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Dienstag, 25. Juni 2013, 09:49

Pathos in Hörspielen

Zur Einstimmung erst mal ein Musikvideo voll desselben:



Und nachdem wir jetzt wissen, was Pathos ist, nun die Frage: weswegen ist das insbes. in Gruselhörspielen so wichtig?
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fader« (25. Juni 2013, 10:56)


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Dienstag, 25. Juni 2013, 09:54

Ist es in Gruselhörspielen so wichtig? ?(
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Dienstag, 25. Juni 2013, 09:57

Wird ja oft genug eingesetzt. Ob die Portion Pathos wichtig ist, um die richtige Stimmung zu erzeugen, lasse ich mal dahingestellt bzw. stelle das mit zur Diskussion.
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Dienstag, 25. Juni 2013, 09:59

Genau das meine ich ja, ich brauche keinen Pathos. Es geht ja um Grusel, nicht um...keine Ahnung...Schmierentheater, wobei das die meisten leider vergessen und deshalb gibt es in Gruselhörspielen auch keinen Grusel mehr, sondern fast nur noch Trash, was ich sehr schade finde. Dieses Genre braucht definitiv mal wieder das was es eigentlich auch ausmacht...GRUSEL!
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Dienstag, 25. Juni 2013, 10:53

Bei der Fragestellung geht es mir aber nicht darum, ob es ohne Pathos besser wäre, sondern warum er ein wichtiger Bestandteil von Hörspielserien wie z.B. Faith, Larry Brent or Christoph Schwarz ist.
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Dienstag, 25. Juni 2013, 11:01

Sollte dann der Threadtitel nicht geändert werden? Der ist ja sehr allgemein gehalten.
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Dienstag, 25. Juni 2013, 11:55

Hm, also ich persönlich finde, dass Pathos eigentlich immer die Stimmung zerstört. Sei es in Serien oder Filmen oder auch im Hörspiel. Meist ist Pathos dazu noch moralgesäuert oder einfach Reden voller Schmacht, die man dutzendfach so oder so schon einmal gehört hat.

Pathos ist für mich meist dann ein Augen verdrehen und "Wirklich?" murmeln. Jedenfalls lässt sich mit Pathos weder Spannung, noch Grusel erzeugen und das sollte doch das Hauptziel von spannenden oder gar gruseligen Hörspielen sein?

Am Rande: da ich weder Faith, noch LB oder CS höre, bezieht sich meine obige Aussage nicht auf den Pathros, sorry, Pathoseinsatz in diesen Serien. :)

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Dienstag, 25. Juni 2013, 12:30

Meiner bescheidenen Meinung nach ist Pathos häufig ein Versuch, bestimmte Emotionen zu vermitteln bzw. beim Rezipienten zu erzeugen. Den meisten Autoren fällt es eben leichter, ihre Protagonisten ganz direkt und möglichst unmissverständlich aussprechen zu lassen, was und wie sie sich fühlen, als diese Information "zwischen den Zeilen" unterzubringen.

Gerade in einem Genre, das sich so intensiven Reaktionen wie Angst und Schrecken verschrieben hat, scheint der akustische/verbale Vorschlaghammer vielen wohl das Mittel der Wahl. Wobei sicher auch der eine oder andere Regisseur dazu beiträgt, wenn sich Figuren allzu theatralisch geben und man den Eindruck gewinnt, dass Gefühle nur behauptet und nicht wirklich empfunden werden.

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Dienstag, 25. Juni 2013, 13:51

Ich geh mal davon aus, dass Pathos einfach gut zum Trash in den heutigen Gruselhörspielen passt. Wenn man den Rahmen etwas weiter aufzieht, könnte man vielleicht auch sagen, in Gruselhörspielen geht es nun mal um den Kampf Gut gegen Böse, um Rettung, Opfer und nicht selten auch um Aufopferung sowie Bestrafung - alles Themen, die nach Pathos schreien.

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Dienstag, 25. Juni 2013, 14:17

Wenn man den Rahmen etwas weiter aufzieht, könnte man vielleicht auch sagen, in Gruselhörspielen geht es nun mal um den Kampf Gut gegen Böse, um Rettung, Opfer und nicht selten auch um Aufopferung sowie Bestrafung - alles Themen, die nach Pathos schreien.

Oder vielleicht, weil "pathetische Sätze" bei Filmen im Gedächtnis bleiben und deswegen den Gedanken erlauben, je mehr davon, desto eindringlicher das Hörspielerlebnis?

