Beiträge von MarkusG.

    Blaues Herz – Teil 2


    Inhalt: Weitere offene Fragen. Ein Anwesen. Es geht weiter...


    Hans Berg (Ekkehardt Belle), ein pensionierter Kommissar, wird auf der Fahrt zu seiner Ehefrau von einer Lawine überrascht. Er kann sich in ein riesiges Anwesen in den Bergen retten, welches sich als ein Mädcheninternat mit dem Namen Hügelblick entpuppt. Er findet in dem Internat Unterschlupf vor der Naturgewalt, doch leider trifft er dort auch auf etwas, was er hinter sich lassen wollte. Hans Berg hatte gehofft Verbrechen und Tod „zu den Akten zu legen“, wird jedoch auf eine andere Art mit seinem alten Beruf konfrontiert.


    Regisseur: Thomas Plum


    Sprecher: Tom Steinbrecher, Henrike Tönnes, Sara Wegner, Pia-Rhona Saxe, Ekkehardt Belle, Angelika Osusko, Saskia Haisch, Volkram Zschiesche


    Persönliche Meinung: Am 19.November veröffentlichte das Duo Thomas Plum und Kim Witzeleitner (Wolfy-Office) den ersten Teil von „Blaues Herz“. Es ist ihre dritte gemeinsame Produktion. Teil 1 bot mir eine gute Unterhaltung, geprägt von einem großartigen Ekkehardt Belle und schöner 70iger Jahre Musik. Groß war die Freude auf Teil 2. Wie würde diese Geschichte zu Ende gehen? Wer steckt hinter dem Mord? Welche Geheimnisse verbergen sich hinter den Mauern des Mädcheninternats.


    Und dann platzte die negative Bombe, Ekkehardt Belle verstarb noch im Jänner. Verständlicher Weise wurde die Abschlussfolge nach hinten verschoben. Am 25.März ist es jetzt soweit. Teil 2 erblickt das Licht dieser Welt. Die Bedeutung dieses Hörspiels ist für mich nun gewachsen. Einerseits erwarte ich mir natürlich Antworten auf die Fragen, die bis her aufgetaucht sind. Aber natürlich freue ich mich ein letztes Mal der einzigartigen Stimme von Ekki lauschen zu dürfen....


    Story: GUT – Das Hörspiel macht genau dort weiter wo es aufgehört hat. Berg muss einen Mordfall lösen. Doch die Mädchen machen es ihm nicht leicht. Es kommt vieles zu Tage mit denen weder Berg noch die echauffierte Internatsleiterin gerechnet hätte. Die behüteten Schülerinnen erweisen sich als nicht so brav wie es auf den ersten Blick erschien. Auch der ermordete Hausmeister hatte einiges auf dem Kerbholz. Und wie in jedem guten klassischen Krimi spielt auch der Gärtner eine nicht unwichtige Rolle.


    Ich muss zugeben, ich war mir lange Zeit nicht im Klaren in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Krimi, Mystery oder vielleicht sogar Horror. Thomas Plum ließ mich diesbezüglich lange im Dunklen. Bis fast zum Schluss erwartete ich mir hier noch eine überraschende Wendung. Und auch wenn sich diese bezüglich des Genres nicht einstellte so bot das Ende für mich wirklich einen Abschluss mit dem ich so niemals gerechnet hätte. War ich nach dem Hören vom ersten Teil nur bedingt zufrieden, lässt mich die gesamte Story nun doch begeistert zurück. Sie hatte ein durchaus interessantes Kammerspiel auf engem Raum und ein Katz-und-Maus-Spiel zu bieten, bei dem vieles nicht so schien wie es letztlich der Fall war.


    Sprecher: Sehr Gut – Bei der Sprecherwahl muss man Kim Witzeleitner gratulieren. Die eingesetzten Sprecherinnen und Sprecher machen eine gute Arbeit und schaffen es der jeweiligen Figur eine ganz eigene Persönlichkeit zu geben. Zudem sind die Stimmen noch schön unverbraucht und für meine Ohren noch eher unbekannt. Und dann wäre da noch Ekkehardt Belle. Den Namen Berg trägt er hier nicht zu Unrecht. Denn er ist in Sachen Vortrag ein wahrer „Riese“ und trägt das Hörspiel ohne sich dabei künstlich in den Vordergrund zu spielen. In Anbetracht der Tatsache, dass er nun nicht mehr da ist, bekam natürlich jeder Satz, jedes Wort und jede Betonung eine ganz besondere Bedeutung in meinen Ohren.


