Das alte vs. Das neue Produktionsteam

  • Solange die Chronologie der Hörspielserie in sich geschlossen ist habe ich kein Problem damit.


    Eben dieses passt gerade eben nicht mehr.


    Beispiel Kreuztrilogie:
    - Es werden die ganzen zukünftigen Themen rund um die Erzengel quasi ausgeschlossen, da ja deren Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht wurde.
    - Anscheinend kennen ja zumindest der Spuk, Jane Collins, Lady X und was weiß ich noch wer die Geheimnisse um Johns Kreuz. Eigentlich schlimmer noch sie scheinen ja sogar vorher zu wissen welches Böse beschworen wird oder wie soll man das Erwachen von Kalifato sonst deuten?
    - Alleine schon der Umstand das hier nicht zur Trilogie gehörende Romane verwendet wurden mit der Begründung "der Autor wusste ja damals noch nicht wie sich die Serie entwickelt" stellt sich doch kommend die Frage warum dann überhaupt noch Themen vertonen, denn man weiß ja auch heute um die Schicksale von Jane Collins, Lady X, der Großen Alten etc. also lohnt sich das dann ja auch nicht.



    Zitat


    Ich als kreativ arbeitender Mensch kann gut verstehen, dass man nicht nur einfach das weiterführt, was von Anderen aufgebaut wurde.


    Ich als kreativ arbeitender Mensch wurde es niemals wagen, die Kreativität anderer der Art abzuändern und dann die Frechheit zu besitzen es unter dem Originaltitel zu verkaufen.
    Könnte man jetzt sehr gut mit dem Lopez Titel "On the Floor" vergleichen, der ja einen eigenständigen Titel hat obwohl er auf dem Song "Lambada" basiert.



    Zitat

    Ich denke es ist auf jeden Fall die Verwirklichung von eigenen Ideen und von Verständnis für das was man macht.

    Die Ideen hatte ja wohl eher Rellergerd, wer sich selbst verwirklichen will soll bitte schön selber einen "Helden" und die Storys dazu erfinden und sich nicht bei anderen bedienen.


    Zitat

    Vorlagen sinnvoll zu kombinieren und anzupassen ist eine hohe Leistung und zeugt davon, dass man sich mit der Materie auskennt.


    Klar, darum killt man ja mit Änderungen auch ganz Themenstränge. s.O.

  • Spielt keine Rolle, aber man kann davon ausgehen, dass er nicht zurückkehren wird und es liegt auch gar nicht in seiner Hand. Selbst wenn er jetzt sagen würde "Was macht ihr mit "meiner" Serie, ich will die wieder machen!", so hat er das nicht zu entscheiden, sondern Lübbe und ich bezweifel, dass man mit Dennis Ehrhardts Arbeit unzufrieden ist.


    Man sollte so ein Wunschdenken einfach lassen.

  • scurgo : Dein Beitrag spricht mir aus dem Herzen, Du hast es perfekt in Worte gefasst. Dennis Erhard ist doch Autor und an sich kein schlechter, warum schafft er sich dann aber keine eigene Serie, statt "John Sinclair" so zu verunstalten. Und vorallem waruim machen die Änderungen die Serie schlechter, als besser. Oli hatte auch seine Änderungen drin, aber abgesehen von dem Problem Gefühle gut einzufangen (was in ein paar Folgen der Fall war) hat er wirklich eine großartige Arbeit geleistet. Ich habe nichts gegen Änderungen, aber sie sollten Sinn machen und die Serie eben aufwerten. Was seit der Übergabe aber leider eben nicht mehr das Fall ist.


    Silent_K : Auch Deine Aussage zur Schöpfung von Oli döring kann ich nur unterstreichen.

  • Mir persönlich ist es Wurscht, warum, weshalb und wie Oliver Döring das Boot verlassen hat. Letzten Endes war es eine kluge Entscheidung, denn mit dem Mordliga-Komplex hatte er überschaubares und gut umsetzbares Thema. Ehrhardt hatte schon mal das Ende der Mordliga und das Jane Collins-Thema zu stemmen.
    Was hat er daraus gemacht? Sich Einzelthemen rausgepickt, um Luft zu haben für die Bündelung der Handlungsstränge. Mit der Kreuz-Trilogie hat er das gut gemacht und dann schiebt er wieder ein unaufgeregtes Taschenbuch hinterher.


    Es ist schon klar, dass die Fortführung der Serie nur einem richtigen Profi übertragen werden konnte. Ich glaube einfach, Ehrhardt und ear2brain haben gierig geschnappt und sich feste verschluckt an diesem prestigeträchtigen Brocken.

