Die Gefahr des Illegalen

  • Auch ich halte Abmahnungen für keine Lösung. Sicher kann man damit die Kosten wieder reinholen, aber wer glaubt damit wirklich die Leute vom Gegenteil überzeugen zu können, ist auf dem Holzweg. Strafen haben meines Wissens noch nie dafür gesorgt, illegales Handeln zu unterbinden und können es höchstens eindämmen. Dabei ist es egal ob es sich um Urheberrechtsverletzungen, überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr, Diebstahl oder schwere Verbrechen handelt.


    Das wäre mir im Endeffekt wurscht wo das Geld herkommt oder ob damit was eingedämmt wird. Wer so blöde ist und sich wieder strafbar macht und die Quittung bekommt, bitte.

  • Sorry, aber was soll man mit so einer hingeschluderten Antwort anfangen. Soll das ein Argument für irgendwas sein? Womit belegst Du das? Wie groß ist die Fangemeinde?


    Und wenn man mal so schaut, welche Verkaufszahlen Sinclair, DDF und Co. haben, yo, stimmt, klitzekleine Fangemeinde und eigentlich gar kein Potential. Wofür wird dann der ganze Quatsch überhaupt produziert? Also echt ey, alle Macher sind blöd.


    Also ist das jetzt deinerseits die Lizenz zum Saugen?


    Stimmt, meine Antwort war unter Zeitdruck erstellt.


    Der Grund, warum Hörspiele nicht erfolgreich sind ist, dass die Fangemeinde verschwindend gering ist! Außer uns Freaks die Hörspiele schon 20-30 Jahre hören, gibt es kaum Erwachsene die noch Hörspiele hören!


    Hörspiele hatten eine Chance als Unterprodukt der Hörbücher. Seitdem der Hörbuchboom sich normalisiert hat, haben Hörspiele sogut wie keine Chance mehr. In den Köpfen der meisten Deutschen ist ein Hörspiel was für Kinder.


    Natürlich soll das keine Lizenz zum Saugen sein. Ich wollte lediglich sagen, dass der Grund für die ausbleibenden Verkaufszahlen der Hörspiele eher mit dem Stempel zu tun haben den Hörspiele haben, nämlich "Kinderkram" und eher weniger mit illegaler Sauerei.

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Und warum läuft dann Sinclair so gut? Das mit den Hörbüchern kam erst später, nach dem Hörspielboom. Haben da auch alle gesagt, dass das plötzlich alles für Kinder ist? Das bezweifel ich mal ganz stark. Als es richtig losging, ausgelöst durch Sinclair 2000, da war nicht mal ansatzweise von so einem Dünnpfiff wie "Untersparte der Hörbücher" die Rede.

  • Dieser ganze Illegale Tausch ist dadurch entstanden, dass die Content-Industrie (allgemein) es versäumt hat, beim Aufkommen von MP3, einen passenden Shop eröffnen. Es hat Jahre gedauert, bis erst iTunes und später Musicload kamen, da war das Kind jedoch schon im Brunnen.

    Das ist ein sehr gern gesagtes Argument, aber da die Sauger nur Saugen, weil es KOSTENLOS ist, glaub ich nicht, das die schnellere Einführung eines mp3-Shops geholfen hätte...

  • Zitat

    Und warum läuft dann Sinclair so gut? Das mit den Hörbüchern kam erst später, nach dem Hörspielboom. Haben da auch alle gesagt, dass das plötzlich alles für Kinder ist? Das bezweifel ich mal ganz stark. Als es richtig losging, ausgelöst durch Sinclair 2000, da war nicht mal ansatzweise von so einem Dünnpfiff wie "Untersparte der Hörbücher" die Rede.



    Sinclair ist erstens reine Unterhaltung und das verkauft sich besser als z.B. Freud und zweitens und das ist das wichtigste: Lübbe ist ein Reisenverlag mit entsprechenden Mitteln um Werbung zu schalten. Kleine Label haben das Geld nicht!

