Beiträge von Watchman

    Ich habe es auch nicht bereut, mir "Folge 18: Krypta - Tödliches Geheimnis" angehört zu haben, denn ich fühlte mich direkt in die Story hineingezogen. Und mit ca. 63 Minuten hat das Hörspiel genau die richtige Länge. An der Besetzung, der Soundkulisse und der Musik gibt es in meinen Augen wirklich nichts zu mäkeln - Arianne Borbach und Mark Bremer fand ich in ihren Rollen wirklich sehr gut. Der Plot selbst war kurzweilig, gut aufgezogen und konnte mit einigen interessante Ideen aufwarten.


    Auf die Post-Cedits-Szene hätte ich allerdings gut verzichten können. Und auch auf den Abschlusssong, was aber nicht zuletzt daran liegt, dass ich davon einfach kein Fan bin. Ist also keine richtige Kritik, sondern fällt eher unter "Geschmackssache".


    Bei der Serie bleibe ich gerne am Ball.

    Dass man Christian Brückner als Erzähler gewinnen konnte, ist auf jeden Fall eine tolle Nachricht.


    Was die Serie selbst angeht, so sollte man erst einmal abwarten, was da wirklich auf uns zukommt. Wäre "Gab es schon mal oder so ähnlich" ein Ausschlusskriterium, hätte es gefühlte 80 bis 90 Prozent der in den letzten 10 Jahren gestarteten Serien überhaupt nicht geben dürfen. Das wäre aber sehr schade gewesen, denn eine ganze Reihe von ihnen waren und sind richtig gut.


    Darum bleibe ich erst einmal positiv gegenüber dieser kommenden Serie gestimmt. Kritisieren (soweit Anlass dazu besteht) kann man sie ja immer noch, nachdem die ersten Folgen vorliegen.

    Das heißt?


    Überhaupt nichts, denn die Universal Music Group ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen von Vivendi. Warum sollte UMG irgendwo gelistet sein?


    Vivendi ist übrigens in Paris an der Börse notiert, der Schlusskurs der Aktie lag am Freitag bei € 22,01. Wer den Konzern aufkaufen möchte, um dadurch Einfluss auf Universal und das Label Folgenreich zu bekommen, muss jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen: Der Wert des Konzerns liegt bei knapp 30 Mrd. Euro. :D

    Nochmal, und das ist nicht wirklich schwer zu verstehen...oder doch?


    Nein, ist es nun wirklich nicht. Abgesehen von "Mark Brandis" und "Raumkadett" sind alle anderen Serien beendet, befinden sich in der "Staffelpause" (wobei man nie weiß, ob die Auszeit überhaupt jemals endet) oder haben das Label verlassen. "Jack Slaughter" wird als Ebook fortgeführt, aber das spielt ja keine Rolle, da es um Hörspiele geht.


    "Mark Brandis" ist demnächst Geschichte und die erste Staffel von "Raumkadett" steht kurz vor dem Abschluss. Ob das Prequel fortgeführt wird, weiß ich nicht. Sollte dem nicht so sein, stände Folgenreich wahrscheinlich ab im Juli, wenn Mark Brandis 32 erschienen ist, ohne laufende Serie da. So einfach ist das.

    Ist nur die Frage, ob sich jeder die Mühe machen wird, diese direkt beim Verlag zu ordern.

    Es wird sicherlich nicht wenige geben, die die CDs im Handel nicht mehr sehen und denken sich dann "Tja, eingestellt!"


    Darin sehe ich auch das größte Problem. Die Serie gibt es schon eine Weile und die Kunschaft ist an die bisherigen Vertriebswege gewöhnt. Ich mag mich irren, aber mein Eindruck ist, dass Zaubermond kein ausreichendes Gewicht im Markt hat, als dass man die Käufer in Scharen dazu bewegen könnte, sich nun umzustellen. Dafür ist DH als Serie vielen Hörern dann wohl auch nicht wichtig genug.


    Was mir in den Sinn kam: Hätte sich das Modell eines exklusiven externen Online-Händlers für die CDs nicht auch angeboten? Ob solch ein Händler dem Label im Ausgleich für diese "Exklusivität" bessere Konditionen als vorher gemacht hätte, kann ich natürlich nicht einschätzen, da ich nicht weiß, wie das in der Hörspielbranche so läuft.

    Ich habe mir GK2 Anfang der Woche als Download gekauft und inzwischen in Ruhe angehört. Aus meiner Sicht hat die Produktion definitiv gehalten hat, was ich mir im Vorfeld vorgestellt hatte. Ich hatte mich auf 60 Minuten kurzweilige Hörspielunterhaltung mit Gruselfaktor eingestellt - und genau die habe ich auch bekommen.


