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Stephan71

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Donnerstag, 28. November 2013, 18:52

LESERKRITIK - Geschichten rund um John Sinclair

Hallo. Ich bin der Stephan (42) aus Potsdam und bin gegenwärtig eher als Gelegenheitsleser zu bezeichnen. Rückblickend zur Anfangszeit las, nein, verschlang ich regelrecht jedes Heft (1. Ausgabe) in den 80er Jahren auf dem Weg in die Schule und wieder zurück. Zuhause und auch sonst wo es sich eben ergeben hatte. Besonders während ich die Songs von "Double", "Nike Kershaw" oder "Gazebo" gehört hatte, konnte ich mich als Heranwachsender besonders gut in die Geschichten von John Sinclair hineinversetzen. Aber irgendwann begab es sich zu einer Zeit, da war es plötzlich vorbei. Andere Dinge nahmen den Platz von JS. ein und somit geriet JS. für einige Zeit fast völlig in den Hintergrund. Bis eines Tages wieder, ca. 15 - 20 Jahre später, mir eines dieser Hefte in die Hände fiel. :(
Ich dachte mir, was mir damals gefiel wird mir auch jetzt wieder gefallen oder mir zumindest die Zeit / Langeweile unterwegs etwas vertreiben.
Tja, was soll ich sagen. Es war nicht mehr der selbe "Glanz" von damals, der mich sogar während der Schulstunde zum Heft greifen ließ. Die Geschichten waren einfach teilweise fade. Die Geschichten von JS. schienen gänzlich an den Haaren herbeigezogen worden zu sein und man bekam den Eindruck, das selbst bei den Schreibern die Lust vergangener Tage nicht spurlos an ihnen vorüber gegangen ist. Zum Beispiel kann es nicht sein das Geister plötzlich Autos fahren können oder .... Ich weiß nicht. Die Geschichten sind einfach langweilig geworden. Ohne wirklichen Sinn und historischen Hintergründen. Vielleicht kommt es daher das ich im Laufe der Jahre die Welt mit anderen Augen begonnen habe zu sehen. Aber dennoch muß ich feststellen, das die Inhalte, insbesondere die Feinde von JS., zunehmend langweilig geworden sind! Ich wünschte mir mehr historische Orte und Personen. Mehr Action, Dramatik und Religion. Da ist alles enthalten. Trauer, Liebe, Glaube und Überlebenskampf. Es sollte eine Mischung geben wie "Das Geisterschloss", "Dracula", "Königreich des Himmels", "Rosemaries Baby", "Stirb langsam", "Poltergeist", "Constantin" und/oder "Da Vinci Code".
Ich meine, das die Figur John Sinclair mehr mit den Templern zutun haben sollte ohne hierbei aber auch andere historische Gegebenheiten und Plätze im alten, christlichen Europa in den Heften zu vernachlässigen. Er soll neue Freunde kennen- und schätzen lernen. Es sollte alte wie auch neue Feinde geben, die unsere Welt kurz vor den Untergang stehen lassen (und nicht nur im Zeitraum seiner regulären Dienstzeit). Der Teufel steckt in uns und läßt der Menschheit keine Ruhepause. Der Teufel ist viel unvorstellbarer und grausamer, als wie man uns in diesen Heften durch die Redaktion, teilweise in menschlicher Gestalt, darstellen will. X(
Wenn man JS. heute liest könnte man denken das legendlich nur noch die Auflagen zählen und nicht mehr die Geschichte zwischen Gut und Böse.

Ich hoffe die Redaktion von JS. kann mit dieser Kritik etwas anfangen.

Viel Glück.
Man muß niemand besonderes sein um besonderes zu tun.

2

Donnerstag, 28. November 2013, 22:02

Das ging, bzw. geht mir genauso. Ist wahrscheinlich ganz normal. Mit 15/16 biste eben voll von Scheiße und denkst, du würdest dein Leben lang nur Iron Maiden hören und Groschengrusel lesen.

Aber das Gleiche geht ja quer durch die ganze Entwicklung.

Ich meine, mit einem "Bussy Bär"-Heftchen wärest du heute wahrscheinlich auch nicht mehr happy, auch wenn die den Alltag eines 6-Jährigen bereichert haben.

Ein paar Dinge aus meiner Kindheit/frühen Jugend gehen immer noch: TKKG, ??? und natürlich meine geliebten MAD-Hefte. Aber der Rest?

War eben ein Bestandteil einer schönen Zeit und da sollte man es dann auch lassen und sich nicht im Nachhinein kaputt machen.