(NEU) 1001 Nacht (Judith Lorentz, Roxana Samadi) Dlf 2025 - 2026

  • Regie: Judith Lorentz

    Übersetzung: Claudia Ott

    Auswahl der Geschichten: Safiye Can

    Besetzung: Kathi Bonjour

    Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt, Delia Lang

    Expertin für Arabisch: Heba Tebakhi

    Redaktionelle Mitarbeit: Matthias Karow

    Ton: Andr

    Musik: Philipp Johann Thimm, Roshanak Rafani, Nabil Arbaain, Rosaceae


    Mit Roxana Samadi, Jasmin Shakeri, Susana AbdulMajid


    Der von seiner Ehefrau betrogene König lässt aus Rache jeden Tag eine Frau töten – bis die kluge Schahrasad antritt. Mit spannenden Geschichten hält sie die Neugier des Königs wach und wird verschont. Nacht für Nacht.


    Nur die aufregendsten Erzählungen wurden über Jahrhunderte hinweg im Werk „1001 Nacht“ gesammelt. Die Hörspiel-Serie umfasst daraus 66 Nächte, in denen Schahrasad erzählt. Den Anfang macht die Geschichte eines reichen Kaufmanns, der versehentlich den unsichtbaren Sohn eines Dschinns tötet.

    Immer wenn die Morgendämmerung anbricht, stoppt Schahrasad an der spannendsten Stelle. Was bleibt dem König anderes übrig, als sie von seinen Rachegelüsten zu verschonen, um weiter zuzuhören?


    „Ich werde nicht eher gehen, als bis ich die Geschichte der anderen gehört habe“, heißt es immer wieder in „1001 Nacht“. Ein starkes Plädoyer für das Erzählen von Geschichten – und für das Zuhören.


    „1001 Nacht“ hat keinen Autor, keine Autorin. Die Geschichten wurden an vielen Orten der arabischsprachigen Welt anonym gesammelt. Einige Motive haben indischen Ursprung, die Rahmengeschichte einen persischen. Die ältesten erhaltenen arabischen Fragmente stammen aus dem 9. Jahrhundert. Die älteste Übersetzung ins Französische ist etwa 300 Jahre alt. Inzwischen ist „1001 Nacht“ über geografische Grenzen hinweg Teil der Populärkultur.


    Jeder kennt den Titel, die wenigsten haben es gelesen. „1001 Nacht“ hat eine über tausendjährige Erfolgsgeschichte, es ist globale Popkultur, immer wieder neu interpretiert – Stereotype inbegriffen. Der Deutschlandfunk entdeckt diese Weltliteratur mit einer Hörspieladaption neu. Als Podcast mit 67 Episoden und zusätzlichem Bonusmaterial feiert „1001 Nacht“ das serielle Erzählen.


    Freizügige und drastische Inhalte


    Vielen sind nur die kindgerechten Versionen von 1001 Nacht bekannt. Dabei eröffnet das Werk einen riesigen Erzählkosmos: Die ältesten erhaltenen arabischen Fragmente stammen aus dem 9. Jahrhundert., es gibt indische und persische Elemente. Die Verfasser sind anonym. So muss niemand mit seinem oder ihrem Namen für die teils gewalttätigen und freizügigen Inhalte geradestehen. Für die Aufnahme in die Sammlung gibt es nur ein Kriterium: Spannung!


    Schahrasad als Host und Erfinderin des Cliffhangers


    Schahrasad erzählt um ihr Leben – und das Publikum hört zu. „1001 Nacht“ als Podcast führt in 67 Folgen in Paläste und auf Partys, zu selbstbewussten Frauen und verzauberten Wesen. Eine intelligente junge Frau tritt mit dem Versprechen an, Nacht für Nacht eine noch aufregendere Geschichte zu erzählen. Was „1001 Nacht“ heute so interessant macht: Das Werk ist uralt und bedient sich hochmoderner Erzählformen. Denn in dieser Adaption der Neuübersetzung von Claudia Ott wird deutlich: Schahrasad ist eine Host-Figur, die Folge für Folge durch ihre Art des Erzählens einen Geschichtenkosmos lebendig werden lässt. Sie erfindet die Prototypen des Cliffhangers, lange bevor es den Begriff überhaupt gibt. Storytelling aus dem 10. Jahrhundert trifft Hörbedürfnisse des 21. Jahrhunderts: „1001 Nacht“ ist gewissermaßen die Mutter aller Serien.


    Jeden Abend bei Sonnenuntergang eine Folge, beginnend mit Ramadan


    67 Folgen erzählen jeweils eine nächtliche Geschichte aus „1001 Nacht“. Die preisgekrönte Hörspielregisseurin Judith Lorentz hat zusammen mit Roxana Samadi, die Schahrasad verkörpert, eine zeitgemäße Fassung erarbeitet. Sie verbindet deutsche und arabische Passagen sowie Storytelling-Elemente und feiert das mündliche, intime Erzählen. Jede Episode von „1001 Nacht“ hat eine Länge zwischen fünf und zehn Minuten.


    Als Podcast ist „1001 Nacht“ in der Deutschlandfunk App und auf allen bekannten Plattformen ab 28. Februar, dem Beginn des Ramadans, abrufbar. Deutschlandfunk Kultur sendet die Episoden täglich zu Sonnenuntergang vor den 17.00 Uhr Nachrichten.