    Die Geschichte wurde flott und gradlinig erzählt, hatte Tempo, Witz, einige wirklich schaurige Momente und gut gemachte Action zu bieten. Und das Finale war der Hammer! Ein Showdown, der sich gewaschen hat und vor allem auch so rübergebracht wurde! Klasse! Alle Sprecherinnen und Sprecher machen ihre Sache wirklich gut; und die Umsetzung der Story (Soundeffekte, Soundtrack, Regie und die Abmischung) ist insgesamt sehr hochwertig. So muss in meinen Ohren ein zeitgemäßes Hörspiel klingen.


    Gewisse Aspekte von GK2 sind manchen Hörern ausgiebige Debatten wert. Ich hingegen will auf diese Punkte gar nicht eingehen, womit deutlich sein dürfte, wie ich zu ihnen stehe.


    Für mich hat es sich gelohnt, GK2 gekauft zu haben. Wenn GK3 kommt, schlage ich wieder zu.

    Auch ich fände es sehr positiv, wenn sich Folgenreich zu diesem Thema einmal äußern würde. Sei es hier im Forum, auf der eigenen Website oder bei Facebook. So langsam stellt sich nämlich wirklich der Eindruck ein, das Label verfolge ich Sachen Hörspiele oder sogar insgesamt eine Exit-Strategie.


    Sollte dem so sein, fände ich das zwar schade, doch Gewissheit ist immer noch besser als (vielleicht) monatelanges Rätselraten.

    Vielleicht kann man Universal/Folgenreich das Ding ja als den eigentlichen Ersatz für "Mark Brandis" verkaufen. Es gibt jetzt zwar "MB: Raumkadett", aber ich sehe das Potential des Prequels eher als endlich an. 6 oder 12 Folgen kann vielleicht machen, aber dann wird es eng. Mark Brandis kann ja nicht ewig Kadett bleiben.


    Ansonsten weiß ich zu wenig über die Situation in der Branche, um einschätzen zu können, wer potentiell als vertreibendes Label in Frage kommen könnte.

    Was diese Charts angeht, so kann ich dazu nicht viel sagen, denn die Aussagekraft ist in meinen Augen eher begrenzt. Es bestellen mehr Leute "Zeitspule 1 + 2" vor als Kunden "Raumkadett" kaufen? Sieht auf den ersten Blick seltsam aus, doch da sicher alle vorbestellten "Raumkadett" CDs bereits ausgeliefert wurden, kann das schon angehen. Dass die MB-Serien ganz oben in dieser Liste stehen, ist schön - wenngleich inzwischen Fitzek schon wieder die Führung übernommen hat.


    Relevanter für dieses Thema hier dürfte wohl sein, dass demnächst tatsächlich eine neue Hörspiel-Space Opera kommen soll. Interplanar adaptiert für Grennlight Press deren Romanserie Heliosphere 2265 als Hörspielserie! Im Hoerspieltalk wird hier darüber gesprochen und ich habe bei mir im Blog das Thema auch mal aufgegriffen, damit auch jene davon Wind bekommen, die ansonsten keine Hörspielfans sind.


    Es kommt nun also Bewegung in die Angelegenheit "SF-Hörspiele". Ich bin gespannt, was die Serie so bringen wird.

    "Mark Brandis" war 2006 sicherlich keine Marke mit hohem Marktwert - da gebe ich Dir recht. Interplanar ist damals volles finanzielles Risiko gegangen und wurde dafür belohnt. So viel Mut ist sehr lobenswert und verdient Anerkennung, doch man kann ihn aber nicht von jedem Hörspielproduzenten erwarten. Dass es erfreulich wäre, wenn ihn auch andere Studios und Label aufbrächten, steht außer Frage.


    Was Deine Vorschläge angeht, so kenne ich nur einen Teil davon, weil ich kein großer Leser von Romanen bin. Adaptionen sind schön und gut, doch mich persönlich würde es am meisten freuen, wenn man das Thema "SF-Hörspiele" nicht nur abseits großer Marken denken würde, sondern grundsätzlich abseits von Vorlagen. Aber (und da komme ich auf eine frühere These von mir zurück) dürfte es mit der Vermarktung sehr schwierig werden.


    Andererseits: Ohne Mut tritt die ganze Branche zuerst auf der Stelle und kommt dann komplett zum Erliegen. Das können wir Hörspielfans auf keinen Fall wollen.

