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  • »Lord_Lenny« ist männlich
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1

Donnerstag, 18. August 2011, 09:29

Die derzeitige Lage des Hörspielmarktes

Ich zitiere mal hoernews.de:

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Unverständlich bleibt, wie der Markt wieder vorangetrieben werden kann, wenn viele Label gar nichts mehr veröffentlichen. Woher nehmen die Produzenten, die nichts mehr herausgeben, die Sicherheit, dass der Markt wieder einen Aufwärtstrend bekommt?



Das wäre auch meine Frage!

Schade um den Trotzkopf und Dreamland Action! Ich hätte beides gekauft.
Ich verkaufe und verschenke Hörspiele, auf MC und CD! Schaut rein! Angebote gibts hier im Marktplatz! KLICK MICH!

"Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."

- Günter Merlau -

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2

Donnerstag, 18. August 2011, 10:03

Da ist nicht nur die Frage nach dem Aufwärtstrend, sondern auch die nach der Qualität. Wer sagt, dass man diese Aufnahmen in beispielsweise 3-5 Jahren noch hören will? Wer sagt, dass dann noch der Bedarf herrscht? Wer sagt, dass die Aufnahmen dann noch zeitgemäß sind?

Und wenn der Markt angeblich seit 2009 schon für die Tonne ist, wieso macht man dann vor ein paar Monaten noch dicke Aufnahmen?

Ich gönne es niemandem, dass sein Label die Pforten schließt oder "pausiert", aber ich glaube nicht, dass man noch ein Bein auf die Erde kriegen wird, wenn man sich jetzt auf diese Art und Weise verabschiedet.
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G. Walt

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3

Donnerstag, 18. August 2011, 10:10

Thomas sagt im Jahre 1990 gab es schon mal eine Flaute. ich glaube das war schon 85. Jedenfalls was den Bereich für Erwachsene angeht, den es ja nur kurz gab. Kinder und Jugendhörspiele gab es hingegen immer.
99 und 2000 wurden viele Altfans angezogen durch die Rückkehr der Klassiker und JS 2000. Dann kamen recht gute neue Sachen hinzu wie O23, Gabriel Burns und EAP. Viele drängten dann auf den Markt. Leider war viel schlechtes dabei. Und Ruck-Zuck war der Markt dicht. Das Ende vom lied ist jetzt das sich bietende Bild.

Wer macht noch Erwachsenen-Sachen - zum jetzigen Zeitpunkt? Viele nicht.

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4

Donnerstag, 18. August 2011, 10:11

Wer macht noch Erwachsenen-Sachen - zum jetzigen Zeitpunkt? Viele nicht.


Und was hat das mit Dreamland zu tun? Für mich sind Sachen wie Dreamland-Grusel und Co. keine Erwachsenen-Hörspiele, tut mir leid.
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Donnerstag, 18. August 2011, 10:14

Hälst du diese Sachen wie Dreamland-Grusel und Tony Ballard etwa für Kinderhörspiele?

Captain Blitz

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6

Donnerstag, 18. August 2011, 10:16

Hälst du diese Sachen wie Dreamland-Grusel und Tony Ballard etwa für Kinderhörspiele?


Nein, aber unter Erwachsenenhörspielen verstehe ich was mit Anspruch und komplexeren Handlungen.

Wie dem auch sei, mir geht es hier eher darum, woher man die Gewissheit nimmt, dass man nach einer Pause noch meint, plötzlich wieder weitermachen zu können. Das sehe ich nämlich nicht so.
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G. Walt

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7

Donnerstag, 18. August 2011, 10:22

Was die Machart angeht, so stimme ich Dir zu. Vom Thema her her sind es eher Erwachsenenhörspiele, oder zumindest für Jugendliche.

Das mit em Weitermachen nach der Pause halte ich ebenfalls für bedenklich. Man sollte mal ehrlich zu sich selbst sein. Entweder aus und tschüss, oder weitermachen. Und aus und tschüss muss ja nicht heißen, dass man in drei in vier Jahren mit neuen Projekten und neuem Label nicht wieder an den Start geht.

Snow

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8

Donnerstag, 18. August 2011, 11:47

Ich zitiere mal hoernews.de:

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Kommentar zur Meldung:
Unverständlich bleibt, wie der Markt wieder vorangetrieben werden kann, wenn viele Label gar nichts mehr veröffentlichen. Woher nehmen die Produzenten, die nichts mehr herausgeben, die Sicherheit, dass der Markt wieder einen Aufwärtstrend bekommt?



Das wäre auch meine Frage!