    Musik: Sehr Gut – Ich kann mich diesbezüglich nur wiederholen. Auch im zweiten Teil der Geschichte spiegelt das musikalische Hauptthema die damalige Zeit perfekt wieder. Es blitzen in mir viele Assoziationen zu den 70iger Jahren auf. Tom Steinbrecher komponiert hier nicht nur die passende Musik im Hörspiel sondern er schafft damit auch richtige Bilder in meinem Kopf.


    Technik/Ton Gut - Wie schon in meiner Rezension zu Teil 1 erwähnt, stammt das Sounddesign ebenfalls von Tom Steinbrecher. Tom versteht es bei Geräuschkulisse und Soundabmischung auf die Zeit Rücksicht zu nehmen in dem die Handlung spielt. Die Wählscheibe, das Pfeifen des Windes und eine Vielzahl weiterer Geräusche sorgen für eine ganz eigene Atmosphäre, die das Spiel der Protagonisten umschließt und so für eine ganz besondere Stimmung sorgt.


    Ausstattung: GUT – Ich durfte zuerst in ein digitales Rezensionsexemplar hören. Dieses bot ein leicht abgewandeltes Covermotiv von Teil 1 sowie das bereits im Internet kursierende Gruppenbild in schwarz gehalten mit Ekkehardt Belle in Farbe auf. Die CD-Version kam in stilechter grüner Verpackung mit Originalen Wolfy-Office Briefmarken an. Es lohnt sich also direkt beim Label zu bestellen. Das Booklet innerhalb der CD weist Inhaltsangabe, Sprechernamen und sonstige Infos aller Beteiligten auf. Klappt man das Booklet auf so findet man das besagte Gruppenbild wie ein kleines „Breitbildposter“. Als wunderschöne Erinnerung an Ekki empfand ich seine letzten Worte zur Produktion im Studio. Sie drücken genau jene Art des Humors aus den Ekkehardt Belle als Mensch ausgemacht zu haben scheint. Am Ende gibt es als Zusatz noch einen Song.


    Gesamt: Gut – Es war mir eine Freude die Produktion „BLAUES HERZ – Teil 2“ von Wolfy-Office zu hören. Die Geschichte fand eine interessante Wendung und ein überraschendes aber letztlich herrlich unaufgeregtes Ende. Ekkehardt Belle durfte ein letztes Mal die Register seines Könnens ziehen und sorgte mit seinen letzten Worten für Gänsehaut und einer Träne bei mir. Schön, dass es kommerzielle Labels gibt, die mir als Hörer nicht immer nur Endlosserien und Reihen präsentieren. Das blaue Herz war ein gelungener Hörspiel-Ausflug in die 70iger Jahre.


    Fazit: „BLAUES HERZ – Teil 2“ ist ein gelungener Abschluss des Zweiteilers, das mich gleichermaßen zufrieden und gerührt zurück lässt.


    Und der Hauptsprecher jenes Hörspiels, das meinen Avatar ziert. Ich bin ehrlich betroffen. Tolle Stimme, interessanter Charakter, jemand mit Ecken und Kanten. Tragisch und traurig, dass er nicht mehr unter uns weilt ;(

    Ich habe vor 3 Wochen folgende Top 25 abgesendet:


    Ghostbox Staffel 3

    IMPERATOR Staffel 2

    Memo

    Kühn hat zu tun

    Auris Staffel 3

    Sieben Siegel Staffel 2

    Kohlrabenschwarz Staffel 2

    Sebastian Fitzek Playlist

    VIDAN Staffel 2

    Das Nachtleben der Götter

    Die schwarze Serie 19 - Fünf Finger

    From Beyond

    Tonstudio Braun John Sinclair 108 Dr.Tods Rache

    113 WolfyApp

    Dreamland Grusel Folge 50 Meister der Angst

    Der schwarze Berg Staffel 1

    Diener der Bestie Staffel 1

    Giallo 2

    Kommissar Kluftinger Staffel 1

    Larry Brent 42 - Die Angst erwacht im Todesschloss

    Scoring Staffel 1

    Van Dusen 27 im schwarzen Tann

    Dorian Hunter 44 DER TEUFELSEID

    Dorian Hunter 45 LYKANTHROPUS

    John Sinclair Classics 42 - Das Hochhaus der Dämonen

    Mimi Rutherford Folge 53 - Also ich fand die die Folge Dank der Dialoge sehr unterhaltsam. Und ich muss betreffend Katharina Thalbach ehrlich sagen, dass sie mehr Lady Bedfort als Mimi ist. Aber sie hat einen Schalk in der Stimme und einen trockenen Humor, der mich des Öfteren schmunzeln hat Lassen. Woran aber auch der Autor Thorsten B. Schule hat. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Geschichte an der einen oder anderen Stelle gekürzt gewesen wäre. Manches fand ich dann etwas zu sehr ausgewalzt und erklärt. 15 Minuten weniger hätte das Hörspiel knackiger und noch kurzweiliger für mich gemacht. Trotzdem nette Folge und letztendlich ein guter Einstand für Katharina Thalbach. Die Mimi so wie sie für mich war, gehört wohl der Vergangenheit an. Mit Katharina Thalbach gibt es nun eine ganz andere Persönlichkeit, die aber für mich auch ihren Reiz hat. Zumindest wenn man sie so bissig und mit trockenem Humor zeichnet wie dies bei Thorsten der Fall war


    Italo-Western - Was soll ich sagen, mir hat es wirklich wirklich sehr gut gefallen. Wie schon bei der Giallo-Reihe, wo ich auch mit den Filmvorbildern wenig Berührungspunkte hatte, mir aber die Hörspiele sehr gut gefielen, ist es auch hier so. So richtig bin ich kein Italo-Westernfan. Kenne auch viel zu wenig. Aber das Hörspiel war richtig #cool# , hatte einen tollen Soundtrack, eine kurzweilige Rache-Geschichte mit einem coolen Helden und einem fiesen Bösewicht, bekannte Sprecher und im Grunde alle Zutaten, die für mich ein Hörspiel kurzweilig und unterhaltsam machen. Es scheint so als ob dies aber keine Reihe aus abgeschlossenen Folgen sondern eine Serie werden wird. Ich bin auf jeden Fall bei der nächsten Folge wieder an Bord. Für mich schon mal die erste positive schöne Hörspielüberraschung 2022


    Gruselstunde 13 - Das Grauen aus dem Dschungel: Ich war heute Früh im Forrest unterwegs. Meinen Urlaub werde ich wohl dort nicht verbringen. Nette Folge mit bekannten „Gesichtern“. Ob sie noch einmal auftauchen werden….


    SINCLAIR Staffel 1 & 2 (bis Folge 5)

    Sinclair als Reboot funktioniert ausgezeichnet. Es ist ein wenig wie Sinclair auf „erwachsen“. Eine Mischung aus Mystery, Horror und Thriller. Gefällt mir aktuell deutlich besser als die meisten Folgen der derzeitigen EDI 2000 Folgen.

    Sinclairfolgen 140 bis 150. Fast alle Folgen rund um den Shimadazyklus fand ich anstrengend und bestenfalls Durchschnitt. Zu viele japanische Namen, zu wenig Grusel. Die übrigen Folgen gefielen mir gut, insbesondere der Jubiläumsfolge 150. Letztere war sehr kurzweilig, trotz Spielfilmlänge, wobei sie letztlich auch kein absolutes Highlight für mich war.

    Das Hörspieljahr 2021 war wohl letztlich für mich eines der besten Hörspieljahre überhaupt! Da gab es wirklich einige Highlights mit denen ich zum Teil gar nie gerechnet hätte. Fairer Weise muss man aber auch schreiben, dass 2021 auch deshalb so großartig war, weil ich Kassettenkind bin und es für mich daher viel viel Schönes zu bieten hatte. Aber alles der Reihe nach.