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Lübbe ist ein Reisenverlag mit entsprechenden Mitteln um Werbung zu schalten

    Lübbe ist eigentlich ein KLEINER Verlag mit _kleiner_ Belegschaft, im Vergleich zu anderen. Sie sind "nur" sehr gut aufgestellt und schwimmen daher ganz oben. Und sooooooooviel Geld gibt Lübbe für Werbung auch wieder nicht aus. Sinclair hat zur Anfangszeit auch keinerlei große Werbung bekommen. Erst als der erste große - überraschende (!) - Erfolg da war, gab es eine Kinowerbung für die SE, die aber oft im Kino unterging, weil schlecht positioniert, wird wohl nicht viel gebacht haben...

  • Sinclair ist erstens reine Unterhaltung und das verkauft sich besser als z.B. Freud und zweitens und das ist das wichtigste: Lübbe ist ein Reisenverlag mit entsprechenden Mitteln um Werbung zu schalten. Kleine Label haben das Geld nicht!


    Es spielt keine Rolle wie groß der Verlag ist, verkaufen muss sich die Serie trotzdem und das tut sie nun mal. Sinclair ist aber nicht für Kinder, von daher ist das mit dem Beispiel Quatsch. Davon mal ab, Lübbe Audio muss sich selber tragen und für sich selber Rechenschaft ablegen, gerade in größeren Verlagen dürfte sowas viel enger beäugt werden.

  • Es spielt keine Rolle wie groß der Verlag ist, verkaufen muss sich die Serie trotzdem und das tut sie nun mal. Sinclair ist aber nicht für Kinder, von daher ist das mit dem Beispiel Quatsch. Davon mal ab, Lübbe Audio muss sich selber tragen und für sich selber Rechenschaft ablegen, gerade in größeren Verlagen dürfte sowas viel enger beäugt werden.


    Vielleicht liegt es auch daran das Sinclair als Heft schon sehr bekannt ist und einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Sinclair an sich ist schon eine Marke und wenn man die Heftromane mochte wird man sicher auch die CDs kaufenn.

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Vielleicht liegt es auch daran das Sinclair als Heft schon sehr bekannt ist und einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Sinclair an sich ist schon eine Marke und wenn man die Heftromane mochte wird man sicher auch die CDs kaufenn.


    Aber was hat das alles mit "Hörspiele = Kinderkram" und kleinem Markt zu tun?

  • wichtig ist aber schon, dass medium zu entkindern. also die benjamin blümchen-kinderkram vorwurfsmasche muss theoretisch einfach mal bekämpft werden. ja heroisch besiegt von einem elfen mit dämonenpeitsche! ich habe früher eigentlich nie hörspiele gehört, aber mit über 30 durch zufall bemerkt, dass sie mir in vielen situationen am tag ebensoviel spass bringen ( oder sogar mehr!) als bücher, filme, schlafen und schokoladenkuchenessen. und dies kann ja auch mit millionen anderen passieren. somit wäre ein markt eben da, aber die meisten potentiellen kunden wissen eben noch nicht einmal etwas von der gesamtheit an tollen erwachsenenhörspielen. oder verleugnen ihr wissen aus diversen gründen.
    und nun der bogen zum illegalen download: wichtig ist natürlich auch dem hörspiel eine grössere anmutung zu geben, so dass es eben nicht nur die datei ist, sondern das gesamtpaket. ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass nun für alle zeit die nachwachsende konsumentenschicht auf jedes rundherum um die nackte datei verzichten möchte. vielleicht müsste es einfach mal das eigene bereitstellungsmedium für hörspiele geben. den speziellen hörspieldatenträger mit spezialeffekten. also quasi die pflicht für die kundschaft etwas zu erwerben, da die einfache datei alleine nicht wirklich funktioniert. wie es bei computerspielen mit zusatzkrams ja auch versucht wird.
    letztendlich nützt es ja nichts, wenn niemand mehr illegal zeux runterlädt, aber auch niemand irgendwas kauft. also muss schlussendlich der kaufanreiz erhöht werden. ich kaufe ja nichts, um irgendwem - ausser eben mir persönlich - einen gefallen zu tun. und wahrscheinlich laden ja wenige illegale legales illegal runter, damit sie damit irgendwem schaden?!?!
    schlussendlich kann ich mich aber in einen menschen eh nicht reinversetzen, welcher eine spezielle nische liebt, aber nie ein produkt daraus käuflich erwerben würde (den aspekt des eh nicht leisten könnens mal ausgeblendet).

