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1

Montag, 23. Juli 2012, 07:42

Die Hoffnung stirbt zuletzt - aber wann genau ist das?

Immer wieder lese ich in verschiedenen Foren und zu verschiedensten Themen den Satz "Ich hoffe, dass es bald weitergeht" in diversen Derivaten. Da kann auch mal "Ich hoffe, dass sich die Serie bald fängt", "Ich hoffe, dass es bald wieder besser wird" oder "Ich hoffe, es kommt überhaupt mal wieder was raus" stehen. (Mir geht es aktuell so mit den neuen Actionfiguren zu Masters of the Universe. Nach 4 sehr starken Jahren mit sehr guten Verkaufszahlen sind diese urplötzlich von heute auf morgen so stark eingebrochen, dass es unklar ist, ob es nächstes Jahr noch neue Figuren geben wird)
Die Quintessenz ist stets die Gleiche: Man hofft. Und bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

Aber wann ist "zuletzt" erreicht?
Was kann sich ein Label, ein Publisher, ein Autor etc. (um mal in den Hörspielrelevanten Bereichen zu bleiben) erlauben, sprich wie viel Mist kann verzapft werden, wie viele Versprechen gebrochen, wie viele schlechte Geschichten geschrieben und so weiter, bis der Kunde endgültig aufgibt und die Hoffnung sein lässt? Und wie enttäuscht ist man, wenn es dann nach jahrelanger Pause doch mit der Lieblingsserie weitergeht, wie seinerzeit bei den Drei Fragezeichen, man in der Zwischenzeit aber bereits aufgehört hat zu sammeln oder seine alten Folgen gar bereits abgestoßen hat?
Und wenn die Hoffnung, dass die Serie weitergeht, wiederbelebt wurde, wie verhält es sich dann mit der Hoffnung, wenn man die neuen Folgen einfach schlecht findet? Mir persönlich ist es mit den ??? so passiert. Nach der ewig langen Pause habe ich die 121 und 122 geschenkt bekommen und ich fand sie so furchtbar, dass ich die Serie begraben habe. Meine Hoffnung auf eine gute Fortsetzung ist gestorben und auch wenn sich die Serie inzwischen wohl wieder gefangen hat, bleibe ich ihr fern. Aber es gibt ja auch noch andere Beispiele in der Hörspielwelt, wo ohne für die Aussenwelt erkennbaren Grund eine jahrelange Pause entsteht, in dieser Zeit aber vom gleichen Label zig neue Projekte starten, die nicht mal ansatzweise den Output haben wie die erste Serie, der man ursprünglich treu bleiben wollte. Dennoch handelt es sich dann bei den neuen Projekten stets um großformatige Serien, die eine zusammenhängende Geschichte erzählen wollen, das Label gibt dem Kunden also vom Start an ein Versprechen "Wir erzählen euch eine Geschichte" und dann kommt nach dem Einstieg sowohl von der neu begonnenen Serie, als auch von den ursprünglichen Projekten ewig lange gar nichts. Und wenn dann am Horizont ein neuer Hoffnungsschimmer erscheint - also überhaupt mal ein Lebenszeichen, handelt es sich um Ankündigungen oder Veröffentlichungen von wieder neuen Projekten, ohne sich nach aussen hin erkennbar mit den ersten Projekten beschäftigt zu haben, deren Fans noch immer im Hoffnungs-Delirium schweben.
"Darf" man das in unserer schnelllebigen Welt überhaupt noch machen? Wie treu - sprich wie viel Hoffnung - haben die Kunden heutzutage? Wann ist hier das Ende der Fahnenstange erreicht? Wann ist hier für den Kunden der Moment gekommen zu sagen "Ich habe die Hoffnung in dieses Label/diesen Autoren/etc. verloren" ? Oder tritt die Erkenntnis gar nicht ein, weil die begonnen Serien so unterschiedlich sind, dass man den Zusammenhang gar nicht sieht - oder gar sehen will?

