Regie: Leonhard Koppelmann
Mit
Chronist: Aljoscha Stadelmann
Zensor: Rafael Stachowiak
Zähler/Jana: Finja Skarabis
Fußnote: Gisa Flake
Lusia: Charlotte Weise
Paul: Janek Splitter
Hannah: Nele Rosetz
Fred: Sönke Möhring
Fabian: Falk Rockstroh
Martin: Peter Trabner
Puffke: Hilmar Eichhorn
Inge: Barbara Trommer
Anne: Teresa Weißbach
Robert: Stephan Grossmann
Kati: Julischka Eichel
Stefan/Oberst: Ole Lagerpusch
Daniela: Karina Plachetka
Melinda: Franziska Troegner
Marc: Patrick Güldenberg
Färber: Manfred Möck
Karoline: Corinna Waldbauer
Konstantin: Henning Nöhren
Rudolf: André Szymanski
Jakob: Andreas Keller
Jonathan: Brian Völkner
Troll: Matthias Seymer
"Es ist doch noch nie was passiert. - Ja, aber weil noch nie was passiert ist, heißt das ja noch nicht, dass auch jetzt nichts passieren wird. Ganz im Gegenteil. - Ganz im Gegenteil was? - Na die Wahrscheinlichkeit, dass jetzt etwas passiert, die wird doch immer größer. Weil ja noch nichts passiert ist."
In Randhausen, einem kleinen Ort an der Grenze zu Tschechien, wird die lange vakante Stelle des Dorfpolizisten wieder besetzt. Hier, am Rand der Republik, scheint die Welt zunächst noch in Ordnung. Der neu eingestellte Beamte Frederick Kaufmann erlebt eine ländliche Idylle: Niemand schließt sein Fahrrad ab, Eier, Schraubenzieher und Verlängerungskabel werden ohne Gegenleistung verliehen, teilweise monatelang. Paketlieferungen werden einfach vor Haustüren abgelegt. Es gelingt dem Polizisten sogar, sich mehrfach unbemerkt Zugang zu fremden Wohnungen zu verschaffen.
Die Vertrauensseligkeit der Randhausener lässt bei dem jungen Polizisten die Alarmglocken läuten. Als er die Bewohner auf die möglichen Gefahren aufmerksam macht, die jenseits der nahegelegenen deutsch-tschechischen Landesgrenze lauern könnten, werden Maßnahmen zur eigenen Verteidigung ergriffen: Türen schließen sich, Zäune werden gezogen, ein Schlagbaum wird aufgestellt, eine Bürgerwehr gebildet.
Geografisch, gesellschaftlich, moralisch - die Setzung von Grenzen ist eine Konstante menschlichen Denkens und Handelns. Der Autor Philipp Löhle macht das zum Grundmotiv seines Hörspiels. Darin wird das fiktive Dorf Randhausen zum Brennglas Europas und der Welt. Und die Grenze zwischen Komik und Tragik wird genau so oft überschritten wie die zwischen Fantasie und Alltag.