Beiträge von Pogopuschel

    Ich bin ja bei solch langfristig geplanten Serien mit fortlaufender Handlung (nach "Gabriel Burns", "Die schwarze Sonne" und Co.) inzwischen skeptisch und warte mit dem Kauf der ersten Folge lieber, bis die Serie auch abgeschlossen ist. Habe mir "Foster" für 2024 notiert. :D

    Folge 2 hat mir auch gut gefallen, die macht vor allem neugierig auf die kommenden Episoden. Ich mag solche historisch-literarischen Mash-Ups (wie in "Penny Dreadful" oder "League of Extraordinary Gentlemen"). Mir gefällt es vor allem wegen der Abenteuergeschichte, aber auch Produktion, Sprecher, Erzähler, Musik und Effekte sind top. Finde es erfrischend, dass mit Sascha Draeger mal keiner der üblichen allseits präsenten Synchronsprecher als Hauptfigur besetzt wurde, auch wenn dank TKKG den Meisten bekannt sein dürfte (mir begegnet seine Stimme in Film und Serie zumindest selten).

    Kleiner Nachtrag: Habe gestern noch Teil 1 "Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg" gehört. Hat mir gut gefallen, schön altmodisch, ohne altbacken zu sein. Eine Serie, die ich vorerst weiter hören werde. Ich steh total auf solche Abenteuergeschichten. Wenn die nächsten Folgen die Qualität halten, habe ich im Jahr 2015 doch noch eine gute neue Hörspielserie entdeckt, auch wenn sie mich jetzt nicht total vom Hocker gerissen hat. ;)


    P.S. Ich kaufe mir Hörspiele inzwischen ausschließlich als Download. Per Stream höre ich nix.

    2015 habe ich erstaunlich wenig neue Hörspiele gehört, wobei es gut sein kann, dass ich einige aus der ersten Jahreshälfte schon wieder vergessen habe. Bei meinen Stammserien ist weiterhin oder wieder tote Hose. Von Point Whitmark ist nur eine Folge erschienen, und die war eine echte Gurke. Okay, bei Gabriel Burns bin ich nach dem langen Rechtsstreit noch gar nicht wieder eingestiegen, da ich erst einmal abwarten wollte, wie es weiterläuft. Von Abseits der Wege träume ich erst gar nicht mehr.


    Bei Die letzten Helden bin ich schon nach Folge 6 aufgrund der doch sehr eigenwilligen und merkwürdigen angekündigten Veröffentlichungspolitik ausgestiegen. Scheint aufgrund der jüngsten Aboentwicklung (fast nur noch Exklusivmaterial für Abonnenten und weiterhin ein unmögliches Gehabe), eine weise Entscheidung gewesen zu sein.


    Hier und da habe ich mal was angetestet und einige interessante Einzelhörspiele gehört, aber das waren fast alles Sachen, die schon vor 2015 erschienen sind (die Lovecraft-Hörspiele in der Gruselkabinett-Reihe von Titania und einzelne Folgen von Mindnapping).


    Aktuell leide ich ein wenig unter Hörspielmüdigkeit, da mir eine Serie fehlt, die meinen Geschmack so richtig trifft, wie es einst z. B. Drizzt, Die Schwarze Sonne oder Star Wars - Erben des Imperiums vermochten. Abgeschlossene Einzelhörspiele und Anthologiereihen sind ja ganz nett, aber mir fehlt eine gute SF, Horror oder Fantasyserie mit fortlaufender Handlung (Dragonbound konnte mich aufgrund der doch recht albernen Skripte nur mäßig begeistern). Mark Brandis und Heliosphere sind mir zu altbacken, Takimo zu teuer.


    Die zweite Staffel von The Cruise habe ich noch nicht gehört (ist demnächst dran), die erste hatte mir sehr gut gefallen. Bei End of Time hat mir die zweite Folge gar nicht gefallen, deshalb zögere ich noch, die Serie weiterzuhören.


    Hier und da bin ich noch mal schwach geworden und habe mir eine neue Folge der Drei Fragezeichen gekauft, überzeugen konnte mich aber keines so richtig (eigentlich lese und höre ich nur noch Marx-Folgen, aber nach dem tollen Die Spur des Spielers hat er stark nachgelassen).


    Ich warte also immer noch vergeblich auf so eine richtige Kracherserie mit spannender fortlaufender Handlung. Gibt doch noch genügend Fantasysstoff, den man als Hörspiel umsetzen könnte, Tad Williams Drachenbeinthron-Saga z. B.