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Bjoern« (23. Juli 2012, 07:52)


Thomas76

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Montag, 23. Juli 2012, 08:45

Also bei mir ist es so : Wenn eine neue bzw. mir bisher unbekannte Serie mein Interesse geweckt hat, probiere ich diese maximal zwei-drei Folgen lang aus. Bin ich bis dahin mit dieser Serie nicht warm geworden, dann ist sie für mich gestorben, und da gibt es normalerweise auch keinen zweiten Anlauf mehr. Hingegen eine Serie, dir mir anfangs gefallen hat, dann aber immer schlechter wurde ist mir selber zum Glück noch nicht untergekommen.
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Montag, 23. Juli 2012, 09:17

Ich warte einfach ab. Gibt es einen größeren Handlungsrahmen, dann gerne auch bis ein Ende der Serie in Aussicht ist, oder ein Ende schon zu Folge XY geplant ist, wie z.B. Goldagengarden. Einzelepisoden kann man ja immer kaufen, da stört es ja auch nicht ob nun 15 oder 30 Folgen rauskommen. Bei schlechter Tendenz höre ich einfach auf, wie momentan bei den drei Fragezeichen. Da kauf ich mir nur die, leider selten gewordenen, Sahnestücke. Um mir öde Folgen ins Regal zu stellen ist mein Sammlerherz doch zu klein. Dafür sammle ich auch zuviel parallel.

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Montag, 23. Juli 2012, 11:06

Ich warte einfach ab.


Ich auch. Ich weiß dass das für lange, sich erst aufbauende Serien der Tod ist, wenn das alle machen, aber als Kunde geht es nicht mehr anders. Dafür haben sich in den letzten Jahren wohl bei den meisten Sammlern zu viele Serien angehäuft, die jetzt unabgeschlossen im Regal versauern. Noch schlimmer, wenn so eine Serie erst ein mal vorzeitig beendet wurde sinken die Preise der CDs schnell in den Keller. Für den frühen Käufer als doppelt ärgerlich, er hat eine Serienleiche im Regal, die dazu jetzt noch verramscht wird.

Ich würde auch gern (im Einzelfall) kleine Label mit Käufen unterstützen, das Problem ist aber tatsächlich, dass keine Serie mehr vor einem vorzeitigen aus sicher ist. Labels und Projekte, von denen ich nicht gedacht hätte, dass eine Einstellung bevorsteht sind über die Wupper gegangen, das Vertrauen von mir als Konsument ist da einfach weg. Ergo: abwarten bis was erschienen ist. Biem Traumwandler habe ich eine Ausnahme gemacht, da hoffe ich einfach mal inständig, dass man die sechs Folgen wie geplant komplettiert. Bisher sieht ja alles danach aus und ich bin mal guter Dinge.

Aber zum eigentlichen Thema. Ganz seltsam finde ich das bei den neuen Macabros. Da fällt mir extrem auf wie viele Leute immer schreiben "Ja, gut, ein zwei Folgen teste ich noch. Wenn sich dann nix getan hat ist bei mir definitiv Schluss." Ich versteh es auch nicht, bzw habe ich solche Fälle nicht. DDF kaufe und höre ich weil es mir tatsächlich Spaß macht auch die schwächeren Folgen zu hören. Ausserdem will ich keine Lücken in der Reihe haben, was bleibt mir also übrig. Ist aber auch nicht weiter wild, das ist eben meine Entscheidung, also regt mich schwächelnde Performance gar nicht groß auf. PW hat in letzter Zeit einen größeren Preissprung gemacht, weshalb ich da nicht kontinuierlich dran bleibe, also da bin ich konsequent und kaufe nur, wenn die Gelegenheit günstig ist. Ansonsten bin ich ohnehin bei den meisten Serien nicht up to date, siehe Begründung oben. Nützt ja nüscht, ich schmeiß schon genug Geld für Hobbies aus dem Fenster, dass muss nicht noch mehr werden. :D

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Montag, 23. Juli 2012, 11:34

Bei den ??? ärgert mich halt, das man denkt, allein durch den starken Namen wäre es nicht mehr nötig, sich größte Mühe zu geben. Und dann hat man weiterhin Top Verkaufszahlen. Zuletzt schlichen sich ja auch vermehrt technische Fehler ein. Man ruht sich auf den Lorbeeren alter Tage aus, das stinkt mir. Es geht hier nicht um schwächelnde Folgen (die gab es fast immer mal), sondern um den Abrutsch ins Mittelmaß. Das Gleiche bei TKKG. Und da die Serie wohl ewig laufen wird, ist es mir grad mal egal ob ich alle Folgen hab.

