DIE STORY
Randy und seine Freunde Turbo und Ela sind auf dem Reiterhof von Susannes Eltern zu Gast. Susanne Nollen ist das Mädchen, welches Randy im Abenteuer „Der Jenseits-Express / Geheimpan Lemuria“ kennen gelernt hat. Eines Nachts kann Randy wegen Turbos Schnarchorgie nicht schlafen. So steht er auf und trifft auf Ela, die tatsächlich während finsterster Nacht malt – anscheinend, wie es im Hörspiel rüberkommt, die Landschaft! Plötzlich treffen die Beiden auf einen mysteriösen Fremden, der ihnen mit geschwärztem Gesicht über den Weg läuft. Wenig später stellt sich heraus, dass der Fremde wohl vorhatte, Susannes Pferd „Sturmwind“ schaden zuzufügen, es wahrscheinlich sogar zu töten. Der wahrscheinliche Grund: Die Nollens sind hoch verschuldet und der reiche Unternehmer Manngold würde gerne ihr Grundstück kaufen und dort ein modernes Sporthotel errichten. „Sturmwind“ nun gilt als Favorit bei einem bald stattfindenden Pferderennen. Sollte der Klepper der Rennen gewinnen, wären die Nollens alle Schulden und somit auch die Sorgen los und Manngold hätte keine Chance mehr auf sein Vorhaben. Zu allem Überfluss erhärtet sich bald auch noch der Verdacht, dass irgendjemand vom Reiterhof mit Manngold unter einer Decke steckt. „Das Schlosstrio“ muss diesmal ganz besonders aufmerksam sein, denn der erste Anschlag auf „Sturmwind“ war nicht der Letzte...
DIE SPRECHER
Neben den schon hinreichend bekannten Hauptsprechern ist natürlich auch Anne Griesebach als Susanne Nollen wieder dabei – und sie hat ihre nervige Art (die aber wohl zur Rolle gehört) nicht verlernt. 3 x hintereinander Susanne Nollen, dass kann schon hart für den geneigten Hörer werden. In weiteren Rollen hören wir Günther Flesh und Antje Roosch als Susannes Eltern sowie Manfred Liptow, Michael Quitkowsky, Harald Eggers und Gerolf Benton, der mir nun mal überhaupt nichts sagt (Pseudonym?). Irritiert hat mich auch ein Sprecher namens „Lutz Harder“. Handelt es sich nun dabei um Thomas Neumann (Harry Burnside aus „Die drei ??? und der schrullige Millionär“ ) oder um Michael Harck? Die beiden Stimmen klingen für mich manchmal aber auch sehr ähnlich, tendiere aber mehr zu Neumann...muss da mal tiefgründiger Forschen...
Alles in allem kann man aber mit diesem Punkt zufrieden sein, auch wenn ich sehr dankbar bin, dass die Rolle der Susanne Nollen nicht auch noch in der letzten Folge auftaucht (obwohl diese dadurch auch nicht so viel besser wird).
MUSIK UND EFFEKTE
Hat es so was schon mal gegeben? „Alarm auf dem Reiterhof“ ist er die 9. Folge der Serie und schon wird die 3. (und letzte) Titelmusik präsentiert – und meiner Meinung nach die Unpassenste. Okay, würde die Serie nur auf einem Reiterhof spielen, würde sie vielleicht passen, aber so...sehr schade, dass sie Musik aus den Folgen 4-8 nicht weiter verwendet wurde.
Die restliche Musik macht dieses Manko aber schon wieder wett und da auch bei den Effekten alles in Ordnung ist, ist dieser Bereich trotzdem noch ganz okay, wenn es hätte auch besser sein können.
FAZIT
Erfahrene „Kassettenkinder“ werden’s wissen: Irgendwann kommt für jede Jugend-/Detektivbande mal der Zeitpunkt, wo sie mit einem Gaul...äh...mit einem Pferdefall konfrontiert werden – und das selbst bei einer so kurzlebigen Serie wie dem „Schlosstrio“. Nur leider können diese Fälle in den wenigsten Fällen überzeugen – meist läuft es nach dem Motto ab „wertvolles Pferd soll gestohlen/getötet werden“ und „irgendjemand vom Reiterhof / Rennstall steckt mit den Gangstern unter einer Decke“. Genau diese wenig Innovative Story wurde auch hier wieder verwurstet. Die guten Sprecher tun zwar ihr Möglichstes, aber wo es in anderen Folgen dieser Serie noch funktioniert hat, aus einer mäßig originellen Story ein gutes Hörspiel zu machen, gibt es hier einfach zu viele schwächen. Neben der Geschichte wären dies z.B. die schwache Titelmusik, die Rolle der Susanne Nollen oder auch der Umstand, das Turbo in dieser Folge als besonders dämlich dargestellt wird, was seine Wortverwechslungen betrifft (dabei hatte man in den letzten Folgen doch ein gesundes und erträgliches Maß für diesen „Running Gag“ gefunden, aber jetzt wird hier noch mal zugeschlagen, als müsste man kurz vor Schluss alles noch mal nachholen, was zuvor immer weniger wurde).
Zusammengefasst ist „Alarm auf dem Reiterhof“ leider nur eine recht schwache Folge der Serie, die gerade noch ein „ausreichend“ verdient hat und das nur wegen der kurzen Spielzeit (knapp 40 Minuten) und den guten Sprechern. Kann man hören, aber versäumen tut man auch nichts, wenn man die Folge nicht kennt...
PS: Für „Captain Blitz“ könnte die Folge aber wiederum (falls er sie nicht schon kennt) ein gefundenes Fressen sein. Vielleicht nicht unbedingt als „Wahnsinn der Woche“ (keine Ahnung ob die Folge nach Captain Blitz Kriterien schon würdig bzw. unwürdig genug für diesen Titel ist) aber für die Rubrik „Satanische Verse“ – zumindest ein Satz passt wohl sehr gut darein, als Randy Ela (die ja im Dunkeln malt) fragt „Was malst du denn da? Einen Negerboxkampf im Tunnel?“. Auf so einen blöden Spruch muss man erst mal kommen und mich würde sehr interessieren, ob er von Jason Dark (also schon in der Buchvorlage) erdacht wurde oder erst im Hörspiel dazukam...