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MewMew

kreativer Fischkopp

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1

Montag, 2. Oktober 2017, 18:58

Die drei Fragezeichen Nr. 189 - Der unsichtbare Passagier (Europa)

DDF 189 - Der unsichtbare Passagier

Ich habe die Folge nun 3x durchgehört. Und ich muss feststellen, dass es mir so ähnlich wie bei "Der schreiende Nebel" geht. Ich tue mich etwas schwer mit den Hörspiel-Vertonungen von Hendrik Buchna's Vorlagen. Das Setting ist sehr interessant und im Großen und Ganzen ist die Geschichte auch wirklich in Ordnung. Die Zeit verfliegt recht schnell und es gibt keine größeren Hänger darin. Wie aber schon oft gehört, ist der Weg zum Ziel spannender als das Ziel selbst. Zwei Sachen fand ich selbst in der Folge etwas unnötig. Einmal die "Verführungs-Szene" (einfach weil sie humorlos war) und dann die Erwähnung am Ende, dass die Detektive noch so jung wären. Wir wissen alle, dass sie noch jünger sein sollen, als sie klingen, aber man sollte es nicht weiter erwähnen, sondern als gegeben hinnehmen. Ansonsten würde ich es eher als gutes Mittelmaß bewerten. Eben auch weil die Atmosphäre nicht so gestimmt hat. Irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, dass es sich in einem Zug abspielt. Das hätte auch in einem Hotel oder sonstwo stattfinden können.

Also nochmal 5/10 Punkte ;)

Captain Blitz

Audionarchie

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2

Dienstag, 3. Oktober 2017, 11:23

Mal hierhin verschoben, da es ja nichts mit der Record Release Party zu tun hat. ;)
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PedSchi

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3

Dienstag, 3. Oktober 2017, 14:53

Also, Buchna, den ich für einen der besten ???-Autoren halte, macht in der Folge wieder mal das, was er gern macht: Er sorgt für einen abgeschlossenen Kosmos, für Isolation, für eine "Narrenschiff"-Atmosphäre. Das ist ja heutzutage auch so ziemlich die einzige Möglichkeit, der Frage zu begegnen, warum nicht irgendwer per Handy Hilfe holt. Ansonsten finde ich nicht, dass in dieser Folge die Zeit verfliegt. Die Spielzeit ist zwar dankenswerterweise kürzer als bei der vorangegangenen (grottenschlechten) Folge, aber das Grundübel bleibt: Die Buchvorlagen sind so lang oder kurz wie immer, die Spielzeit der Hörspiele aber mindesten 50 Prozent länger. Diese gewonnene Zeit könnte man nun nutzen, die früher durch Kürzungen beinahe zwangsläufig entstandenen Logigfehler und Auslassungen zu vermeiden. Tut man vielleicht auch - aber da nun gleichzeitig alles rausgekürzt wird, was auch nur andeutungsweise Spannung, Rasanz oder Gewalt darstellen könnte, bleibt einfach kaum etwas übrig, womit man noch einen Krimi (!) - und sei es nur einen für Kinfder und Jugendliche - bestreiten könnte. Ergebnis: Es werden alle übrigen Szenen in epischer Breite ausgewalzt. Da wird erst der Wasserrohrbruch lang und breit besprochen, wo die Quintessenz der Szene schlicht lautet: "Die drei ??? kommen unverhofft in den Genuss einer Reise im Coast Imperial." Dann wird die Speisekarte rauf und runter besprochen, wo die Quintessenz der Szene schlicht lautet: "Der auffällig nervöse dünne Mann ist auch im Restaurant und geht vom Speisewagen in den Salonwagen." Das ginge alles kürzer und knackiger. So aber ist - Achtung, Kalauer - kein Zug in der Geschichte. Man wundert sich nur, dass bei diesem schon traditionell zelebrierten Zuckerwatte-Eititei diesmal ausgerechnet und durchaus plastisch die Szene mit dem poppenden und fremdgehenden Pärchen drin geblieben ist. Und: Die Musik, in der vorigen Folge noch penetrant Dialoge überlagernd und flächendeckend und zeitschindend eingesetzt, ist diesmal richtig gut. Man kann sich richtig vorstellen, dass da in diesem altmodischen Zug irgendwo eine Kapelle steht und spielt. Dafür ist die Folge aber für mein Dafürhalten insgesamt zu leise abgemischt und im Übermaß vergeräuscht. Fazit: Im Gegensatz zur vorangegangenen, fürchterlich wirren, zusammengestückelt wirkenden Folge mit dem überkandidelt agieren müssenden Duo Winter/Lemnitz haben wir es hier bei Licht besehen mit einer soliden Schnitzeljagd zu tun, die Buchna in seiner typischen Art in ein sehr sorgfältig recherchiertes amerikanisches Ambiente einbettet. Und weil Buchnas Vorlagen quasi unkaputtbar sind, kommt immerhin noch eine Folge heraus, die recht heiter und beschwingt ist und eine gute Atmosphäre bietet. Aber echte Spannung sieht nach wie vor anders aus.