Beiträge von Methusalem

    Hallo zusammen,


    ich höre die Hörspiele aus dem "Holmes/Fogg"-Universum auch sehr gerne.


    Von daher einfach mal vielen Dank für die gute Unterhaltung!


    Hat da mal jemand eine Aufstellung gemacht, in welcher Reihenfolge man die Folgen der unterschiedlichen Reihen am sinnvollsten hört?

    Ich erlaube mir dann auch mal viel Erfolg zu wünschen!



    Und, natürlich, meinen Senf zu den Wünschen beizutragen:


    Es gab da ein paar Lucky Luke Folgen unter der Bezeichnung "Tom und Della Club" (nur die ganz alten werden sich erinnern). Da hängt meine Kindheit dran. Und ich Esel habe die mal irgendwann verschenkt, um Platz zu schaffen.


    Wenn ich da wieder eine Chance hätte, würde ich zuschlagen...

    Ich freue mich auf jeden Fall sehr!


    Danke an alle, die das möglich gemacht haben!


    Ich bin aber etwas irritiert. Lag die Folge 6 denn unvollständig vor, oder wurde sie absichtlich so umgeschrieben, dass ein Zweiteiler entsteht?

    Das ist mal eine gute Nachricht.


    Wenn auch einige Hörspiele hier und da gewisse Längen hattten, fand ich viele seiner Geschichten sehr sehr gut.

    Nachdem ich nun auch die Amelie-Beerdigungs-Diskussion verfolgt habe, möchte ich hier auch meinen Senf dazu geben:


    blackmail82 hat es ziemlich genau auf den Punkt gebracht. Ich fiebere zwar noch immer jeder Bedfort-Folge entgegen, aber es sind halt Krimis.


    Ich glaube, auf den Hörspielmarkt bezogen, die meisten Kunden, die mit "modernen" Medien wie Foren, Facebook und Co. angesprochen werden, fallen noch immer überwiegend in eine jüngere Altersklasse, die Grusel bzw. Horror bevorzugt oder, bei Krimis, eher eine härtere Gangart. Soweit ich das verstanden habe, sind es einmal Kinder- und Jugendserien (Benjamin Blümchen, ???), die erfolgreich sind sowie die Grusel/Horror-Vertreter (Sinclair, Gruselkabinett). Bei den "gemütlichen" Krimi-Serien läuft Sherlock Holmes von maritim, neben dem Bonus durch den Bekanntheitsgrad der klassischen Hauptfiguren, eventuell deshalb recht gut, weil sie auch bei Weltbild vertrieben werden und darüber auch einem anderen Publikumsbereich bekannt werden, der eher solche Krimis schätzt. Diese Kunden durchwühlen auch eher selten die Regale im Elektronik-Markt. Ich nehme an, der Absatz läuft eher über den Buchhandel und auch gerne über einen guten, alten "Offline"-Katalog.


    Überspitzt dargestellt dürfte für eine Serie wie Lady Bedfort Werbung in der Apotheken-Umschau mehr Sinn machen, als bei Facebook.

    Die Gedankengänge kann ich gut nachvollziehen.


    Ich finde es super, wenn sich "Macher" mit den Meinungen der Fans auseinandersetzen. Ich denke sogar, dass man damit Sympathiepunkte sammeln kann, die den einen oder anderen Käufer bei der Stange halten. Aber man muss sich nicht auf jede "Ich-schreibe-nur-Mumpitz-aber-fühle-mich-wichtig-also-behandelt-mich-mit-Respekt-auch-wenn-ich-Euch-nur-absaue-Diskussion" einlassen.


    Ich mag Eure Hörspiele sehr (auch wenn ich Max vermisse...). Erzählt einfach weiter auf so unterhaltsame Art gut geschriebene Geschichten!


    Jetzt noch ein wenig Mumpitz:


    Um Euer Beispiel, auch wenn es nicht so ernst gemeint war, aufzugreifen: Ich finde die Cover auch sehr gut. Aber die haben nur den Zweck, Werbung zu machen für die Leute, die eine Serie noch nicht kennen. Nachdem ich mir eine CD gekauft habe, starre ich ja nicht während des Hörens das Cover an. Wenn ich mir eine TK-Pizza mache, schaue ich ja auch während des Essens nicht auf den Karton (wobei das Bild darauf in dem Falle besser aussieht als der Inhalt..). Ich hoffe, ich bin nicht der Einzige, dem die Cover nicht so wichtig sind.

    Ich muss sagen, ich bin vielleicht selbst etwas zu emotional und bin daher, bei aller sonst lobenswerten Fortführung eines Konzeptes, nicht begeistert, wenn positive Hauptfiguren wie van Dusen oder auch Jonas sterben. Ich finde, das trübt den Hörgenuss beim "Wiederhören" der vorangehenden Folgen. So auch bei den sieben Detektiven. Ich mag ja ein Weichei sein, aber es tut mir halt auch leid um Charaktere, an die ich mich gewöhnt habe. Und es entsteht wirklich der Eindruck, dass jeweils ein endgültiger Schlussstrich gezogen werden sollte, was auch ganz gut in die bereits erwähnten Verhaltensmuster von Herrn Koser passen würde, wenn man unterstellt, dass da im Hintergrund wieder irgendwas am kochen war.


    Nochmal zu Koser: So läuft aber nunmal das Geschäft und er ist entsprechend lange dabei. Da sollte er schon über einigen "unliebsamen" Vorgehensweisen der Produzenten bzw. Auftraggeber stehen.