    Meine persönlichen Hörspiel-Highlights:

    AUDIBLE hatte wieder am meisten Herausragendes :)

    Ivar León Mengers Ghostbox 3, eine tolle Serie, die 2021 einen Abschluss erhielt! Kai Meyers IMPERATOR Staffel 2, absolutes Hörhighlight für mich! MEMO war mal was ganz anderes! Mit KÜHN hatte ich Anlaufschwierigkeiten, doch danach war es ein Top 10 2021 für mich. Auch AURIS Staffel 3 war letztlich ein spannendes und sehr gutes Hörerlebnis! SIEBEN SIEGEL, wieder Kai Meyer, war erwartungsgemäß sehr gut. Zum Schluss lieferte AUDIBLE mit Kohlrabenschwarz Staffel 2 noch einen echten Blockbuster, der sogar Staffel 1 noch toppen konnte.

    Sebastian Fitzeks PLAYLIST, das Hörspiel gehört für mich auch zu den Tops 2021.

    EUROPA hat mit Gruselserie und VIDAN Fortsetzungen für Erwachsene geliefert, die mir gut aber nicht sehr gut gefielen. Dafür hatte EUROPA mit der PERRY RHODAN Nostalgiebox ein absolutes Schmankerl parat auf dass ich mich sehr gefreut habe.

    FOLGENREICH & INTERPLANAR veröffentlichten mit Das Nachtleben der Götter eine der originellsten und humorvollsten Produktionen, ich war begeistert.

    MARITIM & ALLEARS GmbH haben mir kurz vor Weihnacht noch ein riesengroßes Geschenk gemacht. Die Zeitmaschine 1-3 auf CD ist mehr als nur Weihnachten für mich. Nein, es ist wie Weihnachten, Ostern und Purzeltag auf einmal. Dass man Der Fluch des Tut-ENCH-Amun auch gleich mit auf CD veröffentlicht hat, ist die Kirsche auf dem Hörspielkuchen, wofür ich nur DANKE sagen kann!!! Mit Fünf Finger kam zudem innerhalb der Schwarzen Serie eine sehr gute Folge!

    IMAGA veröffentlichte mit „From Beyond“ ebenfalls eine für mich sehr gute Hörspielunterhaltung!

    LÜBBE hat mir mit der VÖ von TSB-Sinclair 108 eine unglaublich großen Freude bereitet. Auch wenn das Hörspiel selbst keine Offenbarung war, so bin ich ehrlich glücklich über die VÖ auf MC und CD! Ein Sammlerstück!!!

    Mit 113 WolfyApp von WOLFY-OFFICE gab es für mich eine der positiven Überraschungen des Jahres. Das Teil fand ich einfach sehr cool. Und zwar in jeder Hinsicht!

    Daneben habe ich natürlich in viele weitere Serien reingehört und weitergehört! Diese aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Dabei waren eine Vielzahl von guten Hörspielen dabei. Hier möchte ich aber nur die für mich sehr guten aufzählen.

    Weiters habe ich auch eine Vielzahl an Serien komplett am Stück gehört, was mir weiterhin großen Spaß macht, getreu dem Motto „ich höre meine Hörspielsammlung“! Dabei waren heuer:

    Dreamland Grusel 1-50,

    Wallander - Die Romanserie vom HÖRVERLAG

    MARK BRANDIS

    TECHNO GRUSELSERIE

    A NIGHTMARE ON ELM STREET

    PERRY RHODAN von EUROPA 1-12


    Daumen hoch für 2021 :thumbup:

    Gruselkabinett 174 Der Bluthund war ganz unterhaltend und sehr atmosphärisch, jedoch sicher kein Knaller. Teilweise war es wie ein Kammerspiel, weil es von nur zwei Sprechern getragen wurde. Manchmal übertreiben sie es mit der „Erregung“ und der „Begeisterung“ für meinen Geschmack. Wenn man sich aber darauf einlässt und in die Geschichte eintaucht, dann ist es durchaus unheimlich und schaurig. Was für ein Ende :/ Ich werde mit Folge 175 fort


    Gruselkabinett 175 Der Student war eine durchaus gelungene Hörspielunterhaltung in Spielfilmlänge. Es war aber mehr ein Drama als ein Gruselhörspiel. Es war mehr traurig und ich habe mit dem Helden mitgelitten. Diese Art von Geschichten hat man schon sehr häufig in diversen Variationen erlebt. Ab und an ganz nett, aber jetzt würde ich mich wieder über eine schöne Gruselgeschichte freuen.


