Beiträge von MarkusG.

    Sinclairfolgen 140 bis 150. Fast alle Folgen rund um den Shimadazyklus fand ich anstrengend und bestenfalls Durchschnitt. Zu viele japanische Namen, zu wenig Grusel. Die übrigen Folgen gefielen mir gut, insbesondere der Jubiläumsfolge 150. Letztere war sehr kurzweilig, trotz Spielfilmlänge, wobei sie letztlich auch kein absolutes Highlight für mich war.

    Das Hörspieljahr 2021 war wohl letztlich für mich eines der besten Hörspieljahre überhaupt! Da gab es wirklich einige Highlights mit denen ich zum Teil gar nie gerechnet hätte. Fairer Weise muss man aber auch schreiben, dass 2021 auch deshalb so großartig war, weil ich Kassettenkind bin und es für mich daher viel viel Schönes zu bieten hatte. Aber alles der Reihe nach.

    Meine persönlichen Hörspiel-Highlights:

    AUDIBLE hatte wieder am meisten Herausragendes :)

    Ivar León Mengers Ghostbox 3, eine tolle Serie, die 2021 einen Abschluss erhielt! Kai Meyers IMPERATOR Staffel 2, absolutes Hörhighlight für mich! MEMO war mal was ganz anderes! Mit KÜHN hatte ich Anlaufschwierigkeiten, doch danach war es ein Top 10 2021 für mich. Auch AURIS Staffel 3 war letztlich ein spannendes und sehr gutes Hörerlebnis! SIEBEN SIEGEL, wieder Kai Meyer, war erwartungsgemäß sehr gut. Zum Schluss lieferte AUDIBLE mit Kohlrabenschwarz Staffel 2 noch einen echten Blockbuster, der sogar Staffel 1 noch toppen konnte.

    Sebastian Fitzeks PLAYLIST, das Hörspiel gehört für mich auch zu den Tops 2021.

    EUROPA hat mit Gruselserie und VIDAN Fortsetzungen für Erwachsene geliefert, die mir gut aber nicht sehr gut gefielen. Dafür hatte EUROPA mit der PERRY RHODAN Nostalgiebox ein absolutes Schmankerl parat auf dass ich mich sehr gefreut habe.

    FOLGENREICH & INTERPLANAR veröffentlichten mit Das Nachtleben der Götter eine der originellsten und humorvollsten Produktionen, ich war begeistert.

    MARITIM & ALLEARS GmbH haben mir kurz vor Weihnacht noch ein riesengroßes Geschenk gemacht. Die Zeitmaschine 1-3 auf CD ist mehr als nur Weihnachten für mich. Nein, es ist wie Weihnachten, Ostern und Purzeltag auf einmal. Dass man Der Fluch des Tut-ENCH-Amun auch gleich mit auf CD veröffentlicht hat, ist die Kirsche auf dem Hörspielkuchen, wofür ich nur DANKE sagen kann!!! Mit Fünf Finger kam zudem innerhalb der Schwarzen Serie eine sehr gute Folge!

    IMAGA veröffentlichte mit „From Beyond“ ebenfalls eine für mich sehr gute Hörspielunterhaltung!

    LÜBBE hat mir mit der VÖ von TSB-Sinclair 108 eine unglaublich großen Freude bereitet. Auch wenn das Hörspiel selbst keine Offenbarung war, so bin ich ehrlich glücklich über die VÖ auf MC und CD! Ein Sammlerstück!!!

    Mit 113 WolfyApp von WOLFY-OFFICE gab es für mich eine der positiven Überraschungen des Jahres. Das Teil fand ich einfach sehr cool. Und zwar in jeder Hinsicht!

    Daneben habe ich natürlich in viele weitere Serien reingehört und weitergehört! Diese aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Dabei waren eine Vielzahl von guten Hörspielen dabei. Hier möchte ich aber nur die für mich sehr guten aufzählen.