    Eine ganze Erzählnacht im Deutschlandfunk Kultur am 29. März


    Insgesamt ergeben alle Episoden rund 8 Stunden Hörspielmaterial. Ergänzt werden die aufwendig inszenierten Hörspielstücke um neun Bonusfolgen, die den berühmten Erzählkosmos begreiflich machen und Hintergrundwissen liefern. So wird im Gespräch mit der Übersetzerin Claudia Ott deutlich, warum die Figuren Aladdin, Sindbad und Ali Baba nicht vorkommen. Wie „1001 Nacht“ weltweit so beliebt wurde, weiß Erzählforscher Ulrich Marzolph. Die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen erkundet das nächtliche Erzählen. Die Beiruter Autorin Joumana Haddad spricht darüber, ob Schahrasad eine Heldin für heute ist.


    Und auch im Radio wird eine ganze Nacht lang durcherzählt: Alle 67 Folgen von „1001 Nacht“ mit zusätzlichen Gesprächsfolgen sendet Deutschlandfunk Kultur eine Nacht lang am Stück: Am 29. März von 19.05 Uhr bis 6.55 Uhr am nächsten Morgen gehört die Sendezeit den Geschichten von Schahrasad.


    Was zuvor geschah (22 Min.)

    König Schahriyar ist gekränkt: seine Ehefrau betrügt ihn. Jede Nacht rächt er sich an einer anderen Frau. Dann meldet sich die kluge Schahrasad freiwillig. Sie hat einen Plan: den König mit ihren Geschichten zu fesseln und vom Morden abzubringen.


    Nacht 1 - Der tödliche Dattelkern (10 Min.)

    Schahrasad erzählt: Ein reisender Kaufmann rettet sich vor großer Hitze unter einen Nussbaum. Versehentlich tötet er den Sohn eines Dschinnis, der auf der Plantage lebt. Aus Rache will der den Kaufmann töten. Verzweifelt sucht er nach einem Ausweg.


    Nacht 2 - Ein Jahr Aufschub (7 Min.)

    Der Dschinni will den Kaufmann mit seinem Schwert töten, doch der Kaufmann verhandelt und bekommt Aufschub. Er zieht los, um sich von seiner Familie zu verabschieden. Am vereinbarten Tag kehrt er zurück – und trifft einen Mann mit einer Gazelle.


    Nacht 3 - Drei geheimnisvolle Alte (5 Min.)

    Ein zweiter und ein dritter Mann tauchen auf der Plantage auf. Auch sie wollen das Ende der Geschichte des Kaufmanns erleben und warten auf den wütenden Dschinni. Schließlich wirbelt Staub auf, der Dschinni erscheint und zückt sogleich sein Schwert.


    Nacht 4 - Die verzauberte Gazelle (7 Min.)

    Der erste alte Mann macht einen Deal mit dem rachsüchtigen Dschinni: Er erzählt die Geschichte von seiner verzauberten Gazelle. Und wenn die Geschichte dem Dschinni gefällt, bekommt der Alte ein Drittel des Lebens vom Kaufmann geschenkt.


    Nacht 5 - Zauber und Gegenzauber (8 Min.)

    Die Gazelle des Alten war einmal seine Ehefrau, die zaubern konnte. Sie hatte die Geliebte des Alten aus Eifersucht in eine Kuh, deren Sohn in ein Kalb verwandelt. Die Kuh wurde geschlachtet. Für das Kalb besteht Hoffnung, wieder Mensch zu werden.


    Nacht 6 - Die zwei Windhündinnen (6 Min.)

    Der zweite Alte erzählt: Die beiden Hündinnen waren einmal seine Brüder. Alle drei hatten Geld von ihrem Vater geerbt und ihr Glück gesucht. Während der Alte einen florierenden Laden aufbaute, verprassten seine Brüder ihren Anteil.


    Nacht 7 - Die übernatürlichen Kräfte einer Ehefrau (8 Min.)

    Der Alte erzählt von seiner Hochzeit auf einer Handelsreise. Seine eifersüchtigen Brüder wollten ihn und seine Frau töten und warfen sie ins Meer. Sie hatten jedoch nicht mit den übernatürlichen Kräften der Ehefrau gerechnet.


    Nacht 8 - Ein Träger taucht auf (10 Min.)

    Die drei Alten haben den Kaufmann mit ihren Geschichten freibekommen. Schahrasad setzt zu einer neuen Erzählung an: auf dem Markt in Bagdad bietet ein Träger einer einkaufenden Frau seine Dienste an. Bald schon stöhnt er unter der Last.


    Link:

    https://www.deutschlandfunk.de/1001-nacht-100.html

  • Nacht 9 - Das Haus der drei Schwestern (8 Min.)

    Schahrasad erzählt: eine reiche Dame kommt mit einem Träger von ihrer Einkaufstour nach Hause. Sie lebt mit ihren beiden Schwestern in prächtigen Räumen. Der Träger staunt über die Festhalle und die strahlende Erscheinung der drei Frauen.


    Nacht 10 - Wein und Gesang - unter einer Bedingung (8 Min.)

