Beiträge von mr.vince

    Naja, es kommen ja bis 107 noch etliche Folgen. Da wäre schon Potenzial vorhanden, es richtig zu machen.


    Zur Frage weiter oben, ob man sowas braucht: Ja, man braucht eine zensurfreie Medienwelt. Wenn wie hier schon vorauseilende Selbstzensur greift, finde ich das bedenklich. Ist aber letztlich eine Geschmacksfrage. Man kann auch Bücher zensieren lassen (oder, Achtung Polemik, gleich verbrennen), aber irgendwo fängts an. Ich habe mit dem Thema ein wenig Erfahrung auch auch von gegen die Bundesrepublik im Strafverfahren nach §131 StGB (Gewaltdarstellung) gewonnen. Von daher bin ich sicher nicht der Durchschnittsbürger und mir ist sowas eben wichtig.

    Das unterschreibe ich genau so. Flesch ist auch bei Atomgespenster großartig oder als Verkäufer des Autoradios bei Dämonenbrut. Aber es stimmt schon... Der Dämon mit den Totenaugen ist eines der besten Scripte von Welbat, Brügger und von Boxberg.

    Ist ein Temperatur geregelter Raum mit reduziertem Sauerstoff überhaupt notwendig? Noch nicht mal Heikedine Körting lagert die alten Bänder so. Meines Wissens sind die auf dem Dachboden des Herrenhauses Hasselburg ohne technische Raffinessen. Das reicht aus. Alles andere muss man bezahlen.

    Das stimmt... da ich beruflich mit Film zu tun habe (und u.a. bishweilen Negative erst aufwändig suche und dann restauriere (bzw. lasse), ist das von Dir beschriebene für mich natürlich ein Graus. ;) Denn auf dem Dachboden hast Du im Sommer 50 Grad, im Winter nahe Null oder ähnlich. Das ist richtig Mist, weil das Material jedes Jahr einmal warm -> kalt und retour wechseln muss. Kontrollierter Keller mit niedriger Luftfeuchte ist bei einem Privatarchiv das Beste.


    Und ja, klar, sowas kostet Geld: http://www.arvato-entertainmen…ervices/archivierung.html


    ...heute ist natürlich eine digitale Archivierung unter Berücksichtigung des Budgets das Beste. Alte Analogbänder ordentlich in z.B. 24/96 überspielen und dann kann das analoge Original im schlimmsten Fall verroten. Sofern man ordentlich digital, sprich dezentral, archiviert. Aber da kommen wir jetzt in eine längere Diskussion, in der es nicht mehr um das Threadthema geht.


    -> Die TSBs sind gut gemacht, und Deine Hörprobe kannst Du uns ja dann in Auszügen zum Vergleich geben. Vermute, dass es ja sowieso auch bei Bastei Lübbe eine Hörprobe geben wird.

    Jaja, Metallschränke sind schön und gut. Aber eigentlich wird sowas in einem kontrollierten Raum gelagert... reduzierter Sauerstoff, temperaturgeregelt, relativ trocken... Damit die Sachen nicht altern.


    Dass die Aufnahmen damals nicht stark komprimiert wurden, hab ich so gefühlt in Erinnerung. Aber man kann die ja durchaus heute beim Mastering laut gemacht haben. Das müsste ich mal messen... ändert aber nix dran, dass die CDs nun "schön" knackig laut sind.

    Ich weiß gerade nicht mehr die Zoll-Größe des Tonbands. [...] Ich hatte das Band einem Fachmann gegeben, der es in seinem Tonstudio digitalisierte.

    Wenn's ne 24 Spur war, dann sicher 2", ansonsten eher 1/4" - das wäre für eine Stereosumme in guter Qualität ausreichend. 2" ist aber auch schon mächtig groß und schwer (und teuer bei der Laufzeit), daher tippe ich mal stark auf 1/4".


    Ist aber auch wurscht, denn bei der Digitalisierung kannst Du so viel falsch machen, dass es schwer wird, am Ende was zu vergleichen. Schon allein die Lagerung der TSB-Tapes bis heute kann ja gut oder schlecht gewesen sein. Warm/kalt-Wechsel, Luftfeuchtigkeit... das wirkt sich dann auf den Durchkopiereffekt (Vor- und Nachechos) und Gleichlaufschwankung (durch Banddehnung bzw. -schrumpfung) aus.


    Was man aber jetzt schon sagen kann: Für mein Empfinden wurden die TSB-Tapes durchaus ordentlich remastert. Rauschen weg, aber keine Artefakte dieser Bearbeitung, wie Zischen oder Aliasing. Das ist sehr erfreulich. Weniger erfreulich - sofern sich das bewahrheitet - ist der Pegel. Das klingt für meine Ohren leider stark komprimiert; auf dem iPod letzte Nacht war selbst hanz leise noch sehr laut. Ich muss das mal messen... Ist aber eher ein allgemeiner Trend und leider eben die Mastering-Voreinstellung, wenn auch digital, sprich: für Download, verkauft wird. Dann muss es "laut" sein, damit der Kunde in Bus und Bahn auch was hört...


    Und ja: Auch ich würde mich freuen, wenn die günstiger zu haben wären, aber ich bin pragmatisch: Wenn sie jetzt ihren Schnitt machen, dann sind die Chancen hoch, dass man das bis zum Ende durchzieht.

    So habe ich z.B. das Gefühl, dass die digitalisierte MC-Aufnahme etwas höhenlastiger ist.

    Das liegt - vermutlich - an Dolby B. Das ist bekanntlich ein Compander-System, das bei der Aufnahme die Höhen anhebt und bei der Wiedergabe absenkt (und damit das Rauschen). Wenn man nun Cassetten ohne Dolby abspielt (was wir als Kinder - in ermangelung eines Geräts mit - sicher alle gemacht haben), dann klingt das "luftiger" obenrum.


    Insgesamt kann man Bänder zwar gut remastern, aber nur, wenn die Aufnahme schon einen hohen Standard hatte (und man nur in Sachen wie das Bandrauschen eingreifen muss). Spezielle, breitbandige oder mit dem Nutzsignal sich generell überlagernde Störungen bekommt man nur sehr schwer - also teuer und aufwändig - raus. Das will keiner bezahlen.