    Weiters habe ich auch eine Vielzahl an Serien komplett am Stück gehört, was mir weiterhin großen Spaß macht, getreu dem Motto „ich höre meine Hörspielsammlung“! Dabei waren heuer:

    Dreamland Grusel 1-50,

    Wallander - Die Romanserie vom HÖRVERLAG

    MARK BRANDIS

    TECHNO GRUSELSERIE

    A NIGHTMARE ON ELM STREET

    PERRY RHODAN von EUROPA 1-12


    Daumen hoch für 2021 :thumbup:

    Gruselkabinett 174 Der Bluthund war ganz unterhaltend und sehr atmosphärisch, jedoch sicher kein Knaller. Teilweise war es wie ein Kammerspiel, weil es von nur zwei Sprechern getragen wurde. Manchmal übertreiben sie es mit der „Erregung“ und der „Begeisterung“ für meinen Geschmack. Wenn man sich aber darauf einlässt und in die Geschichte eintaucht, dann ist es durchaus unheimlich und schaurig. Was für ein Ende :/ Ich werde mit Folge 175 fort


    Gruselkabinett 175 Der Student war eine durchaus gelungene Hörspielunterhaltung in Spielfilmlänge. Es war aber mehr ein Drama als ein Gruselhörspiel. Es war mehr traurig und ich habe mit dem Helden mitgelitten. Diese Art von Geschichten hat man schon sehr häufig in diversen Variationen erlebt. Ab und an ganz nett, aber jetzt würde ich mich wieder über eine schöne Gruselgeschichte freuen.


    Midnight Tales 50 - 53 Jetzt habe ich mir den Vierteiler „Das Grauen von Dunwich“ 50 bis 53 angehört. Man schafft es ausgesprochen gut die typische Lovecraft Atmosphäre zu schaffen. Die Erzählweise ist etwas schwerfällig, aber so wie man es bei den meisten Lovecraft-Geschichten gewöhnt ist. Mir hat es gut gefallen. Trotzdem hatte ich manchmal Schwierigkeiten den Orten und erzählenden Personen zu folgen. War manchmal ein wenig ein Blindflug für mich. Aber es war Mystery und Grusel mit den bekannten Zutaten. Schöner Vierteiler


    Midnight Tales 55 Das ist eine jeder Hörspiele, die mir beim „live hören“, also beim ersten Mal hören, großen Spaß machen. Die Geschichte ist herrlich kurz und knackig, furchtbar böse und auch sehr bewegend wenn man sich in die Situation des Hauptprotagonisten hinein versetzt. Von daher tolle Geschichte! Aber ich werde hier wohl nicht sehr rasch wieder reinhören, weil die Geschichte mit dem Wissen was passiert für mich überhaupt nicht mehr reizvoll ist.

    Die schwarze Serie Folge 19 „Fünf Finger“ Ich habe heute früh auch die neueste Folge, Folge 19 gehört. Uiii, die war eine Ansammlung großartiger Dialoge und humorvoller Gespräche. Die Thematik erinnerte mich an das eiskalte Händchen von der Addams Family

    ;D Sebastian Weber ist mein Lieblingshörspielautor und er hat hier wieder seine genialen Finger im Spiel. Die Geschichte selbst ist ziemlich kurios und lebt von den Dialogen, die einfach unterhalten. Der eigentliche Gruselfaktor ist nicht hoch, wird aber am Ende rasant in die Höhe gezogen. Da bekam ich Gänsehaut. Toll gemacht. Schmunzeln musste ich auch als irgendwann mal der Satz „erscheint ohnehin nur als Download“ oder so ähnlich mitten in einer hektischen Szene gesagt wurde. Da musste ich an Dörings „Nein, nicht schon wieder ein Cliffhanger“ denken. Hier macht sich Pobot wahrscheinlich ein wenig drüber lustig dass sich der eine oder andere darüber mokiert dass manche MARITIM-Serien nicht auf CD erscheinen. Ein wunderbares Sammelsurium an Pointen und geschliffenen Dialogen. Alle, die AMADEUS mochten, werden hier ihre Freude haben.