    Der kleine Muck : Ok, ok, der BR hat die letzte Folge eventuell nicht aufgrund des Inhaltes nicht produziert. Das Konzept stand aber lt. Koser wohl damals schon: http://www.profvandusen.com/dld/finale.htm


    Klingt aber auch ein wenig Zickig von Herrn Koser. Da gab es im Hintergrund sicherlich einige Streitigkeiten...


    Und gefallen hat mir das Ende von Jonas einfach nicht. Ich fand das war ein sehr schwacher Abgang für diese großartige Figur.


    Zu den van Dusen Folgen:


    "Die sieben Detektive" - Systematische Ausrottung bekannter Figuren. Damit kann man einem Hörer eine ganze Serie verleiden.


    "Die Erde hat ihn wieder" - Der Held der Serie wird selbst zum perfiden Mörder, weil ihm nichts besseres einfällt? (Einem intelligenten Menschen ist nichts unmöglich) Und dabei war er auch noch so diletantisch, dass fast ein anderer dafür verurteilt worden wäre.


    "Van Dusens letzter Fall" - Klar, unterirdischer Gang, durch den er sich gerettet hat... naja, mag sein... Dann wurde van Dusen angeblich im Nachhinein freigesprochen... Obwohl er eindeutig einen Mord begangen und auch gestanden hat... Die Begründung für den Freispruch hätte ich gerne gesehen.


    Fand ich alles sehr unwürdig für diese sonst großartige Serie.


    Ich muss allerdings zugeben, dass ich Michael Koser nicht sonderlich sympathisch finde. Er wirkt in Interviews auf mich immer sehr überheblich und er verteilt gerne Seitenhiebe gegen andere. Von daher hat die Figur des van Dusen auch etwas autobiografisches (Achtung, nur Ironie).

    Ich bin ein absoluter Fan von van Dusen. Von daher ist meine Brille sicherlich sehr stark getönt. Trotzdem habe ich auch meine Lieblingsfolgen, z.B. "Das sicherste Gefängnis der Welt" und "...auf dem Totenschiff" (so können die Meinungen auseinander gehen).


    Was nebenbei auch der Punkt ist. Nicht jede Folge findet jeder gut und Folgen einer Serie, die absolut niemandem gefallen, gibt es wohl auch nicht.


    Aber die chronologisch letzten drei Folgen "...und die sieben Detektive", "Die Erde hat ihn wieder" und "Van Dusens größter Fall", über die habe ich mich schon sehr geärgert. Eine solche systematische Demontage einer Serie kommt nur bei Koser vor (siehe auch die letzten Jonas-Folgen, die der BR aus gutem Grund wohl nicht produziert hat). Das sind die Produktionsnummern 24, 50 und 79. Die wirken auf mich wie Folgen, die Herr Koser jeweils mit der Absicht geschrieben hat, die Serie dann auch bereits zu begraben. Und mit der später nachgeschobenen Folge "Van Dusens größter Fall", zu der er wirklich keine Lust zu haben schien, da werden wirklich mehr als unglaubwürdige Verknüpfungen zu "Die Erde hat ihn wieder" gezogen. Da hat mir aber zumindest die kleine Andeutung am Ende zum Verbleib van Dusens sehr gefallen. Das hatte Stil.

    Ich freue mich wirklich auf die CD-Veröffentlichung. Ich habe zwar die van Dusen-Sammlung komplett, aber doch zum großen Teil in recht minderwertiger Qualität (was den genialen Geschichten und Dialogen aber nicht wirklich schadet). Ich hoffe, dass die geschnittenen Sequenzen wirklich nicht so sehr ins Gewicht fallen.


    Allen die die Serie bisher noch nicht kennen sei von den ersten vier besonders "Das sicherste Gefängnis der Welt" ans Herz gelegt. Ist zwar kein Kriminalfall aber einfach eine toll erzählte Geschichte. Das war auch das erste Hörspiel von van Dusen, das ich gehört habe und das mich süchtig nach der Serie gemacht hat.


    Jetzt will ich aber keine weiteren Vorschusslorbeeren verteilen. Bei den ganzen Lobeshymnen, die schon über die Serie angestimmt wurden, dürfte es manchem "neuen" Hörer schwer fallen, die Erwartungshaltung nicht höher zu schrauben, als überhaupt ein Hörspiel sie erfüllen kann.

    Ich habe auch mal ein Ohr riskiert. Mir gefällt die Sprecherin auch nicht, wenngleich es erfrischt, die Stimmen aus meiner Kindheit zu hören, glaube ich mich doch zurückversetzt in jene Zeit, als ich die Schulbank drückte und meine Lehrerin mich zur deutlichen Aussprache beim Lesen anhielt. So klang denn auch jeder vorgelesene Text schließlich wie vorgelesener Text. Im Grunde ist ein Hörbuch sicher nichts anderes als ein vorgelesener Text, aber es trägt natürlich zur Stimmung bei, wenn es nicht wie vorgelesen wirkt, sonst könnte man sich einen Roman ja auch von einem Sprachsynthese-Programm vorlesen lassen.


    Die Rezensionen bei Amazon zu diesem Hörbuch wirken aber wirklich sehr künstlich bemüht, positive Aspekte rauszuarbeiten. Ist schon unterhaltsam zu lesen.