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Markus0815

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Donnerstag, 9. September 2010, 11:06

ACHTUNG SPOILER: Der Darkside Park-Diskussionsthread

Hallo zusammen,

also jetzt ist ja auch nun schon ein paar Tage her, wo ich das Finale gehört habe und ich denke mir jeden Tag, die Serie hätte es echt verdient, dass wir ihr noch einen abschließenden Diskussionsfaden widmen, den stell ich jetzt mal hier auf. Ich hatte nämlich auch noch eine Frage, aber um die exakt zu stellen, muss ich nochmal in die letzte Folge rein hören.

Ich spare mir mal das (verdiente) Lobgehudel im allgemeinen, es ist wahrscheinlich für die Macher schon langweilig und die schielen lieber nach den knallharten Kritiken oder so.... Was bei mir bleibt, sind die Erinnerungen an die nächtlichen Hör-Sessions (ich kann nur davon abraten, es nebenbei zu hören wie einen x-beliebigen Thriller- nicht weil es so kompliziert ist (mein ich eher im Sinne von "wirr"), sondern weil einem die ganzen Querverbindungen aber auch das Mitdenken und die tollen Sprecherleistungen entgehen könnten). Es ist fast nicht verwunderlich, dass mir die Leistungen von Nana Spier und Gerrit Schmidt-Foss am besten gefallen haben- denn die beiden (bzw. ihre Figuren) sind es ja auch, die die Story kontinuierlich vorantreiben und immer wieder auftauchen oder von anderen Figuren erwähnt / gestreift werden. Besonders wenn Frau Spier diese Obdachlosen-Geräusche macht (ihr wisst schon), da hab ich im dunkeln echt ein bißchen Angst bekommen....

Lange vor Beginn der dritten Staffel hatte ich mir mal Zusammenfassungen von Staffel 1 und 2 zusammengeschrieben, aber selbst da entgehen einem noch Querverbindungen, die man nochmal am Ende der letzten Folge hören kann- nicht alle sind wirklich wichtig, aber interessant allemal.

Zum Ende sag ich soviel: Draufgekommen wäre ich auch nicht, aber ich bin eh keiner, der dann später schreibt "Öh, ich hab schon nach 10 Minuten gewusst wie der Film ausgeht", aber interessanterweise finde ich es nicht konstruiert oder abgefahren oder hanebüchen (man muss natürlich den Horror-/Mystery-Pegel anlegen, klar), auch hinterlässt es mich nicht mit einem faden Gefühl (es ist immer schwierig, das "Monster" (was es auch sei) am Ende eines Werkes tatsächlich zeigen zu müssen, kann man ja eigentlich fast nur enttäuschen....ich denk da immer an das Ende der "ES"-Verfilmung, mit dem die Macher selbst nicht zufrieden waren). Natürlich konnten es sich die Macher wieder nicht entgehen lassen, einen kleinen Spannungs-Peak stehen zu lassen (Wo sind Prey und die anderen denn dann am Ende gelandet bzw. in welchem Jahr??), was ich eigentlich nicht mag, aber das ist ja nur ein kleines Teil im großen Puzzle.

Ja, das große Geheimnis und die vielen Zusammenhänge und die Spannung, und das alles nicht künstlich aufgebauscht oder konstruiert, sondern in einem natürlichen Fluss...das bleibt mir im Gedächtnis. Ob man noch eine vierte Staffel hätte machen können, weiß ich nicht. Sicherlich wären dann vielleicht die "Füll"-Geschichten (mit Vorsicht formuliert, da sie ja auch Teile der Gesamthandlung beinhalten) zu viel geworden (z.B. das Element des nur Durchreisenden, wie z.B. die Simon Jäger-Story oder die von dem Polizisten, wo mir der Sprecher grad nicht einfällt). Aber das ist die Vermutung eines Laien und eh nichts wert, denn ich hätte nichts dagegen das es weitergeht. Aber von der neuen Terminal-Serie erhoff ich mir ja auch viel in der Hinsicht.

Sehr schön!
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Sirius

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Donnerstag, 9. September 2010, 12:50

Yay, ein spoilerhaltiger Diskussionsthread. Zu meinen Fragen möchte ich auch mal den MEGA SPOILER ALARM ausrufen. Alle, die das Ende noch nicht gehört haben und jetzt weiterlesen, sind selbst schuld.

So, die Lobhudelei: Ich fand die Serie wirklich fantastisch und superspannend, so dass meine wöchentlichen zehn Stunden Bahnfahren wie im Flug vergingen. Die schwächste Folge war für mich die von David Nathan vorgetragene Geschichte, aber das mag dran liegen, dass mich Indianer prinzipiell wenig faszinieren. Die stärkste - wie schon erwähnt - war für mich die Verfolgungsjagd mit dem Dealer Jason - nicht weil ich Gewalt geil finde, aber weil Jan-David Rönfeldt einfach eine supercoole Socke ist.

Zum Ende: Ich war überrascht. Diese Auflösung hatte ich nicht erwartet, bin aber durchaus zufrieden damit. Die Hörspielinszenierung war auch eine freudige Überraschung. Was ich allerdings nicht verstehe (und hier greift der MEGA SPOILER ALARM): Nur weil die bestimmenden Mächte Portervilles aus der Zukunft kommen, macht sie das doch nicht allein zu gnadenlosen Herren über Leben und Tod der "jetztzeitigen" Menschen? Gerade die superkurze Szene, in der eine Frau von Touristen-Kindern mit echten Pfeilen beschossen (und also zum Spaß gefoltert) wird, hat mich hochgradig verwirrt. Sind in der Zeit, aus der der Bürgermeister und seine Kumpanen kommen, die Menschenrechte abgeschafft worden? Oder hat sich der Bürgermeister quasi selbst zum Gottkaiser seiner Zeitexklave gekrönt? Es müsste doch auch in der Zukunft staatliche oder überstaatliche Kontrollinstanzen geben, die diese Zeit(forschungs/vergnügungs)reisen überwachen?