    So macht mir die Serie Spaß. Ich hoffe Sebastian Weber darf weiter hier seine „Fünf Finger“ im Spiel haben :)

    Bei mir stand Folgendes auf dem Programm:


    Kommissar Kluftiger 1 - Milchgeld (AUDIBLE)

    Es war eine gute und unterhaltsame Staffel. Sie hatte Längen, aber auch sehr humorvolle und lustige Passagen, war sehr bodenständig und erzeugte eine Reihe von witzigen Bilder in meinem Kopf. Bei einer zweiten Staffel bin ich auf jeden Fall wieder mit von der Partie. Irgendwie muss ich jetzt in den nächsten Tagen auch ein paar Käsespätzle essen :D Und Milch trinken :)


    Sieben Siegel von Kai Meyer (AUDIBLE)

    Wieder eine tolle Produktion, die deutlich zügiger und flotter als Staffel 1 daher kommt. Das Ende lässt auf eine weitere Staffel hoffen. Aber wie mir Kai Meyer geschrieben hat, hängt dies von den Verkäufen bei AUDIBLE ab. Also mal abwarten und hoffen.
    Diesmal war ich beim hören etwas unkonzentriert. Dies in Verbindung mit dem „nicht-mehr-alles-von-Staffel-1-Wissen“ schreit nach einem baldigen Kompletthören bei mir :)

    Blaues Herz – Teil 1



    Inhalt: Hans Berg (Ekkehardt Belle), ein pensionierter Kommissar, wird auf der Fahrt zu seiner Ehefrau von einer Lawine überrascht. Er kann sich in ein riesiges Anwesen in den Bergen retten, welches sich als Mädcheninternat mit dem Namen Waldblick entpuppt. Der pensionierte Kommissar findet in dem Internat Unterschlupf vor der Naturgewalt, doch leider trifft er dort auch auf etwas, was er hinter sich lassen wollte. Hans Berg hatte gehofft Verbrechen und Tod „zu den Akten zu legen“, wird jedoch auf eine andere Art mit seinem alten Beruf konfrontiert.


    Persönliche Meinung: Das Duo Thomas Plum und Kim Witzeleitner (Wolfy-Office) veröffentlicht nach dem „Video-Integrator“ und „113 (Nachrichten)“ mit „Blaues Herz“ am 19.11. ihr bereits drittes gemeinsames Hörspiel. Wolfy-Office hat sich in den letzten Jahren mit einer Vielzahl an Produktionen unter Hörspielfans einen Namen gemacht. Ich selbst wurde erstmals durch die Hörspiel-DVD „Blood Red Sandman“ auf das Label aufmerksam. Während ich den Video-Integrator als ambitioniertes Projekt erleben durfte , dasmeinen Geschmack nicht in allen Punkten genau treffen konnte, empfand ich „113 (Nachrichten)“ als ein in jeder Hinsicht unterhaltsames und originelles Hörspiel. Ich war nun mehr als gespannt darauf in welche Richtung Thomas Plums nächster Wolfy-Office Streich gehen würde. Würde es mir nun blau, kalt oder warm ums Hörspielherz werden? Lest selbst....


