Regie: Fritz Zaugg
Mit
Vater: Norbert Schwientek
Glauser: Ueli Jäggi
Frauenstimme 1: Isabel Baumberger
Frauenstimme 2: Desirée Meiser
Frauenstimme 3: Sara Capretti
Männerstimme: Walter Baumgartner
'Dummerweise habe ich mich von Radioleuten überreden lassen, aus meinem Leben zu erzählen. Wenn Sie wüßten, was für einen Widerstand ich habe, in dem alten Schlamm zu wühlen. Psychologen, Irrenhausdirektoren, Vormundschaftsbehörden und weiß der Gugger wem, durfte ich meine Katastrophenlaufbahn ausbreiten. Immer die gleiche Platte!' Glauser, der Schöpfer des liebevollen und helvetisch-behäbigen Wachtmeisters Studer, hat alles andere als eine gemütliche Biographie vorzuweisen. In Fritz Zauggs Hörcollage wird ein erschütterndes Bild des schreibenden Irrenhäuslers gezeigt, der sein Leben lang bevormundet und in ständigem Konflikt mit seinem Vater war. Sie beruht auf der autobiograhischen Erzählung 'Gesprungenes Glas' (eine Geschichte aus Glausers Kindheit) und auf Briefwechseln zwischen Sohn und Vater. Dazwischen tritt Glauser selber auf und gibt 'Zur hübschen Niederlagenserie' seine bissigen Kommentare ab. Das Stück erhielt den Prix Suisse 1997 und eine lobende Erwähnung beim Prix Italia 1997.