Fader

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Montag, 23. Juli 2012, 13:34

Bei DDF ist es echt ein Jammer, dass es keine funktionierende Qualitätskontrolle gibt bzw. den Ehrgeiz, es wirklich und immer wieder GUT zu machen. Dummerweise würden DDF-Fans auch noch das vertonte Telefonbuch von Rocky Beach kaufen, nur damit keine Lücke im Regal ist. So gesehen ist es den Machern wohl schnurz, ob die Bücher wirklich taugen; anders kann ich mir die vielen Totalausfälle im Sektor Story nicht mehr erklären. Zumal es ja keine signifikanten Einbrüche beim Verkauf gibt, wenn die Folge extra-schlecht beurteilt wird.

Über die Geduld bei Macabros wundere ich mich auch.
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Montag, 23. Juli 2012, 13:38

Ich habe so viele Serien in letzter zeit angefangen, dass die Entscheidung was denn nun für mich Priorität hat echt schwer fällt denn ich habe ja nicht unbegrenzt zeit und Geld. Sinclair ist bei mit gesetzt, aber sonst? Schwer!!!

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Montag, 23. Juli 2012, 13:54

Es geht wohl so langsam hier off-topic, oder?

Früher war es mir egal, da ich mir eh alles zugelegt habe bzw. wenn etwas schlecht war, dann habe ich das in meinen Rezis geschrieben. Ob sich dann macherseitig was ändert, das muss man dann im Einzelfall sehen.

Aber hätte ich nicht diesen Sammeltrieb gehabt...da wären wohl einige Serien rausgeflogen und ich hätte auch nicht vor großen Namen halt gemacht.

Rein theoretisch sollten mal einige Fans dem einen oder anderen Label durch Nichtkauf mal zeigen was Sache ist, vielleicht kann man so etwas bewegen. Durch "Ach, ich kaufe das halt, weil ich es ja muss, ich bin ja Fan!" wird sich jedenfalls nichts ändern und ich kann mir sogar vorstellen, dass manche das bewusst ausnutzen oder sogar vielleicht hingehen und sagen "Komm, lass mal weniger Elan reinlegen, wird ja eh gekauft!" und man setzt sogar die Sparkeule an.
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Montag, 23. Juli 2012, 15:29

Es geht wohl so langsam hier off-topic, oder?

Durch "Ach, ich kaufe das halt, weil ich es ja muss, ich bin ja Fan!" wird sich jedenfalls nichts ändern und ich kann mir sogar vorstellen, dass manche das bewusst ausnutzen oder sogar vielleicht hingehen und sagen "Komm, lass mal weniger Elan reinlegen, wird ja eh gekauft!" und man setzt sogar die Sparkeule an.


Davon bin ich sogar fest überzeugt. Und wenn es letztlich unterschwellig passiert, der Wille ein geiles Produkt hinzulegen nimmt ab, je höher die Erfolgsgarantie ist. Zielgruppe bei den absolut renommierten Serien sind ja auch weniger wir Insider und Kenner, sondern Kinder & Jugendliche. Deren Meinung darüber schaut womöglich anders aus. Es schleicht sich ja auch, wenn auch wieder evtl. nur im Unterbewusstsein, eine gewisse Berufsmüdigkeit ein. Mir kann niemand erzählen das er nach dem 138ten Hörspiel einer Serie, noch denselben Enthusiasmus hat wie in den ersten Folgen. Da sind immer wieder Ausreißer nach oben bei, aber irgendwann ist halt jedes Format mal ein wenig abgenutzt, obwohl, wenn ich mir GZSZ anschaue...

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Montag, 23. Juli 2012, 16:53

Grundsätzlich geht es erstmal nach Geschmack, was gefällt wird auch gesammelt von mir. Allerdings gibt es schon Serien wo irgendwann Schluß ist bei mir. Das kann dann an den Geschichten liegen, an der Produktion oder an beidem. Da ja leider gerne und schnell eingestellt wird, lasse ich grundsätzlich die Finger von Serien mit Handlungsbogen. Die kaufe ich dann erst später. Mir ist schon klar, dass das für die Serie nicht gut ist, nur habe ich keinen Nerv mehr auf abgebrochene Serien im Regal. Gibt noch genug Serien wo ich auf die Fortsetzung bzw. den Abschluß warte, da muss es wirklich nicht mehr werden.