    Midnight Tales 50 - 53 Jetzt habe ich mir den Vierteiler „Das Grauen von Dunwich“ 50 bis 53 angehört. Man schafft es ausgesprochen gut die typische Lovecraft Atmosphäre zu schaffen. Die Erzählweise ist etwas schwerfällig, aber so wie man es bei den meisten Lovecraft-Geschichten gewöhnt ist. Mir hat es gut gefallen. Trotzdem hatte ich manchmal Schwierigkeiten den Orten und erzählenden Personen zu folgen. War manchmal ein wenig ein Blindflug für mich. Aber es war Mystery und Grusel mit den bekannten Zutaten. Schöner Vierteiler


    Midnight Tales 55 Das ist eine jeder Hörspiele, die mir beim „live hören“, also beim ersten Mal hören, großen Spaß machen. Die Geschichte ist herrlich kurz und knackig, furchtbar böse und auch sehr bewegend wenn man sich in die Situation des Hauptprotagonisten hinein versetzt. Von daher tolle Geschichte! Aber ich werde hier wohl nicht sehr rasch wieder reinhören, weil die Geschichte mit dem Wissen was passiert für mich überhaupt nicht mehr reizvoll ist.

    Die schwarze Serie Folge 19 „Fünf Finger“ Ich habe heute früh auch die neueste Folge, Folge 19 gehört. Uiii, die war eine Ansammlung großartiger Dialoge und humorvoller Gespräche. Die Thematik erinnerte mich an das eiskalte Händchen von der Addams Family

    ;D Sebastian Weber ist mein Lieblingshörspielautor und er hat hier wieder seine genialen Finger im Spiel. Die Geschichte selbst ist ziemlich kurios und lebt von den Dialogen, die einfach unterhalten. Der eigentliche Gruselfaktor ist nicht hoch, wird aber am Ende rasant in die Höhe gezogen. Da bekam ich Gänsehaut. Toll gemacht. Schmunzeln musste ich auch als irgendwann mal der Satz „erscheint ohnehin nur als Download“ oder so ähnlich mitten in einer hektischen Szene gesagt wurde. Da musste ich an Dörings „Nein, nicht schon wieder ein Cliffhanger“ denken. Hier macht sich Pobot wahrscheinlich ein wenig drüber lustig dass sich der eine oder andere darüber mokiert dass manche MARITIM-Serien nicht auf CD erscheinen. Ein wunderbares Sammelsurium an Pointen und geschliffenen Dialogen. Alle, die AMADEUS mochten, werden hier ihre Freude haben.

    So macht mir die Serie Spaß. Ich hoffe Sebastian Weber darf weiter hier seine „Fünf Finger“ im Spiel haben :)

    Bei mir stand Folgendes auf dem Programm:


    Kommissar Kluftiger 1 - Milchgeld (AUDIBLE)

    Es war eine gute und unterhaltsame Staffel. Sie hatte Längen, aber auch sehr humorvolle und lustige Passagen, war sehr bodenständig und erzeugte eine Reihe von witzigen Bilder in meinem Kopf. Bei einer zweiten Staffel bin ich auf jeden Fall wieder mit von der Partie. Irgendwie muss ich jetzt in den nächsten Tagen auch ein paar Käsespätzle essen :D Und Milch trinken :)


    Sieben Siegel von Kai Meyer (AUDIBLE)

    Wieder eine tolle Produktion, die deutlich zügiger und flotter als Staffel 1 daher kommt. Das Ende lässt auf eine weitere Staffel hoffen. Aber wie mir Kai Meyer geschrieben hat, hängt dies von den Verkäufen bei AUDIBLE ab. Also mal abwarten und hoffen.
    Diesmal war ich beim hören etwas unkonzentriert. Dies in Verbindung mit dem „nicht-mehr-alles-von-Staffel-1-Wissen“ schreit nach einem baldigen Kompletthören bei mir :)

