimiklassikern find ich auch gut. Hatte den Podcast gelöscht nachdem er am Ende der 1. Staffel ein Schlusswort von sich gegeben hatte, dass überhaupt nicht darauf schließen lies das da eine weitere Staffel kommt. Habs erst letzte Woche gecheckt das es weiter geht. ^^


    Mache jetzt Pause mit Jan Tenner und habe gerade nebenbei im Büro Johnny Sinclair laufen. Ei ei ei...


    Muss heute Abend mal sehen ob es bei Amazon auch Brauchbares gibt.

    Mit dem langsamen Tod der CD stirbt irgendwie auch das Interesse an Hörspielen so ein wenig bei mir. Ich habe mir jetzt schon zwei Jahre nichts mehr gekauft und auch nichts Neues mehr gehört. Amazon Music Unlimited hat mir nun aber neulich Jan Tenner der neue Superheld vorgeschlagen und ich hab mal die ersten 6 Episoden runtergeladen. Puh da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Jan Tenner war ja immer trashig, aber das jetzt ist irgendwie nicht mehr vom Schlage so trashig das es Spaß macht, sondern eher so trashig das es trash ist. Geht das nur mir so?

    Ich habe vor recht alt zu werden und misstraue meiner Rente. Außer der staatlichen Rente habe ich "nur" die Immobilie, die meine Frau und ich seit 2006 tapfer abbezahlen. Ich werde also zur richtigen Zeit alles verscheuern und mir dann davon Essen kaufen und wenns langt das beste Hörgerät auf dem Markt. Ich finde Hören ist ein total wichtiger Sinn. ^^

    Wahnsinn wie lang es dauern kann ein Hörspiel zu machen für das einen 19.000€ vorab bezahlt wurden. So sehr ich Göllner als Hörspielmacher mag, so arm finde ich diese Aktion.

    Sorry ich fand diesen "es-sich-von-überall-zusammenklauenden"-Buffy Verschnitt für Arme schon immer furchtbar. Wie das eine scheinbar so große Zahl an Fans finden konnte, dass man es nach fast 60 Episoden und 9-teiligem Finalzyklus im maritimen Hafen weiterleben lassen will, ist mir ein absolutes Rätsel.

    Bei mir liegt es eher an der Veröffentlichungsweise bzw der Schlagzahl. Ich begann die Serie sehr motiviert Ende 2014, aber 10 Folgen in 3,5 Jahren sind halt echt nicht die Welt. Ich kann jedenfalls selten einfach nur den neuen Stoff hören, weil ich schon gar nicht mehr weiß was davor genau los war. Bei Brandis waren es wesentlich in sich abgeschlossenere Geschichten und wenn es Bezüge in die Vergangenheit gab, wurden diese nochmals kurz thematisiert damit der Groschen fiel. Bei Heliosphere 2265 fühlt es sich für mich (überspitzt) immer so an als würde ich bei Babylon 5 in der Mitte der 2. Staffel einsteigen, nachdem ich ein halbes Jahr nicht mehr gekuckt hatte.

    Im Sinne von Erwachsenenhörspielen auf CD sind die für mich raus aus dem Game.
    Edit: Oha! Was geht da mit der schwarzen Sonne ab? Gehts da jetzt dauerhaft weiter? Vielleicht bin ja auch ich raus ausm Game :D

    @Sonny
    Die Marktbereinigung hat schon stattgefunden und Labels wie Lausch, Decision oder Lübbe sind raus, während Dreamland, R&B oder Romantruhe fleißig weiter uninspirierte (Grusel-)B-Ware runterkurbeln. Gefühlt hat seit 2016 kein Indielabel mehr etwas rausgebracht (den Fluch lasse ich als Projekt das 2013 per CF angestoßen wurde mal nicht zählen) und Captain Blitz bezeichnet MindNapping ein paar Posts vorher quasi als reines Hobby, was den finanziellen Ertrag betrifft. Wahrscheinlich sollte ich es so wie blackmail machen und mich treiben lassen. Es ist ja auch nicht schlimm wenn ich nur noch ein paar für mich echt interessante Krümel aufpicke und mein Geld sonst in etwas anderes investiere.