    Story: Befriedigend – Ein einsames in den Wäldern liegendes Mädcheninternat, ein alter Kommissar, ein Schneesturm, der ein Fortkommen unmöglich macht, ein Telefon, das nicht mehr funktioniert, ein fürchterliches Verbrechen und eine Handvoll v Tatverdächtiger sind die Zutaten für dieses von Thomas Plum ausgedachte Kriminalstück. Diese Eckdaten lesen sich für mich als Fan von Agatha Christies Büchern wie „Ten little Indians“ großartig. Leider trübt die zu lange Laufzeit mein Hörvergnügen. Die Story braucht doch einiges an Zeit um in Gang zu kommen. Hier wäre möglicherweise weniger Hintergrundinformation rund um den Kommissar durchaus hilfreich gewesen alles lebendiger erleben zu dürfen. Der Anfang hört sich mehr nach einem „Ein-Mann-Stück“ an. Trotzdem macht dieser zweite immer wieder angedeutete Handlungsstrang abseits des Kriminalfalles rund um des Kommissars auf Kur befindlicher Frau Ulrike neugierig. Geht Ulrike fremd oder braucht sie einfach Abstand von ihrem Mann? Bei der Wahl der Namen erweist sich Thomas Plum als ausgesprochen erfinderisch diesen einen „guten“ Klang zu geben. Die Nachnamen Berg, Sturm oder Garmisch passen wunderbar in eine Schneelandschaft und erzeugen in mir ein schönes Bild. Auch eine Schülerin mit Namen „Safaia“ lassen Erinnerungen an Angel Heart und seinem „Louis Cyphre“ wach werden und kurbeln mein Phantasiekino im Kopf ordentlich an. Ob es damit etwas auf sich hat? Im Laufe der Handlung wird eine Reihe von Fragen aufgeworfen, die am Ende darin gipfelt ob derjenige, der als Tatverdächtige präsentiert wird, tatsächlich auch der Bösewicht ist. Ohne hier zu viel spoilern zu wollen, so wird man darüber wohl endgültig erst mit Ende des zweiten Teiles Bescheid wissen. Denn es endet, wie sollte es bei einem Zweiteiler auch anders sein, mit einem Cliffhanger.


    Sprecher: Gut – Bei der Sprecherwahl bewiesen die Macher eine sehr gute Hand. Mit der unglaublich einprägsamen Stimme von Ekkehardt Belle verfügt man über einen Sprecher, der auch über einen längeren Zeitraum den Hörer und die Hörerin gekonnt durch ein Hörspiel führen kann. Trotz der für meinen Geschmack in manchen Passagen zu langen Erzählpassagen wird einem durch Belles Vortrag niemals langweilig. Volkram Zschiesche als Michael Sturm macht seine Sache ordentlich, wirkt mir manchmal etwas zu steril und zu wenig lebendig.

    Die Sprecherinnen Sara Wegner, Angelika Osusko, Saskia Haisch und Henrike Tönnes passen sich gut dem Ambiente eines Mädcheninternats an. Egal ob „Zickenterror“ oder „strenge Direktorin“ die Sprecherinnen haben alles wunderbar drauf.


    Musik: Sehr Gut – Das Hauptthema des Hörspiels, das immer mal wieder eingespielt wird, hat durchaus Ohrwurmcharakter. Zudem spiegelt es perfekt die damalige Zeit wieder. Man wähnt sich sofort in den 70iger Jahren. Hier hat Tom Steinbrecher wieder sein Genie aufblitzen lassen und die passende Musik zum passenden Hörspiel komponiert.


    Technik/Ton: Gut – Das Sounddesign stammt ebenfalls von Tom Steinbrecher. Steinbrecher hat sich diesbezüglich in der Hörspielbranche einen Namen gemacht und wird von einer Vielzahl von Labels und Verlagen sehr gerne gebucht. Egal ob Schneelawine, Wind der vor dem Internat pfeift oder das alte Wählscheibentelefon, Tom trifft immer den richtigen Ton. Erinnert sich Hans Berg zurück so wird dies mit Hall unterlegt. Passiert das Verbrechen so schafft man es mit dem Sounddesign dieser Szene einen kurzen sehr unheimlichen und gruseligen „Touch“ zu geben. Wenn ich mir persönlich noch etwas wünschen würde, dann wäre es etwas mehr „Dampf“ auf den Boxen und den einen oder anderen Stereoeffekt auf der Anlage.