    Blaues Herz – Teil 1



    Inhalt: Hans Berg (Ekkehardt Belle), ein pensionierter Kommissar, wird auf der Fahrt zu seiner Ehefrau von einer Lawine überrascht. Er kann sich in ein riesiges Anwesen in den Bergen retten, welches sich als Mädcheninternat mit dem Namen Waldblick entpuppt. Der pensionierte Kommissar findet in dem Internat Unterschlupf vor der Naturgewalt, doch leider trifft er dort auch auf etwas, was er hinter sich lassen wollte. Hans Berg hatte gehofft Verbrechen und Tod „zu den Akten zu legen“, wird jedoch auf eine andere Art mit seinem alten Beruf konfrontiert.


    Persönliche Meinung: Das Duo Thomas Plum und Kim Witzeleitner (Wolfy-Office) veröffentlicht nach dem „Video-Integrator“ und „113 (Nachrichten)“ mit „Blaues Herz“ am 19.11. ihr bereits drittes gemeinsames Hörspiel. Wolfy-Office hat sich in den letzten Jahren mit einer Vielzahl an Produktionen unter Hörspielfans einen Namen gemacht. Ich selbst wurde erstmals durch die Hörspiel-DVD „Blood Red Sandman“ auf das Label aufmerksam. Während ich den Video-Integrator als ambitioniertes Projekt erleben durfte , dasmeinen Geschmack nicht in allen Punkten genau treffen konnte, empfand ich „113 (Nachrichten)“ als ein in jeder Hinsicht unterhaltsames und originelles Hörspiel. Ich war nun mehr als gespannt darauf in welche Richtung Thomas Plums nächster Wolfy-Office Streich gehen würde. Würde es mir nun blau, kalt oder warm ums Hörspielherz werden? Lest selbst....


    Story: Befriedigend – Ein einsames in den Wäldern liegendes Mädcheninternat, ein alter Kommissar, ein Schneesturm, der ein Fortkommen unmöglich macht, ein Telefon, das nicht mehr funktioniert, ein fürchterliches Verbrechen und eine Handvoll v Tatverdächtiger sind die Zutaten für dieses von Thomas Plum ausgedachte Kriminalstück. Diese Eckdaten lesen sich für mich als Fan von Agatha Christies Büchern wie „Ten little Indians“ großartig. Leider trübt die zu lange Laufzeit mein Hörvergnügen. Die Story braucht doch einiges an Zeit um in Gang zu kommen. Hier wäre möglicherweise weniger Hintergrundinformation rund um den Kommissar durchaus hilfreich gewesen alles lebendiger erleben zu dürfen. Der Anfang hört sich mehr nach einem „Ein-Mann-Stück“ an. Trotzdem macht dieser zweite immer wieder angedeutete Handlungsstrang abseits des Kriminalfalles rund um des Kommissars auf Kur befindlicher Frau Ulrike neugierig. Geht Ulrike fremd oder braucht sie einfach Abstand von ihrem Mann? Bei der Wahl der Namen erweist sich Thomas Plum als ausgesprochen erfinderisch diesen einen „guten“ Klang zu geben. Die Nachnamen Berg, Sturm oder Garmisch passen wunderbar in eine Schneelandschaft und erzeugen in mir ein schönes Bild. Auch eine Schülerin mit Namen „Safaia“ lassen Erinnerungen an Angel Heart und seinem „Louis Cyphre“ wach werden und kurbeln mein Phantasiekino im Kopf ordentlich an. Ob es damit etwas auf sich hat? Im Laufe der Handlung wird eine Reihe von Fragen aufgeworfen, die am Ende darin gipfelt ob derjenige, der als Tatverdächtige präsentiert wird, tatsächlich auch der Bösewicht ist. Ohne hier zu viel spoilern zu wollen, so wird man darüber wohl endgültig erst mit Ende des zweiten Teiles Bescheid wissen. Denn es endet, wie sollte es bei einem Zweiteiler auch anders sein, mit einem Cliffhanger.