  • Aber was hat das alles mit "Hörspiele = Kinderkram" und kleinem Markt zu tun?


    So jetzt führen wir beides zusammen. Es gibt zwei Arten von Hörspielen die sich gut verkaufen:


    1. Kinder und Jugend Hörspiele
    2. Hörspiele zu großen, bereits etablierten Marken wie z.B. John Sinclair, Star Wars oder Drei Fragezeichen


    zu 1) Da Hörspiele in erster Linie als Produkt für Kinder angesehen werden, verkaufen sich Kinderhörspiele am Besten.


    zu 2) Bei Marken wie Star Wars ist das Hörspiel dann so eine Art Fanartikel zum eigentlichen Produkt nämlich dem Film. Fanartikel zu bekannten Marken verkaufen sich immer gut.


    Weiterhin bin ich der festen Überzeugung, dass Hörspiele von der heute jungen Generation (15-25 Jahre alt), gar nicht als vollwertiges Produkt angesehen werden, sondern als kleiner Unterhaltungssnack für zwischendurch. Und kleine Snacks sollen entweder günstig sein oder gar nichts kosten. Günstig, würde ich so schätzen, ist nicht mehr als 5 €.

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Zitat

    Entweder du hast ein "NICHT" vergessen, oder das ,was du schreibst, ergibt kein Sinn. Natürlich bekommt die Staatsanwaltschaft die IP, wenn sie willl...


    Ja, hab ich in der Tat vergessen, aber eine an IP z.B. in den Niederländischen Antillen zu kommen.... Never.



    Zitat

    Du scheinst dich ja gut damit auszukennen.


    Ja, mein Label hat lange Zeit versucht dessen Herr zu werden....


    Zitat

    Wieso steigen die Verkaufszahlen dann nicht?


    Weil es keiner kauft, umsonst ja, aber für Kohle nicht, so einfach ist das.....


    Zitat

    Und wenn man mal so schaut, welche Verkaufszahlen Sinclair, DDF und Co. haben, yo, stimmt, klitzekleine Fangemeinde und eigentlich gar kein Potential.


    Ne deren Fangemeinde ist beständig, aber die kaufen dann auch kaum was nebenher.



    Zitat

    Als es richtig losging, ausgelöst durch Sinclair 2000,


    Ich denke du beziehst dich auf diesen Spiegel-Artikel .
    Wenn du siehst was da an Serien auf dem Markt waren und was dann danach alles auf den Markt geworfen wurde, da kann man doch genau sehen, das sehr viele auf den Zug aufspringen wollten.
    Das davon viele an ihrer eigenen Habgier zugrunde gegangen sind und dann entweder geschluckt wurden oder ganz vom Markt gingen ist doch normal.
    Bestes Beispiel Automobil Hersteller, wieviele Konzerne gibt es da noch in Europa bzw. weltweit und wieviel gab es vor 20 Jahren.



    Zitat

    Lübbe ist ein Reisenverlag mit entsprechenden Mitteln um Werbung zu schalten. Kleine Label haben das Geld nicht!