"Kennen Sie..." - "Ja, ich kenne Ihren beschissenen Darkside Park!" :D

diva

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Sonntag, 26. September 2010, 23:10

Eine Disukssion über das Ende finde ich auch super. Gebe auch gerne meinen Senf dazu:

Also was das Ende vor dem Ende angeht, also die letzten Momente vor der Zusammenfassung durch die einzelnen Schnipsel der verschiedenen Folgen, so habe ich folgende Theorie: Der Bürgermeister hat ja irgendwann vorher erzählt, daß sie versucht hätten, verschiedene Entwicklungen der Stadt zu verhindern, indem sie wieder bei Null starten, aber es nichts genutzt hätte, da es sich eigentlich immer alles gleich entwickelt hätte.(z.b. ein Reporter fängt an zu schnüffeln usw.) Das passt, finde ich, auch in die Handhabung von Zeit-Problematiken, wie man es auch schon von anderen Serien gewohnt ist (Lost etc.), daß man Geschehnisse in der Zeit nicht verändern kann. Nun passiert ja am Ende, bei der Zeitreise, die der Bürgermeister und Prey unternehmen, offenbar ein Unfall durch einen durchdrehenden Gast. Und der Satz, in welchem Jahr sie sich nun befinden, wird nicht ausgesprochen. Da liegt die Vermutung (meinerseits) nahe, daß sie sich tatsächlich wieder am Anfang der Geschichte (der Stadt) befinden. Bei Null. In den folgenden 30 min werden dann alle wichtigen Querverweise nochmal abgespielt. Unterbrochen von Tastaur-gedrücke..., was nahelegt, daß sich da jemand an den Kontrollmonitoren bedient. (Eben "seine Exzellenz", der Drahtzieher) Dies stellt für mich dramaturgisch irgendwie dar, das eben alles wieder so kommen würde, wenn man alles wieder auf Null setzen würde. Die Zusammenfassung dient also als Stütze für den Hörer, alles zu durchsteigen, und andererseits zeigt es vielleicht, was nach dem auf Null setzen "wieder" passiert, nämlich absolut wieder das Gleiche... Naja, nur so ne Idee.

Ich finde allerdings diese 30 min Zusammenfassung am Ende relativ schnell ermüdend. Vieles davon war schon klar, sodaß dies für ein finale eher "langweilig" ist. Dem Zuhörer wird die gesamte Serie ziemlich viel abverlangt, um am Ende aber doch alles nochmal genauestens vorgesetzt zu bekommen. Aber auch dies ist sicherlich geschmackssache.

Was die Verhaltensweise dieser Anachronismen angeht, so sehe ich da auch nicht so klar. Merkwürdige Momente, wie das Bogenschießen auf die Frau durch einige Kinder wird offen gelassen, die Erklärung des bleichen Mannes wird detailliert geliefert..mhh... tatsächlich ist hier wohl davon auszugehen, daß die Menschen in Porterville einfach nicht als gleichwertig angesehen werden. Erinnert ein bißchen an einen Zoo... vobei ja auch anderer Nutzen dieser Stadt genannt wird. Etwa die Eingliederung von Straftätern als Säuglinge, um festzustellen, ob diese genetisch bedingt zu diesen wurden...

Abschließend bleibt aber zu sagen, bei all der Nörgelei :D , daß diese Serie absolut genial ist und in Deutschland seines Gleichen sucht!!!!!!

Captain Blitz

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Sonntag, 26. September 2010, 23:12

Ich finde allerdings diese 30 min Zusammenfassung am Ende relativ schnell ermüdend. Vieles davon war schon klar, sodaß dies für ein finale eher "langweilig" ist. Dem Zuhörer wird die gesamte Serie ziemlich viel abverlangt, um am Ende aber doch alles nochmal genauestens vorgesetzt zu bekommen. Aber auch dies ist sicherlich geschmackssache.


Ich habe auch erst überlegt, ob ich abbrechen soll, habe es dann aber einfach laufen lassen und als "Bonus" hingenommen, denn meiner Meinung nach ist dies kein Bestandteil der Geschichte mehr, sondern eher eine Schnellzusammenfassung in 30 Minuten und die Geschichte mit der missglückten Zeitreise mit einem für die Serie typischen Cliffhanger beendet.

Zitat

Abschließend bleibt aber zu sagen, bei all der Nörgelei :D , daß diese Serie absolut genial ist und in Deutschland seines Gleichen sucht!!!!!!


:applaus:
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knockknock

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Samstag, 9. Oktober 2010, 19:14

Ich finde das offene Ende gar nicht so schlimm.

Allerdings gibt es einige Details, die für mich keinen Sinn ergeben, habt ihr euch auf Folgendes einen Reim machen können?

1. Was hat es mit dem roten Flugzeug auf sich? Hat es überhaupt eine Funktion? Und noch merkwürdiger: In der Zusammenfassung am Ende kommt ein Ausschnitt, an den ich mich nicht erinnere, ihn in den Folgen überhaupt gehört zu haben und dessen Sinn auch rätselhaft ist: Hätten die Porterville-Herrscher geahnt, was sich im Inneren des roten Flugzeugs befand, hätten sie den kleinen Jerry sicher nicht damit abreisen lassen.

