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Donnerstag, 6. Juli 2017, 08:44

Gruselkabinett Nr. 113 – War es eine Illusion?

War es eine Illusion? Schulinspektor Frazer – gespielt von Patrick Bach – reist aufs Land, um seinem Beruf nachzugehen. In der sumpfigen Gegend meint er mit Nebel einen Jungen und einen Mann gesehen zu haben. Später trifft er den Mann im Dorf an: Es ist der Dorflehrer Ebenezer Skelton. Doch er bestreitet, an besagtem Ort gewesen sein zu können. So muss es sich wohl um eine Illusion gehandelt haben – oder doch nicht?

Patrick Bach hat zuletzt viel im Gruselkabinett gesprochen und immer so famos gut. In dieser Folge des Gruselkabinetts ist er zugleich als Erzähler zu hören. Mir gefällt die Entwicklung vom von den Reisestrapazen erschöpften hin zum aufgrund der hässlichen Geschehnisse entsetzten Schulinspektor. Jannik Endemann, der den alten Schulfreund Fazers spricht, hat mir ebenfalls gut gefallen. Amüsant sind besonders die Dialoge über scheinbar sinnlose Kaufwut – wohl aus Langeweile heraus. Später reagiert Fazers Freund Philip derart entsetzt auf die Geschehnisse, dass mich allein dies über andere Möglichkeiten für die Lösung des Kriminalfalls nachdenken lies.

Es handelt sich bei diesem Eintrag um einen Kriminalfall – doch dies wird erst spät deutlich – mit unheimlichen Erscheinungen. Der Anfang ist in dieser Hinsicht als besonders gelungen zu bezeichnen, denn hier stimmt einfach alles: Atmosphäre, Sprecher, Musik, Geräusche und Gruselfaktor. Danach wird es zunehmend schleppend und der Hörer wird hauptsächlich von den großartigen Sprechern ermuntert, weiterzuhören. Besonders Bernd Rumpf als Ebenezer Skelton ist ein Highlight. Mit seiner knarzigen Stimme und strenge gegenüber seinen Schuljungen. – Es fällt einfach, sich ihn als Lehrer im 19. Jahrhundert vorzustellen. Darüber hinaus versteht er es, seiner Stimme die richtige Verzweiflung, Traurigkeit, Härte und Enttäuschung zu geben, wenn er über unheilvolle Kind-Elternteil-Beziehungen spricht. Von den Minenarbeitern hat mir Axel Lutter besonders gut gefallen: Seine raubärtige Stimme zusammen mit einer gewissen Betroffenheit bereichert die entsprechende Szene ungemein.

Fazit
Eine nette Geschichte, ein Grusel-Krimi, bei dem die gelungene Sprecher, Musik- und Geräuscheauswahl den Hörer durch die Handlung trägt.
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Verwendete Tags

Gruselkabinett, Titania Medien