    Bedingt richtig, Lübbe hat gute Rahmenverträge mit Metro und anderen Konzernen, ja selbst Tankstellenketten, ein kleiner Verlag kann es sich gar nicht erlauben soviel "auf Halde" zu produzieren wie Lübbe.
    Ich möchte nicht wissen wieviele LKW´s alleine die JS2000 Folgen die bei den Metro Töchtern rumliegen füllen würden. Und die werden doch sogar teils in Baumärkten inzwischen verramscht.


    Freud, Macabros, Larry Brent, Dorian Hunter etc. sucht man meist verzweifelt und selbst auf Nachfrage können die meisten Ketten nichts besorgen, also bleibt da meist nur der Onlinekauf.


    @Blitz mach dir einfach mal eine Aufstellung wo man z.B. JS2000, DDF, TKKG überall kaufen kannst und dann mal wo man eine Hörspielserie deiner Wahl bekommen kann.
    Da wirst du den Unterschied sehen.

  • @Blitz mach dir einfach mal eine Aufstellung wo man z.B. JS2000, DDF, TKKG überall kaufen kannst und dann mal wo man eine Hörspielserie deiner Wahl bekommen kann.
    Da wirst du den Unterschied sehen.


    Ich bin damit beschäftigt mein eigenes Label auf den Weg zu bringen, das finde ich etwas wichtiger. ;)

  • Ich bin damit beschäftigt mein eigenes Label auf den Weg zu bringen, das finde ich etwas wichtiger. ;)


    Gerade da gehört eine Marktanalyse zwingend ins Konzept.


    Wenn man dein Label überall da bekommt wo man die genannten Serien auch bekommt, bist du wahrscheinlich auf dem besten Weg.

  • Bemerkenswerterweise finde ich, dass die illegalen Downloads gerade den drei Fragezeichen auch genutzt haben. Dadurch waren Anfang der 2000er Jahre die Verbreitung des Hörspiels weit größer als die reale Nachfrage am Markt gewährleistet hätte, was zur heutigen Bekanntheit der drei Fragezeichen beiträgt. Alles was zur Bekanntheit einer Marke beiträgt ist durchaus nützlich.


    Schade finde ich es, wenn ich erlebe, wie Leute die sich die 6€, die so eine Folge bei iTunes oder Amazon kostet durchaus leisten können, ganz ohne Gnade alles runterladen, von amerikanischen Fernsehserien über Spielfilme zu Hörspielen, Hörbüchern und eben Büchern. Es ist extrem schwer den realen Schaden einzuschätzen, der durch sowas entsteht. Hätte die betreffende Person das Produkt überhaupt wahrgenommen, wenn es nicht kostenlos zu erwerben gewesen wäre? Bestand eine reale Nachfrage - wäre also die Person willens und in der Lage gewsen das Produkt käuflich zu erwerben, hätte es keine andere Möglichkeit gehabt? Allzu oft ist die Antwort natürlich ja, und dann ist es nicht nur de jure, sondern auch de facto ein Schaden für die Kunst schaffenden. Da die Popularität von Hörspielen zuletzt gestiegen ist würde ich erwarten, dass auch die reale Nachfrage gestiegen ist. Ich hoffe doch schwer, dass sich das auch im Umsatz wiederspiegelt.


    Zu der IP-Adressen Erfassung der Abmahner muss gesagt sein: Diese Listen sind fehlerbehaftet. Der zugegebermaßen nicht ganz unpartaiische CCC schätzt sie auf so zehn Prozent. Das glaube ich so nicht, aber es sind reichlich falsche Adressen auf den Listen derer die abgemahnt werden.
    http://heise.de/-1199730
    http://heise.de/-1069835


    TOOOOOOOOOR! TOOOOOOOR! (Deutschland-Niederlande 1:0)


    Audible kenne ich nicht, ich bin aber ein großer Freund von Spotify. Ich nehme mal an, dass das sowas ähnliches für Hörspiele anstatt Musik ist? Also was mir an Spotify ist, dass es mir die Freiheit gewährt Dinge zu erkunden, auf die zu hören ich vorher im Traum nicht gekommen wäre, für 10€ im Monat.