@Schallfilm: da ist bestimmt was dran. Die Frage, ob Pathos als solcher empfunden wird, ist bestimmt sehr vom Kontext abhängig, und da ist die Frage "werden Gefühle behauptet oder erlebt?" bestimmt entscheidend. Die Szene hier ist voller Pathos, aber sie kommt zumindest für mich echt rüber, weil wir all das, was er da sagt, gesehen und erlebt haben und somit glauben können:

Spoiler Spoiler



Sie wäre nur halb so echt, wenn wir Maximus nicht verzweifelt vor den Leichen seiner Frau und seines Sohnes gesehen hätten. Alleine und für sich wäre sie komplett unerträglich.
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Dienstag, 25. Juni 2013, 15:22

Bei der Fragestellung geht es mir aber nicht darum, ob es ohne Pathos besser wäre, sondern warum er ein wichtiger Bestandteil von Hörspielserien wie z.B. Faith, Larry Brent or Christoph Schwarz ist.

Ist er das ? Also ich kenne von den hier beispielhaft aufgezählten Serien zwar nur Larry Brent und (einmalig) Christoph Schwarz, aber ich kann bislang nicht behaupten, das diese Serien vor Pathos triefen würde. Wobei ein Minimum an Pathos wiederum auch Pflicht ist, denn es geht da ja mitunter um klare Ansagen mit großem emotionalen Background und/oder große Beschwörungen,etc. , diese Situationen sollte man dann nicht inszenieren wie Smalltalk im Fahrstuhl.
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Dienstag, 25. Juni 2013, 17:30

Ist es in Gruselhörspielen so wichtig?


Sehe ich ähnlich.

Pathos ist ja letzten Endes auch Auffassungssache. Was der eine als schmalzig aufnimmt, findet der andere vielleicht eher packend und gefühlvoll.

Ich meine, es gibt auch so manche TKKG-Folge, die vor Pathos nur so trieft (nehmt nur mal die Nr.7).

Und bei Dorian Hunter und John Sinclair kippt das Ganze manchmal ja schon in Richtung Ironie um.

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Dienstag, 25. Juni 2013, 17:46

Ganz ehrlich: Gerade "Gladiator" ist für mich der Pathos-Overkill.

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Dienstag, 25. Juni 2013, 19:55

Pathos ?

Was issen das ? :uglylol:

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15

Donnerstag, 27. Juni 2013, 11:02

Ganz ehrlich: Gerade "Gladiator" ist für mich der Pathos-Overkill.

Dass davon nicht zu knapp in dem Film ist, habe ich ja oben angeführt. Der Post von pops zu Faith 39, der diesen Thread ausgelöst hat, wirft ja die Frage auf, wann und aus welchem Grund er störend wirkt.
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Donnerstag, 27. Juni 2013, 11:03

Wenn es einfach too much ist, aber das gilt nun mal für alles im Leben, nicht nur für Pathos in Hörspielen.
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Donnerstag, 27. Juni 2013, 11:07

Aber exakt das ist die Frage: wann und warum ist es "too much"?

Maestro, nicht gleich jede Diskussion zunageln, wenn die interessanten Fragen doch noch gar nicht gelöst sind!
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Donnerstag, 27. Juni 2013, 11:10

Maestro, nicht gleich jede Diskussion zunageln, wenn die interessanten Fragen doch noch gar nicht gelöst sind!


Wie meinen?
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Donnerstag, 27. Juni 2013, 11:21

Ganz einfach: es muss ja einen Grund oder mehrere geben, weswegen der Pathos eine so wichtige Rolle spielt, dass er -- eben z.B. bei Faith -- so deutlich hervortritt. Man könnte ja auch weniger pathetisch die Geschichte erzählen. Hier ist er also ein Stilmittel. Wozu? Und warum stört ein ähnlich gerüttelt Maß davon bei "Gladiator" nur wenige?

Den Post von Schallfilm fand ich da schon recht interessant, weitere Meinungen?
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Donnerstag, 27. Juni 2013, 11:25

Ganz einfach: es muss ja einen Grund oder mehrere geben, weswegen der Pathos eine so wichtige Rolle spielt, dass er -- eben z.B. bei Faith -- so deutlich hervortritt. Man könnte ja auch weniger pathetisch die Geschichte erzählen. Hier ist er also ein Stilmittel. Wozu?


Sollte man dazu nicht ganz einfach die Macher befragen? Alles andere ist Spekulatius. Der Autor hält es wohl anscheinend für passend und sinnvoll, also wird es dementsprechend geschrieben und umgesetzt.
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