...zuletzt gehört

  • Man merkt auch definitiv, dass sie immer weniger auf die Folgen an sich eingehen, als mehr um das drumherum. Dann gibts wenigstens weniger Anlass zu meckern. :D


    Ich hab mir die ersten drei Folgen von Der römische Traum - eine Anno-Story angehört. Der Aufhänger, zwei junge Männer verkaufen sich als Sklaven, um im in der Hierarchie des römischen Reichs aufzusteigen, hat viel Potenzial. Bisher ist das erzählerisch auch alles ok, aber auch recht platt. Musiklaisch gibt es eine erwartbaren Orchesterteppich - vielleicht kommt der Soundtrack ja direkt aus dem Computerspiel Ann117, in dessen Welt die Produktion spielt?

    Sprachlichgibt man sich betont jugendlich. Klar, es wäre müßig in Latein zu kommunizieren und den Geist der Zeit fängt man eh nicht ein. So hat man sich hier entschieden, weniger schwülstig anzusetzen, vielleicht mit Blick auf die Zielgruppe? Das finde ich ok, stören tut es mich aber in Momenten, in denen der Protagonist Simeon mit "Sim" gerufen wird. Das ist mir dann schon wieder zu flapsig. Ist das nachvollziehbar? Und wie so oft die Frage, ob das kulturell alles so passt? Wie frei konnten Frauen sich entfalten? Passt das zur Historie? I dont know.

  • Bin jetzt bei Folge 5 vom römischen Traum und statt mit der Serie wärmer zu werden, wird es bei mir kälter. Sim ist bei den Wikingern und über Edutainment bekommen wir hier Sidefacts und über den Genuss von Met und Sichten von Steinen kommt der Anno-Vibe rein. Man plant nun Handelsbeziehungen aufzubauen und das grätscht irgendwie in die Story rein.

  • Oha, letzter Eintrag vom 05. September... weiß gar nicht, was ich in der Zwischenzeit alles gehört habe. Ich habe auf jeden Fall mal in die Fantasy Tales von contendo reingehört. Habe Folge zwei vorzeitig abgebrochen, mich hat die Auflösung nicht mehr interessiert. Grundsätzlich ist das ja gefällig umgesetzt, aber eben doch nur Griffe in den Baukasten. Es wird mit Sicherheit Momente geben, in denen mir die nächste Ork-Elf-Zwerg-Story reicht,um sie nebenbei wegzuhören, aber es hat mich nicht gepackt.


    Die drei ??? und das Phantasmophon fand ich ganz nett. Nachvollziehbar erzählt, nimmt isch Zeit, aber es kam bei mir nicht die übliche zähe Langeweile auf. Bessere Folge aus der letzten Zeit.

  • Hab versucht, Sherlock Holmes die neuen Fälle 58 zu hören, aber das mit der sogenannten KI-unterstuetzung geht gar nicht! Ich finde es ein pietätloses Sakrileg, zwei begnadete und erfahrene Sprecher nach ihrem Tod in dieser Form weiter zu nutzen. Und das seelenlose Ergebnis spricht für sich. Da schon Folge 59 angekündigt ist, scheint es dennoch genug Abnehmer zu geben, ist dann mittlerweile die dritte Folge dieser Machart.

  • Letzte Nacht habe ich "Carmilla" von Sheridan LeFanu gehört und damit mal wieder eine gewisse Bildungslücke geschlossen. Das Hörspiel aus dem Jahr 1984 hat die ARD anlässlich Halloween eingestellt und mit "romantischer Grusel" verschlagwortet. Nun ja, wenn man Bleisärge voll Blut, Pfählen und Köpfen denn romantisch findet ... Alles in allem fand ich das Hörspiel aber ganz gut.

  • Zuletzt gehört habe ich "Çelik & Pelzer: Der Nazischatz - Dunkle Vergangenheit". Fand ich mau - sehr, sehr mau. Zwischenzeitlich dachte ich mal, das soll ein Retro-Krimi sein, so altbacken, machistisch und obendrein spannungsarm ist dieser "Ermittlerkrimi" meiner Meinung nach.


