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Captain Blitz

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Freitag, 10. Dezember 2010, 09:50

Butler Parker Nr. 1 - Parker und die weiße Göttin (Zauberstern Records)

Joshua Parker (Lutz Riedel) ist der Butler des Rechtsanwalts Mike Rander (David Nathan) und beide mischen kräftig die Chicagoer Unterwelt auf. Doch das soll sich nun rächen, denn der Gauner Lefty Claim (Detlef Bierstedt) und seine Mitstreiter wollen Rander und Parker endgültig aus dem Weg räumen. Sie entwickeln einen perfiden Plan, der dies ermöglichen soll, doch was hat die "weiße Göttin" damit zu tun? Wer oder was soll das sein? Werden der Butler und sein Chef der Falle entkommen können oder ist dies ihr letzter Einsatz?

- Meinung -

Mit Butler Parker schickt Zauberstern Records einen "Helden" einer Groschenheftserie ins Rennen, der gemeinsam mit seinem Chef, dem Anwalt und Playboy Mike Rander, der Unterwelt Paroli bietet. Krimi gepaart mit markigen Sprüchen, einer kleinen Prise Trash, überzeichneten Charakteren und einer guten Portion Action, so dass es trotz einer üppigen Spielzeit von über 70 Minuten keine Langeweile aufkommt. Sicherlich ist das hier keine hochtrabende Handlung, die mit komplexen Wendungen und hohem Niveau aufwartet, aber darum geht es auch nicht, es ist relativ simple Krimiunterhaltung, die sich selber nicht unbedingt sonderlich ernstnimmt, von daher geht das hier inhaltlich durchaus in Ordnung, man muss sich im Vorfeld nur bereits darauf einstellen, denn so fährt man besser.

Eine ordentliche und namhafte Sprecherriege, das muss man ja sagen, denn hier geben sich die bekannten Routiniers die Klinke in die Hand. Die Hauptrollen sind treffend mit Lutz Riedel und David Nathan besetzt worden, Riedel hat den "aristokratischen Slang" einfach drauf und kommt als Butler sehr überzeugend rüber, legt aber in der jeweiligen Situation auch genug Härte in die Stimme, wenn es mal zur Sache geht. Nathan legt einen recht lockeren Ton an den Tag, nimmt die Rolle aber nicht auf die leichte Schulter, er trifft genau die Mitte, um den Anwalt und Haudegen Rander genau richtig zu präsentieren. Weitere bekannte Stimmen gibt es ebenfalls zu hören, Karen Schulz-Vobach, Helmut Krauss, Marco Sand, Marius Clarén, Christian Rode, Michael Pan und Detlef Bierstedt mischen hier auch mit und hinterlassen soweit gute bis sehr gute Eindrücke, lediglich mit Bierstedts Auftritt bin ich nicht ganz warm geworden. Er wirkt hier auf mich zu überdreht und eher unfreiwillig komisch, so kommt Lefty Claim nicht wie ein beinharter Ganove rüber, sondern hinterlässt eher den Eindruck, einen an der Klatsche zu haben. So kann ich diesen Charakter leider nicht ganz so ernstnehmen, wie es eigentlich Sinn gemacht hätte. Als Erzähler ist Heiner Heusinger im Einsatz und auf der einen Seite ist es gut, dass man einen unverbrauchten Sprecher am Start hat, auf der anderen leistet er sich den einen oder anderen Wackler, der sich in das fertige Produkt geschlichen hat. Einmal ist von einem "flüchternden Mann" die Rede und es ist ein fluchender Mann die Rede, hier und da wird mal etwas unsauber gesprochen, das lässt sich alles vermeiden, aber vielleicht findet Heusinger in kommenden Folgen besser in seine Rolle und solche Fehler werden abgestellt. Eine weitere Sache die mir nicht gefallen hat war die Präsentation der Gäste in der Show der "weißen Göttin", solche "Gags" sollte man lassen, sinnfreies Gerede mit Dialekt und Akzent finde ich jedenfalls nicht lustig und es drückt auch ein wenig auf die ansonsten recht hohe Qualität im sprechertechnischen Bereich.

Die Untermalung ist ziemlich druckvoll, kommt sehr wuchtig rüber, es kracht und scheppert an allen Ecken und Enden, das geht somit schon alles in Ordnung und trifft sicherlich den richtigen Ton, denn das hier ist halt lautes Popcornkino für die Ohren. Eine Sache störte mich dann aber doch ziemlich, denn es kommen mal wieder die Archivklänge zum Zuge, die man in den Anfängen der "John Sinclair Edition 2000" bis zum Erbrechen runtergekurbelt hat und ich hatte gehofft, dass die Zeit dieser Stücke endlich mal vorbei ist.

Ein solider Start der Serie und ich hoffe, dass man sich noch steigern wird, denn an einigen Stellen gibt es noch reichlich Bedarf dazu. Der Auftakt ist aber soweit durchaus geglückt, darauf lässt sich aufbauen und man darf gespannt sein, was Butler Parker und Mike Rander noch alles erleben werden. Für Fans von leicht trashiger Action mit humorigem Einschlag!


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