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21

Dienstag, 21. Januar 2020, 11:27

...und wenn man ehrlich ist, wirklich tolle Folgen sind doch rar gesät. Das geht ab Folge 40 doch schon los. Nimmt man mal Folge 40 bis 50:

Das ist natürlich alles Geschmackssache, aber hier ist schon mal die Hälfte "nur" noch befriedigend in meinen Augen.

40 und der Automarder
41 und das Volk der Winde
42 und der weinende Sarg
43 und der höllische Werwolf
44 und der gestohlene Preis
45 und das Gold der Wikinger
46 und der schrullige Millionär
47 und der giftige Gockel
48 und die gefährlichen Fässer
49 und die Comic-Diebe
50 und der verschwundene Filmstar
....

50 bis 60 auch ein einziger Reinfall:

51 und der riskante Ritt
52 und die Musikpiraten
53 und die Automafia
54 Gefahr in Verzug
55 Gekaufte Spieler
56 Angriff der Computer-Viren
57 Tatort Zirkus
58 und der verrückte Maler
59 Giftiges Wasser
60 Dopingmixer

Das setzt sich eigentlich bis heute so durch und wurde ab der 100 immer schlimmer. Da war es dann die Ausnahme wenn es mal wirklich gut war.
Man merkt ja an den Folgen die so gehört werden, dass es immer die gleichen Verdächtigen sind.

Meine Meinung: Die Serie ist total überbewertet und liefert eigentlich seit vielen, vielen Jahren zuviel absolut langweiligen, zähen Output.

blackmail82

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22

Dienstag, 21. Januar 2020, 13:41

Deinem Fazit stimme ich zu. Bzw. ist die Serie noch überbewertet? Ich hab eigentlich kaum noch Erwartungen an die Qualität, für mich ist das seit Jahren reiner "Wohlfühlfaktor" bzw. Nostalgie - mehr nicht.

ABER! Ich liebe die Crimebusters, gerade weil sie so aus der Art schlagen und drüber sind UND eben weil ich damit groß geworden bin und es meine ersten selbst gekauften MCs waren. :)

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23

Dienstag, 21. Januar 2020, 14:55

Wenn die Serie nicht überbewertet wäre, dann wäre sie mittlerweile wohl eingestampft... So viele schwache Folgen lassen doch eigentlich jegliche Sammelleidenschaft erlischen. Mir jedenfalls ist es ziemlich egal was da noch rauskommt. Wenn die Gemeinde eine Folge auffällig feiert höre ich sie, ansonsten habe ich von den letzten 50 Folgen wenn es hochkommt 10 gehört.

Hellmark

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24

Dienstag, 21. Januar 2020, 15:23

Ganz klar 184 der Hexengarten. Es ist alles drin, was zu einer Klassiker Folge gehört.
Seltsame Auftragslage
Verdacht eines Mordes (Grusel-Schock-Moment für Kinder)
Horror figur Hund und Pflanzenwesen
Motive bleiben lange unklar
Skurriele Personen

Das Cover Motiv ist absolut grottig - Hier hätte ich mir eine moderne Version vom Schatten oder Teufelsberg gewünscht. Gewächshaus nachts mit grusel-liegen Schatten, in blau gehalten.

Gut ist das die Folge direkt mit dem Auftrag beginnt, wie beim Aztekenschwert. Wie immer nicht so gut ist, dass Sie bestimmt 10-20 Minuten hätte gekürzt werden können. Hätte auch eine der ersten Folgen sein können.

Zu den anderen off Topik Meinungen. Ja Umsetzung heutzutage nicht mehr so straff und konzentriert auf das wesentliche. Andere Serien haben gezeigt wie es besser geht. Alleine die Titelmelodie von PW kann mehr in mir bewegen, als alle Musiken zusammen in einer aktuellen ??? Folge.