    Die drei Schwestern leben allein in ihrem großen Haus. Der Träger findet: da fehlt ein Mann, denn jeder Tisch hat vier Beine. Er darf unter der Bedingung bleiben, nichts darüber zu erzählen. Sodann kann das Fest steigen, der Weinkelch kreisen.


    Nacht 11 - Das Basilikum des Draufgängers (9 Min.)

    Die drei Schwestern und ihr Gast lassen es sich gut gehen. Mit köstlichen Speisen, vielen Bechern Wein, mit Liebkosungen und Fausthieben, und schließlich splitternackt im Wasserbecken. Die Frauen provozieren ihren Gast mit ihrer Offenheit.


    Nacht 12 - Drei einäugige Bettelmönche (10 Min.)

    Nach dem gemeinsamen Gelage wollen die Schwestern ihren Gast verabschieden, doch der überredet sie, über Nacht zu bleiben. Dafür verspricht er, sich vollständig und unhinterfragt ihren Regeln zu unterwerfen. Dann klopft es an der Tür.


    Nacht 13 - Hoher Besuch inkognito (6 Min.)

    Der Kalif von Bagdad, sein Wesir und ein Diener ziehen durch die nächtliche Stadt und hören die Party hinter der Haustür der drei Schwestern. Der Kalif möchte unbedingt mitfeiern. Eine verrückte Geschichte muss her, damit sie nicht erkannt werden.


    Nacht 14 - Ein geheimnisvolles Ritual (8 Min.)

    Die neuen Gäste müssen versprechen, Augen ohne Zungen zu sein und über das bei den drei Schwestern Erlebte zu schweigen. Denn es wird bizarr: eine der Schwestern schlägt ihre beiden Hündinnen, nur um sie anschließend zu küssen und mit ihnen zu weinen.


    Nacht 15 - Im Liebeswahn (7 Min.)

    Spät in der Nacht führt die zweite Schwester ihr Ritual durch. Sie spielt Laute und singt, bis sie in Ohnmacht fällt und ihr geschundener Körper sichtbar wird. Was hat das zu bedeuten? Die Gäste dürfen keine Fragen stellen. Sie platzen vor Neugier.


    Nacht 16 - Gefährliche Neugier (10 Min.)

    Die Gäste der drei merkwürdigen Schwestern halten es kaum mehr aus. Die Männer wollen wissen, weshalb die drei Frauen ihre gewaltsamen Rituale vollziehen. Sie fragen – und verstoßen damit gegen die Vereinbarung. Sogleich folgt die Strafe.


    Nacht 17 - Ein schreibender Affe (10 Min.)

    Schahrasad erzählt: Die drei mysteriösen Schwestern fordern alle Gäste auf, ihre Geschichte zu erzählen. Andernfalls werde ihnen der Kopf abgeschlagen. Einer trumpft auf: einst war er ein Königssohn, der in einen klugen Affen verzaubert wurde.


    Nacht 18 - Der Verwandlungskampf (7 Min.)

    Die Tochter des Königs will den klugen Affen zurück in einen Menschen verwandeln. Sie murmelt Zaubersprüche, bis das böse Wesen auftaucht, das ihn verzaubert hat, ein Ifrit. Die beiden liefern sich einen rasanten Kampf in wechselnden Gestalten.


    Nacht 19 - Der Lebensgeist des Ifrits (6 Min.)

    Das Mädchen kämpft weiter, um den Affen zurück in einen Königssohn zu verwandeln. Sie ringt mit dem Ifrit, bis die Funken sprühen und alles in einem Flammenmeer endet. Das Mädchen gewinnt, der Affe wird zum Königssohn. Doch sie ist schwer verletzt.


    Nacht 20 - Der Abstieg des Bettelmönchs (9 Min.)

    Der Königssohn ist gerettet, aber der Preis ist hoch. Es gibt Tote und Verletzte, er muss den Palast verlassen. Als Bettelmönch streift er umher, bis er Bagdad und schließlich das Haus der Damen erreicht. Das ist seine Geschichte.


    Nacht 21 - Die versteinerte Stadt (9 Min.)

    Der Kalif verlangt von den drei Schwestern, auch ihre Geschichten zu erzählen. Die Jüngste beginnt: sie hatte einst zwei weitere Schwestern, mit denen sie eines Tages zu einer Handelsreise auf dem Meer aufbrach. Sie erreichten eine versteinerte Stadt.


    Nacht 22 - Eine lockene Stimme (7 Min.)

    Alle Stadtbewohner sind verzaubert, der Palast liegt still, scheint jedoch bewohnt. Die junge Frau erkundet den seltsamen Ort, bis um Mitternacht eine feine Melodie erklingt. Sie folgt der Stimme, die zu einem jungen Mann in einem Gebetsraum führt.


    Nacht 23 - Das Jawort des Jünglings (9 Min.)

    Der schöne Königssohn lebt allein in der versteinerten Stadt. Alle anderen wurden bestraft, weil sie heilige Feuer anbeteten. Er fühlt sich einsam und klagt der Besucherin sein Leid. Diese will ihn nach Bagdad mitnehmen und heiraten.


    Nacht 24 - Eifersucht und Rache (10 Min.)

    Das Glück der Dame und ihres Geliebten hält nicht an. Aus Eifersucht werfen ihre Schwestern beide über Bord. Sie rettet sich auf eine Insel und trifft eine Schlange, die zum Mädchen mit Zauberkräften wird. Es nimmt grausam Rache an den Schwestern.