Thomas76

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Montag, 23. Juli 2012, 17:12


Davon bin ich sogar fest überzeugt. Und wenn es letztlich unterschwellig passiert, der Wille ein geiles Produkt hinzulegen nimmt ab, je höher die Erfolgsgarantie ist. Zielgruppe bei den absolut renommierten Serien sind ja auch weniger wir Insider und Kenner, sondern Kinder & Jugendliche. Deren Meinung darüber schaut womöglich anders aus. Es schleicht sich ja auch, wenn auch wieder evtl. nur im Unterbewusstsein, eine gewisse Berufsmüdigkeit ein. Mir kann niemand erzählen das er nach dem 138ten Hörspiel einer Serie, noch denselben Enthusiasmus hat wie in den ersten Folgen. Da sind immer wieder Ausreißer nach oben bei, aber irgendwann ist halt jedes Format mal ein wenig abgenutzt, obwohl, wenn ich mir GZSZ anschaue...

Naja, das die Zielgruppe primär Kinder&Jugendliche sein sollen, hängt ja ganz stark vom Produkt ab. Bei Benjamin Blümchen z.B. ist das klar, aber da ist ja der Anspruch an's Produkt auch ein ganz anderer. Aber Dorian Hunter oder John Sinclair haben sicherlich nicht Kinder als Zielgruppe, eher junge Erwachsene und Jugendliche.

Des weiteren gehe ich gerade bei kleinen Labeln davon aus, das dort schon von sich aus der Wille vorhanden ist, ein gutes Produkt zu machen. Die Macher dürften ja meist selbst Fans des Mediums sein. Nur um Geld zu verdienen wird jemand sicherlich nicht Hörspielproduzent, da gibt's andere und bequemere Möglichkeiten, sein Geld zu verdienen. Darüber hinaus ist es ja auch immernoch subjektiv, was nun gelungen oder nicht gelungen ist. Möglicherweise wollte der Macher Hörspiel XY genau so haben, wie es geworden ist. Wenn's Gefällt, ist eben eine gewisse Käufergruppe vorhanden.
Ich glaube auch nicht, das die Fanbase mancher Serien nur aus Leuten besteht, die nur des Sammelns wegen noch kaufen. Wäre aber mal eine Umfrage z.B. unter Macabros-Käufern wert ;)

Das sich aber mit der Zeit bei länger laufenden Serien möglicherweise gewisse Abnutzungserscheinungen einstellen könnte ich mir vorstellen.

Und GZSZ ist eine Seifenoper, da ist die Handlung so banal, da kann man ja kaum etwa verkehrt machen ;)
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DRY

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12

Montag, 23. Juli 2012, 22:00

Ja, die Hörspielgemeinde scheint da allgemein sehr leidensfähig zu sein. Ist halt nur die Frage, wie das abseits der Hardcore-Hörspiel-Fans aussieht. Da würde ich doch eher vermuten, dass man das Interesse an Serien, die nicht regelmäßig fortgesetzt werden, doch schneller wieder verliert. Aus den Augen aus dem Sinn. Da muss eine Serie schon wirklich einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, um sich entsprechend ins Gedächtnis zu brennen.
Bei mir hat das u.a. Gabriel Burns geschafft - wobei auch hier der Ärger langsam doch eher der Gleichgültigkeit weicht.

Gooliath

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13

Dienstag, 24. Juli 2012, 04:16

Ich muss zugeben das ich es auch nicht gut finde wenn bei einer Serie zu schnell nachproduziert wird. Manchmal kommt man ja gar nicht mit dem Kaufen nach ;-)

Bei Serien mit Handlungsbogen kann das natürlich auch nervig sein.

Bei neuen/unbekannten Serien richte ich mich erst mal nach den Hörproben gefallen die mir nicht kaufe ich die auch nicht. Das muss nicht unbedingt was mit der Qualität an sich zu tun haben, manchmal springt der Funke einfach nicht über. Wenn es keine Hörproben gibt hat die Serie gar keine Chance.