Die Frage stelle ich mir auch. Nur wenn die Labels sich aktiv um den Markt "kümmern", kann es besser werden. Hörspiele veröffentlichen reicht leider nicht mehr, da muss mehr passieren. Werbung - auch wenn das Geld knapp ist, muss sein, um die Leute anzusprechen. Die Situation in den Läden vor Ort ist schlecht, da wird sich auch in ein paar Jahren nichts ändern. Da müsste man an die Läden ran und schauen, wie man die Lage verbessern kann. Auch in den großen Online-Shops sieht es nicht so gut aus. Keine Struktur, da findet man nur die Hörspiele, die man gezielt sucht. Klar ist das ein schwieriges Feld, aber von alleine wird sich da nichts tun.

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9

Donnerstag, 18. August 2011, 11:55

Ich zitiere mal hoernews.de:

Zitat

Kommentar zur Meldung:
Unverständlich bleibt, wie der Markt wieder vorangetrieben werden kann, wenn viele Label gar nichts mehr veröffentlichen. Woher nehmen die Produzenten, die nichts mehr herausgeben, die Sicherheit, dass der Markt wieder einen Aufwärtstrend bekommt?



Das wäre auch meine Frage!


Die Frage stelle ich mir auch. Nur wenn die Labels sich aktiv um den Markt "kümmern", kann es besser werden. Hörspiele veröffentlichen reicht leider nicht mehr, da muss mehr passieren. Werbung - auch wenn das Geld knapp ist, muss sein, um die Leute anzusprechen. Die Situation in den Läden vor Ort ist schlecht, da wird sich auch in ein paar Jahren nichts ändern. Da müsste man an die Läden ran und schauen, wie man die Lage verbessern kann. Auch in den großen Online-Shops sieht es nicht so gut aus. Keine Struktur, da findet man nur die Hörspiele, die man gezielt sucht. Klar ist das ein schwieriges Feld, aber von alleine wird sich da nichts tun.


Das hat für mich auch was von "Sitzen wir das mal aus und lassen wir andere die Drecksarbeit machen und wenn der Kuchen wieder schön groß ist, dann bedienen wir uns wieder mit daran!", finde ich nicht gut. Mag sein, dass man das seitens Dreamland gar nicht so meint, dennoch kann dieser Eindruck durchaus entstehen.

Von daher sehe ich das auch so, man muss als Label auch was dafür tun, damit es dem Markt besser geht.
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kaifalke

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10

Donnerstag, 18. August 2011, 12:22

Ich zitiere mal hoernews.de:

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Kommentar zur Meldung:
Unverständlich bleibt, wie der Markt wieder vorangetrieben werden kann, wenn viele Label gar nichts mehr veröffentlichen. Woher nehmen die Produzenten, die nichts mehr herausgeben, die Sicherheit, dass der Markt wieder einen Aufwärtstrend bekommt?



Das wäre auch meine Frage!


Die Frage stelle ich mir auch. Nur wenn die Labels sich aktiv um den Markt "kümmern", kann es besser werden. Hörspiele veröffentlichen reicht leider nicht mehr, da muss mehr passieren. Werbung - auch wenn das Geld knapp ist, muss sein, um die Leute anzusprechen. Die Situation in den Läden vor Ort ist schlecht, da wird sich auch in ein paar Jahren nichts ändern. Da müsste man an die Läden ran und schauen, wie man die Lage verbessern kann. Auch in den großen Online-Shops sieht es nicht so gut aus. Keine Struktur, da findet man nur die Hörspiele, die man gezielt sucht. Klar ist das ein schwieriges Feld, aber von alleine wird sich da nichts tun.
da bleibe ich dann mal bei meiner Meinung, der Großteil der Bevölkerung hört Hörbücher und keine Hörspiele, für diese Hörbücher wird genügend Werbung gemacht, berichtet usw.

Es sei für die drei ??? (aber die gehören wohl eher zu den Ausnahmen), die hört wohl fast jeder aber sonst läuft da bei den meisten wohl eher nix

Und Hörspiellabels sind jetzt zu klein und haben zuwenig Geld für großangelegte Werbekaktionen
mein Comic-Nachrichten-Blog: http://martin-boisen.blog.de/

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Donnerstag, 18. August 2011, 12:25

da bleibe ich dann mal bei meiner Meinung, der Großteil der Bevölkerung hört Hörbücher und keine Hörspiele, für diese Hörbücher wird genügend Werbung gemacht, berichtet usw.