2. Was hat es mit dem merkwürdigen Bauwagen auf sich? Auch hier erkenne ich keine Funktion. Und auch hier gibt es am Ende in der Zusammenfassung einen Ausschnitt, an den ich mich nicht erinnern kann und der irgendwie keinen Sinn in der Geschichte macht: Martin: Im Inneren (des Bauwagens) stand stocksteif und mit einem gräßlichen Grinsen im Gesicht... Regi. Mit der linken Hand winkte er mich spielerisch zu sich, in der rechten hielt er ein riesiges Messer. Von blankem Entsetzen gepackt rannte ich davon.

3. Ähnliche Frage: Erinnert sich jemand an diesen Ausschnitt, der in der Zusammenfassung auftaucht. Martin: "Damals hatte ich gedacht, Dorothys Dachbodengefängnis sei die Hölle auf Erden, doch da kannte ich noch nicht den Keller unter Teds Tankstelle". Ich kann mich nicht daran erinnern, das Martin dort in einem Keller war (außer, die Station soll der Keller sein, das halte ich aber für weit hergeholt.

4. Die offensichtlichste Frage: Stehe ich komplett auf dem Schlauch und es ist ganz offensichtlich? Laut der alten Misses Harding gibt es die uralten Regel die Frage "Kennen Sie den Darkside Park" zu stellen. Die Frage wird in der Geschichte ja auch sehr oft gestellt. Aber warum? Was ist der Zweck der ganzen Fragensteller, warum Fragen sie die Leute. Habt ihr dafür eine Erklärung?

Sheepy

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Sonntag, 10. Oktober 2010, 14:35

Hm. Bin jetzt auch durch mit der 3. Staffel. Bin mir noch nicht ganz klar, wie ich die finde. Also nur von der Auflösung der Geschichte her, nicht von Seiten der Qualität, denn die ist unbestritten spitzenmäßig. Das Ende ? Ja . . . äh . . . interessant ? Banal ? Irgendwie habe ich mir ja was wahnsinniges vorgestellt aber ich komme nicht darüber hinweg, dass es mir mit "Zurück in die Zukunft" zu einfach ist.

Das Experiment mit den Baby´s finde ich interessant. Irgendwie habe ich da mal ein Buch gelesen das ähnlich rüber kommt. Das war "Wicker". Ging grob darum, dass ein Professor den Mörder seiner Tochter klont und man sich fragt ob Gewalt von Anfang an im Menschen steckt oder von dem sozialen Umfeld ausgeht. Bla, bla. Naja hat mich jedenfalls daran erinnert. Was mich stutzig macht ist aber, dass die nach Porterville "verbannten" Kinder doch ohnehin kriminell werden oder ? Der Bürgermeister hat doch selbst gesagt, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann und es so kommen wird wie es "vorherbestimmt" ist. Macht also keinen Sinn die Kinder in Porterville zur Adoption frei zu geben wenn sie ohnehin "böse" werden. Das gibt der Bürgermeister im Gespräch mit Martin sogar zu. Also warum der Aufwand und die ursprünglichen Familien zerstören ?

Und die Obdachlosen sind schon arme Schweine. Finde ich erschreckend, dass diese Leben nichts wert sind. Praktizierte Barmherzigkeit ist bei mir was Anderes. Der Mensch aus der Zukunft ist also auch nicht schlauer als heute. Leider beruhigt einen das nicht. Und das Animationsprogramm der Touris ist genauso fragwürdig (Pfeile auf die Frau schießen). Wie auch die Szene im Hotel mit dem Bürgermeister und Marti. "Soll ich der H6 einstweilen in der Garderobe einschließen lassen?" Warum ist der Mensch aus unserer Zeit denn so minderwertig ?

Ansonsten schließe ich mich diva an. Porterville kommt wie ein Zoo und Freizeitpark rüber. "Kennen Sie den Darkside Park ?" ist dann wohl der Werbeslogan. Wobei der Zoo/Freizeitpark natürlich vielmehr ein Überwachungsstaat, äh, eine Überwachungsstadt ist.

Trotzdem bleibt Darkside Park eine super Sache und es muss einem ja auch nicht alles gefallen. 90 % haben mir zugesagt. Das Ende war nicht meins, aber das ist halt mein Problem. Die Daumen bleiben trotzdem weit oben :thumbsup:

Captain Blitz

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Sonntag, 10. Oktober 2010, 15:06

Ansonsten schließe ich mich diva an. Porterville kommt wie ein Zoo und Freizeitpark rüber. "Kennen Sie den Darkside Park ?" ist dann wohl der Werbeslogan. Wobei der Zoo/Freizeitpark natürlich vielmehr ein Überwachungsstaat, äh, eine Überwachungsstadt ist.


Genau das dachte ich mir auch, als knockknock nach diesem Spruch fragte. Meiner Meinung nach ist das wirklich "nur" der "Werbeslogan" dieses Projekts. ;)
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Markus0815

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Sonntag, 10. Oktober 2010, 15:29

Ich habe die Vermutung, dass die Serie so komplex und lang ist, dass man sie eigentlich gar nicht adäquat im Detail diskutieren kann, es sei denn man ist Autor gewesen oder hat sie gerade zu Ende gehört (am besten zweimal am Stück + Notizen nebenbei gemacht).

4. Die offensichtlichste Frage: Stehe ich komplett auf dem Schlauch und es ist ganz offensichtlich? Laut der alten Misses Harding gibt es die uralten Regel die Frage "Kennen Sie den Darkside Park" zu stellen. Die Frage wird in der Geschichte ja auch sehr oft gestellt. Aber warum? Was ist der Zweck der ganzen Fragensteller, warum Fragen sie die Leute. Habt ihr dafür eine Erklärung?
Wollte man so nicht Abweichler erkennen oder auch Leute vom "System"? In der Folge mit Jürgen Kluckert wird das doch berichtet, glaube ich.

3. Ähnliche Frage: Erinnert sich jemand an diesen Ausschnitt, der in der Zusammenfassung auftaucht. Martin: "Damals hatte ich gedacht, Dorothys Dachbodengefängnis sei die Hölle auf Erden, doch da kannte ich noch nicht den Keller unter Teds Tankstelle". Ich kann mich nicht daran erinnern, das Martin dort in einem Keller war (außer, die Station soll der Keller sein, das halte ich aber für weit hergeholt.
Kann ich mich auch nicht erinnern.

2. Was hat es mit dem merkwürdigen Bauwagen auf sich? Auch hier erkenne ich keine Funktion. Und auch hier gibt es am Ende in der Zusammenfassung einen Ausschnitt, an den ich mich nicht erinnern kann und der irgendwie keinen Sinn in der Geschichte macht: Martin: Im Inneren (des Bauwagens) stand stocksteif und mit einem gräßlichen Grinsen im Gesicht... Regi. Mit der linken Hand winkte er mich spielerisch zu sich, in der rechten hielt er ein riesiges Messer. Von blankem Entsetzen gepackt rannte ich davon.
Stimmt, in der Zusammenfassung tauchen noch einige Dinge auf, die mir nichts sagen. Ich habs aber ignoriert, da ich mal davon ausging, fürs grobe Ganze hätte es bei mir gereicht. Ich dachte erst, du meintest die Simon Jäger-Story, aber da taucht Regi ja gar nicht auf. Andererseits gab es doch dieses Gas (?), vom dem man Halluzinationen bekommt....Man, habe ich schon wieder viel vergessen, echt unglaublich.

1. Was hat es mit dem roten Flugzeug auf sich? Hat es überhaupt eine Funktion? Und noch merkwürdiger: In der Zusammenfassung am Ende kommt ein Ausschnitt, an den ich mich nicht erinnere, ihn in den Folgen überhaupt gehört zu haben und dessen Sinn auch rätselhaft ist: Hätten die Porterville-Herrscher geahnt, was sich im Inneren des roten Flugzeugs befand, hätten sie den kleinen Jerry sicher nicht damit abreisen lassen.
Was war denn im Inneren des Flugzeugs? Kann mich gar nicht erinnern, dass das wichtig gewesen wäre.


Ich finde das offene Ende gar nicht so schlimm.
Als offenes Ende habe ich es gar nicht empfunden. Finde die Idee, die weiter oben geäußert wurde, dass man vielleicht im Gründungsjahr Portervilles landet, ganz charmant. Gemäß Timecop-Regeln gibt es dann wohl einige Probleme, wenn Jürgen Thormann auf sich selber trifft....
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Sheepy

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Sonntag, 10. Oktober 2010, 16:54

Wenn der Bürgermeister und Alle die mit drin Stecken aus der Zukunft kommen, wissen Sie ja quasi heute schon wies Wetter von morgen ist :rolleyes: Wieso zum Henker wußte der Bürgermeister am Ende nicht, dass er in der Bahn von dem Typen mit dem Striker angegriffen wird und der Zug auf der Zeitreise "entgleist" ?

Oder ist es vielleicht so, dass Sie auf der Reise in die Zeit des Bürgermeisters und der Touri´s durch den Unfall eine Ausfahrt "zu weit" genommen haben und quasi in die "zukünftige" Zukunft gerauscht sind ?

Oi, jetzt bekomme ich Kopfschmerzen. :gruebel:

philipp616

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Sonntag, 10. Oktober 2010, 17:58

Wird das Flugzeug nicht als "wie neu" beschrieben? Könnte es dann nicht einfach ein Hinweis darauf sein, dass es durch die Zeit gereist ist? Vielleicht haben Hendrik oder Ivar oder ein anderer der Autoren mal Lust was dazu zu sagen?

Naja.. ich muss wohl die Folgen alle nochmal am Stück hören. Ist grade eh n guter Zeitpunkt. Meine CDs sind gestern gekommen. Ab nach Porterville...

P.S.: Weiß eigentlich jemand ob die einzelnen Cover der dritten Staffel irgendwo in guter Qualität im Netz zu finden sind? Dann muss ich die für meine iTunes Mediathek nicht extra alle scannen.

schelo

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11

Mittwoch, 3. November 2010, 20:20

Einen schönen guten Abend wünsche ich Allen.

Seit ich die Serie zu Ende gehört habe, suche das Netz nach Diskussionen ab, die mir vielleicht das Ende etwas näher bringen. Man merkt es: So ganz bin ich mit dem Ende nicht zufrieden.

Bisher ist dieser Thread der größte seiner Art, den ich finden konnte. Daher auch meine Anmeldung hier.

Hier mal ein paar Kommentare meinerseits, die ich auch schon in einem anderen Forum gepostet habe, ergänzt um ein paar zusätzliche Fragen (gekoppelt mit der Bitte, mich zu korrigieren, sollte ich falsch liegen:

Zitat

Wenn ich die Auflösung richtig verstanden habe, entwickelt die Menschheit irgendwann in der Zukunft das Zeitreisen. Nach zumindest einem (angedeuteten) fehlgeschlagenen Experiment kapieren die Verantwortlichen, dass das „Großvater-Paradoxon“ eine unheimliche Gefahr darstellt und man einigt sich darauf, Zeitreisen nur noch in recht unbesiedelte Gegenden zu unternehmen. Der Wald um das heutige Porterville wird ausgewählt. Natürlich kommt es auch hier zu Zwischenfällen mit den Ureinwohnern, also den Indianern. Also wird eine unterirdische Basis gebaut, die als sicher Ankunftsort für die Zeitreisen dienen soll. Die Bauarbeiter in ihren Anzügen sieht der von David Nathan gesprochene Charakter in der Indianer Episode. Über dieser Basis entsteht später ein Park (den man später nur noch Darkside Park nennt), der – als zu unerwünschten Zwischenfällen kommt – wieder planiert wird und an seiner Stelle entsteht das Aberdeem Asylum.


Jetzt meine erste Frage:

Wenn die Zeitreisenden doch so sehr darauf achten, dass sie so wenig wie möglich an der ursprünglichen Zeitlinie verändern, wieso holt man dann Leute wie Sarah Freeman und Tom Lennox nach Porterville?

Jetzt könnte man darauf antworten, dass Porterville ja besiedelt werden muss, man also immer wieder neue Einwohner benötigt, ABER: Das Verhalten der Zeitreisenden bzw. der Leute, die direkt für sie arbeiten ist teils so seltsam, dass es Fragen von Außenstehenden hervorrufen MUSS. Womit der Schneeball „Zuviel Fragen stellen“ zwangsweise ins Rollen gerät und eine Lawine auslöst. Das Umpolen der beiden, ja eigentlich schon das herbeordern nach Porterville ist aber bereits ein so großer Eingriff (vielleicht hätten die beiden ja Kinder gehabt), dass es hier eigentlich schon zu einer Veränderung der Zeitlinie kommt. Und das kann wohl kaum im Sinne der Verantwortlichen sein.

Außerdem scheint Porterville ein Experiment zu sein:

Zitat

In der Zukunft hat man (a la MINORITY REPORT) eine Möglichkeit entwickelt, schon bei Babies festzustellen, ob diese Personen im späteren Leben kriminell werden: Den Watson-Test. Fällt dieser positiv aus, wird das Kind den Eltern weggenommen und nach Porterville gebracht, wo es von Stiefeltern aufgezogen wird. Dabei wird beobachtet, ob das Kind bzw. später der Teenager/Erwachsene trotzdem straffällig wird. Tritt das ein (und laut Aussage im Hörspiel sind die Chancen dafür sehr hoch) wird dieser Mensch „entsorgt“.


Hier kommt jetzt meine 2. Frage ins Spiel:

Wer von den Leuten, die die Geschichte erzählen, stammen eigentlich aus der Zukunft?

Im speziellen geht es mir um den Charakter Melinda McFaden. Laut Inhalt gehört sie zu den Eingeweihten. Doch was bedeutet das? Denn ihr Wissensstand scheint ja recht beschränkt zu sein, wenn sie nicht weiß, dass ihr Freund unliebsame Familien killt. Und ihre Schwester kommt ja nach Porterville, weil man ihr ihr Baby abgenommen hat. Will heißen, sie kommt aus der Zukunft, oder?? Und wenn beide aus der Zukunft stammen, stammt dann auch der Fahrstuhlführer Kipling aus der Zukunft?

Die Episode um Kipling bringt mich zum nächsten Thema: Der überspitzten Gewalt gegenüber anderen Menschen.

Als einzige Erklärung – zumindest für die Touristen, die ja allesamt reich und mächtig sein sollen – könnte bei mir Dekadenz herhalten. Die Organisation, welche die Zeitreisen betreibt, hat mit Porterville eine Mischung aus WESTWORLD und GAMER Amusementpark geschaffen, in welcher der „Kunde“ alle seine Wünsche unbehelligt ausleben kann.

Die Touristen also leben ihre Gewaltfantasien in Porterville aus. Nur wer sind ihre Opfer? Leute aus unserer Zeit, die zuviel Fragen gestellt haben? Personen aus der Zukunft, die den Watson Test nicht bestanden haben? Ersteres würde zumindest wieder ein Zeitparadoxon auslösen. Was ja eigentlich nicht im Sinne der Zeitreisenden sein kann. Also entweder ist das ein grober Logikfehler oder die Zeitreisenden kümmern sich mittlerweile einen Dreck darum, ob sie die Zeitlinie verändern.

Noch mal zurück zu Kipling: Während ich die Sache mit den gewalttätigen Touristen mir noch halbwegs erklären kann, ist das Verhalten der Bodyguards, die den Jungen zu Tode treten, für mich eher unverständlich.

Und schlussendlich bleiben da ja noch die ganzen Fragen übrig, die knockknock bereits gestellt hat (Flugzeug, Bauwagen, Teds Tankstelle). Wenn ich die Episoden noch mal hören würde kämen sicherlich noch ein paar mehr hinzu (z.B. was hat der kleine Indianerjunge gesehen, als er in die Hütte des Zeitreisenden schaut und was stellt dieser mit dem Jungen an, dass er schlohweiße Haare bekommt und katatonisch wirkt).

Im generellen habe ich den Eindruck, der Geschichte hätte eine 4. Staffel gut getan. Da das Ganze über einen Zeitraum von gut 150 Jahren geht, gibt es mehr als genug Potential für weitere Geschichten und außerdem hätten die Autoren die Möglichkeit gehabt, durch den größeren Umfang weitere Hinweise darüber einzustreuen, was nun wirklich passiert.



Das Ende war nicht meins, aber das ist halt mein Problem.

Das sehe ich nicht so. Ich sehe es als Problem der Autoren. Man merkt ja schon an den Reaktionen in den Foren, dass sich viele Leute am Ende an sich "stoßen" (dies aber noch akzeptieren), das grobe Verhalten der Zeitreisenden aber komplettes Unverständnis hervorruft. Denn vieles erscheint komplett unlogisch, zieht man die Bemerkung Hudsons in der letzten Episode in betracht, dass versucht wird, die Zeitlinie nicht zu beschädigen. In diesem Fall kommt es mir daher so vor, als hätte man sich einige Wow-Elemente einfallen lassen (ähnlich dem Smog-Monster in LOST), um den Hörer erst einmal bei der Stange zu halten und zieht sich jetzt mit dem Totschlag-Argument "Bei Mystery-Serien (die Darkside Park IMHO nicht ist) muss nicht alles erklärt werden" geflissentlich aus der Affäre. Und das halte zum einen für extremst arrogant gegenüber uns zahlenden Kunden. Zum anderen degradiert es eine überragende Serie in die Mittelmäßigkeit. Etwas, was DP nicht verdient hat.

Viele Grüße, schelo

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Dienstag, 16. November 2010, 15:07

Ich habe mir die letzte Folge jetzt auch bereits zweimal ganz genau angehört, aber so eine richtige Erleuchtung will sich noch nicht einstellen. Ich stelle mir dabei sehr ähnliche Fragen wie schelo und knockknock. Mir erscheint das Ende als nichts Halbes und nichts Ganzes, nicht offen und nicht geschlossen. Irgendwie frustrierend. Vielleicht sollte man wirklich noch mal alles von vorne hören, mit dem Wissen, das man am Ende der 3. Staffel hat.

Captain Blitz

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Dienstag, 16. November 2010, 15:10

Ich habe mir die letzte Folge jetzt auch bereits zweimal ganz genau angehört, aber so eine richtige Erleuchtung will sich noch nicht einstellen. Ich stelle mir dabei sehr ähnliche Fragen wie schelo und knockknock. Mir erscheint das Ende als nichts Halbes und nichts Ganzes, nicht offen und nicht geschlossen. Irgendwie frustrierend. Vielleicht sollte man wirklich noch mal alles von vorne hören, mit dem Wissen, das man am Ende der 3. Staffel hat.


Die Autoren haben sich definitiv etwas dabei gedacht und es ist nicht nichts Halbes und nichts Ganzes, zumal man in den vorherigen Staffeln immer wieder Anspielungen auf das große Finale und die Auflösung zu hören bekommt.

Hendrik Buchna und Ivar Leon Menger werden sich sicherlich hier noch dazu äußern, momentan fehlt ihnen aber leider einfach die Zeit dazu, bitte etwas Geduld.
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Mione

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Dienstag, 16. November 2010, 15:23

Klar haben sie sich etwas dabei gedacht, das mag ich gar nicht bestreiten. Jedoch erschließt sich zumindest mir der Sinn und die große Auflösung nicht so ganz.
Während des Hören hatte ich eigentlich die ganze Zeit mit einem Ende gerechnet, das die ganzen Ereignisse und Geschichten logisch auflöst und erklärt, einfach von dem her, was ich vorher von Ivar Leon Menger gehört hatte (Plan B, Der Prinzessin). Vielleicht bin ich mit den falschen Erwartungen herangegangen oder schlichtweg einfach zu doof, die finalen Handlungsstränge zu verstehen ;)

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Dienstag, 16. November 2010, 15:28

Klar haben sie sich etwas dabei gedacht, das mag ich gar nicht bestreiten. Jedoch erschließt sich zumindest mir der Sinn und die große Auflösung nicht so ganz.
Während des Hören hatte ich eigentlich die ganze Zeit mit einem Ende gerechnet, das die ganzen Ereignisse und Geschichten logisch auflöst und erklärt, einfach von dem her, was ich vorher von Ivar Leon Menger gehört hatte (Plan B, Der Prinzessin). Vielleicht bin ich mit den falschen Erwartungen herangegangen oder schlichtweg einfach zu doof, die finalen Handlungsstränge zu verstehen ;)


Man sollte die Einzelhörspiele definitiv nicht mit DSP vergleichen, nicht nur wegen dem doch ganz anderen Umfang, sondern auch weil die Geschichte ganz anders angelegt ist.

Also soweit ich weiß sind alle offenen Fragen auch aufgelöst und die Handlungsstränge zusammengeführt worden, aber wie gesagt, da werden sich die beiden Herren sicherlich noch zu äußern, wenn es die Zeit erlaubt.
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Dienstag, 16. November 2010, 20:59

Eine sehr interessante Diskussion, die einige auch für mich interessante Fragen behandelt. Antworten kann ich ledier keine geben, jedoch hat mich dieser Beitrag soeben dazu motiviert, mir gleich mal einen kompletten zweiten Durchgang zu gestatten. Den Gedanken, alles noch einmal zu hören mit dem Wissen des Finales finde ich gerade auch sehr reizvoll.

An dieser Stelle also vorerst "nur" ein dickes Lob an die Macher (Autoren und Sprecher in Höchstform) für eines der spannendsten Hörbücher, die ich je gehört habe (und es waren einige bislang ^^ ). Auch I-Net-Präsenz, Preise etc. waren für meinen Geschmack unschlagbar....auch ich finde, es hätte ruhig noch umfangreicher werden dürfen. Gelungenes Experiment!