    Außerdem bin ich beim Stöbern in den Halloween-Geschichten der ARD-Mediathek auf "Das Ding im Nebel" gestoßen. Für mich war es das erste Hörspiel des hoch gelobten Bodo Traber. Und ich sag' mal so: Ich habe einfach was anderes erwartet. In den sogenannten "Goldenen Zwanzigern" gab es in Deutschland eine ganze Reihe von Serienmördern. Ich dachte also, um einen davon geht es. Stattdessen werden in diesem Hörspiel die üblichen Versatzstücke verquirlt: Der kriegsversehrte Reporter, der zusammen mit einem Polizsten ermittelt, der sich natürlich ebenso wie all seine unmittelbaren Kollegen nicht an die Regeln hält. Die Polizistin, die den Lockvogel spielt, und ansonsten nur dazu da ist, mit dem Reporter zu schlafen und zu bemerken, dass Frauen noch kein Wahlrecht haben. Man braucht halt formal eine weibliche Protagonistin. Ansonsten - viel Kreischen, viel Geschrei, viel Stöhnen, viel nicht authentisches Berlinerisch, viele Matschgeräusche, viel Kotzen und 20er-Jahre in Stichworten: Droschke, Zensur, "Tommy-Kugel" usw. Gut, das alles in nur 45 Minuten stringent zu erzählen, muss man erst mal können. Aber nach dem ganzen Lob für Traber habe ich mehr Alleinstellungsmerkmal erwartet.

  • Zuletzt gehört habe ich "Çelik & Pelzer: Der Nazischatz - Dunkle Vergangenheit". Fand ich mau - sehr, sehr mau. Zwischenzeitlich dachte ich mal, das soll ein Retro-Krimi sein, so altbacken, machistisch und obendrein spannungsarm ist dieser "Ermittlerkrimi" meiner Meinung nach.


    Außerdem bin ich beim Stöbern in den Halloween-Geschichten der ARD-Mediathek auf "Das Ding im Nebel" gestoßen. Für mich war es das erste Hörspiel des hoch gelobten Bodo Traber. Und ich sag' mal so: Ich habe einfach was anderes erwartet. In den sogenannten "Goldenen Zwanzigern" gab es in Deutschland eine ganze Reihe von Serienmördern. Ich dachte also, um einen davon geht es. Stattdessen werden in diesem Hörspiel die üblichen Versatzstücke verquirlt: Der kriegsversehrte Reporter, der zusammen mit einem Polizsten ermittelt, der sich natürlich ebenso wie all seine unmittelbaren Kollegen nicht an die Regeln hält. Die Polizistin, die den Lockvogel spielt, und ansonsten nur dazu da ist, mit dem Reporter zu schlafen und zu bemerken, dass Frauen noch kein Wahlrecht haben. Man braucht halt formal eine weibliche Protagonistin. Ansonsten - viel Kreischen, viel Geschrei, viel Stöhnen, viel nicht authentisches Berlinerisch, viele Matschgeräusche, viel Kotzen und 20er-Jahre in Stichworten: Droschke, Zensur, "Tommy-Kugel" usw. Gut, das alles in nur 45 Minuten stringent zu erzählen, muss man erst mal können. Aber nach dem ganzen Lob für Traber habe ich mehr Alleinstellungsmerkmal erwartet.


    Dann gönn Dir vielleicht noch ein/zwei andere Stücke. Auch wenn sie in ihrer Mach- und Erzählart vergleichbar sind, vielleicht passt ja was ohne diesen gewollten Berlin-Bezug besser. :)

  • Da hier einige Leute Bodo Traber schätzen, auf deren Urteil ich etwas gebe, werde ich mir sicherlich noch mal was von ihm anhören. Aber auch, wenn es sich arrogant anhört: Okay, es ist mein Fehler, immer wieder überhöhte Erwartungshaltungen zu haben und dann festzustellen, andere kochen auch bloß mit Wasser. Aber "Das Ding im Nebel" war nun echt was, von dem ich mir nicht nur sage, das hätte ich auch gekonnt oder das hätte ich sogar besser gekonnt, sondern es war was, von dem ich mir sage, ich hätte es gar nicht erst geschrieben, weil es für mich persönlich einfach viel zu sehr Groschenroman war und ich mir nicht hätte vorstellen können, dass das jemand haben will - am allerwenigsten der ÖRR mit seinem Bildungsauftrag.