Es sei für die drei ??? (aber die gehören wohl eher zu den Ausnahmen), die hört wohl fast jeder aber sonst läuft da bei den meisten wohl eher nix

Und Hörspiellabels sind jetzt zu klein und haben zuwenig Geld für großangelegte Werbekaktionen


Warum gilt das dann nicht für Labels, die es noch gibt? Die sind auch nicht alle groß und machen eine fette Werbeaktion nach der anderen.

Und es gibt da draußen nicht nur die drei ???, die gut laufen. Die drei ??? laufen eher außerhalb der Konkurrenz, das ist schon was anderes.

Das ist aber eigentlich nicht das Thema, sondern Dreamland und die Pause. Dreamland hat nie Europa-Zahlen gehabt und es gab das Label trotzdem einige Jahre.
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kaifalke

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12

Donnerstag, 18. August 2011, 12:52

Ich zitiere mal hoernews.de:

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Unverständlich bleibt, wie der Markt wieder vorangetrieben werden kann, wenn viele Label gar nichts mehr veröffentlichen. Woher nehmen die Produzenten, die nichts mehr herausgeben, die Sicherheit, dass der Markt wieder einen Aufwärtstrend bekommt?



Das wäre auch meine Frage!


Die Frage stelle ich mir auch. Nur wenn die Labels sich aktiv um den Markt "kümmern", kann es besser werden. Hörspiele veröffentlichen reicht leider nicht mehr, da muss mehr passieren. Werbung - auch wenn das Geld knapp ist, muss sein, um die Leute anzusprechen. Die Situation in den Läden vor Ort ist schlecht, da wird sich auch in ein paar Jahren nichts ändern. Da müsste man an die Läden ran und schauen, wie man die Lage verbessern kann. Auch in den großen Online-Shops sieht es nicht so gut aus. Keine Struktur, da findet man nur die Hörspiele, die man gezielt sucht. Klar ist das ein schwieriges Feld, aber von alleine wird sich da nichts tun.


Das hat für mich auch was von "Sitzen wir das mal aus und lassen wir andere die Drecksarbeit machen und wenn der Kuchen wieder schön groß ist, dann bedienen wir uns wieder mit daran!", finde ich nicht gut. Mag sein, dass man das seitens Dreamland gar nicht so meint, dennoch kann dieser Eindruck durchaus entstehen.

Von daher sehe ich das auch so, man muss als Label auch was dafür tun, damit es dem Markt besser geht.
es gilt für alle Labels ob groß oder klein
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13

Donnerstag, 18. August 2011, 13:10

Gerade jetzt, wo der Markt sich ausdünnt, gibt es doch für die verbliebenen Label neue Möglichkeiten sich zu positionieren. Sich erneut und anders ins Licht zu setzen. Aber da geht Dreamland natürlich die Puste aus. Denn die sind eher ein "Feierabend-Label", haben wenig Ressourcen und nicht die nötige Professionalität. So geht es übrigens auch anderen. Profitieren werden am Ende die, denen es es ohnehin nicht so schlecht geht: EUROPA und Co. Man findet zu Ihnen zurück, ihre Produkte werden werden mehr wahrgenommen, durch ein schmaleres Angebot anderer Label.

14

Donnerstag, 18. August 2011, 14:49

Ein Label wie wir hat 1-1 1/2 Jahre Vorlaufzeit, es gab zwar bereits 2009 (hier vorallem noch bei Kollegen) und ab 2010 auch leichte Verkaufseinbrüche bei uns und eben vielen anderen Labeln (Lübbe, Lausch, Maritim, Audiowerkstatt Köln, Nocturna, Pandoras Play, Random House, R & B Company, Hörverlag u.a.). Bei uns ist es erst seit Anfang 2011 recht heftig geworden und bevor wir jetzt genau wissen, dass wir diverse Hörspiele veröffentlichen, die gar nicht den Weg in den Handel finden, wollen wir schauen wie wir uns besser aufstellen können, wie wir neue Absatzmärkte finden können (einige Ideen und Erfahrungen konnten wir bereits sammeln) und hoffen so eines Tages wieder neu am Start zu sein.

