Am Rand (Philipp Löhle) mdr 2019

  • Regie: Leonhard Koppelmann


    Mit

    Chronist: Aljoscha Stadelmann

    Zensor: Rafael Stachowiak

    Zähler/Jana: Finja Skarabis

    Fußnote: Gisa Flake

    Lusia: Charlotte Weise

    Paul: Janek Splitter

    Hannah: Nele Rosetz

    Fred: Sönke Möhring

    Fabian: Falk Rockstroh

    Martin: Peter Trabner

    Puffke: Hilmar Eichhorn

    Inge: Barbara Trommer

    Anne: Teresa Weißbach

    Robert: Stephan Grossmann

    Kati: Julischka Eichel

    Stefan/Oberst: Ole Lagerpusch

    Daniela: Karina Plachetka

    Melinda: Franziska Troegner

    Marc: Patrick Güldenberg

    Färber: Manfred Möck

    Karoline: Corinna Waldbauer

    Konstantin: Henning Nöhren

    Rudolf: André Szymanski

    Jakob: Andreas Keller

    Jonathan: Brian Völkner

    Troll: Matthias Seymer


    "Es ist doch noch nie was passiert. - Ja, aber weil noch nie was passiert ist, heißt das ja noch nicht, dass auch jetzt nichts passieren wird. Ganz im Gegenteil. - Ganz im Gegenteil was? - Na die Wahrscheinlichkeit, dass jetzt etwas passiert, die wird doch immer größer. Weil ja noch nichts passiert ist."


    In Randhausen, einem kleinen Ort an der Grenze zu Tschechien, wird die lange vakante Stelle des Dorfpolizisten wieder besetzt. Hier, am Rand der Republik, scheint die Welt zunächst noch in Ordnung. Der neu eingestellte Beamte Frederick Kaufmann erlebt eine ländliche Idylle: Niemand schließt sein Fahrrad ab, Eier, Schraubenzieher und Verlängerungskabel werden ohne Gegenleistung verliehen, teilweise monatelang. Paketlieferungen werden einfach vor Haustüren abgelegt. Es gelingt dem Polizisten sogar, sich mehrfach unbemerkt Zugang zu fremden Wohnungen zu verschaffen.


    Die Vertrauensseligkeit der Randhausener lässt bei dem jungen Polizisten die Alarmglocken läuten. Als er die Bewohner auf die möglichen Gefahren aufmerksam macht, die jenseits der nahegelegenen deutsch-tschechischen Landesgrenze lauern könnten, werden Maßnahmen zur eigenen Verteidigung ergriffen: Türen schließen sich, Zäune werden gezogen, ein Schlagbaum wird aufgestellt, eine Bürgerwehr gebildet.


    Geografisch, gesellschaftlich, moralisch - die Setzung von Grenzen ist eine Konstante menschlichen Denkens und Handelns. Der Autor Philipp Löhle macht das zum Grundmotiv seines Hörspiels. Darin wird das fiktive Dorf Randhausen zum Brennglas Europas und der Welt. Und die Grenze zwischen Komik und Tragik wird genau so oft überschritten wie die zwischen Fantasie und Alltag.


    https://www.ardsounds.de/episo…episode:e22a4fad316ab169/