    Nacht 25 – Eine folgenreiche Einladung (6 Min.)

    Der Kalif fordert die zweite Schwester auf, ihre Geschichte zu erzählen. Und das tut sie: Nachdem ihr Vater und ihr Mann gestorben waren, arbeitete sie als erfolgreiche Schneiderin. Eines Tages tauchte eine alte Frau mit einer dringlichen Bitte auf.


    Nacht 26 – Ein gefährlicher Kuss (9 Min.)

    Die Schneiderin heiratet überraschend und ist glücklich. Eines Tages möchte sie auf dem Markt Seidenstoff kaufen. Sie geht in Begleitung, denn sie hatte ihrem Ehemann geschworen, mit keinem anderen Mann zu sprechen. Doch sie gerät in eine Zwickmühle.


    Nacht 27 – In Lügen verstrickt (7 Min.)

    Der Mann der Schneiderin entdeckt die Wunde auf ihrer Wange und verlangt eine Erklärung. Sie verwickelt sich in Notlügen und Widersprüche. Er vermutet einen Nebenbuhler und will sie in zwei Hälften teilen lassen. Ihr bleiben noch die Abschiedsworte.


    Nacht 28 – Mit dem Leben davongekommen (9 Min.)

    Ihre Schwiegermutter rettet die Schneiderin in letzter Minute vor dem Mord durch ihren eifersüchtigen Ehemann. Geschlagen, gedemütigt und verstoßen lebt sie fortan mit ihren beiden Schwestern, zufrieden ohne Männer. Bis die vielen Gäste auftauchten.


    Nacht 29 – Der Kalif sucht eine Lösung (6 Min.)

    Nachdem der Kalif die Geschichten der drei Damen gehört hat, will er ihr Unglück beenden. Er lässt die Schlange herzaubern, das Geisterwesen, das zwei Schwestern in Hunde verwandelt hat. Und muss von ihr die Wahrheit über seinen Sohn erfahren.


    Nacht 30 - Ein merkwürdiger Fang (7 Min.)

    Schahrasad beendet die Geschichte der drei Damen und ihrer Gäste und setzt zu einer neuen Erzählung an: Der Fischer und der Dschinni! Ein betagter Fischer zieht eines Tages ein volles Netz aus dem Meer. Doch er hat sich zu früh gefreut.


    Nacht 31 - Der Geist aus der Flasche (9 Min.)

    Der Fischer hat kein Glück. Erst beim vierten Versuch fängt er etwas, das wertvoll zu sein scheint: eine versiegelte Messingflasche. Er öffnet sie, eine gewaltige Rauchsäule strömt heraus und wird zu einem gigantischen, furchteinflößenden Ifrit.


    Nacht 32 - Ein aufständischer Dschinn (9 Min.)

    Der Ifrit will den Fischer töten, obschon der ihn aus der Flasche befreit hat. Viele Jahrhunderte lang war das aufsässige Wesen auf dem Meeresgrund gefangen gewesen. Dort war sein Zorn ins Unermessliche gewachsen. Doch der Fischer will leben.


    Nacht 33 - Die List des Fischers (5 Min.)

    Schahrasad erzählt: Der Fischer will den bösen Geist mit einem Trick überlisten. Und es klappt! Der Ifrit verzieht sich zurück in die Messingflasche, bevor er kapiert, dass der Fischer ihn erneut einsperren will. Sie verhandeln, wie es weitergeht.


    Nacht 34 - Die Belohnung (7 Min.)

    Der Dschinni ist in der Flasche gefangen und verhandelt mit dem Fischer über sein Schicksal. Mit vielen Schwüren kann er den alten Mann überzeugen, ihn rauszulassen. Rauch entströmt, und der Ifrit nimmt Form an. Wird er den Fischer verschonen?

  • Nacht 35 – Streit unter Brüdern (9 Min.)

    Schahrasad erzählt: Als der Wesir des Sultans von Ägypten stirbt, übernehmen seine Söhne das Amt. Sie sind zunächst unzertrennlich. Doch noch bevor sie selbst heiraten, geraten sie in Streit über die Hochzeit ihrer nicht gezeugten Kinder.


    Nacht 36 - Nuraddin zieht in die Welt (7 Min.)

    Wutentbrannt verlässt Nuraddin Kairo und reitet aufs Geratewohl los: durch die Wüste bis zur Stadt Basra. Dort empfängt ihn der alte Wesir. Er will, dass Nuraddin seine Tochter heiratet, sein einziges Kind. Erst dann soll er der neue Wesir werden.


    Nacht 37 - Eine Doppelhochzeit (12 Min.)

    Zufall oder Schicksal? Nuraddin heiratet die Tochter des Wesirs von Basra, gleichzeitig heiratet sein Bruder Schamsaddin in Kairo. Die zerstrittenen Brüder wissen nichts voneinander. Bald schon wird in Basra ein Junge geboren, in Kairo ein Mädchen.


    Nacht 38 - Fünf Ratschläge für Hasan (10 Min.)

    Hasan wächst zu einem jungen Mann heran. Dann erkrankt sein Vater, der Wesir von Basra. Er vertraut Hasan an, dass der Wesir von Ägypten sein Bruder ist. Bevor er stirbt, schreibt er alle Ereignisse seines Lebens auf und überreicht Hasan den Brief.