Ich habe in diesen Tagen die Reißleine gezogen und angefangen meine ??? Hörspiele bei eBay einzustellen. Wen es interessiert Kantershop der Verkäufername. Ich werde ein paar Folgen als Erinnerung behalten oder Objekte die Autogramme haben. Alleine das die letzten 40 CDs noch OVP sind gab mir zu denken. Folge 200 fand ich so daneben, das jetzt diese Entscheidung getroffen wurde.
Es ist eben viel Nostalgie dabei. Was sich in meinen Überlegungen auch widerspiegelt. Würden wir nicht auch einen unheimlichen Drachen heute total abstrafen. Mal ernsthaft ein Bankräuber, der sich selber ein U Boot baut ist schon sehr dünn. Dann aber noch in Form eines in der Dunkelheit echt aussehenden Drachen. Und dann macht der noch zig Probefahrten. Überhaupt wirkt der Bankraum so plötzlich am Schluss. Ich mag die Folge trotzdem, Sie hat halt einen ganz dicken Nostalgiebonus.

Was noch nicht geschrieben wurde zu den aktuellen Umsetzungen. Früher haben sich die Geschichten viel mehr direkt um die drei ??? gedreht. Es war wichtiger wie eine Figur auf die drei wirkte, als die Figur selber. So entstand auch ein größerer Mitrateeffekt. Nehmen wir bspw. Die Flucht aus dem Gespensterschloss. Die drei haben Angst besprechen dies, sprechen über Ihre gefühle und werden mit jeder Sekunde nüchternder und regen den Hörer an direkt dabei zu sein. Heute hätten wir ein hektisches Peter gekreische, rumgestotter und eine immer wieder schrecklichen Europa möchtegern Schockmoment mit einem viel zu lauten billigen Knalleffekt (Tür fällt zu) gefolgt von einer dummen Musik. Als Höhepunkt erzählt und dann der Sprecher was los ist.

Die Hörspiele sind einfach nicht Zeitgemäß. Das Umdenken hätte nach Oliver Dörings JS 2000 kommen müssen, vor 20 Jahren!
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25

Dienstag, 21. Januar 2020, 15:49

Die 184 ist auch eine der besseren Ü150... :) Das ist so eine Folge auf die ich aufmerksam wurde, weil sie so gelobt wurde.

Ob da ein Umdenken generell notwendig wäre in der Machart weiß ich gar nicht. JS ist nicht ??? und eigentlich soll das Ganze ja auch Jugendliche ansprechen die, sagen wir mal, 12 Jahre alt sind. Ob man da eine Effekthascherei abhalten muss, halte ich für diskutabel. Manchmal ist auch weniger mehr. Es liegt doch eigentlich an 2 Dingen:

a) die Storys sind oft hanebüchen/unspannend/unlogisch (ohne dabei so plemm plemm zu sein, dass es wiederum cool wäre)
b) die Teile sind zu ALLE zu lang - wieso man da nicht in der Lage ist mal ein HSP auf 45 min. runterzubrechen, wo alle Leute die HG Francis Skripte so loben, erschließt sich mir nicht

Und ja - es sind andere Zeiten. Die Klassiker würden heute nicht mehr so gefeiert, da bin ich auch ziemlich sicher. Da gibt es, ohne Nostalgiebonus, schon schrägen Kram...

Hellmark

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26

Dienstag, 21. Januar 2020, 15:57

Mit meinem Verweiß auf Oliver Döring wollte ich ausdrücken, das er gezeigt hat was Hörspiel kann. Es kann nämlich echt klingen, wie ein Kinofilm.
Eine gute Geschichte braucht keine effekthascherei das ist klar. Allerdings brauche ich im Jahr 2020 nicht bspw. Geräusche, die klingen wie selbst gemacht. Home Telefon tastengeräusche sollen Handys darstellen. Den drei ??? fehlt zum Beispiel seit Jahren ein guter Soundtrack. Also nicht nur eine Titelmelodie, sondern auch musiktemen, die immer wieder konsequent an den Richtigen stellen eingesetzt werden. Also eine ein neuer Fall beginnt Meldodie, eine Es hat sich alles festgefahren, neue Hoffnung ect.
Genau das haben gute Produktionen und die drei ??? hatten das ursprünglich auch. Siehe/höre PW und JS.
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Dienstag, 21. Januar 2020, 20:29

b) die Teile sind zu ALLE zu lang - wieso man da nicht in der Lage ist mal ein HSP auf 45 min. runterzubrechen, wo alle Leute die HG Francis Skripte so loben, erschließt sich mir nicht