    Ausstattung: vorerst Gut – Mir liegt das Rezensionsexemplar vor. Das Coverbild weiß zu gefallen. Das bläulich gehaltene Bild zeigt einerseits auf schöne Art und Weise das Mädcheninternat, andererseits passt es auch perfekt zum Titel und bringt die Kälte der Umgebung ins Hörspielzimmer. Der beigelegte EARL GREY samt Mini-Coverbild am Teebeutel lässt mein Sammlerherz genau so höher schlagen wie es die Wolfy-Office Briefmarken auf dem Kuvert mit dem Pressekit schneller klopfen ließ. In wie weit es diese Beigaben auch für die CD Ausgaben geben wird, wie das Booklet aussehen wird und ob die CD dann ähnlich bedruckt sein wird wie mein Rezensionsexemplar weiß ich nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich aber mitteilen dass mir diese Ausstattung schon gut gefällt. In Verbindung mit den von Wolfy-Office bekannt gegebenen Informationen in Foren und Instagram kann man weiter festhalten, dass man sich hier von Seiten der Macher richtig toll ins Zeug geworfen hat. So macht es mir persönlich Spaß CDs zu kaufen und zu sammeln, da sie für mich einen Mehrwert gegenüber Download und Streaming aufweisen.


    Gesamt: Gut – Die Produktion „BLAUES HERZ – Teil 1“ von Wolfy-Office hat mir insgesamt gut gefallen. Die Geschichte überzeugt mit einem klassischen Krimiplot auf Grund diverser Längen nur bedingt. Dafür lassen Sprecher, Ton, Sounddesign und voraussichtlich die Ausstattung nur wenig Wünsche offen. Die Krönung stellt für mich das gelungene Musikthema dar, das ab und an im Laufe der Geschichte in Variationen eingespielt wird und mich wie eine Zeitmaschine in die Siebziger Jahre zurück versetzen kann.


    Fazit: „BLAUES HERZ – Teil 1“ erweist sich als durchaus gelungene Hörspiel-Produktion, bei der man nur auf Grund von Längen im Plot Abstriche machen muss. Sie macht Lust auf Teil 2 des Krimivergnügens.

    Die drei Senioren Folge 8 CONTENDO MEDIA:

    Das Zusammenspiel der Drei bzw. der Zwei und der gesamten Sprecher haben nach wie vor viel Charme und die Musik ist einfach gelungen und Nostalgie pur. Aber dieser Kriminal-Fall war schon sehr einfach gehalten, wenn man es kritischer und negativ ausdrücken möchte, würde ihn als belanglos und schwach bezeichnen. Schade, dass da nach wie vor nicht mehr Raffinesse rein kommt. Aber dass scheint wohl der Stil der Serie zu sein und zu bleiben. Auf jeden Fall hörbar, aber mir fehlt da leider das gewisse Etwas. Zu Gut um nicht mehr weiter zu hören, aber zu belanglose Fälle um begeisternd weiter hören zu wollen und der nächsten Folge entgegen zu fiebern.


    Diener der Bestie AUDIBLE:

    Sehr starker Beginn. Ab der Mitte als klar war wohin die Reise geht, lässt der Hörspass dann etwas nach. Ich fand es am Ende dann gut bis sehr gut. Der ganz große Knaller war es dann für mich nicht, aber auf jeden Fall ein schönes Hörspielerlebnis. Und toll dass es wieder etwas Gruseliges bei AUDIBLE gegeben hat.


    Dreamland Grusel Folge 50:

    Ich musste die 50 sofort am VÖ-Tag im Stream hören. Meine CD gibt es erst mit meiner Pop.de Bestellung im Dezember. Und mir hat die Folge sehr gut gefallen. Der absolute Höhepunkt war für mich einerseits Christian Rode zu Beginn noch einmal hören zu dürfen, tolle Idee #applaus# und die Geschichte von Ivar Leon Menger. Aber auch alle anderen Geschichten waren wunderbar böse und hatten am Ende auch eine Überraschung zu bieten. Die 50 ist eine Folge, die einer Jubiläumsausgabe würdig ist. Zudem fand ich besonders die Länge ausgesprochen angenehm. So etwas darf es gerne öfters geben.