    Nacht 39 - Flucht aus Basra (6 Min.)

    Hasan trauert um seinen Vater und vernachlässigt seine Pflichten als neuer Wesir. Der zornige Sultan will Hasans Besitz zerstören lassen und schickt Boten. Doch unter ihnen ist ein treuer Diener, der losreitet, um Hasan zu warnen. Gerade rechtzeitig.


    Nacht 40 - Am Grab des Vaters (6 Min.)

    Der trauernde Hasan trifft den Händler Ishak, ein Freund seines Vaters. Sie kommen ins Geschäft: Hasan erhält tausend Dinar, Ishak eine Schiffsladung Waren. Erschöpft schläft Hasan am Grab seines Vaters ein. Doch auf dem Friedhof wohnt ein Ifrit.


    Nacht 41 - Zwischen Himmel und Erde (6 Min.)

    Am Nachthimmel von Basra trifft der Ifrit eine Ifritin. Sie kommt gerade aus Kairo: der Wesir dort hat eine Tochter im gleichen Alter wie Hasan. Der ägyptische Sultan wollte sie heiraten, doch der Wesir verweigerte es ihm. Sie sei bereits versprochen.


    Nacht 42 - Hasan hoch in der Luft (6 Min.)

    Die Ifritin berichtet: Der zornige Sultan hat befohlen, dass die Tochter seines Wesirs sofort den Stallknecht mit zwei Buckeln heiraten muss. Besorgt hecken der Ifrit und die Ifritin einen Plan aus und fliegen den schlafenden Hasan nach Kairo.


    Nacht 43 - Goldmünzen für alle (10 Min.)

    Hasan findet sich in Hochzeitsvorbereitungen wieder, seine Taschen voll Gold. Die Ifrite haben es hineingezaubert. Er verteilt die Münzen unter den Frauen von Kairo. Die sind überzeugt: die Tochter des Wesirs soll Hasan heiraten, nicht den Buckligen.


    Nacht 44 - Dämonisches Treiben (9 Min.)

    Die Hochzeitsnacht steht bevor, und alle Gäste werden nach Hause geschickt. Außer Hasan, den halten die beiden Ifrite auf. Die Geisterwesen haben etwas vor: Sie spielen dem ungeliebten Bräutigam übel mit, und Hasan kann das Brautgemach betreten.


    Nacht 45 – Abends Kairo, morgens Damaskus (10 Min.)

    Schahrasad erzählt: Die beiden Ifrite treiben weiter ihr Spiel mit Hasan. Gemeinsam fliegen sie den schlafenden Bräutigam durch die Luft. Als der Tag anbricht, legt die Ifritin den halbnackten Hasan rasch vor einem Stadttor von Damaskus ab.


    Nacht 46 – Der Koch von Damaskus (7 Min.)

    Hasan flüchtet vor der aufgebrachten Menge in einen Imbiss und wird vom Koch beschützt. In Kairo indes ist die Verwirrung perfekt: Sitt al-Husn denkt an die schöne Nacht mit Hasan. Ihr Vater staunt: hat sie nicht den buckligen Diener geheiratet?


    Nacht 47 – Eine unglaubliche Wendung (9 Min.)

    Der Brautvater findet heraus: seine Tochter hat die Nacht tatsächlich nicht mit dem buckligen Diener verbracht. Im Schlafzimmer zeugen ein liegengelassener Turban, Krummdolch und Unterwäsche von einem reichen Bräutigam und bergen eine Überraschung.


    Nacht 48 – Der Sohn (5 Min.)

    In ihrer Hochzeitsnacht haben Hasan und Sitt al-Husn einen Sohn gezeugt, Adschib. Er wächst ohne den verschwundenen Hasan auf und hält seinen Großvater Schamsaddin, den Wesir von Kairo, für seinen Vater. In der Schule spielt man dem Jungen übel mit.


    Nacht 49 – Suche nach dem Vater (5 Min.)

    Als Adschib wissen will, wer sein Vater ist, bricht seine Mutter in Tränen aus. Da beschließt sein Großvater, Hasan in Basra zu suchen. Alle drei brechen samt Dienern auf. Sie rasten bei Damaskus, ohne zu wissen, dass Hasan dort als Koch lebt.


    Nacht 50 – Granatapfelmus für den verlorenen Sohn (8 Min.)

    Hasans Herz klopft beim Anblick von Adschib. Er weiß nicht, dass sein Sohn vor ihm steht. Hasan lädt ihn in seinen Imbiss ein und bereitet köstliches Granatapfelmus zu. Sie erkennen gegenseitig ihr Leid, die Sehnsucht nach einem verlorenen Geliebten.


    Nacht 51 – Von Sehnsuch überwältigt (5 Min.)

    Als Adschib und sein Diener die Imbissstube verlassen, läuft Koch Hasan ihnen kurzerhand hinterher. So stark ist seine Sehnsucht, dem Jungen nah zu sein. Die beiden sind von dem Verfolger genervt. Wütend wirft Adschib mit einem Stein nach Hasan.


    Nacht 52 – Von Damaskus nach Basra (6 Min.)