Deswegen waren die vor 100 auch besser. Die waren oft um die 60 Minuten lang. Jetzt ist man doch immer bei 70-80 und man füllt es eben mit blablablabla und ellenlanger Einleitung. Deswegen habe ich den Drehbuch Thread aufgemacht. 45 min braucht es nur bei ganz lahmen Storys, früher waren zwar fast alle besser, aber oft wurde zuviel gekürzt. Man sieht doch wie der Superpapagei 2004 oder die Schwarze Katze 2019 wurden.... Einfach nur laaaaaaaange.
ABER! Ich liebe die Crimebusters, gerade weil sie so aus der Art schlagen und drüber sind UND eben weil ich damit groß geworden bin und es meine ersten selbst gekauften MCs waren.

Ja wenn ich da nur an 47, 49, 50 denke. Das sind Granaten, es gibt keine Rätsel, aber dafür Action und es geht flott zur Sache mit ulkigen Leuten.

@Hellmark: die Effekte waren noch nie die große Bombe, aber das anfahrende quietschende Reifen Auto kann ich tatsächlich nicht mehr hören. Egal ob Rolce, Käfer oder Buick, alles gleich. Die Stil Untermalung ging auch immer mehr zurück. War es bei Feuermond noch hörbar ist es jetzt doch bis auf das Titellied total zurück gegangen. Den Hexengarten fand ich auch ganz gut, aber kein sehr gutes Hörspiel. Da habe ich die Insel des Vergessens besser in Erinnerung.
Die Storys sind auch nicht so schlecht wie sie gemacht wurden. Im Gegensatz zu den Hörspielen habe ich die Bücher 120-150 fast alle gerne gelesen im Gegensatz zu den Schnarchfesten der Hörspiele.

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Dienstag, 21. Januar 2020, 21:09

Deinem Fazit stimme ich zu. Bzw. ist die Serie noch überbewertet? Ich hab eigentlich kaum noch Erwartungen an die Qualität, für mich ist das seit Jahren reiner "Wohlfühlfaktor" bzw. Nostalgie - mehr nicht

Da ist viel Wahres dran. Nostalgie, genau das Setting in Kalifornien und man fühlt sich wohl. Die Serie ist meiner Meinung nach sogar unterbewertet, denn wie viele kamen denn über die Serie zu dem Hörspiel überhaupt? Meine Rückkehr und das Entdecken aller anderen Serien kam als ich von meiner Freundin 5 fehlende drei ??? Kassetten zu Weihnachten 2007 bekam und dann nach dem Jahreswechsel ins drei ??? Forum und dadurch hierher kam. Klar ist es ätzend, dass diese einfach andere sagen lieblos produzierten Hörspiele so viel gekauft werden und man bei drei ??? immer zuerst an die Kinder denkt und nicht, dass es auch andere Stoffe gibt, aber bei sehr vielen war das die Einstiegsdroge.

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Donnerstag, 23. Januar 2020, 11:58

"War" die Einstiegsdroge. Das stimmt, yes, die Serie ist für die deutsche Hörspielkultur und das Phänomen, dass hierzulande das Medium überhaupt so verbreitet ist sicher sehr wertvoll. Dafür würden aber die alten Folgen reichen. Klar ist dabei auch wichtig, dass es die Serie immer noch gibt, dass wird viele freuen und man denkt "ach was, die gibts immer noch? Dann muss das ja was Gutes sein, ich hör mal rein" - und zack, ist man wieder gefangen. Kennt dann aber auch nicht die Entwicklung bei Hörspielen in den letzten 20 Jahren und denkt wahrscheinlich, dass Hörspiele halt heute so klingen und stellt das weder in Frage, ob das so sein muss, ob man nicht was besser oder anders machen könnte und nimmt einfach stummmpf das Produkt an.