    So habe ich neulich zufällig mal Metallica's "Wherever I May Roam" gehört - das haben sie zwar bei Spotify nicht, aber der Song kann auch aus der iTunes Bibliothek von der Platte gespielt werden. Von da kam ich zu der Coverversion von Apocalyptica mit vier Celli - zufällig auch im Suchergebnis - und von da zu einer anderen einer anderen Streicherkombo, die ein schönes Cover gespielt hat. Dann habe ich da Künstlerradio angeklickt und irgendwann kam dann ein Song wo mir richtig ein Schauer den Rücken runtergelaufen ist - "Divenire" von Ludovicio Einaudi. Ich bin also von Metallica zu Einaudi gekommen... ein ziemlicher übergang und sowas passiert einfach nicht wenn man die Titel denen man folgt erst kaufen muss.


    Ein anderer Fall - irgendwann habe ich über einen James Bond Film nachgedacht und einfach mal ein Album mit James Bond Titelliedern angehört. Ich höre mir Paul McCartney and Garbage, Tina Turner - naja die kenne ich schon. Irgendwann komme ich drauf, das Nancy Sinatras Song mir richtig gut gefällt. Und beginne mich dafür zu interessieren. Dieser "Boots are made for walking" Song ist also auch von ihr - das interessiert mich nun weniger, aber das eine der ersten Versionen von "Summer Wine" von ihr ist, das ich nur im Cover von den Corrs kenne, und viel besser klingt als bei denen, wusste ich wieder nicht.


    Man konsumiert Musik durch Spotify auf eine ganz andere Art und Weise. Man ist gar nicht mehr sosehr an das Diktat der Radiostationen gebunden und kann ganz anders in Musik vordringen als das noch vor ein paar Jahren der Fall war. Insofern ist es sicherlich eine Bereicherung und für Künstler eine froße Chance. Obwohl von Spotify selbst vermutlich nicht viele Künstler leben konnten.


    Bei Hörspielen mag das anders sein. Ein Hörspiel konsumiert man vielleicht eher wie man einen Tatort im Fernsehen anschaut. Man muss es nicht unbedingt nochmal hören, wenn man es einmal gehört hat, man will vielleicht einfach nur für eine Stunde unterhalten werden. Wenn man das für eine geringe Pauschale verfügbar macht (was zugegenermaßen beim beispielhaften Tatort ja der Fall ist. Die GEZ Gebühren bezahlen die Produktion) dann wird das gerade bei weniger angesagten Titeln eher den Markt kannibalisieren als interesse Wecken, als das bei Musik der Fall ist. Da gilt es die richtige Balance zu finden. Vielleicht nicht immer das allerneueste in sondern immer nur ein zwei Folgen...


    Eine Gegenreaktion die Spotify bei mir allerdings ausgelöst hat: Musik (und Hörspiele) werden in ihrer elektronischen Form immer abstrakter. Eine Folge von Zahlen zwischen 0 und ca 65000, 44100 pro Sekunde, redziert mit hochkomplizierten Algorithmen die jene Schwingungen entfernen, die ein Mensch sowieso nicht hören kann. Nachdem man bei Spotify nun nicht einmal mehr eine abstrakte Datei besitzt die Platz auf der Platte belegt und die man hin un her schieben und sicher kann und auf einem USB Stick mit sich rumtragen hat mir das einfach nicht mehr gereicht. Also habe ich mir wieder einen Plattenspieler angeschafft - nicht eine Folge von Zahlen wie bei einer CD sondern eine mechanische Schwingung gebunden an ein physisches Artefakt bei dem ich beim Abtasten zusehen kann, obwohl ich überhaupt keine Platten besaß. Mitlerweile besitze ich eine Platte mit der Superpapagei und eine weitere DDF Platte ist auf dem Weg.