    Sprecher: Gut – Bei der Sprecherwahl bewiesen die Macher eine sehr gute Hand. Mit der unglaublich einprägsamen Stimme von Ekkehardt Belle verfügt man über einen Sprecher, der auch über einen längeren Zeitraum den Hörer und die Hörerin gekonnt durch ein Hörspiel führen kann. Trotz der für meinen Geschmack in manchen Passagen zu langen Erzählpassagen wird einem durch Belles Vortrag niemals langweilig. Volkram Zschiesche als Michael Sturm macht seine Sache ordentlich, wirkt mir manchmal etwas zu steril und zu wenig lebendig.

    Die Sprecherinnen Sara Wegner, Angelika Osusko, Saskia Haisch und Henrike Tönnes passen sich gut dem Ambiente eines Mädcheninternats an. Egal ob „Zickenterror“ oder „strenge Direktorin“ die Sprecherinnen haben alles wunderbar drauf.


    Musik: Sehr Gut – Das Hauptthema des Hörspiels, das immer mal wieder eingespielt wird, hat durchaus Ohrwurmcharakter. Zudem spiegelt es perfekt die damalige Zeit wieder. Man wähnt sich sofort in den 70iger Jahren. Hier hat Tom Steinbrecher wieder sein Genie aufblitzen lassen und die passende Musik zum passenden Hörspiel komponiert.


    Technik/Ton: Gut – Das Sounddesign stammt ebenfalls von Tom Steinbrecher. Steinbrecher hat sich diesbezüglich in der Hörspielbranche einen Namen gemacht und wird von einer Vielzahl von Labels und Verlagen sehr gerne gebucht. Egal ob Schneelawine, Wind der vor dem Internat pfeift oder das alte Wählscheibentelefon, Tom trifft immer den richtigen Ton. Erinnert sich Hans Berg zurück so wird dies mit Hall unterlegt. Passiert das Verbrechen so schafft man es mit dem Sounddesign dieser Szene einen kurzen sehr unheimlichen und gruseligen „Touch“ zu geben. Wenn ich mir persönlich noch etwas wünschen würde, dann wäre es etwas mehr „Dampf“ auf den Boxen und den einen oder anderen Stereoeffekt auf der Anlage.


    Ausstattung: vorerst Gut – Mir liegt das Rezensionsexemplar vor. Das Coverbild weiß zu gefallen. Das bläulich gehaltene Bild zeigt einerseits auf schöne Art und Weise das Mädcheninternat, andererseits passt es auch perfekt zum Titel und bringt die Kälte der Umgebung ins Hörspielzimmer. Der beigelegte EARL GREY samt Mini-Coverbild am Teebeutel lässt mein Sammlerherz genau so höher schlagen wie es die Wolfy-Office Briefmarken auf dem Kuvert mit dem Pressekit schneller klopfen ließ. In wie weit es diese Beigaben auch für die CD Ausgaben geben wird, wie das Booklet aussehen wird und ob die CD dann ähnlich bedruckt sein wird wie mein Rezensionsexemplar weiß ich nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich aber mitteilen dass mir diese Ausstattung schon gut gefällt. In Verbindung mit den von Wolfy-Office bekannt gegebenen Informationen in Foren und Instagram kann man weiter festhalten, dass man sich hier von Seiten der Macher richtig toll ins Zeug geworfen hat. So macht es mir persönlich Spaß CDs zu kaufen und zu sammeln, da sie für mich einen Mehrwert gegenüber Download und Streaming aufweisen.


    Gesamt: Gut – Die Produktion „BLAUES HERZ – Teil 1“ von Wolfy-Office hat mir insgesamt gut gefallen. Die Geschichte überzeugt mit einem klassischen Krimiplot auf Grund diverser Längen nur bedingt. Dafür lassen Sprecher, Ton, Sounddesign und voraussichtlich die Ausstattung nur wenig Wünsche offen. Die Krönung stellt für mich das gelungene Musikthema dar, das ab und an im Laufe der Geschichte in Variationen eingespielt wird und mich wie eine Zeitmaschine in die Siebziger Jahre zurück versetzen kann.


    Fazit: „BLAUES HERZ – Teil 1“ erweist sich als durchaus gelungene Hörspiel-Produktion, bei der man nur auf Grund von Längen im Plot Abstriche machen muss. Sie macht Lust auf Teil 2 des Krimivergnügens.