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Bianca

Mal LIESchen, mal LAUSCHi - aber immer Linux

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Freitag, 10. Juli 2009, 20:47

Beiß mich, wenn du kannst - Kimberly Raye

Beiß mich, wenn du kannst

Ich-Erzählerin Gräfin Lilliana Gräfin Marchette hat gerade mal wieder Ebbe in der Kasse, zuviele Nobelmarken haben ihr mit Schnäppchen den Kopf verdreht. Da kommt es ihr äußerst gelegen, dass Werwölfin Viola, gleichzeitig NASA-Chefin (NASA=Nudistische Abteilung Sinnesfroher Amerikanerinnen) mit einem Großauftrag in ihre Partnervermittlungsagentur kommt. Lil soll 28 Männer beschaffen, die Werwölfinnen wollen sich bei der nächsten Mondfinsternis paaren und benötigen dafür Alpha-Männer, die vor Testosteron nur so strotzen. Lil ist überglücklich, als sie den Scheck mit der Anzahlung entgegennehmen kann. Schlecht nur, dass im selben Augenblick sechs Polizisten in ihrem Büro stehen und sie wegen Mordverdachts festnehmen wollen. Sie widersetzt sich der Verhaftung und flieht. Lil unter Mordverdacht, ausgerechnet Lil, die kein Blut sehen kann?

Aber jetzt war ich auf der Flucht und wurde wegen Mord gesucht. Wer? Wann? Wo? Ein modisch gekleidetes Opfer oder jemand, der dringend einen Einkaufsberater gebraucht hätte? Ich wusste es nicht. Das Einzige, was ich wusste, war, dass die Polizei im Anmarsch war. Meinetwegen. In der Ferne hörte ich schon Sirenen, die mit jeder Sekunde lauter wurden. Endlich meldete sich mein Überlebensinstinkt, und ich tat, was jeder gesuchte, modebewusste Vampir tun würde: Ich rannte zum Schrank, um mir ein neues Paar Schuhe zu schnappen. Schon gut. Möglicherweise schnappte ich mir auch ein neues Outfit (meine Bluse und mein Jeansmini waren total zerknittert und rochen immer noch wie diese Gasse und passten außerdem so gar nicht zu den Sergio Rossi-Stiefeln aus Eidechsen- und Wildleder, die ich mir gegriffen hatte), aber ich war wirklich schnell. Ich hatte mich umgezogen und dazu noch die Hälfte des Schrankinhalts, zusammen mit meinen Schminkutensilien und diesem scharfen Strasshalsband, in zwei Taschen gestopft, bevor ich die Reifen vor dem Haus quietschen hörte. Gleich darauf donnerten Tritte über den Fußweg.

Ihr erster Weg führt in ihre Wohnung, wo sie jedoch ebenso schnell wieder fliehen muss. Nächstes Ziel ist das Haus ihrer Eltern. Hier gelingt es ihr, sich so geschicht zu verstecken, dass nicht mal Vampirpolizist Remy sie aufspüren kann, doch dies Versteck ist keine Dauerlösung.
"Lil hat aber weder den Verstand verloren noch jemanden ausgesaugt. Sie hat einen Mann in kleine Stücke gehackt." "Das ist doch absurd. Nicht, dass ich mich jetzt freuen würde, wenn unsere Tochter ihrem gesunden Jagdtrieb ab und zu einmal nachgeben würde. Aber unsere Art tötet nicht, das weißt du doch, Remy. Außerdem hat Lilliana eine volle Woche lang geweint, als ihr Bruder ihrer Lieblingspuppe den Kopf abgerissen hatte. Das weißt du doch auch noch, nicht wahr, mein Lieber?", fragte sie meinen Vater. "Es hat verdammt lange gedauert, bis wir sie beruhigen konnten", sagte mein Vater. "Verdammt lange." "So etwas Schmutziges würde sie niemals tun. Sie hasst es, sich die Hände schmutzig zu machen."

Lil ahnt, dass nur noch der attraktive Kopfgeldjäger Ty Bonner ihr helfen kann. Doch als ob ihre Eltern nicht schon wegen ihrer Verhaftung genug Kummer hätten, verliebt sich auch noch Lils Bruder Jack in die angehenden Pathologin Dr.Mandy Dupree. Viel Aufregung also im Hause Marchette...

Kimberly Raye legt mit "Beiß mich, wenn du kannst" den zweiten Teil ihrer Dead End Dating-Reihe vor und knüpft nahezu nahtlos am ersten Teil an, so ist man schnell wieder in der Geschichte drin und wird direkt mitgerissen. Direkt zu Beginn geht es äußerst temporeich zu und das Tempo zieht sich durchs gesamte Buch, nahezu atemlos berichtet uns Lil von der Zeit, in der sie unter Mordverdacht steht, 28 Männer suchen muss und ihre Mutter beruhigen muss.
Raye hat ein tolles Talent, auch die Nebencharaktere deutlich zu charakterisieren, so schafft sie hier z.B. einen weiblichen Wer-Chihuahua auf Partnersuche. Wer also schon immer einmal wissen wollte, was einmal aus Hiltons Tinkerbell werden kann, muss dieses Buch lesen. Natürlich ist auch diesmal wieder eine riesige Portion Humor dabei und auch der Sex spielt eine Rolle - Ty und Lil schleichen umeinander wie die Katzen um den heißen Brei, werden sie sich endlich mal vernaschen?

So atemlos wie diese Geschichte erzählt wird, ist es kein Wunder, dass man nach der Lektüre das Gefühl eines tollen Workouts hat, man ist atemlos und die Bauchmuskeln tun vor lauter Lachen weh. Doch was kann es Besseres geben, als sich rundum wohl und gut unterhalten zu fühlen?
Und die beste Nachricht zum Schluss: In diesem Jahr wird es noch zwei weitere Teile dieser tollen Reihe geben, Lies&Lausch wird natürlich im August umgehend berichten! Bis bald!



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