    Der Wesir Schamsaddin, seine Tochter Sitt Al-Husn, sowie ihr Sohn Adschib ziehen weiter über Homs, Aleppo und Mosul bis Basra. Dort erfahren sie, dass Schamsaddins Bruder längst verstorben ist. Seine Frau trauert um ihren vermissten Sohn Hasan.


    Nacht 53 – Plötzlich Großmutter (8 Min.)

    Schamsaddin erzählt seiner Schwägerin, dass ihr Sohn seine Tochter geheiratet und mit ihr ein Kind gezeugt hat, das nun vor ihr steht: Adschib. Aufgeregt schließt sie sich der Rückreise nach Kairo an. Sie hofft, dort endlich Hasan wiederzusehen.


    Nacht 54 – Der Magen voll Granatapfelmus (6 Min.)

    Adschib bricht mit seinem Diener vom Lagerplatz vor Damaskus auf, um Hasans Imbiss aufzusuchen. Der ist hoch erfreut und bewirtet sie großzügig. Zurück am Zelt wartet schon Adschibs Großmutter. Auch sie hat gekocht: ihr berühmtes Granatapfelmus.


    Nacht 55 – Verräterische Kochkünste (8 Min.)

    Adschib bringt keinen Bissen von dem Granatapfelmus seiner Großmutter runter. Sein Magen ist randvoll mit dem süßeren Mus aus Hasans Imbiss. Sie ist empört: jemand kocht ein leckereres Granatapfelmus als sie? Sie verlangt einen Beweis.

  • Die ersten Hörspiele von Staffel 2 sind online:



    Regie: Judith Lorentz

    Übersetzung: Claudia Ott

    Auswahl der Geschichten: Safiye Can

    Besetzung: Kathi Bonjour

    Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt, Delia Lang

    Expertin für Arabisch: Heba Tebakhi

    Redaktionelle Mitarbeit: Matthias Karow

    Ton: Andreas Stoffels, Susanne Beyer, Alexander Brennecke

    Dramaturgie: Sabine Küchler, Julia Tieke
    Disposition: Dagmar Goyk


    Mit

    Roxana Samadi, Jasmin Shakeri, Susana AbdulMajid


    Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.


    Alle Folgen, Informationen und Gespräche unter:

    https://www.deutschlandfunk.de/1001-nacht-100.html


    Nacht 67 – Ein Gast mit Waschzwang

    Die Mörder des Buckligen bekommen eine Chance. Mit spannenden Geschichten können sie dem Galgen entgehen. Der Küchenchef beginnt: Ein reinlicher Gast erscheint bei einem Festessen. 120 Mal wäscht er sich die Hände. Aber warum fehlen ihm die Daumen?


    Nacht 68 - Verliebt, verwirrt, verzweifelt, verschuldet

    Der junge Mann ohne Daumen erzählt seine Geschichte. Über beide Ohren verknallt, verschuldet er sich für die Begehrlichkeiten seiner Geliebten. Die aber verschwindet spurlos, ehe sie auf einer Maultierstute reitend wieder auftaucht.


    Nacht 69 - Versteckt in einer Kiste

    Der junge Mann ist im Glück, denn die Angebetete erwidert seine Liebe. Doch sie ist die Ziehtochter von Subeida, der Frau des Kalifen. Und die stellt eine Bedingung: Der Jüngling muss unbemerkt zu ihr in den Palast gelangen. Kann das gutgehen?


    Nacht 70 - Die verhängnisvolle Sirbadscha

    Das Herz des jungen Manns in der Kiste pocht laut. Doch die Diener verhindern, dass er auffliegt. Der Kalif winkt sie durch, Subeida erlaubt die Hochzeit. Am Ende der langen Feier gibt es eine Schüssel köstliche Sirbadscha. Der Mann langt kräftig zu.


    Nacht 71 - Verflucht gute Manieren

    Der Bräutigam weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Er hat doch nur vergessen, die Hände zu waschen. Doch seine Gemahlin kann ihm den Essensgeruch nicht verzeihen. Die Daumen müssen ab! Strafe muss sein, nur so kann sie mit ihm zusammenleben.


    Nacht 72 - Flucht vor einem Friseur

    Die letzte Chance, dem Galgen zu entgehen. Der Schneider ergreift das Wort und beginnt zu erzählen: Ein junger Mann will wegrennen, als er beim Festessen den Friseur erblickt. Der war doch der Grund für seine Flucht aus Bagdad bis ganz nach China.


    Nacht 73 - Das Gedicht der Alten

    Eine alte Frau hat dem verliebten Jüngling versprochen: Er wird seine Angebetete wiedersehen. Der schöpft Hoffnung und spricht mit der Alten. In dramatischen Versen berichtet sie ihm von vergangener Liebe, unerträglichem Herzschmerz und Einsamkeit.


    Nacht 74 - Eine hartnäckige Kupplerin - Die Alte kennt die Angebetete des jungen Manns, eine Tochter aus gutem Bagdader Hause. Sie verspricht ihm, sie zusammenzuführen. Die Geliebte aber will nichts von ihm wissen. Die alte Frau gibt nicht auf und bezirzt sie mit ihrer Dichtkunst.