Es gibt mittlerweile einfach so viele Serien und einzel Hörspiele das das Budget meist eh für die nächsten Monate verplant ist :D. Aber alles was irgendwie interessant klingt landet auf den diversen Merklisten.

14

Dienstag, 24. Juli 2012, 07:56

Das ist aber doch gar nicht die Frage... Mir gehts um die steile Kurve nach unten, in allen Bereichen. Zum Thema Story wurde ja jetzt schon eine Menge gesagt. Speziell bei ??? und der dreistelligen Folgennummern ist es klar, dass da nicht jede Folge super ist. Gründe und Konsequenzen wurden ja nun auch einige genannt. Aber wann ist hier die Hoffnung tot? Das war ja die Eingangsfrage ;) Müssen 10 Folgen am Stück mies sein? 20? Reichen bereits 2 Folgen hintereinander?
Und dann ist da noch immer die Frage im Raum, warum zig Serien begonnen, aber dann ewig lange nicht weitergeführt werden. Bei großen Labels wäre so ein Szenario völlig unverständlich, ausser die Verkaufszahlen sind einfach deutlich unter der Erwartung geblieben. Bei kleinen Labels hätte ich dafür vollstes Verständnis, obwohl es mich als Käufer und vielleicht Fan einer neu gestarteten Serie sehr ärgern würde, wenn etwas stark anfängt und dann plötzlich gar nichts mehr kommt. Schwindende Verkaufszahlen können auch hier ein Grund dafür sein, dass kein Geld mehr in der Kasse ist, um weiter zu produzieren. Wie hier bereits erwähnt wurde: Die kleinen Labelbetreiber sind ja zumeist selbst Fans, die das Ganze nicht zum primären Gelderwerb machen. Aber wenn dann statt besagte Serie weiter zu veröffentlichen in der Pause erstmal zig weitere Serien begonnen werden (da gibts ja auch populäre Beispiele), und auch dort nach unzählichen Versprechungen und ebenso vielen Verschiebungen nichts weiter zu passieren scheint, ist bei mir persönlich die Hoffnung gestorben. Wo kommt denn da aber bei anderen Hörspielfans die Hoffnung her, dass es mit irgend einer neuen Serie des gleichen Labels anders oder besser laufen wird? Besonders, wenn der geneigte Hörspielfan bereits am eigenen Leib bzw. an der eigenen Sammlung erfahren hat, wie die Veröffentlichungspolitik des Labels aussieht?
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15

Dienstag, 24. Juli 2012, 09:58

Danke für die OT-Mahnung ... da ich selbst ein sehr kritischer Hörer bin und nur wenige Serien sammle, kann ich die Gutmütigkeit "jo, war wieder Schrott, aber die nächste wird hoffentlich besser" ohnehin nur schwer verstehen.
  • Einfach nicht so wichtig? Bei GZSZ achtet auch keiner auf die Qualität, Hauptsache, irgendwas passiert und irgendwer (ent)liebt irgendwen.
  • Junkiementalität? Das Pulver war schlecht verschnitten, ich brauche aber meinen Fix morgen wieder, und so viele Produzenten für meinen speziellen Suchtrezeptor gibt es auch nicht?
  • Sammlerzwang? Egal was, das Regal muss lückenfrei sein?
Auch nicht vergessen darf man die Selbsttäuschung, der man sich nicht stellen will. Wenn ich bei Folge 25 einer Serie zugebe, dass sie ein Fehlkauf war, weil die Macher keinen Plan hatten oder die Qualität nicht (mehr) da ist, dann de-validiere ich meine eigene Kaufentscheidung von früher. Das gleiche Denken bringt bestimmte Investoren dazu, dem schlechten Geld auch noch gutes hinterherzuwerfen, statt zu sagen "tja, da habe ICH ja wohl danebengegriffen".