  • Bildungsauftrag kannst du aber mehr oder minder bei allen Traber-Sachen vergessen. Ich fand anfangs diese Edutainment Sachen von Buttgereit ja noch ganz funny, aber mehr als einen Durchlauf vertragen die auch nicht. Und ganz ehrlich: mit Groschengrusel oder Pulp bist Du bei Traber schon häufig auch nicht weit weg, ich finde aber, er bringt da erzählerisch und von der Umsetzung her eine andere Dichte und zweite (oder auch dritte) Ebene mit rein, die mich dann wirklich gruseln lässt.

  • Ich habe gestern mal wieder die Lücke der noch nicht gehörten "Bobcasts" (zu "Spuk um Hotel" und "Fußballgangster") geschlossen. Darin erzählt Holger Mahlich interessant aus seinem Leben. Auch ein abermaliges Interview mit BJHW fand ich ganz interessant. Grundsätzlich kann ich immer verstehen, warum sie und ihr Mann was wie geschrieben haben, aber mit der Umsetzung hadere ich immer wieder. Den Freundinnen mehr Profil (oder überhaupt Profil) geben zu wollen - gut und schön. Aber letztlich ist sie es dann doch selbst, die die Freundinnen als nörgelnde Prinzessinnen darstellt (sofern die Hörspiele in diesem Punkt nicht massiv von den Büchern abweichen). Und, ja, sie hat recht, diese "Profilgebung" kann man mit ein paar Federstrichen erreichen - ein Detail hier, ein Detail da. Aber genau diese Reduzierung schafft sie in Bezug auf ihre Geschichten insgesamt irgendwie nie. Das sind aus meiner Sicht immer verkappte journalistische Enthüllungsstorys über große, sperrige Skandale, die sie - typisch Journalistin - zu sehr ausbuchstabiert.

  • Ich habe Crrowl von Dirk Schmidt gehört und bin wenig angetan. Die Geschichte um eine alte Rockband überm Zenit und ihren zwischenmenschlichen Verstrickungen hat mich kaum gepackt. Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch einfach die falsche, von einer Ost-Europa-Tour, für die spontan eine Social-Media-Beraterin eingepackt wird. Ich hatte mir etwas "roheres" vorgestellt... Ausschnitte von Live-Szenen, generell mehr Musik und Schnipsel. Das Thema Social-Media hilft noch beim Anfangskontrukt der Story, für die mein zwei Episoden benötigt. Danach verstrickt sich das Hörspiel in Einzeldialogen, Intrigen und Andeutungen zur dunklen Vergangenheit der Band. Die Verpakcung wird zu einem eher gewöhnlichen Krimi/Thriller Plot. Klar, mit dem Hintergrund einer Band, gleiches hätte man aber auch an einer beliebigen anderen Firma inszenieren können. Die Band Persönlichkeiten selbst haben bei mir kaum Sympathie geweckt und so blieb dann auch der Zugang aus. Schade.

  • Ich habe bei Ghostsitter mal wieder aufgeholt.


    Ghostsitter: Dada & Welf - Kommando Katze Folge 1 & 2 fand ich ganz gut. Die SpinOff-Serie funktioniert ähnlich wie die Feuerflieg Folgen, kurz, knackig und der Schwerpunkt liegt auf dem Humor.


    Ghostsitter Folge 23

    Tolle Folge, endlich mal wieder eine längere Folge mit dem fast kompletten Team. Die Story, die im Hintergrund begonnen wird, macht Lust auf die nächste oder nächsten Folgen. Ich bin gespannt wohin das führen wird.

  • MONOS - Die Gefängnisinsel


    Eine Insel mit einer Hand voll Gefangener - selbst der Wärter ist mit allen freundschaftlich unterwegs, bis ein Gefangener verschwindet, zwei weitere zum Abendappell zu spät kommen und eine Leiche angespült wird. Hier traut keiner mehr keinem - ich hatte "The Thing" Vibes. Und Mystery-Ansätze hat das Ganz auch noch. Hat mich sehr gut und kurzweilig unterhalten - hier werde ich mir auch einen zweiten Durchlauf gönnen. Empfehlung!