Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Die Hoerspiel-Freunde. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Matthias Hagedorn

amateur d' art

  • »Matthias Hagedorn« ist männlich
  • »Matthias Hagedorn« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 587

Registrierungsdatum: 16. Mai 2006

Wohnort: Bad Mülheim

Beruf: Frührentner

  • Private Nachricht senden

1

Samstag, 16. Februar 2013, 15:03

Gutenberggalaxis reloaded

„Gibt es eine Zukunft für die Literatur oder werden die Geschichten der Zukunft nur noch
per Copy and paste aus Versatzstücken gebastelt?“, fragt KUNO in einem Essaywettbewerb.


Falls richtig gezählt wurde, sind bei der Gattung Essay drei Haupttypen auszumachen,
alle gleichermaßen in jener Tradition, die Michel de Montaigne einstmals
begründete. Zum einen eine Mischung aus Rezension und Reportage, dann der Essay
über entlegene Dinge, und zu guter Letzt der Erinnerungsessay. Dem „literarischen
Versuch“, so könnte man das Wort vielleicht übersetzen, schreibt man als Form
der geistig-schriftlichen Auseinandersetzung folgende Kennzeichen zu:
Unverwechselbarkeit, Persönlichkeit, eine bewegliche Freiheit des Geistes, die
Liebe zur offenen Form, der überraschende Blickwinkel, die Neigung zum
Vorläufigen, aber auch Pointierten, eine gewisse unternehmungslustige
Heiterkeit. Sie umreißen positiv das essayistische Temperament, wie es sich
skeptisch, auch kritisch zum Systematischen, Scholastischen, Dogmatischen
verhält. Philosophie als strenge Wissenschaft ist dem Essayisten ein Gelächter,
die Attitüde des Wahrheitsbesitzes, überhaupt alles Fixierte, Gebundene ist
verpönt; Zweifel ist ihm die primäre Tugend intellektueller Redlichkeit, Langeweile
die Sünde wider den Geist.


KUNO erwartet einen Text, der mindestens 5.000 Zeichen, höchsten 10.000 Zeichen
haben sollte. Ausgesuchte Essays werden auf kulturnotizen.de vorgestellt. Die
drei mutigsten Essays werden mit einem künstlerisch gestalteten ‚Bücherregal’
von Haimo Hieronymus + Buchbestückung von der Edition Das Labor ausgezeichnet
(Marktwert 500,- Euro).


Einsendeschluß: 3. Oktober 2013 – Einsendungen per eMail an: Matthias-Hagedorn@gmx.de
»Matthias Hagedorn« hat folgende Datei angehängt:
Ich bin ein Amateur, weil in dem Wort Amateur das Wort Amour steckt.

Ähnliche Themen