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folgen Interview mit Hilmar Eichhorn, Sprecher des Kommissars Jost Fischer vom LKA Magdeburg.


Der Schauspieler und Regisseur Hilmar Eichhorn wurde 1954 in Dresden geboren. Nach der Schauspielschule in Berlin spielte er in Magdeburg, danach in Berlin, Halle und Leipzig. Ende der 80er Jahre stellte er einen Ausreiseantrag aus der DDR und übersiedelte Anfang 1989 nach Hamburg. Nach einem Engagement in Nürnberg, kehrte er 1992 zurück nach Halle. Dort ist er noch heute am Neuen Theater tätig. Daneben gibt er Gastspiele, hier u. a. war er in Wien und Leipzig zu sehen, inszenierte an den Landesbühnen in Dresden. Zuletzt spielte er den Mephisto in Faust I.

Daneben ist Eichhorn auch ein sehr gefragter Fernsehschauspieler. Die Auswahl reicht hier vom Tatort über den Polizeiruf bis hin zu Fernsehfilmen wie „Die Frau vom Checkpoint Charlie“.

Auch im Radiohörspiel ist er eine feste Größe. In rund 75 Produktionen ist hier seine Stimme zu hören. Zuletzt im Radiotatort für den MDR, bei dem er in die Rolle des Kommissars Fischer schlüpft.



Herr Eichhorn, Sie haben in unglaublich vielen Radiohörspielen mitgewirkt. Was waren denn für Sie dort die herausragenden Produktionen?

Wenn man in diesem Bereich so viel macht, nicht nur Hörspiel, sondern da kommen ja auch noch Features und Reportagen hinzu, ist das schwierig, da etwas herauszugreifen. Eine Sache, die mir großen Spaß gemacht hat und die ich sowohl im Theater, als auch im Hörspiel gespielt habe, war der Dorfrichter Adam in Heinrich von Kleists „Der zerbrochene Krug“*. Das war sicherlich eine Sache, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere.
Aber darüber hinaus gab es natürlich vom Krimi über Gegenwarts- bis hin zu historischen Stücken, doch viele Hörspiele, die mir sehr viel Spaß gemacht haben.


Wie kamen Sie denn zum Radiotatort?

Die Rolle wurde vom MDR an mich herangetragen. Für mich ist es natürlich eine Ehre, dass man mich und meine Stimme als Kommissar Jost Fischer vom LKA Magdeburg auserwählt hat.


Wie sehen Sie die Zukunft des Radiotatortes? Wird das Konzept funktionieren?

Ich glaube und hoffe zumindest, dass der Radiotatort eine Zukunft hat. Es kommt natürlich auf die Hörer an, wobei das Genre Krimi ja eigentlich immer ganz gut angenommen wird.


Gibt es denn schon neben dem Radiotatort neue, andere Produktionen, in denen wir Sie demnächst hören können?

Es sind ja ständig irgendwelche Produktionen, in denen ich mitwirke. Ich neige dazu, da auch viel zu vergessen, ich muss dann immer auf meine Liste schauen.
Aber das Jahr ist ja noch jung, daher hab ich da noch den Überblick: Die letzte Produktion  war ein Feature über Heinrich Zille.


Wie sieht eigentlich die Produktion eines Radiotatortes aus? Weicht die von anderen Produktionen ab bzw. gibt es da Besonderheiten?

Das Konzept, dass jeder Sender einen eigenen Radiotatort produziert ist natürlich neu. Ich ja schon einen kurzen Auftritt in der ersten Folge des WDR und war dort im Rahmen der Amtshilfe kurz zu hören – das kannte ich so noch nicht.
Aber von der Produktionsmachweise, der Produktionsart gibt es da eigentlich keinen Unterschied. Es wird da ja auch nur immer eine Folge produziert – also bislang ist nur die erste aufgenommen. Insofern unterscheidet es sich nicht von anderen Produktionen.
Geplant ist ja eine ganze Staffel, aber ein Termin für die nächsten Aufnahmen steht noch nicht.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben!



*„Der zerbrochene Krug“ mit Hilmar Eichhorn als Dorfrichter Adam wird von MDR-Figaro am Dienstag, den 04.03.2008 ab 22.00 gesendet.


Das Interview führte Olaf von der Heydt per Telefon.
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