Beiträge von Lord Gösel


    Inhalt:
    Unbekannte Hooligans des FC Smogmoor überziehen den internationalen Schiedsrichter Fender mit ihrem Hass. Sie unterstellen ihm, er hätte sich bestechen lassen und das Endspiel der Champions League - die Begegnung des FC Smogmoor gegen den AC Aventi - sei ein gekauftes Spiel gewesen, zu Gunsten der siegreichen Avantis. Fender und seine Familie sind seitdem einem gnadenlosen Telefonterror ausgesetzt. Aber der Schiri hat einen guten Draht zu TKKG - er bildet Tim zum Nachwuchsschiedsrichter aus. Logisch, dass sich die Vier für ihn einsetzen. Dann aber eskaliert die Bedrohung, denn Fenders Tochter Evely ist plötzlich spurlos verschwunden.


    Story:
    „TKKG und der WM-Wahn Teil II“ könnte auch der Titel für diese Folge sein, denn der Grund wieso dieses Hörspiel erscheint ist ja nun mal absolut offensichtlich. Einen schmucken WM-Banner vorne aufs Cover packen, dann wird sich diese Produktion schon ganz von alleine gut verkaufen. So gesehen ist diese Idee gar nicht so dumm, denn wegen des Inhalts wird sich diese Folge kaum jemand kaufen, denn der ist mal wieder die aller unterste Schublade … selbst für die Verhältnisse von TKKG. Tim als Nachwuchsschirir allein ist schon ein Grund zum Lächeln, doch Stefan Wolf schöpft auch ansonsten aus den Vollen und präsentierte eine Geschichte die nur so von Klischees strotzt, zufallsbeladen ist und auch noch absolut übertrieben daher kommt. Beispiele gefällig: Tretminen auf einem Grab und Gaby spielt Fußball in der Damenmannschaft. Obendrauf kommt noch die übliche Art der Geschichtenerzählung bei TKKG, so dass der Hörer mal wieder wesentlich mehr weiß als die Vier aus der Millionenstadt. Aber trotz ihres wesentlich geringeren Wissens schaffen es die Vier natürlich wieder einmal gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und Tausendsassa Tim schafft es ohne größere Probleme 2 Hooligans k.o. zu schlagen. Es war wieder einmal dieser Punkt erreicht, an dem ich mich am Ende der Folge fragte: „Wieso hast du dir das angetan?“ Gute Unterhaltung sieht einfach ganz anders aus. War die 150. Folge „nur“ einfach sterbenslangweilig, so präsentiert sich dieses Abenteuer mal wieder als nahezu wahnwitzig.


    Sprecher:
    Ich kann es stellenweise kaum glauben, was für tolle Sprecher in diesen Geschichtenschmu zu hören sind: Altmeister F.J. Steffens gibt sich hier auf seine alten Tage noch die Ehre. Zwar klingt er nicht mehr ganz so imposant wie vor einigen Jahren, aber dennoch hat er immer noch eine mehr als markante Stimme. Mächtig erstaunt war ich über den Einsatz von Patrick Bach. Ich kann mich nicht erinnern ihn oft in Hörspielen gehört zu haben, aber dennoch kann er ohne große Abstriche überzeugen. Etwas anders sieht es hingegen bei den Sprechern der vier Hauptcharaktere aus: Am überzeugendsten kommt wie üblich Sascha Draeger weg, auch wenn Tim mittlerweile alles andere als ein Sympathieträger in meinen Augen ist. Niki Nowotny fällt wie in letzter Zeit üblich kaum ins Gewicht und Manou Lubowski ist sogar nur die halbe Folge lang zu hören, doch das reicht schon wieder um zu nerven. Den Vogel schießt diesmal allerdings wieder Veronika Neugebauer als Gaby ab. Allerdings frage ich mich auch wie man ernsthaft einen Satz ala „Ich stehe mittlerweile voll auf die blauen Flecken an meinen Waden und das Dröhnen nach dem Kopfball“ sagen soll. Das Lowlight dieser Folge hört auf den Namen Katinka Körting und spricht „Evely Fender“. Selbst in so mancher Amateur-Produktion würde diese Sprecherin nicht grade die beste Figur machen und umgeben von Profis fällt sie direkt noch unangenehmer auf. Insgesamt betrachtet tummeln sich die Sprecherleistungen irgendwo im durchschnittlichen Bereich.


    Musik und Effekte:
    Die technische Seite geht diesmal über weite Strecken sogar wirklich in Ordnung. Bei den Effekten ist das wenig verwunderlich, denn das beherrscht man im Hause EUROPA schon seit mehr als 20 Jahren. Auch musikalisch geht es diesmal nicht wirklich schlecht zu. Ordentliche Zwischenmusiken lockern die Handlung an den richtigen Stellen auf. Somit gehen Musik und Effekte ohne Frage als gelungenster Aspekt dieser Produktion durch, was aber in Anbetracht der Geschichte und der stellenweise schlechten Sprecher keine wirkliche Leistung darstellt.


    Fazit:
    Mit dieser Folge untermauert man mal wieder eine These, die in Kreisen von Hörspielfans kursiert: Sportfolgen können nahezu nie überzeugen. Den Grund hierfür stellt in der Regel die Geschichte dar. Schon bei mehreren Folgen von „Die drei ???“ gingen Geschichten um Fußball, Basketball oder Ski-Fahren in die Hose und bei TKKG muss Autor Stefan Wolf direkt noch mal so richtig dick auftragen. Die vier von TKKG können nicht zufällig den Schiri kennen. Wieso eigentlich nicht? Der Zufall ist doch sonst der beste Freund von TKKG und Stefan Wolf. Die Tatsache, dass Gaby Fußball in einer Damenmannschaft spielt wirkt absolut aufgesetzt und die Idee ein Grab mit Tellerminen zu „sichern“ ist so verrückt, dass es schon fast wieder lustig ist. Doch nicht nur die Geschichte haut absolut daneben, denn auch die Sprecher hatten nicht grade ihren besten Tag erwischt, als diese Folge aufgenommen wurde. Einzig Musik und Effekte können diesmal überzeugen, doch das ändert nichts an dem Fazit für „Gekauftes Spiel“. Nach der schon schwachen Vorgängerfolge ist man wieder zielsicher ganz unten angelangt, denn die Nummer 151 ist ein Fall von: Gehört, geärgert (dass man es gehört hat) und vergessen. FLOP!


    * / *****


    © 27.02.06 by lord gösel / Hörspiel-Maniac


    Inhalt:
    Natasha Bainbridge ist 13 Jahre und kommt als Neuling auf die Station. Ihr wird der 16jährige Alex Koenig von den "Pilots" als Pate zur Seite gestellt. Unversehens geraten Alex und sein Erzfeind Ted Jones von den "Scientists" in eine lebensbedrohliche Situation, als das Shuttle ihres Flugausbilders Major Frank Parker sabotiert wird und auf einem unwirtlichen Asteroiden abstürzt. Während die beiden auf dem Asteroiden gegen aggressive Riesenkäfer um ihr Leben kämpfen, versucht Natasha auf der Station eine Computeraufgabe zu lösen, in deren Verlauf sie einer Intrige auf die Spur kommt, die letztlich auch ihr eigenes Leben bedroht.


    Story:
    Mit "Allianzen", der ersten Folge der Serie "Generation 6" präsentiert sich dem Hörer das neue Label Nuebbelitá Prductions. Erfreulich ist, dass man sich nicht an eine Gruselserie gemacht hat, sondern sich einem Genre gewidmet hat, dass im Hörspielbereich ein relatives Schattendasein fristet: Science Fiction. Man scheint noch einges vorzuhaben, denn diese Folge ist eine klassische Einstiegsgeschichte: Die wichtigen und relevanten Personen und Schauplätze werden vorgestellt und man verbringt auch einges an Zeit an Charakterentwicklung, was sehr erfreulich ist. Die Geschichte ist durchaus spannend und trotz Sci-Fi nicht übermäßig abgedreht. Trotz fast 70 Minuten Dauer vergeht die Zeit wie im Fluge. Zwar dauert es etwas bis dann endlich Action in die Handlung kommt (weil man eben erst einmal die Personen und die Gepflogenheiten der Station vorstellt), aber dann geht es richtig zur Sache. Ich habe mich von der Geschichte ordentlich unterhalten gefühlt.


    Sprecher:
    Amateure .. aber hier gibt sich der Grossteil der Sprecher absolut hörbare Mühe. Allen voran die Mitglieder der Familie Albrodt. Besonders gut gefallen haben mir Erik (Frank Parker) und Christopher (Alex Koenig), aus deren Feder auch die Geschichte stammt. Ebenfalls erwähnen möchte ich an dieser Stelle Daniel Mau, der den schleimigen "Ted Jones" spricht. Etwas unangenehm fallen mir eigentlich nur 2 Sprecher auf: Zum einen ist da Henryk Konhäuser. Er spricht Douglas Brown, den Direktor der "Generation 6", und hat zum einen einen sehr sonderbaren Akzent und zum anderen an manchen Stellen Probleme mit der Aussprach einiger englischer Begriffe wie "six" oder "service". Dann ist da noch Magdalena Behm, die ohne Punkt und Komma spricht. Gut ... das soll bei der Person die sie verkörpert sicherlich so sein, aber es wirkt an manchen Stellen doch abgelesen, was aber auch daran liegen könnte, dass manche Sätze schon recht lang sind. Aber ... hey, wir haben hier schließlich keine Profis am Werk und wenn man das bedenkt, so sind die gebotenen Leistungen ohne Frage beachtlich (grade für eine Debüt-Produktion).


    Musik und Effekte:
    Bei der Musik hat man sich hörbare Mühe gegeben. Hier und da leicht spacige Sounds und an passende Stellen spannungsfördernde Melodien. Effekte sind grundsätzlich ein wichtiges Thema und es gibt kaum ein Amateurlabel, das hierbei grossartige Fehler gemacht hätte. Auch Nuebbelitá Production präsentieren sich von einer guten Seite und haben passende Effekte im Gepäck. An manchen Stellen dürfte es ruhig noch etwas druckvoller aus den Boxen kommen. So klingt zum Beispiel der Sound der beim Shuttleabsturz zum Einsatz kommt etwas schwach auf der Brust, aber dennoch hat man als Hörer keine Probleme sich die Situation vorzustellen. Interessant ist auch, dass sich die Untermalung im Laufe der Produktion steigert. Die ersten fünf Minuten klingt sie noch nicht ganz so gut, wie sie dann bis zum Ende wird. Grade die Szenen auf dem unwirtlichen Asteroiden sind sehr atmosphärisch und passend umgesetzt, so dass die Effekte als ordentliche Leistung durchgehen..


    Fazit:
    Frisches Futter für Sci-Fi-Fans wird hier geboten. Wer Freude an "Space Operas" hat, der kann hier ruhig mal ein Ohr riskieren und auch Hörspielmaniacs könnten ihre Freude an dieser Produktion finden, sollten aber vorher definitv den auf der Homepage bereitgestellten Trailer antesten. Einziger kleiner Minuspunkt ist der an manchen Stellen etwas seltsame Sound der Sprecher, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass die Aufnahmen nicht in einem professionellen Tonstudio entstanden sind. Das Hörspiel erschien erstmals Mitte des Jahres 2005 als Eigenproduktion von Nuebbelitá Prductions. Da diese erste Folge sowohl bei Kritikern als auch Fans gut ankam, ist die Serie "Generation 6" mittlerweile im Vertrieb der Hörfabrik erhältlich und dementsprechend wurde auch die erste Folge "Allianzen" neu aufgelegt, mit neuem und professionellerem Cover und allem was sonst noch zu einer ordentlichen CD dazugehört. Die CD kann direkt über den Shop der Hörfabrik und über diverse Hörspielonlineshops bestellt werden.


    **** / *****


    © 2005 by lord gösel / Hörspiel-Maniac


    Inhalt:
    Andi Thiel sinnt auf Vergeltung. Die monatelange Arbeit, in einem Moment, von einem skrupellosen Kulturrat zunichte gemacht. Für ihn gibt es jetzt nur einen Weg, um sein Ziel zu erreichen. Er muß einen Pakt mit dem Klabautermann eingehen und die aus ihrem nassen Grab befreien, die er so verehrt. Gleichzeitig erreicht Nick Steiner, Top-Agent der Anti-Demon-Force, ein Notruf höchster Dringlichkeit. Rachel Helsing, ebenfalls eine Agentin der A.D.F., ist in dem beschaulichen Kurort St. Peter an der Nordseeküste spurlos verschwunden. Haben beide Ereignisse etwas gemeinsam? Kurz darauf trifft auch Ashley Pitt in Norddeutschland ein und nachdem das Demolition-Team wieder vereint ist, stehen sie einem neuen Feind gegenüber. Kapitän Torben Bloonstedt und den Freibeutern der Hölle.


    Story:
    Lange Zeit war es ruhig geworden um das Demolition-Team, doch pünktlich zu Jahres-Ende schickt Horst Kurth seine beiden sympathischen Helden in ihr sechstes Abenteuer, welches sie an die Nordseeküste führt. Die neueste Produktion der Hörfabrik begnügt sich nicht mit nur einer CD, sondern nimmt direkt 2 und 105 Minuten Spielzeit in Anspruch. Ist hierbei direkt Langeweile vorprogrammiert? Nein, im Gegenteil, denn jeder weiß, dass ein Abenteuer der A.D.F. eigentlich immer unterhaltsam ist und einen großen Anteil daran trägst stets der ganz eigene Humor. Auch hier kommt der Spaß nicht zu kurz und trotz vieler witziger Elemente bleibt die Geschichte spannend und auch äußerst kurzweilig. Man spinnt nun auch endlich die Geschichte rund um Nick Steiner und seine Flamme Rachel Helsing weiter. Wer die bisherigen Abenteuer der A.D.F. mochte, dem wird „Die Freibeuter der Hölle“ gefallen, denn hier wird alles geboten, was die Serie ausmacht: Horror, Action, Humor und Spannung. Kurz gesagt: Die Geschichte hat mich gut unterhalten.


    Sprecher:
    Einen Teil der Sprecher kennt man bereits aus anderen Produktionen der Hörfabrik. Das Core-Team der Serie (Horst Kurth als Ashley Pitt, Moddin Meyer als Nick Steiner und Erzähler Michael Labahn) geht gewohnt souverän zu Werke und steigert sich von Folge zu Folge weiter. Der bekannteste Sprecher dieser Produktion dürfte wohl Konrad Halver sein, der zwar nur einen kurzen Auftritt hab, aber einen guten Eindruck hinterlässt. Es dürfte des Weiteren noch den einen oder anderen geben, dem Hofstetter-Sprecher Bert Stevens ein Begriff ist, spielte er doch schon in diversen TV-Produktionen mit. Überhaupt präsentieren sich die Sprecher auf einem guten Niveau, denn wirklich schlecht ist keiner der Akteure und Totalausfälle sucht man vergebens, im Gegenteil: Besonders Oliver Theile kann in diesem Hörspiel abermals seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen, spielt er doch gleichzeitig (in guter alter EUROPA-Manier) zwei Rollen, nämlich einmal den Klabautermann und Punker Krätze. Grade Krätze und dessen Kumpel Kralle (gesprochen von Marco Damm mit echtem Sachsen-Dialekt) sorgen für den einen oder anderen Lacher in dieser Produktion („Jetz’ puss ma uff du Spakko!“). Unterm Streich bleibt ein ordentlicher Eindruck und sprechertechnisch stellt „Die Freibeuter der Hölle“ sicherlich neben Road Bandits die bis dato beste Produktion der Hörfabrik dar.


    Musik und Effekte:
    Im Punkt „Effekte“ geht es ähnlich knallig zu wie bei „John Sinclair“ und wenn ich nicht irre, so nutzt man sogar dasselbe Effekt-Archiv. Wenn es also richtig zur Sache geht, was bei dieser Serie ja öfters mal vorkommt, so knallt und scheppert es an allen Ecken und Enden. Doch auch ansonsten geht man hier mit einem geübten Händchen zu Werke, untermalt die jeweiligen Szenen gekonnt mit passenden Hintergrund-Sounds, so dass es dem Hörer keine Probleme bereitet sich die Situationen vorzustellen. Allerdings sind die Effekte an einigen Stellen fast schon zu laut, denn es fällt schwer das gesprochene Wort noch zu verstehen (jedenfalls bei der einen oder anderen Erzähler-Passage). Was bei dieser Produktion leider etwas stiefmütterlich behandelt wird, ist der Punkt „Musik“. Zwar gibt es an vielen Stellen Hintergrundmusik, um zusätzlich Dramatik oder Spannung zu erzeugen, aber auf Zwischenmusiken wird fast gänzlich verzichtet, was schon schade ist, denn schließlich hat Hörfabrik-Musiker Nils Jeners bei den „Road Bandits“ sehr eindrucksvoll gezeigt, wozu er in der Lage ist. Dennoch kann ich dieser Produktion eine ordentliche technische Seite attestieren, aber Platz nach oben hat man hier noch und den sollte man für die Zukunft mit mehr ausfüllen.


    Fazit:
    Endlich Nachschlag für Fans des Horror-Trashs (nicht abwertend gemeint)! Mit dem neuesten Abenteuer der A.D.F. präsentiert man eine weitere Produktion der Hörfabrik, die sich ohne Frage hören lassen kann. Die Geschichte ist spannend und kurzweilig, wie man es gewohnt ist. Die Sprecher zeigen sich von einer wirklich guten Seite und ein Teil hätte durchaus das Zeug aus der Amateuer-Liga in die Bundesliga zu kommen. Auch bei der technischen Seite zeigt man sich gewohnt souverän, auch wenn es (natürlich) stets noch etwas besser geht. Für ADF-Fans sicherlich das reinste Fest und auch Leute, die mit den ersten Folgen der Serie nicht recht grün wurden, können mal ein Ohr riskieren. Mir persönlich ist dieses Hörspiel jedenfalls wesentlich lieber als die kürzlich erschienene und äußerst „steril“ und lieblos wirkende 33. Folge des großen Geisterjägers. Mein Tip: Statt 7 € in „John Sinclair“ zu investieren, lieber noch 3 € drauflegen und diese Doppel-CD bei der Hörfabrik ordern. Eine GUTE Produktion.


    **** / *****


    © 2005 by lord gösel / Hörspiel-Maniac

    Oh je ... TKKG und ü 100 ... das ist wohl ein Thema, über das man bis an sein Lebensende philisophieren kann ;)


    Also ... eins vor weg: Ich nenne nicht alle Folgen von 100 aufwärts mein eigen und kenne demenstsprechend auch einige nicht, aber ich versuche mal, meine Empfindungen in Worte zu fassen:


    Nach der unglaublich guten Folge 99 (das ist mein VOLLER ERNST!) geht es mit den angeblichen Jubiläum total nach unten. Die Geschichte ist sowas von langweilig und egal, dass es ein Wunder ist, dass daraud überhaupt ein HSP gemacht wurde ... und dann auch noch die bedeutungsvolle Nr. 100 .. hier ist der Titel Programm "Fieser Trick mit Nr. 100".


    Mit 101 folgt nochmal ein richtig gute Folge mit spannender Geschichte. Doch bei der 102 geht es schon wieder in durchschnittliche Bahnen zurück. Zuviel auf einmal .. zu zusammen geschustert.


    Was dann folgt betitele ich selbst als "Tal der Tränen", denn 103 104 und 105 sind in meinen Augen bzw. Ohren EINFACH SCHEISSE. 103 ist ein Keulenschlag an Pseudomoral un dämlichen Ideen, 104 einfach lächerlich und eher parodistisch und 105 ... was soll man zu diesem Quatsch noch sagen? Da wurde im Laufe der letzten Jahre fast alles gesagt.


    106 finde ich schon dagegen durchschnittlich und hörbar, während das Ende von 107 mich fast zum Heulen bringt. Wieso musst das sein? Zu 108 habe ich ein sehr ambinvalentes Verhältnis. Die Geschichte könnte einer Gruppe Jugendlicher in der Tat passiert sein, aber hier bekomtm man die volle Breitseite der Pseudomoral, leider.


    109 und 110 sind 2 Kandidaten an die ich mich nicht mehr richtig erinnern kann. Habe sie soweit aber ziemlich durchschnittlich in Erinnerung.


    111 ist ganz in Ordung, was man von der folgenden 112 nicht sagen kann. Viel zu wenig Inhalt für ein Hörspiel.


    Und wieder ein floppiger Doppelschlag: 113 und 114 sind für mich einfach grausam. Die Art und Weise, wie TKKG zu Tatoos stehen wirkt so aufgesetzt und panne ... und zu dem Satanasscheiss von 114 fällt mir kaum was ein außer: Ein so ernstes Thema, sollte man vielleicht auch ernst angehen und nicht mit 2 grenzdebil wirkenden Satansjünger, die Erdbeeren essen :rolleyes:


    115 - 117 fand ich hingegen alle relativ in Ordnung, wobei ich sagen muss, dass die Hörspiele besser sind als die Bücher. In den Büchern (grade bei 115 und 116) passiert noch soviel Mist, der gar nix mit dem eigentlich Fall zu tun hat, dass man froh ist, dass die Schere angesetzt wurde.


    Dann habe ich erstmal eine kleine Lücke.


    122 finde ich ganz nett, nicht überragend, aber hörbar, was eigentlich auch für die 123 trotz des blöden Titels (Mordkop(l)ott im Luxus-Klo) gilt.


    124 ist wieder mal einer der Anwärter auf die schlechteste TKKG Folge aller Zeiten. Sowas von konstruiert und zusammengepuzzelt. Einziger Vorteil: Gaby ist entführt worden und ist somit den größten Teil des Hörspiel nicht anwesend, oder (gott sei dank!) geknebelt, so dass Vroni Neugebauer die Ohren des Hörers nicht quälen kann. :D


    125 kenn ich leider nicht. 126 finde ich richtig gut. Spannend und man weiss ausnahmsweise mal nicht direkt, wie der Hase läuft.


    127 ist zum Schießen bze Scheißen .. ich sag nur Durchfall. Ob man das ernst nehmen darf, was Wolf da fabriziert hat?!?


    128 kenn ich nicht.


    129 ... schwach und völlig uninteressant.


    130-132 kennne ich nicht.


    Die nächsten beiden Folgen sind auch verdammt schwach. 133 ist so voll gestopft mit Fällen und haarstreubenden Querverbindungen, dass man beim Hören Agressionen bekommen kann und 134 ist einfach grausam ... sogar die Musik, denn diese nervtötenden Weihnachtslieder stören einfach nur.


    135 ist da schon etwas besser, aber kein wirklich Lichtblick.


    136-138 sind auch klassische Kandidaten, die zwischen schwach und durchschnitt herumwander. So genau festlegen will ich mich da nicht, habe die zulange nimmer gehört.


    139 ist so ähnlich wie 127. Ob man das als ernsthafte TKKG-Geschichte ansehen darf?!?


    140 und 141 sind uninteressant. Von dem Jubiläum (100. Buch) merkt man GAR NIX!!


    142-145 empfinde ich allesamt als durchschnittlich. Kann man mal hören, aber muss man nicht kennen.


    Nee .. Moment: 143 ist sowas in der Art, wie die 105: Was für Quastch mit diesem Yokototi!!!!!


    146 ist wieder ein Kandidat für die ewigen Flop 5 der Serie.


    147 und 148 sind nicht SO schlimm, aber auch nahe dran. Grade die 148 mit dem Fußball-Mist. Tim, der Superkicker, nee ... is klar.


    149 geht noch als durchschnittlich durch. Schlecht isse nicht, da hat man schon ganz andere Kaliber gehört ;)


    150 haut aber direkt wieder in die schwache Kerbe. Einfach völlig egal das Teil.


    151 ist ein Tiefpunkt allererster Güte: Völlih dümmlich und zusammengeschusterte Story, schwachsinnige Dialoge und Ideen (Gaby in der Mädchenfussballmannschaft [!!!!]) ... wieder mal ein waschechter Flop.


    Ja ... so wirklich ergiebig ist TKKG jenseits von 100 nicht grade :D


    Meine Faves sind die Folgen zwischen 30 und 60. Da sind einige meiner Lieblingsfolgen bei.
    Auch 1-19 sind ziemlich gut. Mit den 20er kann ich hingegen grösstenteil nicht viel anfangen.


    Wer Interesse hat, kann man auf meiner HP vorbeischauen, da gibbet jede Menge Rezi zu TKKG ;)


    So .. das ist getzt genug Geschreibsel :D

    Zitat

    Original von Wampi
    Ich hab mir gestern mal Folge 1-3 von den Psi-Akten bestellt, bin schon sehr gespannt darauf. Aber ich denke ich werde nicht enttäuscht werden...


    Kommt immer darauf an, was man erwartet ;)


    Ich finde Folge 2 am besten ... erinert an eine Mischung aus Blair Witch Project und keine Ahnung was noch ;)


    Die 3. Folge ist auch noch in Ordnung, während ich die erste nur durchschnittlich finde, was zu großen Teilen an einem gewissen Sprecher liegt ;)

    Wirklich "Sehr Gut", oder auch "TOP!" finde ich "nur" eine Folge der Serie und zwar die Nummer 4 - "Sünden der Vergangenheit".


    Die Folgen 1,2,5 und 6 finde ich richtig gut und höre sich auch sehr gerne.


    Lediglich Folge 3 sagt mir eher weniger zu und ich finde sie eher durchschnittlich.


    Es gibt das so einige kleine Probleme, die ich mit der Serie habe.


    Das grösste Problem hört auf den Namen Petra Wolf und ist die Erzählerin der Serie. Ich finde sie einfach nicht gut, stellenweise klingt sie zielich hölzern und abgelesen.


    Auch Nana Spier überzeugt mich als Erzählerin nicht völlig. Solange sie als spielender Charakter vorkommt ist alles im Lack, aber als Erzählerin ist sie noch nicht 100%ig fit.


    Wen ich auch nicht ganz überzeugend finde, ist Boris Tessmann, weil seine coole Art leider oftmals nicht wirklich cool, sondern eher aufgesetzt wirkt.


    Generell empfinde ich manche Dialoge auch als etwas zu aufgesetzt. Wenn Faith und Shania in Folge 5 beispielsweise über Sex reden, so klingt das imo eher peinlich.


    Klingt jetzt vielleicht alles ziemlich hart, aber es sind in meinen Augen nur Details und deshalb mag ich die Serie dennoch, aber es gibt eben noch Steigerungspotential nach oben. Wahrscheinlich gefällt mir Folge 4 so gut, weil Boris Tessmann dort nicht zum Einsatz kommt und auch viele der etwas nervigen Teeny-Dialoge ausbleiben.


    Auf meiner Homepage kann man meine ausführlichen Meinungen zu jeder einzelnen Folge nachlesen :)


    Jedenfalls freue ich mich schon auf weitere Folgen, denn mit "Sünden der Vergangenheit" hat man überdeutlich gezeigt, dass man in der Lage ist wahre TOP-Produktionen abzuliefern :)

    Zitat

    Original von Prof. Snape


    Das hast du noch nicht? 8o
    Drecksbesudelte Schleimkotze, jetzt hab ich mich doch glatt so richtig entspannt =)


    Nein, leider noch nicht.
    Ich habe @ home aber so um die 50 CDs liegen, die ich noch hören "müsste".
    Da vergisst man manchmal so einiges bei ;)

    Nein. Erinnere mich bitte nicht daran :(


    Aus "Verzweifelung" habe ich angefangen die Bücher zu lesen und das macht diesen gazen Hickhack noch schwerer, denn "Spur ins Nichts" und "Geisterzug" waren tolle Geschichten und auch "Fußballfieber" war weniger schlimm als befürchtet.

    Zitat

    Original von Der kleine Muck
    Hört sich interessant an...


    Im Star-Wars-Universum spielen auch romane von ihm? Sowas hat Georgy zugelassen???


    Wieso nicht? Es gibt doch mehr als 50 Bücher, die im Star Wars-Universum spielen. Und was macht Georgy mit jedem Roman der verkauft wird? Richtig, er verdient weil ihm die Merch-Rechte gehören ;)


    Zitat

    Original von Captain Blitz
    Hoffen wir mal, dass die Hörspiele keine Drizzz, äh, Driss werden. Obwohl, bei Lausch...nee, geht gar nicht.


    Ich muss gestehen, dass ich von Drizzt Do'Urden nichts kenne, obwohl ich mich vor 10 Jahren oder so mal intensiv mit Fantasy-Literatur beschäftigt habe.


    Aber immerhin der Autor R. A. Salvatore sagt mir was ;)


    Ich finde es ziemlich erfreulich, dass es nun mal echte "Fantasy-Hörspiele" geben wird. Da gibt es (abgesehen vom "Herrn der Ringe") ja leider herzlich wenig auf dem Markt.


    Wenn LAUSCH die Umsetzung in die Hand nimmt, sollte da in der Tat herzlich wenig schiefgehen.


    Da fällt mir ein, dass ich ja noch BÖSE hören "muss" :D

    Zitat

    Original von Captain Blitz


    Was soll denn der Blödsinn? Wenn Maritim sagten würde "Ja, neue PSIs kommen!", dann würde ich das auch erst bezweifeln, aber wenn Simeon das sagt, dann sollte man das ja wohl für definitiv halten.


    Ich zweifele auch nicht wirklich an Simeons Worten, da er seine Versprechungen eigentlich immer gehalten hat. Nur ... sind diese Folgen mittlerweile schon seit mehreren Jahren (!) angekündigt und da ... nun ja ;)


    Eigentlich sollte das auf gewisse Weise auch ausdrücken, dass ich mich verdammt freue, wenn es die Folgen endlich gibt.


    Denn:


    Zitat

    Original von Captain Blitz
    Die PSI-Akten sind auch näher am "Original", als es bei Dreamland der Fall ist. :D


    Da kann man zustimmen. Ein entscheidender Faktor dabei: Spielzeit und Erzählertexte ;)

    Zitat

    Original von Prof. Snape
    Die Riesen-Aufklärung war (leider?) immer noch nicht dabei, aber es gibt einen Silberstreif am düsteren Fragenhimmel, weil man hier zumindest mal sowas wie einen "Aufwasch" der bereits angerissenen und vermuteten Zusammenhänge bringt, der quer durch viele neuere und ältere Folgen "springt" - und genau aus diesem Grund gebe ich diesem Zweiteiler auch die Höchstwertung mit einem kleinen Minus dabei - weil jetzt endlich der Punkt von der Erzählung her gekommen ist, an dem man nicht mehr umhin kommt, "aufzuklären". Sollte das nun nicht passieren, dann kann ich mir durchaus vorstellen (und auch nachvollziehen), daß sich die Hörer ein wenig aufregen könnten.


    Genau das dachte ich nach dem Ende von Folge 18 auch. Jetzt MUSS eine Aufklärung her, sonst war "alles fürn Arsch" ;)


    Ich wüsste nämlich beim besten Willen nicht, wie man gewisse Dinge immer weiter aufschieben will, ohne dabei in inhaltleere, aufgeblasene Geschichten wie den Zweiteiler 15/16 zu verfallen. In den Folgen 17/18 gibt es verdammt viele Andeutung auf zurückliegende Folgen und allmählich kristalisiert sich ja auch ein bischen was heraus.


    btw: Wie wäre es wieder mit einem "Gabriel Burns Spekulations-Thread"? ;)

    Zitat

    Original von The Authority
    auch wenn Du Krauss nicht magst: Teil 2 war sehr gut und "beendet" den "ersten Abschnitt" - mehr oder weniger.


    Nicht nur quasi ;)


    Es ist wieder mal etwas geschehen, dass in Deutschlang Gang und Gebe ist: Aus einem Original-Roman wurden in Deutschland 2 Bücher gemacht.


    Soll heißen:
    "Das Erwachen" und "Vampirblut" sind zusammen EINE Geschichte.


    Im "Vampirblut" wird also ein Großteil der Geschichte abgeschlossen, aber mit mächtigen Optionen auf den weiteren Verlauf.


    Krauss ist in der Tat etwas gewöhnungsbedürftig und eine derart lange Lesung sollte man ihm imo in Zukunft nicht mehr "zumuten". Allerdings fande ich den Inhalt von "Vampirblut" packender als den von "Das Erwachen". Grade am Ende geht da mal so richtig der Punk ab ;)


    Das Erscheinen von Teil 3 erfreut mich sehr, da ich das Buch zwar mein eigen nenne, aber es irgendwie nie geschafft habe es zu Ende zu lesen ... genaugenommen habe ich nur 12 Seiten oder gelesen :D

    Zitat

    Original von Prof. Snape


    Und ziemlich genau 1 Minute und 30 Sekunden zu lang - aber bis auf diesen schlechten letzten Erzähler-Text freut es einen alten MacReady-Fan ja doch, daß sich am Südpol wieder garstige Kreaturen tummeln. Doch, doch, die Folge ist schon top... bis auf die letzten 1:30 Minuten halt.


    100%ige Zustimmung kann ich nur sagen!
    Ansonsten ist "Kaltes Grauen" imo ein verdammt atmosphärisches, "nettes", kleines Gruselhörspiel, das man sich gerne mal anhört.


    Aber der Schluss :rolleyes:


    Erstens finde ich dieses stilistische Mittel (also "Aufklärung" durch den Erzähler) erstmal völlig daneben


    und


    Zweites wirkt diese Auflösung im Bezug auf en ganzen Rest der Story auf mich total unlogisch. Ich meine jetzt nicht, dass eine Horror-Geschichte wissenschaftlich belegbar sein muss ... Gott bewahre ... ABER es sollte eine gewisse innere Logik innerhalb der Geschichte herrschen. Und das Ende steht meines Ansicht im krassen Widerspruch zu Rest. Habe auch mal versucht aus Simeon n paar Worte dazu im Maritim-Forum zu bekommen, aber er meinte als Antwort nur, dass er getzt schlafen geht mit seinem Pingui :D


    Naja ... erfreulich sind die ganzen Neuerscheinung gewiss. Aber, dass es mit den PSI-Akten weitergeht, glaube ich erst, wenn ich die neuen Folgen im Briefkasten liegen habe ;)


    Inhalt:
    Neun Morde. Die Essenz des jungen Lebens sollte fortgeleitet werden... Rings um den zersplitterten Glastank vermischten sich Metalltrümmer mit abgetrennten Gliedmaßen zu einem abscheulichen Mosaik. Zeitgleich brachen die Wände in sich zusammen. Der Boden öffnete sich wie ein gieriger Schlund. Die Welt zerbarst zu Asche. Doch das letzte Kind sehnte sich nach dem Licht.


    Story:
    Weiter gehen die Ereignisse in Kanada und in dem geheimnisvollen Labor unter Vancouver. Allerdings muss ich ganz ehrlich gestehen, dass ich irgendwie den Eindruck hatte, dass man ein paar Minuten der Handlung aus dem Labor schlicht vergessen hat, jedenfalls gestaltet sich die Wiederaufnahme des Handlungsfadens etwas seltsam und man braucht einen Moment um sich zurecht zu finden. Ist dies erst einmal geschehen, so steht einem wahren Hörgenuss aber nichts mehr im Wege, denn die Situationen spitzen sich auf beiden Seiten zu und es bleibt spannend, bis zum Ende des zweiten Teils. Auffällig ist, dass es bei dieser Episode stellenweise wieder einmal arg blutrünstig zugeht und diese Folge somit eindeutig nicht in Kinderhände gehört (eine Kostprobe bekommt man ja schon bei obigem Kladdentext). Wieder werden einige Brocken an Informationen preisgegeben, die diesmal etwas mehr Verständnis in die Folgen 14-16 bringen. Der einzige Faktor, der etwas enttäuschend ist, ist die Spielzeit, denn die beträgt grade mal 40 Minuten, während der erste Teil satte 66 Minuten vorzuweisen hatte. Okay, 100 Minuten Spielzeit sind für einen Zweiteiler sicherlich in Ordnung, aber man hätte die Verteilung auch anders vornehmen können. Ansonsten bekommt man hier aber über die volle Spielzeit gute, spannende, atmosphärische und tendenziell ekelige Unterhaltung geboten.


    Sprecher:
    Da es sich um einen Zweiteiler handelt, sind 90% der Sprecher bereits aus der ersten Folge bekannt. 3 neue Stimmen kommen hinzu. Zum einen sind da Hannelore Minkus und Werner Ehrlicher, die Joyce Kramers Eltern Marja Alfred spielen. Gemeinsam mit Burns-Sprecher Bernd Vollbrecht haben sie eine unglaublich atmosphärische Szene, die Erinnerungen an Folge 6 „Die Totenmaschine“ weckt. Doch auf diese Szene wird noch eins draufgesetzt, nämlich durch die Leistungen von Uwe Büschken als infizierter „Chris Evans“. Wenn er, hilflos und eingesperrt, um sein Leben schreit, dann ist Gänsehaut garantiert. Somit kann ich auch hier abermals nur zu dem Ergebnis kommen, dass die Sprecherleistungen hervorragend sind.


    Musik und Effekte:
    Die Musik und die Effekte … wie oft habe ich schon in vergangenen Rezensionen geschrieben, welch großen Anteil sie an der einzigartigen Atmosphäre dieser Serie tragen? Und auch bei seinem neuesten Streich lässt sich Produzent Volker Sassenberg in diesem Punkt nicht die Butter vom Brot nehmen. Im Gegenteil: In dieser Folge kann man mal wieder so richtig zur Höchstform auflaufen und zeigen, was man durch geschickte Kombination von Musik und Effekten für außergewöhnliche Atmosphäre schaffen kann. Die Musik ist düster und unheilsschwanger wie gewohnt und könnte wieder einmal ganz ohne Frage auch für einen teueren Film komponiert worden sein … und dann ist sie ganz einfach wieder da: Diese imposante Atmosphäre, die man in den Folgen 14-16 doch irgendwie vermisste.


    Fazit:
    „Neun Morde“ ist ein würdiger Abschluss, eines gelungenen Zweiteilers und steht dem ersten Teil in fast nichts nach. Sehr eigenartig bleibt nur der Umstand, dass es so wirkt, als würden ein paar Minuten des Hörspiels schlicht fehlen (was auch die Diskrepanz zwischen den versprochenen 48 Minuten und den tatsächlichen 40 Minuten Spielzeit möglicherweise erklären könnte). Dennoch bietet die Folge genau das, was man als Fan der Serie erwartet: Einige Happen an Aufklärung alter Rätsel und eine Portion an neuen Rätseln, damit es auch in Zukunft nicht langweilig wird. Der Zweiteiler hat meine Begeisterung für die Serie (die nach dem letzten Zweiteiler etwas eingeschlafen war) neu geweckt und man kann nur hoffen, dass man nun wieder kontinuierlich Folgen auf diesem Niveau veröffentlicht und von weiteren „aufgeblasenen Lückenfüllern“ absieht. Das hier ist wirklich „Kopfkino“ der allerersten Klasse. TOP!


    ***** / *****


    © 30.03.06 by lord gösel / Hörspiel-Maniac


    Inhalt:
    Bleigrauer Dunst hatte dem Tag seine letzte Wärme genommen. Nasses Laub bedeckte Gras und Steine. Ein letztes Mal spiegelte sich der Mahagoni-Sarg in ihrer dunklen Sonnenbrille. „Jemand wird dafür bezahlen. Früher oder später.“ Die Luft roch nach Moos und Trauer. Tief unter Vancouver ist der nackte, ausgemergelte Leib von Schläuchen umspannt. Der Mann stirbt. Die Zeit wird knapp. Es bleibt keine Wahl!


    Story:
    Mit den Folgen 17 und 18 erscheint ein weiterer Zweiteiler der Erfolgsserie „Gabriel Burns“. Ein Grund zum Freuen? Diese Frage ist angesichts des letzten Zweiteilers (15/16), der irgendwie künstlich in die Länge gezogen wirkte, überaus berechtigt. Doch ich kann direkt zu Beginn Entwarnung geben. Obwohl dieser neue Doppelschlag 20 Minuten länger ist als der letzte Zweiteiler (also insgesamt etwa 106 Minuten), geht es hier eigentlich zu keiner Sekunde langweilig zu. Die Erklärung hierfür ist schnell gefunden: Es gibt wieder einiges an Enthüllungen: So erfährt der Hörer auf der einen Seite einiges über Joyce Kramer und deren Verbindung zu Bakerman und auf der anderen Seite taucht Larry Newman wieder auf der Bildfläche auf. Während nun Steven und Joyce nach Kanada reisen, um sich um Joyce Eltern „zu kümmern“ gewährt Bakerman Larry Einblick in einige unglaubliche Dinge. Das Konzept der Serie bleibt also bestehen. Man präsentiert dem Hörer gekonnt einige Häppchen, die Geschehnisse aus anderen Folgen in einem neuen Licht erscheinen lassen (in diesem Falle unter anderen die Episode 8 „Nebelsee“) spinnt den Gesamtfaden der Serie aber dennoch so weiter, dass neue Fragen aufgeworfen werden. Dennoch merkt man, dass bald einfach etwas Entscheidendes passieren muss. Freunde atmosphärischer Gruselunterhaltung und Burns-Fans kommen bei der Handlung mal wieder voll auf ihre Kosten.


    Sprecher:
    Sprechertechnisch ist in dieser Serie bisher nur ganz selten was daneben gegangen und an daran ändert auch die 17. Folge zum Glück nichts. Zu den Stammsprechern der Serie (Kluckert, Bernd Vollbrecht, Bianca Krahl und Björn Schalla) braucht man eigentlich keine großen Worte zu verlieren, denn die sind gut wie immer. Auch die Nebenrollen der Folge sind mit Barbara Ratthey (Dr. Phillips), Karl Schulz (Payton), Claudia Urbschat-Mingues (Aileen) und Wilfried Herbst (Prof. Jiang Luong) überaus gelungen besetzt, so dass man hier abermals schlichtweg hervorragende Sprecherleistungen geboten bekommt.


    Musik und Effekte:
    Im vorangegangenen Zweiteiler mangelte es oft an Szenen, die man eindrucksvoll umsetzen konnte, davon gibt es dann bei „Was ist das Leben?“ zum Glück direkt eine ganze Menge. Man hat seinen ureigenen Stil mittlerweile scheinbar perfektioniert, denn die Atmosphäre die bei diversen Szenen durch die geschickte Kombination aus Musik und Effekten entsteht ist so dicht, dass man sie beinahe anfassen kann. Abermals ein ganz großes Kompliment an Volker Sassenberg und sein Team. Doch man beherrscht nicht nur die „speziellen“ Szenen, sondern auch gewöhnliche und alltägliche Situationen setzt man in dieser Produktion mit einer unglaublichen Liebe zum Detail in Szene. Technisch gesehen präsentiert man sich absolut auf der Höhe der Zeit und zeigt eindrucksvoll, wie man das „Kopfkino“ richtig stimuliert.


    Fazit:
    „Gabriel Burns“ meldet sich mit einem Paukenschlag zurück! Der erste Teil des neuen Zweiteilers lässt den Hörer relativ schnell die beiden letzten Folgen der Serie vergessen und beweist, dass man doch noch die richtige Balance kennt, um sowohl ein spannendes Einzelabenteuer vorzulegen, aber gleichzeitig die Gesamthandlung voranzutreiben. Mich hat „Was ist das Leben?“ jedenfalls völlig in seinen Bann ziehen können und der Cliffhanger am Ende ist mal wieder ZIEMLICH fies ausgefallen. Zum Glück kann man den zweiten Teil ja direkt in den Player einwerfen und erfahren, wie es weiter geht. Auch wenn ich in der Vergangenheit etwas den Glauben an die Serie verloren hatte (nach dem unglaublichen Doppelschlag 12/13 baute man leider stark ab), so hat man mich hiermit wieder vollends überzeugt. Für Fans der Serie einfach ein Muss und auch jeder andere Hörspielfan kann in dieser Folge sehr eindrucksvoll nachhören, wie moderne Hörspielunterhaltung auf hohem Niveau zu klingen hat. TOP!


    ***** / *****


    © 30.03.06 by lord gösel / Hörspiel-Maniac