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PedSchi

war mutig und geschickt

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21

Montag, 8. August 2011, 17:58

Richtig, Fantasy lässt grundsätzlich den meisten Spielraum, ist aber vielleicht inzwischen auch am stärksten durch einschlägige Verfilmungen geprägt. Wenn man sich zum Beispiel mal Jim Butcher durchliest - dessen Harry-Dresden-Reihe sich gut für Hörspiele eignen würde -, dann hat man es von den in den Büchern beschriebenen Szenen und Bildern her eindeutig mit Fernseh- oder Kinosequenzen zu tun. Da merkt man für meine Begriffe ganz deutlich, Butcher ist ein Amerikaner mittleren Alters, mit dem Fernsehen, bestimmten Serien und Filmen sozialisiert.
Ich merke es selbst mit am deutlichsten dann, wenn es ums Zaubern geht. Wie zaubern Zauberer? - Der erste Gedanke ist sicherlich immer der an Zauberstab, Zauberspruch, Blitz und Licht. Das ist in unseren Vorstellungen so tradiert. Aber vielleicht gibt es ja auch ganz andere Arten zu zaubern - ohne die übliche Geräusche, ohne Rauch, Feuer und Blitze, ohne Manifestation. Da fängt für mich Fantasy quasi erst richtig an - beim Spiel mit den Vorstellungen der Leser/Zuschauer/Hörer und dem bewussten Verstoß dagegen.
Davon abgesehen ist es natürlich kein auf Fantasy begrenztes Phänomen, dass in unserer Gesellschaft im Prinzip nur noch kopiert und abgekupfert wird. Ein Sender fängt an mit einer Kochshow, alle anderen Sender ziehen nach. Einer fängt an mit einer Renovierungssendung, alle anderen ziehen nach. Einer fängt eine Castingshow an, zig andere ziehen nach. Und selbst das, womit in Deutschland angeblich "angefangen" wird, ist ja nicht mehr neu sondern oft nur eine Kopie dessen, was in den Staaten erfolgreich gelaufen ist.