    Ja, diese Einstellung kommt rüber. Merkwürdig nur, dass du offenbar keinerlei Ambitionen hegst, dich deinerseits anders zu verhalten. Aber das hatten wir ja schon.


    Ich schreibe hier übrigens nicht aus Sendungsbewusstsein, ich bin es einfach nur leid. Ja, du liest richtig, du bist nicht der einzige, der frustriert ist. Du hasst unattraktive, schlecht gef....., kurzhaarige Tofu-Eulen – und ich habe die Nase voll von Menschen, die für den Wunsch der Mehrheit auf ein faires Miteinander nur Häme übrig haben, die Meinungsverschiedenheiten bevorzugt mit persönlichen Anfeindungen austragen, und die sich auch noch bestätigt sehen, wenn andere kapitulieren und sich zurückziehen.

    Volle Zustimmung. :thumbup:

    Mein Hörspielmedium ist die Kassette. An der habe ich (aus Nostalgiegründen, aber auch aus praktischen, denn es ist wunderbar, dass die Kassette genau an der Stelle weitermacht, an der man sie ausgeschaltete hat) so lange festgehalten, wie es ging. Z. B. »Gabriel Burns« und »Point Whitmark« als MC gekauft, bis dieses Medium eingestellt wurde, obwohl dabei das aufwendige Sounddesign verloren ging. Die CD war für mich nur eine Zwischenstation, die habe ich nie als wirkliches Hörspielmedium empfunden. Wenn schon keine MC, dann lieber Download. Spart Platz (meine Regale quellen über vor DVDs, Musik und Hörspiel-CDs und tausenden von Büchern) und ist bequemer zu handhaben. Ich brauche keine Booklets, die schaue ich mir einmal kurz an, und das war‹s


    Flatrates wie Spotify kommen für mich nicht in Frage. Da ich Hörspiele viel öfters wiederhöre als ich mir Filme oder Serien wiederholt anschaue, möchte ich sie auch besitzen. Und was ich mir einmal kaufe, das behalte ich auch. Ich habe noch nie ein Buch, einen Film oder ein Hörspiel weiterverkauft.


    Was den reinen Hörspielgenuss angeht, da ist mir das Medium eigentlich egal, das hat keinen Einfluss auf mein Hörerlebnis. Hauptsache die Geschichte und die Produktionsqualität passen.

    Mir fällt jetzt leider kein Hörspiel als Beispiel ein. Aber im Buchbereich werden durch falsche Klappentexte ständig falsche Erwartungen bei den Käufern/Lesern erzeugt. Und das kann manchmal böse nach hinten gehen. Der Science-Fiction-Roman »Fluss der Sterne« von Michael Flynn wurde z. B. als atemberaubendes Abenteuer in die Tiefen des Alls angekündigt.
    Dabei war es ein psychologisch anspruchsvolles, poetisches Kammerspiel mit 9 Besatzungsmitgliedern an Bord eines Raumschiffs, das vom Mars zum Jupiter geflogen ist.
    Ich hatte ein Abenteuer erwartet, war aber aufgrund der Qualität positiv überrascht. Die meisten der wenigen Leser sahen das anders. Es gab gnadenlose Verrisse, bei denen deutlich erkennbar ist, dass es vor allem an den falsch geweckten Erwartungen liegt. Das Buch ist dann massiv gefloppt. Seit dem ist nie wieder etwas von diesem Autor auf Deutsch erschienen. Dabei ist es einer der besten SF-Romane, die ich in den letzten Jahren gelesen habe (und das waren viele).


    Man sollte sich also gut überlegen, ob man ein Produkt reißerischer anbietet, als es eigentlich ist.


    Bei mir kommt es auf die Stimmung drauf an, ob ich es als positiv empfinde, wenn mich ein Produkt überrascht und nicht meinen Erwartungen entspricht (Qualität ist das besonders hilfreich).

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man über den eigenen Shop eine Quote von 50 % des bisherigen Verkaufs erreichen kann, vor allem nicht dauerhaft, dazu ist dann einfach viel zu viel Präsenz weg.

    Ich auch nicht. Ich muss nur daran denken, wie nervig ich es finde, wenn ich mir meine Produkte bei verschiendenen Anbietern zusammensuchen und jedes in einer einzelnen Bestellung ordern muss (ganz zu schweigen davon, dass ich mich überall vermutlich registrieren und die Zahlung eventuell einzeln mit jeweils eventuellen Versandkosten überweisen muss). Bei einem geht das ja noch, aber wenn ich mir vorstelle, dass das zu einem Trend wird und mehrere Hörspielproduzenten diesen Weg gehen würden. Da würde die Bequemlichkeit vermutlich auf Dauer obsiegen.

    Folgt man dieser Argumentation, dann sieht man das Hörspiel nicht als ein dem Film oder Buch gleichwertiges Kulturprodukt an. In 10 Jahren wird es sicher Hörspiele über die Gräuel des IS geben, und darunter sicher auch differenzierte und gute. Warum sollte ein Hörspiel so etwas nicht leisten können? Es ist doch keine Verrohung, wenn sich ein Hörspiel auf ernsthafte Weise mit einem Thema wie Gewalt beschäftigt.


    So wie es reine Unterhaltungsfilme und Filme mit ernsten Themen gibt, die einen erschüttern, bewegen oder sonst wie emotional packen, sollte dies doch auch bei einem Hörspiel möglich sein. Und so wie Unterhaltungsfilme auch ernste Themen wie z. B. Diskriminierung ansprechen können, können das doch auch Hörspiele.


    Den erwähnten Gespensterkrimi kenne ich nicht, aber was vulgäre Sprache angeht, kommt es bei mir auf den Kontext und den Rahmen an. Bei einem Jugendhörspiel wie den drei Fragezeichen (siehe »Der finstere Rivale) halte ich zu starke Ausdrücke für unangebracht. Bei einem Hörspiel, das auf ein erwachsenes Publikum abzielt, wäre es doch albern, wenn sich die Figuren in einem bestimmten Milieu oder in gewissen Situationen als Eierbär beschimpfen würden, statt als Arschloch. (Deswegen wirken z. B. amerikanische Networkserien auf mich so unrealistisch. Da darf weder geflucht noch geraucht werden.)


    Ich höre Hörspiele meist zur Entspannung, mag es aber auch wenn sie mich fordern und emotional bewegen. Sie müssen nicht zwangsläufig in einem eskapistischen Szenario spielen.

    Das ist nun wieder ein anderes Thema, aber das gabs hier auch schon zu hauf....
    .....der Nutzen: Naja man kann es als Werbekosten absetzen... :D :P


    Ich als Seitenbetreiber hab mich auch manchmal gefragt, wo der Nutzen liegt. Man bekommt ein Produkt, das 6-9 Euro kostet und dafür setzt man sich hört es ...und schreibt einen Beitrag. Also sitzt man mindestens 2 Stunden an einem Hörspiel, das wäre - rein aus kaufmännischer Sicht - ein Stundenlohn von 3,- EURO. Als Gegenwert bekommt der Macher, das sein Produkt über Jahrzehnte - kostenlos- auf meiner Seite zu sehen ist....hmm...auch nicht so der Bringer ... :P


    Hinweis: Das war Ironie + eine Prise Realität, wer beides nicht kennt, soll bitte - vor eine Antwort - in ein entsprechendes Wörterbuch schauen...

    Da ist durchaus was Wahres und Überlegenswertes dran. Ich habe unter anderem deswegen nach ca. 10 Jahren aufgehört, Rezensionsexemplare zu besprechen. Wobei es bei mir vor allem Bücher waren, in die man ja beim Lesen noch mehr Zeit investiert, als in ein Hörspiel (Hörspiele waren aber auch dabei).


    Es gibt natürlich die Rezensenten und Blogger, die kostenlos Reziexemplare abgreifen wollen, und dann eine schnell dahingeschluderte »Besprechung« abliefern, die keine 10 Minuten Zeit gekostet hat. Aber wenn man sich richtig mit dem Produkt beschäftigt, das Buch als gründlich (und nicht nur quer) liest, und das Hörspiel zweimal hört, und dann noch mindestens zwei Stunden in eine anständige Besprechung investiert, dann zieht das Argument, Reziexemplare billig abgreifen nicht mehr, da man an mehr Arbeitskraft investiert, als man durch das kostenlose Exemplar Geld spart.


    Ich bespreche nur noch, worauf ich auch Lust habe und ohne Reziexemplar. Und ich mache meine Besprechungen auch nicht für die Macher, sonder für potentielle Käufer, denen ich hoffentlich bei einer Kaufentscheidung weiterhelfen kann, so wie andere Rezensenten meines Vertrauens mir weitergeholfen haben.