    Die Bildschallplatte von der seltsame Wecker ist aber eine tolle Sache die sicherlich viele Leute die ähnlich empfinden begeistern könnte. Die Platte ist selbst ist ein kleines Kunstwerk die dadurch, dass sie sich auf dem Plattenteller dreht und im Vinyl selbst ist ganz anders zur Geltung kommt (Ich möchte aber dringend davon abraten im betrunkenn Zustand beim Abtasten zuzusehen, es kann einem so schon schwinderlig werden). Ich denke das es dafür - zumindest für etablierte Produktionen - durchaus einen Markt gibt. Das Label Nuclear Blast beispielweise scheint sich nicht zu Schade, Platten von neuen Alben für 20€ zu verkaufen die man auch umsonst bei Spotify hören kann oder für 9€ bei Amazon runterladen. Und auch unterschiedliche Versionen zu pressen, also mit unterschiedlich Farb und Bildmotiven auf der Platte.


    PS: Mussten sie unbedingt die Titelmelodie auswechseln als die Platte neu gemastert haben??


  • Gerade da gehört eine Marktanalyse zwingend ins Konzept.


    Wenn man dein Label überall da bekommt wo man die genannten Serien auch bekommt, bist du wahrscheinlich auf dem besten Weg.


    Also ich habe Mind Napping noch nicht in einem Tonträgerhandel gesehen.


    - Unser Saturn in Bremen hat eigentlich viele Hörspiele wie z.b. Gruselkabinett, Geister-Schocker, diverse Krimis wie Sigmund Freud. Alles aber teurer als bei amazon.de oder pop.de, erheblich teurer.
    - Die Buchhandlung um die Ecke hatte immer die Neuerscheinungen vom Hörverlag, DAV und z.B. Lübbe. Nun ist der Buchladen allerdings geschlossen.
    - Dann haben wir Media Markt der hat maximal 30 verschiedene Hörspiele in der Auslage, jedes Hörspiel 1x
    - Zu guter Letzt kommen dann die Drogeriemärkte. Die haben Kinderkram von Europa und Maritim Hörspiele für 2-3 Euro.


    So sieht es mit Hörspielen bei uns aus.

    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -


  • Gerade da gehört eine Marktanalyse zwingend ins Konzept.


    Wenn man dein Label überall da bekommt wo man die genannten Serien auch bekommt, bist du wahrscheinlich auf dem besten Weg.


    Mach dir mal um meine Tätigkeiten keine Sorgen.


    @Lord Lenny: Dann kannst Du deine Märkte bitte gerne darauf hinweisen MN zu ordern, hier in Duisburg und in diversen anderen Filialen dieser Ketten gibt es MN aber. :)

  • Bemerkenswerterweise finde ich, dass die illegalen Downloads gerade den drei Fragezeichen auch genutzt haben. Dadurch waren Anfang der 2000er Jahre die Verbreitung des Hörspiels weit größer als die reale Nachfrage am Markt gewährleistet hätte, was zur heutigen Bekanntheit der drei Fragezeichen beiträgt. Alles was zur Bekanntheit einer Marke beiträgt ist durchaus nützlich.


    Wo hast du das denn bitte her?!
    ??? haben durch Folge 100 und den Live-Tourneen in erster Linie sich ihre Auflage zurückerobert.
    Den Erfolg dank illegaler DLs....das hab ich ehrlich noch nie gelesen. Bitte mal eine Quelle dazu...

  • Wo hast du das denn bitte her?!
    ??? haben durch Folge 100 und den Live-Tourneen in erster Linie sich ihre Auflage zurückerobert.
    Den Erfolg dank illegaler DLs....das hab ich ehrlich noch nie gelesen. Bitte mal eine Quelle dazu...


    Halte ich auch für puren Quatsch und dient wohl rein dazu, illegale Downloads zu legitimisieren.