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Donnerstag, 6. Juli 2017, 08:40

Gruselkabinett Nr. 109 – Heimweh

Das Hörspiel ist liebenswert und behandelt die traurige Geschichte einer Frau mit „Heimweh“. Im Zentrum stehen die Ermittlungen und Erlebnisse des Ehepaares Hargreaves mit ihrer gemeinsamen Tochter. Gruselig wird es im Grunde nie. Es gibt jedoch Schrecksekunden. Zum Beispiel in Folge einer für alle Eltern fürchterliche Aussage der Tochter während sie badet… Sonst plätschert die Handlung vor sich hin und lebt von der atmosphärischen Präsentation.

Das Ermittlerpärchen begleitet das Gruselkabinett bereits seit einigen Folgen. Wie zuletzt werden auch in diesem Fall die Hargreaves von ihrer lieben Tante Marilyn hineingezogen. Erneut ist ein Hotel der Ausgangspunkt, dieses Mal jedoch in den Staaten statt im Good Old England.

Am Ende weiß das Ehepaar nahezu alles (ein Detail der Vergangenheit bleibt Ungewiss: Lüge oder Wahrheit?) und damit (zuzüglich einer amüsanten Pointe – Danke Tante Marilyn!) schließt das Hörspiel. Aufgelöst wird nichts, außer das Rätsel um den Grund des Spuks. Dieses Hörspiel setzt starkes Interesse des Hörers an Nebensächlichkeiten voraus und an allen mitwirkenden Personen, denn er wird alle ausführlich kennen lernen. Das muss man mögen. Ansonsten droht Langeweile.

Die Sprecher leisten erneut herausragende Arbeit: das liebenswerte Gespann Stephanie Kellner und Benedikt Weber als Ehepaar und neu bei den beiden Clara Fischer als fünfjährige Tochter (so viel Zeit ist seit dem letzten Hörspielabenteuer des Pärchens vergangen). Ursula Sieg ist ebenfalls erneut zu hören und spielt die etwas anstrengende aber doch nette Tante Marilyn famos. Janina Sachau verleiht ihrer Figur viel Melancholie und eine hörbare Erschöpftheit. Wunderbar! Jürgen Thormann darf als erfahrender Holtelangestellter mit Herz überzeugen. Beate Gerlach spielt eine herrlich eigenwillige Frau und Peter Lontzek einen Verkäufer. Seine Stimme bringt mich direkt in vergangene Zeiten. Ich finde, er würde hervorragend in einen Western passen. Daniela Bette und Herbert Schäfer geben ein schönes Ehepaargespann ab, das sich herrlich neckt. Beziehungsweise ja nur „die Wahrheit“ sagt. ;)

Fazit
Die Hargreaves in einem neuen Fall, diesmal mit Tochter. Wie gewohnt geht es ruhsam daher, gibt es ein paar lustige Momente und viel Zeit die verschiedenen Figuren kennenzulernen. Dieser Folge fehlt etwas Pepp, z.B. ein großartiger Bösewicht wie zuletzt (Danke Manfred Lehmann). So bleiben nur bedauernswerte und mäßig interessante Figuren. Insgesamt ein gutes Hörspiel.
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