Tony Ballard - Dreamland Grusel - Dreamland Action - Andi Meisfeld - Der Trotzkopf
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Detlef

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15

Donnerstag, 18. August 2011, 15:52

Gerade jetzt, wo der Markt sich ausdünnt, gibt es doch für die verbliebenen Label neue Möglichkeiten sich zu positionieren. Sich erneut und anders ins Licht zu setzen. (..). Profitieren werden am Ende die, denen es es ohnehin nicht so schlecht geht: EUROPA und Co. Man findet zu Ihnen zurück, ihre Produkte werden werden mehr wahrgenommen, durch ein schmaleres Angebot anderer Label.
Genau da liegt der Hase im Pfeffer! Der Markt wird sich wieder sehr stark auf die beiden großen fixieren. Leider wird EUROPA da jetzt aber auch nichts anders machen, denn richtige Experimente zu Krisenzeiten ist auch nicht deren Verhaltensweise. Ich sehe das - ehrlich gesagt - so, wie Patrick. Es scheint derzeit die Qualität über das Überleben zu entscheiden. Wer die Serien, oder Labels, anschaut, die eingestellt wurden, der stellt eigentlich fest, das sie sehr speziell waren (Perry Rhodan Sternenozean / Drizzt), oder das sie halt Kinderkrankheiten, wie schlechte Regie oder Cover (NYPDead) hatten. Natürlich ist es eine Krise, aber ich denke der ein oder andere mit mehr Qualitätsbewußtsein seine eigene Krise hätte eindämmen können. Wenn ein Großteil der Hörer aber die Produktionen als 0815 empfindet, ist klar, das der Hörer genau dort aufhört nach neuen Folgen zu lechzen...
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Fader

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16

Donnerstag, 18. August 2011, 16:07

Genau da liegt der Hase im Pfeffer! Der Markt wird sich wieder sehr stark auf die beiden großen fixieren. Leider wird EUROPA da jetzt aber auch nichts anders machen, denn richtige Experimente zu Krisenzeiten ist auch nicht deren Verhaltensweise. Ich sehe das - ehrlich gesagt - so, wie Patrick. Es scheint derzeit die Qualität über das Überleben zu entscheiden. Wer die Serien, oder Labels, anschaut, die eingestellt wurden, der stellt eigentlich fest, das sie sehr speziell waren (Perry Rhodan Sternenozean / Drizzt), oder das sie halt Kinderkrankheiten, wie schlechte Regie oder Cover (NYPDead) hatten. Natürlich ist es eine Krise, aber ich denke der ein oder andere mit mehr Qualitätsbewußtsein seine eigene Krise hätte eindämmen können. Wenn ein Großteil der Hörer aber die Produktionen als 0815 empfindet, ist klar, das der Hörer genau dort aufhört nach neuen Folgen zu lechzen...

Meinst Du nicht, dass das sehr "im Nachhinein weiss man's besser" ist? Qualitätsfragen scheinen bei den Satzzeichen schon lange keine Rolle mehr zu spielen, und TKKG etc. laufen auch weiter, ohne dass die sehr schwankende Qualität eine Rolle spielt. Klar, man setzt auf Krimi und Grusel, und Experimente sind selten. Aber auch Qualitätsserien werden eingestellt (Freud, Poe, Mitschnitt) oder gehen weiter (Brandis), wer kann denn da sagen, dass inhaltliche oder produktionstechnische Qualität die entscheidende Rolle spielt? Dreamland hat nie versucht, Shakespeare zu vertonen, das entspräche gar nicht der Geschmackslinie, wie ich sie bei Thomas & Team wahrgenommen hatte. Aber anscheinend waren die Fans nicht treu genug, oder es kamen nicht genug nach für die, die bei den Serien abgesprungen sind. Wer weiß?
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17

Donnerstag, 18. August 2011, 16:29

Qualitätsfragen scheinen bei den Satzzeichen schon lange keine Rolle mehr zu spielen, und TKKG etc.(..) Aber auch Qualitätsserien werden eingestellt (Freud, Poe, Mitschnitt) oder gehen weiter (Brandis), wer kann denn da sagen, dass inhaltliche oder produktionstechnische Qualität die entscheidende Rolle spielt? Dreamland hat nie versucht, Shakespeare zu vertonen, das entspräche gar nicht der Geschmackslinie, wie ich sie bei Thomas & Team wahrgenommen hatte. Aber anscheinend waren die Fans nicht treu genug, oder es kamen nicht genug nach für die, die bei den Serien abgesprungen sind. Wer weiß?
Bitte nicht wieder dieses Totschlagargument bringen. Das die alten Klassiker wie ???, TKKG und Fünf Freunde laufen, liegt nunmal an deren VÖ-Zeitpunkt. Sie sind in den späten 70ern bzw. frühen 80ern entstanden und haben es geschafft die Zielgruppe stabil zu halten, wenngleich es falsch ist, das die Serien keine Krisen hatten. Dort sind sie aber so groß, das sie die Krisen natürlich leichter überstehen, wie eine Serie, die Folge 10 erreicht hat...