    Ich habe mich tatsächlich von den letzten beiden Seiten das zuletzt gekauft Threads inspirieren lassen und habe mir gestern in der Nacht noch Jan Weilers eingeschlossene Gesellschaft und Roch (Herr Gailus fiel mir bereits mit Glashaus sehr positiv auf) bestellt. ^^

    Ist mir schon klar das MindNapping keine Auftragsarbeit ist. Ist aber ein gutes Beispiel für eine qualitativ hochwertige Reihe, die man sehr wohl noch physisch sammeln kann. Wollte dir nicht auf den Schlips treten, in dem ich das mit deinen Auftragsarbeiten als Regisseur vermische. Ich trete dir hoffentlich nicht wieder auf den Schlips, wenn ich frage ob es aus deiner Sicht wirklich Sinn macht (für dich der davon lebt) das ich heute die Wahl habe, ob ich für ca. 9€ eine MindNapping Folge auf CD kaufe, für ca. 7€ downloade, oder aber im kostenlosen Probemonat bei Audible sogar die aktuelle Folge 30 einfach neben 100 anderen Produktionen hirn- und bezugslos weghöre. Ich sehe mich auch nicht als "den Markt". Wie vermessen wäre das? Darum hab ich ja dieses Thema gestartet. In meinem Umfeld sind Hörspiele kein Thema. Wo sonst sollte ich sinnvollere Antworten auf die Frage wo das Hörspiel wohl hingeht bekommen als hier? Stumpfes Wegkonsumieren sollte zumindest hier noch nicht an der Tagesordnung sein. Es geht mir auch nicht darum alles schlecht zu machen. Ich wollte nur Feedback um mich ein bisschen spiegeln zu können. Es ist ja durchaus möglich das Hörspiele für mich nur eine bzw. mehrere Phasen waren und es andere Gründe hat warum ich heute alles so kritisch sehe.

    Es wird immer weniger auf CD veröffentlicht, ergo kann man davon auch weniger kaufen, aber die Produktionen an sich werden nicht weniger, das kann dir auch mein Auftragsbuch bestätigen.


    Subjektiv in deinem Auftragsbuch oder objektiv die Menge der Releases im Jahr?
    Ich freue mich, wenn es bei dir läuft und eine Serie wie MindNapping hat den Erfolg auch qualitativ verdient, aber vor ein paar Jahren noch hatte ich immer mindestens 5+x aktuell laufende Serien, wo ich blind zum Release gekauft hab. Heute läuft noch mein Takimo-Abo und sonst kauf ich mal dies und mal das. Der Sammelaspekt ist bei mir total weg. Wenn mal wieder was Gutes dabei ist aboniere ich eine Zeit lang Audible oder Amazon Music Unlimited, binge mich durchs Programm und kündige wieder. Aber das kanns doch auch nicht sein (gerade aus Produzentensicht).

    Geht es nur mir so, oder merkt ihr auch wie es mit dem Hörspiel langsam bergab geht? Ich bin mit 41 das typische Kassettenkind, das Anfang der 2000er durch Zufall und John Sinclair wieder den verlorenen Hörspielfaden aufgenommen hat. Es begann toll, denn ich rutschte in die Zeit von Europas Rückkehr der Klassiker und erlebte vieles "von damals" nochmal und entdeckte Serien wie Macabros, die ich als Kind links liegen gelassen hatte neu. Es gab viel zu entdecken und die Auswahl schien riesig. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Serien wie Gabriel Burns kamen und veränderten (zumindest für mich) alles was ich über das Medium Hörspiel zu wissen glaubte und neue Labels wie z.B. Lausch setzten das fort. Ich hatte das Gefühl das sich nicht nur die Menge der Produktionen, sondern auch deren Qualität immer weiter steigerte. Davon ist im Jahre 2018 für meine Begriffe nicht mehr viel geblieben. Kleine Label gibt es gefühlt überhaupt nicht mehr. Klar Polaris produziert noch tapfer 2-3 Takimos im Jahr, aber wenn man sich mal unter dem Reiter label:direct in diesem Forum umsieht, wird man wissen was ich meine. Die Vielfalt ist ein wenig verloren gegangen und ganz ehrlich, für mich persönlich auch etwas die Qualität und die Ehrlichkeit im Business (z.B. Crowdfunding). Wenn ich heute in den Saturn gehe, bekomme ich nur noch sämtliche Sinclairs, Sherlock Holmes, die drei ??? und (warum auch immer) Trash wie die Geister Schocker und Dreamland Grusel. Alles andere ist weg oder es existieren mal 2-3 versprengte CDs (ohne Anspruch auf Aktualität). Habe ich früher noch locker 10-15 (und manchmal auch mehr) Produktionen im Monat gekauft, so ist das die letzten 2 Jahre eher mein Jahrespensum geworden. Es packt mich so gut wie nichts mehr und ich beginne mich zu fragen, liegt es an mir oder ist mein Desinteresse mit der Veränderung des Hörspielmarkts langsam aber stetig gewachsen. Wie geht es euch? Empfindet ihr 2017 als genauso guten Hörspieljahrgang wie etwa 2005? Seit ihr immer noch genauso investiert, oder spürt ihr auch Abnutzungserscheinungen?

    "Gefällt halt leider doch nicht jedem " klang zumindest so. Das Wertung und Text nicht so recht zusammen passen wird mir jetzt auch klarer, wenn die Wertung im Nachhinein geändert wurde. Sehr vertrauenswürdig dieser hörspiegel :rolleyes: