Beiträge von Sirius


    Hab nur das Bild von dem Herren "Fantasyautor" gesehen und musste schon lachen :D

    Edgar Allan Poe, Folge 13 - Schweigen:
    Ich hab mich hier ja selten allzu positiv über EAP geäußert, aber hier muss ich sagen: Hammer! Wie die Folge ihre Spannung von der ersten Sekunde an aufbaut und hält, obwohl eigentlich nichts passiert (?) fand ich echt gigantisch. Bei diesem Teil hat sichs echt gelohnt, die Serie noch nicht aufgegeben zu haben. Hoffentlich gehts so gut weiter.


    Jack Slaughter, Folgen 5 und 6 - Am Ende der Welt und Im Land der Vampire:
    Ja, schon gut. Aber leider verliert die Serie doch irgendwie ihr Tempo. Die Sprecher, vor allem Simon Jäger, agieren wieder auf gut gelauntem Hochniveau, aber das Drehbuch erlaubt es leider nicht, mehr als einen "netten" Plot mit "irgendwie lustigen" Dialogen hinzubekommen. LPL sollte sich unbedingt mal gute Autoren besorgen, die seinen Serien mal richtig einheizen!

    Zitat

    Original von stilllife33
    Mit Revolution hat das mal gar nichts zu tun, aber ist ja gut ich hör schon auf.
    Trotzdem kann es nie schaden wenn man sich mal Gedanken macht wo man seine Sachen kauft, und wer dahinter steckt.


    Ich glaube nicht, dass Sony weniger böse ist als Axel Springer.



    Edit: Die beiden sitzen eh schon geraume Zeit im selben Boot. War doch klar.
    http://www.horizont.net/aktuel…-International_40336.html
    http://www.pressrelations.de/n…_pm&quelle=0&profisuche=1


    Ich als eifriger Jan-Gaspard-Hörer wußte doch sofort, dass da was nicht stimmen kann. Pass auf Stillife, die Bösen sind nicht nur die, denen man es sofort ansieht, wie die Bildzeitung. z.B. finden auch alle Apple ganz toll und vergessen dabei die schlimme, schlimm Umweltbilanz dieses Konzerns. Bei Sony wirds nicht besser sein.


    *Verschwörungstheoriemodus aus*

    Zitat

    Original von stilllife33
    Kann null nachvollziehen wie man als denkender Mensch sich überhaupt Gedanken machen kann, ob man diese Edition benötigt oder nicht ! Leute, sie ist von Bild, das sagt doch alles , bitte NICHT kaufen !!! Oder lest ihr etwa auch noch täglich diesen Schund ?


    Najaaa, für 3,33 Euro?! Und die Hörspiele sind doch die selben Originale wie die originalen Originale?! Ich hab, btw., auch ein paar Bände aus der Bild-Comic-Bibliothek gekauft, auch wenn die mit Abstand nicht so gut waren wie die von der FAZ. Ich könnte mich sogar mit der Volks.Pizza von Oetker anfreunden, obwohl die vier großen Buchstaben draufstehen. Die Frage ist: Heiligt der Zweck die Mittel, wenn dadurch mehr Leute auf dieses tolle Medium "Hörspiel" aufmerksam gemacht werden? Und: Interessiert es mich, wer oder was da auf dem Cover steht?

    Lustig, genau dieses Buch hab ich heute auch gelesen. Ist ein kurzes Vergnügen, aber mit ausdrücklicher Betonung auf "Vergnügen"! Ich kann mir das schön als feines und kurzweiliges Hörbuch vorstellen.

    Zitat

    Original von blackmail82


    Sind das bei Dir im Müller die "Bild-Originale" oder ganz normal die Europa-Originale?


    ...Müller hat übrigens ab und an so Aktionen. Dieses Jahr gab es schon mal ein paar Folgen Teufelskicker auf CD für 2,99 und auch "Das kleine Gespenst" für den gleichen Preis. Vielleicht ist das nur ne Aktion und nicht der Standard-Preis?


    Es sind die "Bild-Originale" und auch deutlich als diese ausgezeichnet. Weiß nicht, obs ne Aktion ist, hab keinen Handzettel von denen gesehen, war aber auch seit Wochen nicht mehr in meiner Heimatstadt.


    Dann sollte ich wohl zuschlagen?

    Prinzipiell höre ich eher Hörspiele.


    Differenzieren sollte man die Diskussion vor allem bei Adaptionen. Ich denke, dass sich manche literarischen Werke einfach wesentlich besser als Lesung umsetzen lassen, da bei einer Hörspieladaption zuviel vom ursprünglichen Werkcharakter verloren geht. Das beste Beispiel hierfür sind vielleicht die Erzählungen und Romane von H.P. Lovecraft: Die LPL-Lesungen sind ungeschlagen, bei den Hörspiel-Umsetzungen (bspw. von Titania) geht mir zuviel von Lovecrafts ganz eigener Sprachwelt verloren (gut, da ist natürlich schon die Übersetzung eine Hürde). Unproblematisch sehe ich das bei Groschenromanen an: Als Hörspiel können die immer noch unterhaltsam sein. Wenn ich mir den Mist als Lesung anhören müsste, würde ich von der einfachen Sprache ziemlich schnell extrem angenervt sein. Ich konnte mir nichtmal die Wolfgang Pampel-Lesung von Illuminati länger als zwei Kapitel anhören. Wie das erst bei Wolfgang Holbein oder Jason Dark wäre...brrr. Aber das ist natürlich nur mein persönlicher Geschmack.


    Das beste sind dann natürlich Hörspiele, deren Vorlage auch nur für dieses Medium geschrieben wurden. Deshalb rockt bspw. auch DODO so: Das ist eine Geschichte, die so nur in als Hörspiel erzählt werden kann.

    Wow, ein sehr mutiger und emotionaler Beitrag. In mancher Hinsicht bin ich geneigt dir zuzustimmen: Vor allem was der Titel deines Themas ("Das Ego") anklingen lässt, scheint mir stets diskussionswürdig. Für wen werden Rezensionen eigentlich geschrieben? Gibt es wirklich eine Zielgruppe oder befriedigt der Rezensent nur seine eigene Schreiblust? Mit welcher Legitimation veröffentlicht er seine subjektive/objektive (hierzu gibts genug andere Beiträge, nehm ich an) Meinung? Und was macht eine Expertenmeinung überhaupt aus (auch das wurde kürzlich schon annähernd diskutiert)?


    Andererseits finde ich überhaupt nicht, dass der Ton hier sonderlich aggressiv ist. Tatsächlich ist dies das zivilisierteste und freundlichste Forum, in dem ich in meiner langjährigen Internetreise aktiv war. Die meisten (eigentlich alle?) Leute können ziemlich gut (deutsch) schreiben, bewahren höfliche Umgangsformen und sind auch sonst total in Ordnung! Klar, manche sind schon sehr von ihrer unwiderlegbaren Meinung eingenommen, aber das gehört auch zur üblichen Forenkultur, da darf man sich keine großen Gedanken machen.


    Bleibt noch ein kurzer Einschub:


    Zitat

    Original von Apfel
    Dabei gibt es so rein keine Experten, die veröffentlichen. Mir ist jedenfalls keiner bekannt. Es kam mal das Argument, dass nur diejenigen akzeptable Rezensionen schreiben dürfen, die wissen, wie man das rezensierte Produkt auf die Reihe bekommt. Und wisst ihr was? Genauso ist es! Man nimmt Filmrezenssionen von Regisseuren ernster als die von Leuten, die noch nie hinter einer Kamera gestanden haben. Bücher werden mit Empfehlungen anderer Schriftsteller versehen in den Handel gebracht, Theaterstücke schmücken sich mit den Lobhymnen von Fachmagazinen, deren Beiträge von Regisseuren und Schauspielern stammen. Und diese Medien haben einen wesentlich längeren Lebenslauf hinter sich, haben sich wesentlich mehr Zeit damit gelassen, Experten herauszufiltern. Warum sollte ausgerechnet der Hörspielmarkt eine Ausnahme sein? Warum ist das so, warum gibt es keine Bewertungen von Machern über Macher?


    Ganz schwieriger Punkt. Einerseits bin ich vollkommen dagegen zu sagen, dass nur Praktiker über ihre Praxis und die von anderen schreiben sollten. Am Anfang meines Studiums hat man mir immer gesagt: "Glaub keinem Künstler, was er über sein Kunstwerk sagt." Andersherum gewendet - und das ist meine berufliche Legitimation - sind Kunstwissenschaftler die besseren Kunstkritiker. Man könnte also annehmen, es braucht eine fachliche Qualifikation zur Kritik. Der Verband der deutschen Filmkritik hat beispielsweise nur 300 Mitglieder. Aber jedes Lokalkäseblatt hat irgendjemanden, der Filmkritiken schreibt; sind diese Rezensionen von nicht fachlich ausgebildeten Schreiberlingen notwendig schlecht? Bestimmt nicht, aber es wird gewiss dort schon zu viel Mist produziert. Ich schrieb ja schon: Ganz schwieriger Punkt.


    Ich persönlich würde mich ja über eine stärker "wissenschaftliche" Herangehensweise ans Rezensieren freuen. Aber nicht jeder hier hat studiert und nicht jeder versteht auf Anhieb die gehobene und gestochene Sprache hochqualifizierter Rezensenten. Ganz abgesehen davon, dass es hier zumeist um reine Unterhaltungsware* geht.


    Es ist jedenfalls gut, dass diese Meta-Diskussionen sich derzeit häufen. Ich habe auch ziemliche Schwankungen im Rezensionsniveau der letzten Zeit ausgemacht, gepaart mit seltenen, aber pointierten "Totschlagargumentsdiskussionen" (z.b. bei meinem Steckenpferd O23).


    Ein Vorschlag meinerseits: Ein Sammelthread könnte eröffnet werden, in dem besonders gelungene Rezensionen herausgehoben werden und mit einer Begründung gelobt werden. Daran könnten sich andere Schreiber ein Beispiel nehmen.
    Das ginge natürlich auch andersherum mit einem Thread für ganz schlimme Rezensionen, aber man sollte da lieber niemandem zu nahe treten.



    Uff, bissl unstrukturiert geschrieben, wie immer bei meinen nächtlichen Forumsbesuchen. Ich hoffe, meine Hauptpunkte sind klar geworden:


    1. Zielgruppe und Legitimation der Rezensionen prüfen.
    2. Qualifikation der Rezensenten bedenken.
    3. Qualität der Rezensionen diskutieren.




    *nichts gegen Unterhaltungsware als Objekt wissenschaftlicher Herangehensweise. Ich verabscheue "haut gout"-Urteile.

    Zitat

    Original von Captain Blitz


    Ich weiß worauf Du anspielst, aber da liegt die Sache etwas anders. Der Cherusker spekuliert hier über die Gedankengänge der Rezensenten und Macher, aber er gehört zu keiner der Gruppen und kann deshalb darüber nichts sagen.


    Über das tatsächlich Ergebnis, was beide Gruppen abliefen, dann schon eher.


    Ah, stimmt ja. Da hast du natürlich recht.


    Ich will mich auch gar nicht größer einmischen, aber ich finde es wirklich gut, wenn immer mal wieder drüber reflektiert wird, was eine "Rezension" eigentlich ist, bewirkt und wie sie rezipiert wird. Wie auch bei den Produzenten lauert auf die Rezensenten wohl ständig die Gefahr, selbstgenügsam und -gefällig Produkte/Rezensionen abzuliefern, ohne über Sinn, Zweck, Art und Weise des eigenen Vorgehens nachgedacht zu haben.

    Ich kann mir schwer vorstellen, dass es etwas mit dem persönlichen Hörspiel-/Hörbuch-Konsum zu tun hat, ob man ein guter Zuhörer ist. Das Problem bei der "Hörspiel-Empfänglichkeit" - hier geht es um deine Kindergartenkinder - ist wohl eher die jeweilige Rezeptionsleistung des Zuhörers. Hörspiele verlangen, wie auch Bücher, Filme, Fernsehen, Comics etc. eine Induktionsleistung vom Rezipienten. Alle diese Medien haben "Leerstellen", die vom Leser/Hörer/Zuschauer gefüllt werden müssen: Beim Hörspiel ist es beispielsweise der Nachvollzug eines Szenenwechsels oder die Verknüpfung eines Geräusches mit einem konkreten Geschehnis. Beim Comic sind es die Zwischenräume ("Gutter") zwischen den Panels, die vom Leser irgendwie mit Inhalt gefüllt werden müssen*, bei Romanen und Filmen z.b. die Differenzen zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit**. Beim Fernsehen muss man u.a. die Einstellungswechsel miteinander in Bezug setzen können.
    Diese Induktionsleistung muss, so merkwürdig das klingt, gelernt werden. Wer noch nie ein Hörspiel gehört hat, muss sich erst auf die Eigenheites des Mediums einlassen. Wer noch nie einen Film gesehen hat, versteht vielleicht nicht, was es bedeutet, wenn die Hauptdarsteller plötzlich rauchend im Bett liegen***. Dieser Lernprozess funktioniert vermutlich mehr oder weniger automatisch (fragt da mal einen Psychologen), muss aber erst durchgemacht werden. Vielleicht verstehen deine Kindergartenkinder deshalb erst mit der Zeit, wie so ein Hörspiel funktioniert (Ganz abgesehen davon, dass man natürlich auch lernen muss, still zuzuhören, aber das ist eine andere Geschichte ;) ).



    Kurzum: Es gibt da wohl verschiedene Faktoren, aber die Hörspielsozialisation gehört bestimmt mit dazu, man kann nicht alles auf die jeweilige "Aufmerksamkeitsspanne" schieben. Es gibt vermutlich Leute, die sehr gut zuhören können, obwohl sie nie ein Hörspiel gehört haben. Aber vielleicht können die sich beim Lesen auch gut konzentrieren ;)



    *Das lernt man wunderbar bei Scott McCloud: Comics richtig lesen. Hamburg 1994.
    **Dazu Wolfgang Iser: Die Appellstruktur der Texte. Unbestimmtheit als Wirkungsbedingung literarischer Prosa. Konstanz 1970 (Wikipedia).
    ***Ein ehemaliger Kommilitone erzählte mir, dass sein Vater nicht fernsehen könnte. Er würde einfach nicht nachvollziehen können, was da passiert; zumal er sein Leben lang keinen Fernseher besessen habe.

    Zitat

    Original von Captain Blitz
    Die Suchfunktion wäre schon mal ein toller Tipp! ;)


    Ich habe die beiden Threads mal zusammengefügt, hier dürften schon ein paar nützliche Tipps zu finden sein.


    Sooooorry, was für ein dummer Anfängerfehler. Ich war mir sicher, schonmal deswegen die Suchfunktion benutzt zu haben... war wohl doch nicht so :gruebel:


    Danke fürs Auf-die-Sprünge helfen!



    Edit: Hier gibts ja leider nur Karl-May-Empfehlungen. Kennt denn jemand Western-Hörspiele, die vielleicht eine andere Vorlage haben? Gefallen würde mir ja was in Richtung Sergio Leone oder (ganz anders) John-Wayne-Western...

    Motiviert durch den sehr interessanten und super informativen (und kaufanreizigen!) Piraten-Hörspiel-Thread wollte ich mal fragen, ob ihr mir auch Western-Hörspiele empfehlen könnt. Da ich im Moment mal wieder voll aufm Country-Trip bin, wäre eine passende Geschichte mit Colts, Pferden und echten Männern (von mir aus auch Indianer und Frauen ;) ) genau das richtige. Was gibts denn so außer den Karl-May-Hörspielen von Europa?


    Dankeschön schonmal für tolle Tipps! :)

    Zitat

    Original von Captain Blitz


    Auch mehr oder weniger wirtschaftliche Gründe, denn die ziehen vom Namen her sicherlich mehr als Corvus Corax.


    Das soll hiermit mal angezweifelt sein. Jasmin Wagner zieht Kundschaft? Hihihi. Egal, das ist wohl die Diskussion nicht wert. Ich finds einfach schade, dass Corvus Corax nicht "live" dabei waren. Saltatio Mortis wären noch besser gewesen ;)

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    Original von Captain Blitz


    Brauchst Du auch nicht nachvollziehen.


    Mit Marius Clarén wurde z.B. ein Profi ins Studio geholt, den man auch in anderen Produktionen einsetzen kann, willst Du das mit Corvus Corax auch so machen und die in jeder Sassenberg-Produktion featuren, die mit der Session aufgenommen wurde.


    Das sind wirtschaftliche Gründe, die ich nachvollziehen kann. Erklärt aber noch nicht, warum Jasmin Wagner oder Smudo oder sonstwer damals bei Gabriel Burns gefeaturet wurden.


    Zitat


    Ich bezweifel, dass sie keine Zeit hatten, sondern sie einfach nicht gebucht worden sind, fertig. Ich glaube kaum, dass alle von Corvus Corax talenttechnisch auf einem Level sind, zuviele unbekannte Faktoren. Dann lieber Vollprofis und nachts besser schlafen können.


    Schonmal Corvus Corax getroffen, auf nem Konzert erlebt oder ihre Märchen-CD gehört? ;)
    (Da sind Jasmin Wagner, Smudo, Jimmy Pop und Bela B. bestimmt nicht besser...)

    Ich fands toll. Für mich als Mittelalter-affinen Menschen gabs da vieles wiederzuentdecken, was man von diversen Festivals und Spektakulums kannte. Corvus Corax sind in ihrer Schilderung auf jeden Fall wiederzuerkennen. Hier ist aber das große Manko zu sehen: Die Atmosphäre wäre (natürlich vor allem für Szenegänger wie mich) noch wesentlich besser mit den Originalstimmen gewesen. Captain Blitz' Einwurf, dass es besser sei, auf "solche Experimente" zu verzichten kann ich nicht nachvollziehen; bei Gabriel Burns hat Sassenberg es auch oft und problemlos geschafft Nicht-Profisprecher als Gaststars einzubinden, ohne dass dies negativ aufgefallen wäre. Und Corvus Corax sind gewiss nicht die unbegabtestens Sprecher! Ich nehme einfach mal an, dass sie keine Zeit hatten.


    Trotzdem: Eine klasse Folge, die zeigt, dass sich Point Whitmark auch über längere Strecken auf hohem Niveau bewegen kann. Ich freu mich schon auf die nächste Folge! :)