Neue Erkenntnise (so sie sich denn einstellen ^^ ) also demnächst an dieser Stelle. Danke für die Motivation :)

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Montag, 20. Dezember 2010, 20:41

Liebe Leute,

Ivar möchte eure Fragen gerne beantworten, aber am besten in Interviewform.

Ist es okay für euch, dass ich die Fragen sammel und thematisch sortiere und dann an ihn schicke?

Wenn sonst noch jemand Fragen zu DSP hat, immer her damit.
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Montag, 20. Dezember 2010, 21:16

Liebe Leute,

Ivar möchte eure Fragen gerne beantworten, aber am besten in Interviewform.

Ist es okay für euch, dass ich die Fragen sammel und thematisch sortiere und dann an ihn schicke?

Wenn sonst noch jemand Fragen zu DSP hat, immer her damit.
Witzig, dass ich gerade heute dazu komme, mal wieder die Hörspiel-Foren durchzugehen, und hier gibts seit langem mal wieder den nächsten Beitrag.

Generell stehe ich der Interview-Geschichte zwiespältig gegenüber was ganz einfach an dem Problem "Wo fängt man an? Wo hört man auf?" liegt. Die Fragen, die hier gestellt wurden, zeigen ja, dass viele (inkl. mir) das Gesamtkonzept nicht geblickt haben. Dazu kommt, dass die genannten Fragen schon jetzt nur eine Auswahl darstellen und sich durch diverse Antworten sicherlich noch weitere (bzw. weiterführende) ergeben. Ich würde mir daher zuerst einmal ein Ausgangsposting unter der Prämisse "Was sollte das Ganze eigentlich?" wünschen. Und damit meine ich kein Statement a la "Wir wollten schon immer mal eine 18-teilige Hörbuchserie aufnehmen" sondern eher mal eine (Er-) Klärung, was "Porterville" eigentlich ist bzw. wer denn nun da aus welchem Grund lebt. Basierend auf diesem Posting lassen sich sicherlich das Gros der hier gestellten Fragen in eine Reihenfolge bringen, die sich für ein Interview eignen.

Just an idea.

Onkel Dotto

Anfänger

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19

Dienstag, 21. Dezember 2010, 09:59

Guten Morgen :)
Wer von den Leuten, die die Geschichte erzählen, stammen eigentlich aus der Zukunft?

Im speziellen geht es mir um den Charakter Melinda McFaden. Laut Inhalt gehört sie zu den Eingeweihten. Doch was bedeutet das? Denn ihr Wissensstand scheint ja recht beschränkt zu sein, wenn sie nicht weiß, dass ihr Freund unliebsame Familien killt. Und ihre Schwester kommt ja nach Porterville, weil man ihr ihr Baby abgenommen hat. Will heißen, sie kommt aus der Zukunft, oder?? Und wenn beide aus der Zukunft stammen, stammt dann auch der Fahrstuhlführer Kipling aus der Zukunft?
Meiner Ansicht stammen aus der Zukunft: Melinda McFadden, Fahrstuhlführer Kipling und Kate Harding aus der Drogerie.

Melinda ist m.E. eine "normale" Angestellte, die glaubt, dass Porterville eben einfach ein Urlaubsziel für Menschen aus ihrer Zeit ist. Dass die dekadente Obrigkeit (Bürgermeister & Co) u.a. Morde begehen, weiß sie nicht. Vorerst.

Ihre Schwester kommt aus der Zukunft, um ihr Baby wieder zu bekommen, und im Verlauf dieser Geschichte wird Melinda langsam klar, was sich in Porterville so alles tut.


Kipling ist definitiv aus der Zukunft, dafür gibt es sehr viele Anspielungen. Z.B. "bla bla freue mich auf zu Hause...ich werde die Automobile vermissen, ich mag sie!" oder "Wenn ich erst *zu Hause* bin, werde ich das alles melden - es gibt ja immerhin noch Gesetze!"

Letztere Aussage untermauert auch meine These, dass Porterville in der Zukunft schlicht als Ferienprojekt gilt - und eben nicht als Schlachtplatte für reiche Sickies. Dies organisiert eben der Bürgermeister alles unter der Hand. Und Kipling, den man schon so oft zum Leichenentsorgen missbraucht hat - KANN man nicht gehen lassen, die Gefahr wäre zu groß, dass er in der Zukunft etwas verraten würde über die dekadenten Ausschweifungen inkl. Ermordungen etc.


Die Episode um Kipling bringt mich zum nächsten Thema: Der überspitzten Gewalt gegenüber anderen Menschen.

Als einzige Erklärung – zumindest für die Touristen, die ja allesamt reich und mächtig sein sollen – könnte bei mir Dekadenz herhalten. Die Organisation, welche die Zeitreisen betreibt, hat mit Porterville eine Mischung aus WESTWORLD und GAMER Amusementpark geschaffen, in welcher der „Kunde“ alle seine Wünsche unbehelligt ausleben kann.

Die Touristen also leben ihre Gewaltfantasien in Porterville aus. Nur wer sind ihre Opfer? Leute aus unserer Zeit, die zuviel Fragen gestellt haben? Personen aus der Zukunft, die den Watson Test nicht bestanden haben? Ersteres würde zumindest wieder ein Zeitparadoxon auslösen. Was ja eigentlich nicht im Sinne der Zeitreisenden sein kann. Also entweder ist das ein grober Logikfehler oder die Zeitreisenden kümmern sich mittlerweile einen Dreck darum, ob sie die Zeitlinie verändern.
Meine Theorie dazu s.o.