Der Markt hat sich nunmal verändert. Neue Serien können sich mit Mittelmaß nicht halten, das ist auch einer der vielen Punkte. Alles nur auf den schlechten Markt zu schieben ist - meiner Ansicht nach - falsch. Thomas und sein Team hat Hörspiele "back to the roots" "gelebt". Das ist auch völlig in Ordnung. Nur wenn ich, weil ich aufs Budget achten muß, Laien oder untalentierte Sprecher in die Folgen quetsche, dann hört das der Hörer, auch wenn viele Produzenten und Hörspielnerds es verneinen. Genau hier sind wieder beim Punkt Qualität. Natürlich würde ein Gelegenheitshörer nicht eine Produktion für 8,- von Dreamland kaufen, wenn er von z. B. Folgenreich einen extrem gut gemachten Mark Brandis für das gleiche Geld bekommt. Der Qualitätsunterschied ist astronomisch...

Ich weiß jetzt kommt wieder : aber die kleinen haben kein Geld! Sorry, aber das ist für mich kein Argument. Entweder ich habe ein Budget, das mir eine GUTE Produktion ermöglich, oder nicht. Habe ich das Geld nicht, sollte ich schlicht weg nichts auf den Markt werfen. Letzendlich scheint es eher so zu sein, das unglaublich viel Mittelmaß produziert wurde und diese Produktionen jetzt - in der Krise - keine Chance mehr haben. Das Lübbe eingestellt hat, hängt zwar auch am Markt, dort aber eher mit dem jeweiligen Controler zusammen, der völlig andere Zahlen erwartet hatte. Bei den großen Verlagen ist es oft nicht eine Frage des Verlustes, sondern wie Hoch der Gewinn ist. Ist der Gewinn zu niedrig, wird dies auch gern mal als "zu wenig" empfunden und entsprechend reagiert. Also Labels wie Lübbe mit Dreamland zu vergleichen geht im Prinzip gar nicht.
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18

Donnerstag, 18. August 2011, 17:44



Ich weiß jetzt kommt wieder : aber die kleinen haben kein Geld! Sorry, aber das ist für mich kein Argument. Entweder ich habe ein Budget, das mir eine GUTE Produktion ermöglich, oder nicht. Habe ich das Geld nicht, sollte ich schlicht weg nichts auf den Markt werfen.


Wenn man Dein Argument auf die Filmwelt überträgt, dann hätten nur Spielberg oder Bruckheimer Filme eine Daseinsberechtigung, aber kleine Filme wie z.B. Raimis Evil Dead nicht. Das fände ich schade. Sicher waren die Dreamland-Hörspiele kein Vergleich zu Mark Brandis oder zu Stil-Produktionen, aber zumindest machten ein grosser Teil der Hörspiele (von Ausnahmen abgesehen) Spaß. Und das ist für mich immer noch die Hauptsache! Ich hoffe weiterhin auf eine Rückkehr des Labels, ob ich es auch glaube, ist eine andere Sache.

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19

Donnerstag, 18. August 2011, 17:47

EUROPA und Universal machen immer noch 90% des HSP-Marktes mit ihren Kinder/Jugend- Hörspielen. Ich habe mehrfach darüber geschrieben. Alle anderen machen 10% aus. Marktanteil versteht sich. Und diese 10% brechen nun weg. So schade es ist, aber die Krise wird bestimmt noch weitere Opfer fordern. Die Rückbesinnung zur Qualität sollte wieder kommen. Es ist falsch ellenlange Zyklen zu produzieren, die erst nach Monaten fortgesetzt werden. Das will keiner haben (siehe Perry Rhodan). Es will auch niemand künstlich in die Länge gezogene Heftromanserien, die sind nämlich lang genug. (Sorry, aber bei Dorian Hunter macht man diese Fehler und das macht mir Sorgen um die sonst gute Serie). Auch Edgar Allan Poe und Gabriel Burns hat man gestreckt und gestreckt. Man hat eine Serie voller Fragen geliefert aber keine Antworten. Da steigt irgendwann einmal jeder aus, denn so dumm ist keiner.

Detlef

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20

Donnerstag, 18. August 2011, 17:47

@Tolkien: Die Produktionen von Dreamland sind gut, nur die Regie und die Auswahl der Gastsprecher war nicht immer optimal. Das hat nichts mit klein oder groß-Label zu tun, sondern ob es der Produzent wahrnimmt und/oder für wichtig hält. Es ist ein allgemeiner - seltsamer - Aberglaube. Das Profis extrem viel kosten müssen, das tun sie nicht immer....
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