Beiträge von karpartenhund

    Im übrigen sehe ich aber gerade, dass du das Thema unter anderem mit "Bevormundung" verschlagwortet hast. Warum, wenn du nicht zündeln willst?

    Ich fühle mich z.B. bevormundet, wenn die Politik sagt, ich solle von der Vorstellung Abschied nehmen, Frauen und Männer würden sich in Fähigkeiten und Verhalten nicht voneinander unterscheiden - und wenn dieses Gesagte nicht meiner Lebensrealität entspricht. "Bevormundung" ist ein Vorgang, den ich wahrnehme und den ich mir erlaube zu beschreiben. Das ist in meinen Augen kein 'zündeln', genausowenig wie Kritik an Angela Merkels Politik automatisch 'Hetze' und die persönliche (!) Abneigung gegenüber als unmodern empfundenen Kulturen oder als unangenehm empfundenen Lebensstilen automatisch 'Hass' ist. Das sind einfach Meinungen jenseits des Mainstreams, von dem ich eher denke, dass er selber gegenwärtig einen enormen Druck auf seine Kritiker ausübt.


    Subjektiv finde ich einfach, dass seit ungefähr zwanzig Jahren, wo im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach und nach Frauen die Posten von Männern übernommen haben - als Redakteurinnen, Regisseurinnen und Autorinnen - die Hörspiele deutlich konformer, korrekter und langweiliger geworden sind. Und ich habe keine Lust, mir das von Ideologen als 'fortschrittlich' und nicht-diskutierbar verkaufen zu lassen.


    Ich war auf andere Meinungen hier im Forum neugierig und bin bisher insgesamt und insbesondere von Dir nicht enttäuscht worden. :)

    Interessant, dass sich bei der Diskussion hier im Forum niemand daran zu stören scheint, dass 'Männerhörspiele' als handlungsorientiert (=unterhaltsam?) und 'Frauenhörspiele' als gerecht (=öde?) beschrieben werden .

    Ich bin schlicht deshalb nicht auf die Umschreibungen von "Männerhörspielen" als angeblich "handlungsorientiert" und "Frauenhörspielen" als "gerecht" (was immer das im Zusammenhang mit Hörspielen auch sein soll) eingegangen, weil ich aus Erfahrung befürchten muss, dass damit nur gezündelt werden soll. Die verlinkten Seiten geben das jedenfalls, wie schon gesagt, nicht her. Wenn das hier also eine "Diskussion" werden soll(te), an deren vorhersehbarem Ende ein "Haben wir denn keine wichtigeren Probleme?" steht, musst du sie vielleicht woanders führen.


    Du schreibst, die verlinkten Seiten gäben keine Belege für die überspitzte Behauptung 'althergebrachte/unideologische Hörspiele = 'männlich' und 'neue/gerechte/bunte' Hörspiele = 'weiblich'. Vielleicht hast Du recht.


    Aber warum und mit welcher Begründung engagieren sich dann Politikerinnen und öffentlich-rechtlicher Rundfunk für mehr 'Gleichberechtigung' in Kunst, Kultur und auch Hörspiel ? Weil die bisherigen Hörspiele in ihren Augen ausreichend divers und gegendert waren ? Wohl eher nicht.


    Ich will nicht 'zündeln', sondern offen diskutieren. Es ist prima, dass das bei den Freunden möglich ist und ich finde die Antworten auf den Post bis jetzt sehr spannend.

    Interessant, dass sich bei der Diskussion hier im Forum niemand daran zu stören scheint, dass 'Männerhörspiele' als handlungsorientiert (=unterhaltsam?) und 'Frauenhörspiele' als gerecht (=öde?) beschrieben werden ... ! ;)

    Ist es nur meine subjektive Wahrnehmung oder nimmt die Geschlechterdiskussion beim 'Hörspiel' in letzter Zeit zu ? In anderen Medienbereichen gibt es das ja auch schon, z.B. bei den Forderungen nach mehr Filmregisseurinnen oder mehr Dirigentinnen.


    Muss jetzt neuerdings getrennt werden zwischen gerechten sowie korrekten 'Frauenhörspielen', wie es neuerdings der Deutschlandfunk tut, und handlungsorientierten sowie unkorrekten 'Männerhörspielen', wie es z.B. hier zu lesen war ? :/


    Zum Glück ist DAS Hörspiel als Wort wenigstens sachlich ...

    Kommerzielle Hörspielproduzenten müssen sich den Gesetzen des Marktes unterwerfen. Sie haben leider nicht die Möglichkeiten und Mittel wie ein Adler oder Koppelmann, um 60 Topsprecher ins Studio zu holen und nebenbei noch den Mahner und Finger-in-die-Wunde-Leger zu geben.

    Aber warum hat dann Maritim in den späten 70ern Schauspieler aus der ersten Reihe wie Friedrich Schütter (Die Zeitmaschine, Projekt S.E.T.I.) und Manfred Krug (Edgar Wallace) ins Studio holen können ? Und Europa immerhin Uwe Friedrichsen, Judy Winter und Manfred Steffen ? Mußten Gruner & Jahr und Europa denn damals nicht rechnen ? Saß den Wessis das Geld seinerzeit so locker in der Tasche ?


    Erzähl mir doch niemand, dass sich die großen Unterhaltungskonzerne heute wirkliche Könner für die Studios nicht leisten könnten, wenn sie nur wollten ...

    Das Problem mit den Links sehe ich eher bei den drei anderen, irgendwie hast Du da wohl was durcheinander geworfen, Hörspiel-Freunde-Links sind das jedenfalls nicht. ;)

    Danke für den Hinweis. Habe den Fehler (entstand wohl durch Copy&Paste) behoben.


    Auf der Seite http://www.hörspieler.de/laerm.html (unterirdisches Layout!) verweist übrigens ein Link auf die kontroverse Diskussion 'Eigenwillig: hörspieler.de' bei den Hörspiel-Freunden.

    Hallo liebe Hörspiel-Freunde,


    das Hörspiel(er)-Magazin hat kürzlich eine Verjüngungskur durchgeführt.
    Altbewährtes bleibt aber dennoch erhalten:


    > Zum Jens Wawrczeck-Interview <


    > Zum Heikedine-Körting-Interview <


    > Zum Hörspiel-Podcast <


    Viele Grüße aus Hamburg


    der HöRSPIELer - Informationen über das Königsmedium:
    Unabhängige und subjektive Hörspiel-Informationen mit Schwerpunkt auf nichtkommerziellen und öffentlich-rechtlichen Produktionen.


    http://www.xn--hrspieler-07a.de (=www.hörspieler.de)
    (die meisten modernen Browser haben mit dem Umlaut in der URL kein Problem)