Zur Befriedigung der Gewaltphantasien müssten Menschen aus der Zukunft herhalten; Watsons oder eben auch andere. Menschen aus der Gegenwart (die als gefährlich gelten), werden nicht umgebracht, sondern erhalten die Spezialbehandlung.... (oh Graus)
Noch mal zurück zu Kipling: Während ich die Sache mit den gewalttätigen Touristen mir noch halbwegs erklären kann, ist das Verhalten der Bodyguards, die den Jungen zu Tode treten, für mich eher unverständlich.
Das ist es für mich auch. So oft ich darüber nachgrüble, scheint es sich hier um einen Schockeffekt zu handeln, jedenfalls habe ich keine bessere Idee. Die Bodyguards sind ja nun keine Touristen, und es macht m.E. wenig Sinn, JEDEN Menschen, der es wagt, das Büro des Bürgermeisters anzusteuern, tot zu treten....warum? Was könnte man dort schon sehen?


Folgendes wäre mir noch aufgefallen: scheinbar haben die Menschen unserer Zeit für die aus der Zukunft grundsätzlich den Stellenwert von Tieren oder Wilden....wenigstens bei den "Herren von Porterville". (Experimente, Spezialbehandlung weißer Raum etc.)


Bauwagen und rotes Flugzeug: diese beiden Dinge haben sich mir auch beim dritten Durchgang nicht erschlossen, hier wäre ich auch für Ideen oder gar Lösungen dankbar.

Llarian

Anfänger

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20

Sonntag, 26. Dezember 2010, 04:01

N'Morgen ;)



Das war also das Finale. Es war ... anders als die anderen Folgen.

Während ich die Charakterdarstellung in den ersten 17 Folgen sehr stimmig und gelungen fand, kam sie mir im Finale sehr überzogen und dick aufgetragen vor. Der Bürgermeister zu großkotzig/gönnerhaft und Martin zu betont rebellisch.

Inhaltlich ist es ein Ende, mit dem ich leben kann. Es entmystifiziert sehr viel. Und es passt bei Alpha nicht. Wenn er geistig normal ist, warum singt er dann tanzend vom Lämmchen? Und warum hat er denselben Sprachfehler wie Gollum?

Zu den Szenen im Schlußteil, die nicht in den Folgen waren: Die sind mir auch aufgefallen und ich hatte gedacht, ich wäre wohl doch in der Bahn eingeschlafen. Jetzt weiß ich, daß dem nicht so ist. Danke ;)

Für mich erklärt sich vieles aus einem anderem Sozialverständnis in der Zukunft: Der einzelne zählt nicht viel, nur das System. Wer außerhalb des Systems war oder sein wird, wird nicht mehr wie ein Teil des Systems behandelt. Über sein Leben und seine Identität verfügt je nach Gusto ein anderer. Apropos Gusto: Sind die Anachrons Kannibalen? Pudelfleisch vs. Menschenfleisch, Fort Meat, der Schweinelaster aus der Zukunft (Beschleunigung eines Sportwagens). Alpha nagt an menschlichen Knochen... Was bedeutet der Schweinesteak-Spruch? Und warum das versonne Lachen ganz am Ende nach dem Zusammenschnitt der Interviewfrage zum Typen am Bahnhof?

Demnach sind alle Straftäter und solche, die es werden, nicht mehr viel wert. Man kann sie im Dienst der Wissenschaft verwenden, man kann sie essen, man kann auf sie schießen, man kann sie zusammenschlagen, wenn sie auf den falschen Knopf drücken.

Ich denke, Sarah und Tom waren ebenfalls Watsons und sind nicht aus "unserer" Zeit gewesen. Ihre Erinnerungen an New York waren einprogrammiert wie Tobis neue Persönlichkeit.

Nicht ganz schlüssig finde ich die Geschichte um Reggie und die Tunnel. Er erinnert sich an unterschiedliche Tunnelzahlen und-verläufe, scheint also mehrere Instanzen von Portervielle erlebt zu kennen, aber er erinnert sich nicht an Zeitreisen. Er gehört also zu keiner bestimmten Instanz von Portervielle, ist aber auch keiner von IHNEN.

Warum der Junge schlohweißes Haar bekommen hat, ist für mich klar ;) Er hat eine Zeitreise mitgemacht oder war so dicht am Tunnel, daß er "Seiteneffekte" abbekommen hat. Und wer etwas sieht, das er nicht verarbeiten kann, wird entweder irre oder sein Verstand baut es als Schutz so um, daß es erklärbar wird. Er ist halt irre geworden... der andere hat Erdgeister gesehen, die auf dem Mond wandeln.

Auch die Verwandlung der Obdachlosen muß zumindest teilweise in der Zukunft stattgefunden haben... sonst wären ihre Haare nicht so schnell gewachsen. Das war das erste Mal, daß ich an Zeitmanipulationen gedacht habe, als Tom nach so kurzer Zeit mit langen Haaren wieder auftauchte.

Wenn man den "Obdachlosen" die Sinne schärfen kann, warum wird diese Technik nicht bei allen Menschen in der Zukunft angewendet? Waren es wirklich Ratten, die Sarah transportiert hatten oder kleine Roboterdrohnen mit Beinchen drunter?

Von dem bevorstehenden Angriff bei der Reise in die Zukunft kann niemand etwas gewußt haben... weil sie für keinen der Beteiligten in der Vergangenheit stattfand, sondern in deren Gegenwart. Auch, wenn diese Gegenwart gerade irgendwann anders war.

Alles in allem ein recht düsteres Zukunftsbild, nur sehen Morlocks und Eloi noch gleich aus.

Schöne Restweihnachten

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