  • Ehrhardt hatte schon mal das Ende der Mordliga und das Jane Collins-Thema zu stemmen.Was hat er daraus gemacht? Sich Einzelthemen rausgepickt, um Luft zu haben für die Bündelung der Handlungsstränge. Mit der Kreuz-Trilogie hat er das gut gemacht und dann schiebt er wieder ein unaufgeregtes Taschenbuch hinterher.


    Es ist schon klar, dass die Fortführung der Serie nur einem richtigen Profi übertragen werden konnte. Ich glaube einfach, Ehrhardt und ear2brain haben gierig geschnappt und sich feste verschluckt an diesem prestigeträchtigen Brocken.


    Widerspricht sich das nicht ? Ich meine, hat er das nun gut gemacht oder hat er sich an Sinclair verschluckt ?

    "Glaub nicht, ich sei verrückt, Eliot – viele haben merkwürdigere Abneigungen als diese."

  • Ich versuche es mal so auszudrücken:


    - Herr Ehrhardt kann gute Hörspiele produzieren.
    - Er kann teilweise Handlungsstränge sehr gut zusammenfassen.
    - Er hat zweifellos Ahnung von seinem Fach.


    ABER:


    - Er ist zum Großteil völlig gefühllos und unglücklich mit der Auswahl der Roman- und Taschenbuchverlagen.
    - Er geiert zu sehr nach neuer Klientel und stößt Alt-Fans und Kenner ständig vor den Kopf.
    - Viele Handlungsstränge führt er ad absurdum.
    - Ich persönlich vermisse bei ihm etwas die Fähigkeit, Kritik der Fans umzusetzen.

  • - Er kann teilweise Handlungsstränge sehr gut zusammenfassen.


    Zitat

    - Viele Handlungsstränge führt er ad absurdum.


    Zitat

    - Er hat zweifellos Ahnung von seinem Fach.


    Hätte er Ahnung würde er sich nicht verhaspeln. Nehmen wir als Beispiel "Destero" der von Döhring zwar weggelassen wurde, aber eben so das es keinen zu großen "Schaden" für die Kontinuität der Serie beinhaltet hat. Dazu hat jetzt Erhardt mit seinen Experiment einen Schaden angerichtet der sehr wohl grossen Einfluss auf das Auseinanderdriften zwischen Roman- und Hörspiel-Serie bedeutet. Denn z.B. ohne die Erzengel machen die ganzen Lilith, Luzifer und Belial Folgen keinen rechten Sinn.

  • Man sollte so ein Wunschdenken einfach lassen.


    Fans, von was auch immer, haben nun mal Wünsche und Träume. Daraus ergibt sich ein gewisses Wunschdenken. Wir sind eben Fans und keine Insider.

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    "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."


    - Günter Merlau -

  • Fans, von was auch immer, haben nun mal Wünsche und Träume. Daraus ergibt sich ein gewisses Wunschdenken. Wir sind eben Fans und keine Insider.


    Mag sein, aber man wird ja wohl noch 1 und 1 zusammen zählen können, oder? Es dürfte wohl klar sein, dass die Serie nicht Oliver Döring gehört und er nicht grundlos ging. "Oh, Hilfe, MEINE Serie wird hingerichtet, ich muss den Tag retten!" :lolz:


    Das ist leider einfach nur naiv und verträumt-romantisch. :D Das kann man auch nicht mit Fansein erklären.

  • Ich vermisse einfach auch die Sorgfallt mit der die einzelnen Charaktere in die Serie eingeführt und behandelt wurden. Jetzt ist es das reinste Chaos...John hüpft gleich nach Janes Verwandlung zu Glenda ins Bett, Dr.Tod lässt man von einem Gegner vernichten der in ganzen zwei Folgen vorkommt.
    Die einzelnen Handlungen wurden früher sehr gut beendet, sei es die mit dem Schwarzen Tod den das Sinclair Team in einem Dreiteiler besiegen konnte oder Asmodina die in einem Dreiteiler der Mordliga unterlag. Und jetzt? Wer ist jetzt nach dem Schwarzen Tod, Asmodina und der Mordliga der Hauptgegner? Kali? Lady X? oder Wikka? Man hat meiner Meinung nach den roten Faden der die Serie durchziehen sollte verloren da es keinen wirklichen Hauptgegner mehr gibt.


    Hätte Alassia gerne als nächsten Hauptgegner gehabt. Erst macht man sich die Mühe sie durch die Vergangenheit in Atlantis in die Gegenwart zu holen, dann darf sie Morasso besiegen und dann anstelle einer mächtigen neuen Gegnerin wird sie noch in der selben Folge vernichtet. Und der Höhepunkt daran ist das John in seiner Abschlussrede der Folge den Sieg über Dr.Tod und Alassia die ja nun wirklich keine kleinen Gegner waren nicht mit einem Wort erwähnt hat.


