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Captain Blitz

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Freitag, 25. Februar 2011, 12:59

Dorian Hunter Nr. 13 - Wolfshochzeit (Folgenreich)

Dorian Hunter (Thomas Schmuckert) stellt mit seinen Alleingängen seinen Vorgesetzten Trevor Sullivan (Konrad Halver) und seine Kollegen vor keine andere Wahl, sie müssen ihn zur Strecke bringen, zumal Hunter nun ein mehrfacher Mörder zu sein scheint. Er bestreitet alles und versucht mit aller Macht, den Fängen der Inquisitionsabteilung zu entkommen, was sich als gar nicht so einfach herausstellt. Er findet heraus, dass einer seiner Brüder der Schwarzen Familie hinter der Sache steckt und nun muss er diesen aus dem Weg räumen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen und seinen Namen rein zu waschen!


- Meinung -


Im Prinzip keine schlechte Sache, die Story hat was, es geht einem weiteren Mitglied der Schwarzen Familie an den Wolfspelz und diese Folge hat sicherlich ihre Momente, das lässt sich nicht leugnen. Meiner Meinung nach hätte man diesen Einsatz für den Dämonenkiller aber ruhig deutlich kürzer erzählen müssen, denn eine Spielzeit von um die 80 Minuten rechtfertigt die Geschichte leider nicht, auch wenn Marco Göllner sicherlich hier und da noch den einen oder anderen Twist eingebaut hat, der mehr aus der ursprünglichen Vorlage rausholt, als eigentlich drin ist. Doch auch das reicht für meinen Geschmack nicht aus, um diese Folge rund zu gestalten. Sicher, die Hatz nach Hunter, der wiederum hinter den Werwölfen her ist, ist recht unterhaltsam, durchaus spannend und teilweise witzig, auf der anderen Seite aber wiederum auch sehr obszön und derbe, teilweise wird der Bogen hier überspannt. Etwas weniger wäre durchaus mehr, man muss wohl wieder den richtigen Mittelweg finden, was hoffentlich so schnell wie möglich der Fall sein wird, es wäre einfach zu schade um diese Serie, wenn sie inhaltlich im Mittelfeld landen sollte, denn da gehören Hunters Abenteuer einfach nicht rein.

Was ich an der Serie mag ist die Tatsache, dass sich die Sprecherriege so richtig schön in den Texten suhlen dürfen und die Performances ruhig satter ausfallen dürfen, als man es von anderen Hörspielen kennen dürfte. Das macht die Angelegenheit richtig schön "saftig", wobei aber auch in dieser Hinsicht ebenfalls darauf geachtet werden sollte, dass man es nicht übertreibt, was aber bisher glücklicherweise noch nicht der Fall war. Zu Thomas Schmuckert muss man wohl keine großen Worte mehr verlieren, wie er Dorian Hunter Leben einhaucht, das ist immer wieder aufs Neue beeindruckend. Doch diesmal dürfen auch seine Kolleginnen und Kollegen glänzen und bekommen etwas mehr Spotlight. Das gilt vor allem für Regina Lemnitz, Konrad Halver und Frank Gustavus, die diesmal größere Auftritte als sonst haben und das verleiht dieser Folge einen etwas anderen Anstrich als sonst. Kerstin Draeger und Michael Prelle trumpfen hier ebenfalls groß auf und liefern erstklassige Leistungen ab und auch der Rest vom Stimmfest lässt sich nicht lumpen. Claudia Urbschat-Mingues, Dagmar Dreke, Martin Sabel, Sascha Rotermund, Oliver Kalkofe, Stephan Schwartz, Klaus Dieter Klebsch und wie sie alle heißen, namhafter kann eine Truppe kaum sein, für mich ist dies hier der stärkste Bereich dieser Folge.

Dafür bin ich mit der Untermalung diesmal gar nicht einverstanden, denn man hat es mit den elektronischen Klängen so ziemlich übertrieben. Die Musiken klingen fast schon nach dancehallartigem Geschepper, das nicht so wirklich Stimmung und Atmosphäre aufkommen lässt. Ich habe die etwas andere Untermalung dieser Serie stets gemocht, aber das sollte alles immer im Rahmen über die Bühne gehen, doch diesmal ist man über das Ziel hinaus geschossen. In Hinblick auf die Geräuschkulisse und Soundeffekte wurde umso bessere Arbeit abgeliefert, da sind schon ein paar knackige Momente dabei, da gibt es nichts zu meckern.

Für sich gesehen ist dieses Hörspiel immer noch recht ordentlich und ist im Vergleich zu anderen Gruselhörspielen feat. diverse Geisterjäger auch weiterhin der Klassenprimus. Für Serienverhältnisse ist es für meinen Geschmack eher einer der schwächeren Vertreter. Ich will nicht von einer Enttäuschung sprechen, aber diese Folge kommt der Sache schon recht nahe. Wohl eher nur etwas für den harten Fankern Dorian Hunters!




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