    Und weswegen ist jetzt mit Raumkadett die zweite Brandis-Serie gestartet ... weil die erste kein Erfolg


    Das Risiko wird aber dadurch reduziert, dass "Raumkadett" ein Prequel zur bestehenden Mark Brandis-Serie ist und man sicherlich darauf setzt, dass die bestehenden Fans (und zusätzlich neue Hörer) die Serie kaufen. Eine komplett neue Serie zu bringen, die nicht auf einem bestehenden Franchise aufbaut oder dieses fürs Hörspiel adaptiert, wäre sicherlich ein deutlich größeres Risiko gewesen.


    Ich sage damit nur, dass das Axiom "mit SF hat man keinen Erfolg im Hörspiel, wenn es nicht Star Wars ist" doch mal hinterfragt werden könnte.


    Das sollte man sicherlich mal tun. Die Frage ist nur, zu welchen Schlüssen man kommt, wenn man darüber nachdenkt, was man an SF-Material bringen könnte, das am Markt bestehen kann, ohne sich an eine starke Marke anzulehnen.

    Ich verstehe nicht ganz, warum die Rede davon ist, die bisherige Mark Brandis-Serie würde unter Mark Brandis - Raumkadett zu "leiden". Dass man nicht alle Romane von Nikolai v. Michalewski vertonen würde, hat Interplanar doch schopn vor einiger ganzen Weile verkündet. Daher war klar, dass MB irgendwann in 2015 enden würde, es sei denn man hätte die Serie mit eigenen Stories fortgesetzt.


    Es wurde ja auch nichts verschoben, sondern die für April vorgesehene Folge "Spiegelplanet" fallen gelassen, weil der Autor mit seinem Skript nicht mehr zufrieden war. Das ist für mich nachvollziehbar. Stattdessen kommt im Juli "Zeitspule" als Doppelfolge.


    Natürlich hätte man zunächst die eine Serie beenden können, ehe man die neue startet. Doch nun gibt es voerst zwei MB-Serien parallel. Das ist doch nicht verkehrt.

    Wenn man etwas rechtfertigen will, findet man immer einen Weg dafür. Irgendwann wird jemand auch mal gar kein Cover machen und sagen: "Alle Serien haben Cover und wir wollten darum mal etwas anderes machen!" :D

    Ich denke auch, dass es deshalb im Bereich der freien Hörspiele so viel Science-Fiction gab und gibt, weil im kommerziellen Bereich in dieser Hinsicht nicht viel geboten wurde und wird.


    Was Rick Future angeht: Zur Serie soll ja ein Prequel produziert werden, dass als kommerzielles Hörspiel vertrieben werden soll. Dann wird man ja sehen, wie vielen Fans RF wirklich Geld wert ist. Die eigentliche Serie wird kostenfrei bleiben. Die Macher wollen es so und in der Tat würden die Fans einen solchen Wechsel in den Profit-Bereich auch nicht mitmachen. Außerdem wäre es ja eine Dummheit, sich eine über Jahre aufgebaute Fanbase möglicherweise zu zerstören, nur weil man den Versuch wagt, mit der Serie ein paar Gewinne (wenn man sie überhaupt macht) zu erwirtschaften.


    Was Filme oder TV-Serien angeht, ist SF sicherlich teurer in der Produktion als ein durchschnittlicher Krimi. Bei SF-Hörspielen dürfte das wohl kaum der Fall sein, weil man keine teuren Kulissen und aufwändige (kostspielige) Effekte braucht. Natürlich kann man Asimov oder Dick adaptieren, doch wer würde das kaufen? Asimov zu kennen, Asimov tatsächlich gelesen zu haben und Asimov-Hörspiele zu kaufen sind ganz unterschiedliche paar Schuhe. Das allgemeine Hörspielpublikum (und das braucht man, damit sich die Sache rechnet) wird man mit diesen Stoffen (und man könnte auch noch Bradbury nennen), nicht erreichen.


    Das klappt wohl nur, wenn man sich an eine bestehende "starke Marke", die auch an anderen Fronten (TV, Kino usw.) massiv beackert wird, anhängt. Davon hat die SF derzeit nicht viel zu bieten. Superhelden gehen derzeit stark (Batman-Hörspiele gibt es ja nicht ohne Grund). Doch Hard-SF oder Space Operas? Mir fiele da nur Star Trek ein, doch auch diese Marke gewinnt erst wieder langsam an Wert, nachdem sie nach 2005 quasi ruiniert war.


    So sehr ich mir mehr SF-Hörspiele wünsche, so sehr kann ich verstehen, wenn sie die Produzenten nicht machen wollen. Was sich noch verkauft, kann man jeden Monat an den Charts ablesen. Und das ist nicht SF.