    Nacht 75 - Ein Haarschnitt vor dem Date

    Die junge Frau hat Erbarmen mit dem Liebeskranken und gewährt ihm ein Stelldichein. Heimlich, wenn der Vater beim Gebet ist. Aufgeregt macht er sich chic und will sich noch rasch die Haare schneiden lassen. So begegnet er dem unbekannten Friseur.


    Nacht 76 - Die Prophezeiungen des Friseurs

    Der Friseur nervt. Anstatt die Haare zu schneiden, erstellt er dem jungen Verliebten ein Horoskop. Und verkündet Unheil. Doch wer kann sich eines geschwätzigen Friseurs erwehren, der ein Universalgelehrter ist und kostenlos seine Dienste anbietet?

  • Nacht 77 - Ein Friseur mit Ehrgefühl
    Der junge Mann erträgt den plappernden Friseur nicht mehr und will unverrichteter Dinge aufbrechen. Doch das lässt der Friseur nicht zu, schließlich hat er bereits dessen Vater die Haare geschnitten. Und ihm die besten Horoskope erstellt!


    Nacht 78 - Horoskop aus Tradition
    Der Friseur schneidet dem jungen Mann ein paar Härchen ab, dann hört er wieder auf. Er klopft Sprüche, gibt an und versteht die Eile des Kunden nicht. Dessen Vater und Großvater taten doch nie etwas, ohne den Rat des Friseurs einzuholen!

    Nacht 79 - Eine Notlüge
    Gibt es ein Entkommen vor dem Friseur? Der junge Mann behauptet, er müsse zu einem Festessen. Der Friseur schreckt auf: Er hat ja selbst Freunde eingeladen, doch das Einkaufen vergessen! Da wittert der junge Mann seine Chance.

    Nacht 80 - Von einem Schlamassel in den nächsten
    Der Friseur möchte unbedingt sein Festessen mit dem des jungen Mannes zusammenlegen. Damit der all seine großartigen Freunde kennenlernt! Doch er druckst herum, und der Friseur ahnt, dass er hinters Licht geführt werden soll. Aber nicht mit ihm!

    Nacht 81 - Gut gemeint, schlecht gelaufen
    Der Friseur richtet ein Durcheinander an: Er denkt, der junge Mann sei im Haus des Kadis ermordet worden. Dabei ist er in die Tochter des Kadis verliebt und versteckt sich in einer Truhe. Der keifende Friseur bringt den jungen Mann in große Gefahr.

    Nacht 82 - Verfolgungsjagd durch Bagdad
    Quer durch Bagdad verfolgt der Friseur den jungen Mann. Der weiß kein Entkommen und flüchtet nach China. So endet seine Erzählung beim Festmahl. Er hofft, dass die Anwesenden nun verstehen, warum er nicht mit dem Friseur an einem Tisch essen kann.

    Nacht 83 - Herr Schweigsam und seine sechs Brüder
    Der Friseur will sich durch seine eigene Geschichte erklären. Er tut schließlich nur Gutes! Das kann er anhand der Schicksale seiner sechs Brüder beweisen. Der Vierte war einäugig und Fleischer in Bagdad. Eines Tages betrügt ihn ein böser alter Mann.

    Nacht 84 - Ein böser Zauber
    Im Laden des Fleischers hat sich ein aufgehängter Schafbock in einen toten Mann verwandelt. Die Menschen sind aufgebracht, der Alte schlägt dem Fleischer ein Auge aus. Er flüchtet in die nächste Stadt, wo ihm nochmal willkürliche Gewalt widerfährt.

    Nacht 85 - Aller schlechten Dinge sind drei
    Der geschwätzige Friseur erzählt dem Kalifen weiter von seinem Bruder, dem gebeutelten einäugigen Fleischer. Der hört nicht auf sein Bauchgefühl, sondern bleibt in der Stadt – nur, um ein drittes Mal misshandelt und dann ausgewiesen zu werden.



    https://www.deutschlandfunk.de/1001-nacht-100.html

  • Nacht 87 - Böse Fantastereien
    Der Friseur erzählt dem Kalifen, dass sich sein Bruder gierige Allmachtsfantasien ausmalte, sich vorstellte, wie er seine zukünftige Ehefrau regelrecht erniedrigen wird. Doch dann schlägt ihm seine Fantasie in der realen Welt ein böses Schnippchen.

    Nacht 88 - Grausame Spiele
    Eine alte Frau will den Bruder verkuppeln. Er lässt sich darauf ein und folgt ihr. Kerzengerade steht er vor einer Schönen. Die spielt mit ihm, bis sie keine Lust mehr hat und verschwindet. Als ein Muskelprotz erscheint, nimmt das Unheil seinen Lauf.

    Nacht 89 - Rachefeldzug mit Folgen

    Der Bruder mit den Glaswaren schwört Rache an seinen Folterern. Verkleidet kehrt er in das Haus der alten Frau zurück, tötet den Sklaven, die Dienerin, die Kellermeisterin. Das Mädchen fleht ihn an – sie sei selbst ein Opfer. Er glaubt ihr.

    Nacht 90 - Der Mann mit dem freundlichen Gesicht
    Der Friseur holt aus und erzählt von seinem sechsten Bruder. Der war verarmt. Ein freundlicher Mann lädt ihn ein: Der Tisch ist gedeckt, er soll sich die Hände waschen. Doch der Bruder ist irritiert: Er kann weder Essen noch Waschschüssel sehen.

