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Captain Blitz

Audionarchie

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21

Samstag, 8. September 2012, 22:59

Wäre das Prädikat "temporeich" ein Soll-Kriterium für ein gutes Hörspiel, würden eine ganze Reihe an Genre nicht als Hörspiel umsetzbar sein. Ein Tempo-Drama? Wird aus dem "November-Mann" der "Januar-Hengst"? Die WG-Soap "Leben hoch drei", gemütliche Holmes oder Bedford-Krimis....alle durchgefallen.


Dem schließe ich mich in jeder Hinsicht an.
Ihr wollt Psychothriller? Ihr kriegt sie!



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Thorsten B

Hörspielautor

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22

Sonntag, 9. September 2012, 00:41

Wenn man "temporeich" als "ohne Längen" interpretiert, dann würde es wieder passen. Ein Hörspiel soll schließlich über die ganze Laufzeit hinweg je nach Genre interessieren/gruseln/unterhalten/zum Denken bringen/... .
"Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver

23

Sonntag, 8. Mai 2016, 20:44

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  • »Teddyknutschel« ist männlich

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24

Sonntag, 8. Mai 2016, 23:02

Gab es nicht eine, bei der man Vorkenntnisse aus einer anderen Reihe brauchte (oder werfe ich da jetzt etwas durcheinander?) - war das die besagte 9?
Nein, das ist Folge 10 "Der Traumtänzer".
Folge 9 ist etwas komplexer weil sie nicht chronologisch erzählt wird. Da muss man dann etwas um die Ecke denken.
Trotzdem eine der geilsten Folgen, also die 9.

25

Sonntag, 8. Mai 2016, 23:16

gelöscht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Theoram« (9. Februar 2017, 11:45)


Risin

Schüler

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26

Montag, 9. Mai 2016, 01:21

Finde das Thema auch klasse und habe es leider erst jetzt entdeckt. Sollte man aber nicht zu erst klären was genau komplex bedeutet, ich für mich würde zwischen schwer zu folgen und schwer zu verstehen unterscheiden. Mit Komplex, in diesem Zusammenhang ist ja sicherlich gemeint das Mind Napping "schwer" zu verstehen ist, ist aber eben was ganz anderes als schwer zu Folgen. Das eine bedeutet für mich, noch einmal hören weil ich, trotz aufmerksamen zuhören's, Inhaltlich nicht alles verstanden oder nur schwer verstanden habe. Das andere heißt für mich, noch einmal hören weil ich nicht aufmerksam zugehört habe. Vergleiche ich z.B. John Sinclair mit Otherland, kann ich bei John nebenbei noch andere Dinge tun, bei Otherland geht das nicht, trotzdem war die Handlung für mich leicht nach zu vollziehen, es war nur einfach wichtiger genau zu zu hören, da sonst wichtige Elemente der Story verpasst wurden. Ich denke aber auch nicht das Anspruchsvoll das gleiche wie Komplex ist. Komplex ist für mich erst dann etwas wenn ich noch nach dem Werk weiter schauen und mich informieren muss um alles zu verstehen. Beispiele hier für sind Memento, Donnie Darko, ein bisschen das Ende von Bioshock Infinite, Eternal Sonata, Alan Wake oder der Film Stay unter Anspruch fällt bei mir dann eher so etwas wie Inception, Das Lied von Eis und Feuer (alleine durch die schiere Masse). Komplex ist für mich wirklich dieses.... hä wie war das noch gleich.
Um die eigentliche frage zu beantworteten, ich finde Mind Napping nicht zu Komplex. Ich würde es gehobene Unterhaltung nennen. Ich weiß länger heißt nicht immer besser, doch manchmal sind 50-60 min einfach nicht genug um wirklich komplex zu sein (nicht negativ gemeint). Spontan fallen mir so die Folgen 1,2 und 5 ein. Bei 1 und 2 war mir sehr schnell klar, ich würde sogar behaupten nach der Beschreibung auf der Hülle. Bei 5 war es dann so, dass mir klar war das auch der nette Typ am Anfang nicht ganz Koscha ist und ich etwas schade fand, es fehlte einfach die Zeit und der Umfang um Komplexität auf zu bauen. Ähnlich wie bei Serien wie NCIS, es wird irgend nen Typ befragt der die Ermittlungen ein klein wenig weiter bring und den man schnell wieder vergessen soll und am Ende ist es immer der Täter oder zumindest mit beteiligt.
Das ganze ist weder negativ oder als Kritik an die Serie gedacht. Ich mag Mind Napping^^


Kurz: Anspruch, oft ja. Komplex, oft nein.


PS: Folge 7 Das Geschwür, meine Lieblingsfolge.

PedSchi

war mutig und geschickt

  • »PedSchi« ist männlich

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27

Montag, 9. Mai 2016, 02:29

Zu komplex? Nie nicht.

Es gibt ein oder zwei Folgen, die mich, weil wohl Crossovers mit anderen Serien, perplex zurückgelassen haben und die ich wohl in Ermangelung von Kenntnis eben jener anderen Serien nicht in ihrer Gänze erfassen konnte. Aber wenn ich jetzt mal eine Folge wie "Der Trip" nehme, die ich persönlich absolut klasse finde, dann beinhaltet die ja grunsätzlich weder von den Typen noch von den Konstellationen her irgendwas, von dem man jetzt sagen würde: "Wow, völlig neu, noch nie dagewesen, absolut der Mindfuck!"

Im Gegenteil, man kennt solche Figuren, hinlänglich sogar, und man weiß im Grunde genommen auch, wie die Geschichte ausgeht - dass nämlich nicht allzu viele der Beteiigten sie überleben. Aber es ist eben das Spiel, der Aufbau, die Dramaturgie, die Auflösung, das Setting und etliche Detals hier und dort, die der Story dann doch etwas ganz Eigenes geben. Und genau das mag die Kunst sein: dem Hörer was zu präsentieren, das ihm in gewisser Weise vertraut ist, aber dennoch viel Neues bietet.

Für mich hat MindNapping genau das Maß an Komplexität, das ich brauche. Es ist nicht vorhersehbar, aber auch nicht überzogen verwirrend, vertraut, aber auf ganz vielen Ebenen mit Details gespickt, die Aufmerksamkeit erfordern und auf die man einfach wartet und die man entdecken will, wenn man die Serie mal kennt. Ich will einfach nicht, dass mir was entgeht. Und selbst wenn ich mal die Lösung vor dem Ende schon habe (wie in Folge 1), ist es immer noch spannend herauszufinden, ob sie denn auch stimmt.