WANN das einsetzen kann ... ? Der lange Entzug der Burns-Fans ist ein besonders drastisches Beispiel, weil diese Serie ja einen Megastart hatte, und es eine Zeitlang das A und O war, sie zu hören. Hier unvollendeter Dinge auf 35 Folgen sitzenzubleiben, ist hart, deswegen hofft man halt noch etwas weiter. Bei den "Letzten Helden" bin ich (sorry Björn) nach der Probefolge 2 wegen der zu großen Versprechungen gar nicht erst an Bord gegangen. Das Statement (nicht deins, ich weiß), Drachenlanze sei als Stoff größer als der Herr der Ringe, hat mich aber auch ernsthaft an Verhältnismäßigkeiten zweifeln lassen. Hier gab es für mich keine Hoffnung, die groß enttäuscht werden konnte. Aber ich weiß von einigen DLH-Käufern, die ähnlich wie GB-Fans immer noch hoffen.
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Dienstag, 24. Juli 2012, 10:09

Ja, die Hörspielgemeinde scheint da allgemein sehr leidensfähig zu sein.
Das ist genau das Problem, wie schon von anderen geschrieben. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man eine Hörspielserie nicht bequem durch eine andere ersetzen kann - die Auswahl ist in einigen Genres nicht groß genug. Da klammert man sich dann an die Hoffnung.
Rückblickend bin ich schon erstaunt, wie lange ich den drei Satzzeichen äußerst mittelmäßige Folgen habe durchgehen lassen. Nach der 105 kam da nur noch wenig kurzweilge Unterhaltung. Da hat es mit dem Tonproblem in der 138 einen herzhaften Tritt gebraucht, um mich zum selektiven Käufer werden zu lassen. Bereut habe ich es nicht. Ebensowenig bei TKKG, und bei Point Whitmark bin ich kurz davor, denn um mich im abgedunkelten Zimmer zu langweilen brauche ich kein Hörspiel.
Müssen 10 Folgen am Stück mies sein? 20? Reichen bereits 2 Folgen hintereinander?
Das kann man nicht verallgemeinern. Bei DDF spielen Erinnerungen eine größere Rolle, und bei der Masse an Folgen fällt eine schwächere auch nicht so ins Gewicht wie bei neueren und noch viel kürzeren Serien. Es geht eher um eine Tendenz, die ich ausmache. In Rocky Beach z.B. ist mittlerweile die langatmige Langeweile der Regelfall (und zunehmend auch bei den anderen Serien von Körting und Minninger). Bei PW liegen mit Folge 25 und 28 die letzten meiner Meinung nach gelungenen Veröffentlichungen schon länger zurück. (Die 33 soll besser sein, liest man. Werde ich bei Gelegenheit zu Ende hören. Hat mich bisher nicht umgehauen.)
Neue Serien haben naturgemäß keine guten Folgen, auf die sie aufbauen könnten. Da müssen dann zwei Folgen ausreichen, damit ich mir ein Bild mache. Dragonbound und Gabriel Burns sind von mir dementsprechend auch nicht weiter gekauft worden.

Noch eine Anmerkung zum Regal und den Lücken: Die Rücken der Hüllen sehen bei den meisten Serien eh gleich aus, da sehe ich bei mir keine hässlichen, grässlichen Lücken... MUT ZUR LÜCKE!!! :molwania:
"Das kommt überhaupt nicht - in Frage!"
(Prof. Shay zu dem Vorschlag, Hörspiele künftig nur noch als Download anzubieten)


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Dienstag, 24. Juli 2012, 13:18

Bei den "Letzten Helden" bin ich (sorry Björn) nach der Probefolge 2 wegen der zu großen Versprechungen gar nicht erst an Bord gegangen. Das Statement (nicht deins, ich weiß), Drachenlanze sei als Stoff größer als der Herr der Ringe, hat mich aber auch ernsthaft an Verhältnismäßigkeiten zweifeln lassen. Hier gab es für mich keine Hoffnung, die groß enttäuscht werden konnte. Aber ich weiß von einigen DLH-Käufern, die ähnlich wie GB-Fans immer noch hoffen.
Dafür brauchst du dich weiß Gott nicht zu entschuldigen. Jedenfalls nicht bei mir ;) Im Gegenteil, das mit den zu großen Versprechungen und der verschobenen Verhältnismäßigkeit sehe ich äußerst ähnlich! ;)
Und ist doch auch grad diese Serie (bzw. das ganze Label) ein Paradebeispiel für das, worum es in diesem Thread geht.
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