    DARK TRACE AUDIONARCHIE Folge 8 & 9:

    Ich habe mir heute Folge 8 angehört und bin ganz hin- und hergerissen. Am Ende des Tages hat es aber schon Spaß gemacht die Folge zu hören. Schön, dass man, respektive Auionarchie weiter macht. :thumbup:

    Positiv war die Besetzung. Kessler ist einfach eine coole Socke. Helmut Kraus noch einmal hören zu dürfen war auch ein großes Fest. Die Geschichte ist teilweise überzeichnet, provokant, übertrieben brutal und Ascan hat so seine ganz eigene persönliche Schreibe, die durchaus ein Farbtupfer in der Hörspiellandschaft darstellt. Hier kann er sich richtig austoben und es macht ihm sichtlich Spaß.

    Und in einigen Situationen hörte man das x-ein raus. Oder ich bilde es mir halt ein. Oftmals passt es für meinen Geschmack nicht zusammen wie 2 Leute miteinander sprechen. Kann mich aber auch irren.

    Dark Trace ist doch, wie viele der alten MARITIM-Serien, etwas Spezielles und eigenes. Es ist schön dass es weitergeht. Auch wenn ich beim hören ob des Inhaltes und der Kritikpunkte hin- und hergerissen war, so hat es am Ende des Tages schlicht und einfach Spaß gemacht das Hörspiel zu hören. Und dass alleine ist schon Grund genug auch die nächste Folge hören zu wollen.

    Zu dieser könnte ich im Grunde wieder 1:1 das selbe schreiben wie ich es schon zur Folge 8 getan habe. Hat wieder was. Vor allem viel Brutalität und Gossensprache aus dem Prostituiertenmilieu.


    Van Dusen Folge 30 Radioklassiker MARITIM

    Die 30 glänzt mit großartigen Sprechern. Der Fall selbst spielt teilweise im Gericht. Manchmal plätschert es etwas dahin. Aber die tollen Sprecher machen alles wett. Das Ende und die Auflösung gefiel mir sehr gut. Hatte was von so manchen fantastischen Monk-Fällen.

    Ich habe relativ zeitnah zum VÖ-Termin die Folge gehört. Und Ja, auf den ersten Blick oder sollte ich besser sagen auf das erste Ohr hin hat es mir gut gefallen. Mir gefiel es besser als die drei Senioren. Auch wenn mit Miss Portland und dem FBI-Mann auch hier ein Gespann platziert wurde, dass nicht miteinander kann, halten sich hier die Geplänkel zurück. Somit kommt diese Serie deutlich mit weniger klamaukhaften Situationen daher. Katja Brügger hat zwar ein freches Mundwerk, aber auch hier ist es nicht zu stark übertrieben. Gefallen hat mir auch der Kriminalfall, der für mich alle Fälle in Sachen „Spannung, Einfallsreichtum & Überraschung“ der Senioren in den Schatten stellt. Ich muss sogar zugeben, dass ich über die Auflösung überrascht war. So etwas hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Das gefällt mir. Der Fall wirkte insgesamt auch deutlich raffinierter, mag auch an der deutlich längeren Laufzeit liegen. Bei der Geschichte finde ich es immer schade wenn einem suggeriert wird, dass unsere Schriftstellerin schon vorher Fälle gelöst hat und dabei mehrfach mit dem FBI zusammen gekracht ist. Da habe ich dann ständig das Gefühl etwas verpasst zu haben. Warum kann denn Miss Portland nicht in Folge 1 ihren ersten echten Kriminalfall lösen? Hätte dies nicht noch mehr Charme?