    Nacht 91 - Fata Morgana im Kuppelsaal
    Der Hausherr lässt seine Diener allerhand Leckereien holen: Sauerfleisch, mit Pistazien gemästete Küken, Mandelspeise. Allesamt unsichtbar. Der Bruder spielt mit, tut so, als würde er essen. Wie kann er sich rächen? Klar ist: Mehr Wein muss her!

    Nacht 92 - Zwanzig Jahre Saus und Braus
    Der redselige Friseur erzählt: Sein Bruder hat den Hausherrn beeindruckt, wird zu dessen Zechkumpan und Vermögensverwalter. Als der Herr stirbt und der Bruder verarmt, kommt der Friseur auch für seinen sechsten Bruder auf – so rechtschaffen ist er!

    Nacht 93 - Zurück beim Kaiser von China
    Der Kaiser von China findet: Die Geschichten des Schneiders von dem neugierigen Friseur und dem betrunkenen Buckligen sind das Beste, was er je gehört hat. Er lässt den steinalt gewordenen Friseur aus dem Gefängnis holen. Der plappert gleich los.

    Nacht 94 - Drei Mörder und keine Leiche
    Der Friseur will den toten Buckligen sehen. Dann lacht er: Diese Geschichte muss mit goldener Tinte aufgeschrieben werden! Mit seinem Barbierwerkzeug zieht er einfach die Gräte aus dem Rachen des Buckligen. Der niest, springt auf und rennt davon.


    https://www.deutschlandfunk.de/1001-nacht-100.html

  • Nacht 95 - Lang wie eine Lanze, aufrechter als ein Schreibrohr

    Schahrasad erzählt: In Persien lebte ein gerechter König. Ihm fehlte ein Sohn, ein Nachfolger. Dann trifft er eine Frau. Anmutig ist sie, lang wie eine Lanze, aufrechter als ein Schreibrohr. Sie heiraten. Ein ganzes Jahr lang spricht sie kein Wort.

    Nacht 96 - Dschullanar aus dem Meer
    Die Frau des Königs bricht ihr Schweigen, um mitzuteilen: Sie ist schwanger. Und sie offenbart ihren Namen: Dschullanar, Tochter eines Meereskönigs. Sie ist abtrünnig geworden, dem Meer entstiegen, um einen Mann vom Festland zu heiraten.

    Nacht 97 - Der entführte Königssohn
    Der König beobachtet, wie die Familie seiner Frau dem Meer entsteigt. Sie wollen Dschullanar zurückholen, doch sie bleibt und gebiert ihren Sohn an Land. Der König ist außer sich vor Freude. Sein Schwager Saih aber nutzt seine Sorglosigkeit aus.

    Nacht 98 - Wesen aus dem Wasser
    Das Meer rauscht, es schäumt und teilt sich: Königssohn Badr taucht mit seinem Onkel wieder auf. Badr musste Meeresrituale durchlaufen, damit er auch unter Wasser leben kann. Badrs Vater erhält wertvolle Geschenke, beste Perlen aus dem Meer.

    Nacht 99 - Meereskönigin gesucht
    Der persische König ist tot, sein Sohn Badr übernimmt. Rasch soll er eine Meereskönigin heiraten. Vielleicht Dschauhara? Vor Neid auf ihre Schönheit verblassen die Schwanzfedern der Adler, heißt es. Ihr Vater aber ist der größte Tyrann aller Zeiten.

    Nacht 100 - Schockverliebt
    Königin Dschauhara. Welch ein Klang! Badr ist aufs bloße Hören hin schockverliebt. Nur sie will er heiraten. Mit seinem Onkel schwimmt er zur Großmutter. Sie ist erzürnt: Wieso wurde Dschauhara ins Spiel gebracht, mit ihrem dummen, bösartigen Vater?

    Nacht 101 - Ein fürchterlicher Krieg
    „Schlagt ihm den Kopf ab!“, ruft König Schamandal, als König Badr um die Hand seiner Tochter Dschauhara anhält. Für ihn ist das eine Kriegserklärung. Doch die Armee von Badr gewinnt. Schamandal liegt in Ketten, seine Tochter flieht auf eine Insel.

    Nacht 102 - Zweifelhaftes Inselglück
    Meereskönigin Dschauhara und König Badr sind zufällig auf dieselbe Insel geflüchtet. Verliebt steht Badr unter dem Baum, auf dem sie sitzt. Sie möge runterkommen! Er liebt sie! Ihr Vater werde freigelassen, sie heiraten. Dschauhara spielt mit.

    Nacht 103 - Verzaubert in einen weißen Vogel
    Dschauhara verzaubert Badr in einen prachtvollen Vogel. Ihre Dienerin hat Mitleid – statt Vogel Badr wie verlangt auf die Insel des Durstes zu bringen, setzt sie ihn an einem fruchtbaren Ort aus. Dort ist ausgerechnet ein Jäger von ihm hingerissen.

    Nacht 104 - Endlich wieder Mensch
    Der König kauft dem Jäger den weißen Vogel ab. Seine Frau erkennt König Badr in dem Tier, und mit einem mächtigen Spruch zaubert sie ihn zurück. Überglücklich küsst Badr den König. Der möchte seine ganze Geschichte hören. Badr erzählt.



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