    P. S. in den USA scheint es durchaus üblich zu sein, dass sich Blogger von den Machern für Besprechungen bezahlen lassen. Was ich furchtbar finde.

    Point Whitmark Folge 40: Das Orakel des Unheils

    Endlich, nach einem Jahr Warten, einen neue Folge. Doch oh Schreck, leider wieder eine nach Schema F. Der Hokuspokus sonnleitnerchen Ausmaßes schießt wirklich den Vogel ab (sich sag nur "fliegender Teppich"). Das gehört ja durchaus zur Tradition der Reihe (siehe Folge 2 »Die rote Hand des Teufels«), aber dieses Mal kommt es mir so absurd vor, dass es für mich auch im skurrilen Serienkosmos nicht funktioniert. 80% der Folge bestehen daraus, dass Jay, Tom und Derek durch Gänge kriechen oder davonlaufen. Die einzige Recherchearbeit (die Drei sind ja immerhin Journalisten) findet »Off-Screen« statt. Die Folge spielt zwar in Point Whitmark, aber doch nicht so richtig. Oder wurde schon mal das große Villenviertel erwähnt, in der die Reichen der Stadt wohnen, und in dem es eine Villa gibt, die einem orientalischen Palast inklusive Zwiebeltürme gleicht, von dem die drei vom Radio noch nie etwas gehört haben. Point Whitmark wächst ähnlich wie Rocky Beach langsam von einer Kleinstadt zu einer Mischung aus Metropole und Freizeitpark heran, weil man versucht, die ganze Welt (in diesem Fall den Orient) in sie hineinzuzwängen.


    Was Schema F angeht: Ob es jetzt ein glühender Mönch ist, der hier versucht jemanden zu etwas zu bringen, was er eigentlich nicht tun möchte, oder ein blinder Wächter, im Prinzip wird immer die gleiche Geschichte erzählt. Wenn man noch nicht so viele Folgen von PW kennt, könnte die sehr simpel gestrickte und vorhersehbare Folge vielleicht gefallen, und die ganzen Fanboys werden sie auf Amazon sicher wieder mit Lob überschütten, aber mir ist das zu wenig. Dabei hat der Zweitteiler »Der Seelenkünder« gezeigt, dass es auch anders geht. Warum nicht mal eine Dreitteiler mit komplexerer Geschichte? Und warum nicht mal weniger Hokuspokus? Das ist zwar ein Markenzeichen der Reihe, aber nach 40 Folgen ist es irgendwann ausgelutscht und wirkt gezwungen.


    Sprecher, Effekte, Musik und Ton sind wie immer top, aber das ist mir alles nicht so wichtig, wie eine gute Geschichte und eine abwechslungsreiche Inszenierung. Und daran mangelt es leider in dieser Folge. Ich bin PW-Fan der ersten Stunde, aber wenn das so weitergeht, werde ich mir hier, ähnlich wie bei den Drei Fragezeichen, nicht mehr blind jede neue Folge kaufen. Dafür bin ich nicht Fanboy genug.

    Bei der Verwendung von Covern währe ich vorsichtig. Bei Büchern ist es z. B. so, dass das Urheberrecht des Titelbildes beim Künstler liegt. Das Nutzungsrecht beim Verlag. Solange das Buch nicht vergriffen ist!. Solange kann man das Titelbild ohne Probleme für die Reiz verwenden. Die größeren Verlage bieten sie dafür auch meist auf ihren Presseservern an. Aber sobald ein Buch länger vergriffen ist, fällt auch das Nutzungsrecht zurück an den Urheber, der einem dann theoretisch eine Abmahnung schicken könnte, wenn man das Titelbild z. B. auf seinem Blog eingebunden hat.


    Das hat vor zwei Jahre oder so für große Aufregung unter den Bücherbloggern gersorgt, weil ein Verlag (ich glaube es war Diogenes) mitgeteilt hat, dass er eben in obigem Fall nicht garantieren könne, dass der Urheber den Rezensenten dann abmahnt. Ich benutze deswegen auf meinem Blog ausschließich selbstgemachte Fotos der Bücher. Das sieht zwar scheiße aus, und ist rechtlich auch nicht hundertprozentig sicher (siehe die Geschichte mit Fotos vom Eifelturm), aber ich fühle mich auf der juristischen Seite zumindest etwas wohler.