    Die Musik gefiel mir teilweise sehr gut. Sie passte, war auch schön „Krimi-mäßig“. Die Sprecher gefielen mir alle gut. Gerade der FBI-Mann und Vater hatte ich bis dato immer mit AUDIBLE-Hörspielen in Verbindung gebracht. Einzig mit den Cover kann ich mich noch nicht so recht anfreunden. Sie passen irgendwie nicht so recht zur Geschichte, wobei ich dann doch wieder finde, dass sie zur Musik passen und mich irgendwie an 60iger- und 70igern Jahrekrimis wie DIE ZWEI erinnern. Ich werde mich also an die Cover gewöhnen :)

    Alles in allem bin ich richtig zufrieden und positiv überrascht. Erik Albrodt hat es schon drauf, dass weiß ich. Seine Midnight Tales - Geschichten finde ich immer #top# , die drei Senioren gut bis OK, aber ich warte immer noch auf eine solche Serie wie er mit Twillight Mysteries gestartet hatte. Da war das Zusammenspiel der Protagonisten UND die Geschichten selbst klasse. Und jede neue Serie von Erik Albrodt vergleiche ich instinktiv mit dieser. Vielleicht schafft es ja jetzt Mord ist ihr Leben in deren qualitative Fußstapfen für mich zu treten. Ich glaube dass wäre durchaus möglich wenn die Geschichten selbst inklusive Fälle raffiniert und überraschend bleiben. Nur bitte bitte BITTE keine solche Titel wie „Wenn Erben sterben“. Da glaubt man beim lesen es kommt eine Comedy aka Miss Jessica Shameless , aber kein Krimi rund um eine Buchautorin.

    Ich habe ja bei den Sinclair Classics recht unregelmäßig gehört. Auch fehlt mir die eine oder andere Folge. Gestern habe ich mir Folge 42 angehört. Ich muss schreiben, die ist wirklich gut geworden. Schön unheimlich, teilweise gruselig, eine originelle Geschichte, Hexe im Hochhaus, und für mich angenehm, eine Einzelgeschichte. Da kann man perfekt einfach hören, ohne Vorwissen. So können die Classics für mich sehr gerne noch lange weitergehen. Das macht für mich als Sinclair-Fan Spaß! Die 41 habe ich dann nachgelegt. Nicht ganz so cool, aber auch nett :)


    KÜHN HAT ZU TUN von AUDIBLE: Ein richtig cooles Hörspiel für mich. Ist schon mal ein Anwärter auf einen Top 10 2021 für mich. Das Ende hat es in sich, birgt einen Gänsehautmoment und lässt mich „fassungslos“ zurück. Die Staffel ist bis auf eine winzige winzige Kleinigkeit, die es aber in sich hat und noch lange in mir nachgehallt hat, abgeschlossen. Wirklich abgeschlossen. Keine offenen Fragen oder Rahmenhandlung. Alles geklärt. Das empfand ich als sehr angenehm. Die Auflösung war dann überraschend, vielleicht ein wenig aufgesetzt, aber für mich durchaus plausibel. Ich bin gespannt ob hier noch wer reinhört und wie es euch gefällt.

    Hier gab es wohl Uneinigkeit zwischen CONTENDO und HOLYSOFT, die damals Rechte dazu aufgekauft hatten. Wie es scheint konnte das entstandene Problem bis heute noch nicht gelöst werden. Sehr schade!

    Es ist halt die Frage wie man es aufbaut. Als Kirchengeschichte? Dann wird es natürlich Menschen geben, die mit der Kirche nicht wollen, wie blackmail82 ja mitteilt. Aber vielleicht wird es auch eine Abenteuergeschichte? Eine großes Melodram? Ein Fantasyepos? Ich denke man kann die Bibel auf unterschiedliche Art und Weise präsentieren. Je nachdem wie und wovon man „Fan“ ist, wird man begeistert sein oder eben total ablehnend sein. Jeden wird man es sicherlich nicht recht machen können. Aber für mich hat die Bibel ein unglaubliches Potential und wurde ja schon wahnsinnig oft als Vorbild für Geschichten verwendet. Ich bin gespannt. Was ich für mich auf jeden Fall ablehnen würde, wäre eine Geschichte, die belehrend und vor allem bekehrend daher kommt. Da wäre ich sehr bald raus.