    Wie gesagt, die Enttäuschung bei mir ist sehr gross.

  • @ Sonny: Ich versuche es mal so auszudrücken:


    - Herr Ehrhardt kann gute Hörspiele produzieren.
    - Er kann teilweise Handlungsstränge sehr gut zusammenfassen.
    - Er hat zweifellos Ahnung von seinem Fach.


    ABER:


    - Er ist zum Großteil völlig gefühllos und unglücklich mit der Auswahl der Roman- und Taschenbuchverlagen.
    - Er geiert zu sehr nach neuer Klientel und stößt Alt-Fans und Kenner ständig vor den Kopf.
    - Viele Handlungsstränge führt er ad absurdum.
    - Ich persönlich vermisse bei ihm etwas die Fähigkeit, Kritik der Fans umzusetzen.


    @Sonnyund einigen anderen: Kritik wird längst nicht von allen Fans geäußert. Wieso auch? Ich finde die Serie weiterhin Klasse. Und die paar Änderungen stören mich kaum mehr. Man muss auch mal was neues zulassen! ;) Und die Romane die vertont werden sucht er wahrscheinlich nicht alleine aus. Und nicht alles kann halt vertont werden. So ist es doch gut wenn Handlungsstränge zusammen gefasst werden. Wieso geiert er neuen Klientel hinterher? Ich freue mich auf alle Fälle weiter über jede neue Folge. Und da bin ich bei weitem nicht alleine! Die Macher sind schon gut beraten, wenn sie nicht jede Kritik ernst nehmen und etwas ändern! :!: :!: :!: :!:

  • @Sonnyund einigen anderen: Kritik wird längst nicht von allen Fans geäußert. Wieso auch? Ich finde die Serie weiterhin Klasse. Und die paar Änderungen stören mich kaum mehr. Man muss auch mal was neues zulassen! Und die Romane die vertont werden sucht er wahrscheinlich nicht alleine aus. Und nicht alles kann halt vertont werden. So ist es doch gut wenn Handlungsstränge zusammen gefasst werden. Wieso geiert er neuen Klientel hinterher? Ich freue mich auf alle Fälle weiter über jede neue Folge. Und da bin ich bei weitem nicht alleine! Die Macher sind schon gut beraten, wenn sie nicht jede Kritik ernst nehmen und etwas ändern!


    Ich hatte schon zum Ausdruck gebracht, dass mich die Änderungen bei Kreuz-Trilogie/Okastra-Sage auch nicht gestört haben. Änderungen vorzunehmen halte ich ebenfalls für wichtig und richtig, wenngleich nicht in dieser Form (Rumgehopse in der linearen Erscheinungsabfolge der Romanvorlagen oder die bescheuerte neue Titelmusik......), wie sie das neue Team vornimmt.


    "Man muss auch mal was neues zulassen!". Ach, weißte, das ist so ein Swingerclub-Argument. Dann kann ich auch zum Musikantenstadl gehen. Wäre auch eine neue Erfahrung für mich.


    Meiner Meinung nach muss auch nicht ALLES vertont werden. Genauso hatte ich schon mehrmals im Sinclair-Forum betont, dass eine Bündelung der Stränge notwendig und gut ist. Aber warum dann diese Auswahl der Romanvorlagen?!


    Wenn Ehrhardt vollmundig zum Besten gibt, dass die Alt-Fans sich eben an seine Bearbeitungsweise gewöhnen müssten und man ja auch ein neues Publikum erreichen wolle, das wiederum auf solche (o.g.) Feinheiten keine Wert legen würde, dann darf ich das wohl entsprechend interpretieren.


    Ich verzichte jetzt mal im Gegenzug auf: Ich bin nicht alleine, wenn ich sage, das ....... Auf entsprechenden Mehrheitskonsens bin ich auch nicht aus.


    Das Problem der Autoren ist, dass sie sich grauenhaft verzetteln und -da wiederhole ich mich wieder einmal gerne- gut gemachte schlechte Hörspiele machen.

  • Bei den alten Hörspielen gab es in einigen Action Szenen einen bestimmten Soundtrack denn ich mir deutlich mehr erhofft hatte. Glaube der war nur 4 Mal zu hören.


    - Folge 14: Als John vor den Skeletten in flieht.
    - Folge 16: Als John einen der roten Henker verfolgt. Bis zu dem Moment als er ihm eine verpassen wollte und durch die Kaputze schlug.
    - Folge 17: Als John oder Suko Sinistro den Schrumpfkopf zuwarfen und der Kampf begann.
    - Folge 18: Als John und Suko gegen die Puppen kämpfen.


    Gefiel mir enorm gut und vermittelte Action pur. Ich kriege da immer ne Gänsehaut. :)