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1

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 10:51

Welchen Anspruch stellen Macher und Kunden an eine Rezension?

Ausgehend vom Thema Dürfen Macher Kritiker kritisieren? wäre es doch mal interessant zu hören, was genau eine Rezension für einen Kunden oder einen Macher beinhalten sollte.

Dabei möchte ich direkt mal Öl ins Feuer gießen und behaupten, dass Rezensionen, die jeden noch so kleinen Fehler eines Hörspiels beinhalten, eine umfangreiche Länge haben und dementsprechend auch weniger Leser haben dürften. Wie seht ihr das?

Ist der Kunde oder der Kritiker wichtiger?
Here we all are | Born into a struggle | To come so far | But end up returning to dust
(Steven Wilson - Luminol)



Captain Blitz

Audionarchie

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2

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 11:11

Das hatte ich bereits in einem andere Thread erwähnt, dass die Länge viele bzw. die meisten Leser abschrecken dürfte. Die meisten wollen eine kurze, knackige Rezi und Kaufempfehlung oder halt eine Warnung. Zu kurz dürften die Rezis aber auch nicht sein, sonst lesen sie sich wie nichtssagende Kommentare, Hauptsache man hat was geschrieben und sich sein Reziexemplar gesichert.
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3

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 11:15

Als ich noch selbst Rezensionen geschrieben habe (wenn auch leider nur sehr wenige), hatte ich an mich selbst den Anspruch, die Handlung so gut wie Möglich auf Logik und Verständnis zu überprüfen und Anmerkungen zu machen, wann die Protagonisten vernünftig handeln oder entgegen ihres vorher etablierten Charakters, der Plot gut flutscht oder zäh wie Kaugummi fliesst und so weiter. Dann kamen technische Sachen, wie gute und glaubwürdige Regie und Schauspielführung, wie anspruchsvoll ist das Sounddesign, passt die Musik gut zur Stimmung der jeweiligen Szene oder arbeitet sie konträr und so weiter.

Hier ein älteres Beispiel einer Rezension von mir:
http://he-man.de/masters-of-the-universe…-grayskull.html

Schnell waren dann mehrere Word-Seiten gefüllt und es liest kein Mensch mehr, weils einfach zu viel ist. Spätestens dann muss der Rezensent vom Meinungswiedergeber zum Autoren werden und seine Rezension so verpacken, dass der Leser sie trotz der Länge gern liest. Das kann man zum Beispiel durch eine gute Würzung mit Humor erreichen. Oder man kann versuchen, Empathie zu erzeugen und den Leser die Rezension nicht nur lesen, sondern "miterleben" lassen.

Als ein Beispiel für extrem geniale Rezensionen möchte ich kurz auf YouTube verlinken:
http://www.youtube.com/user/RedLetterMedia#p/u/2/FxKtZmQgxrI
Der Typ hat es geschafft, Star Wars Episode 1 und 2 in über 90 Minuten zu rezensieren. Also volle Spielfilmlänge. Und trotzdem ist es so fantastisch aufbereitet, dass der Zuschauer wie gebannt die Rezension verfolgt.
Ein kurzes 5 Minuten Review "schöner Film mit einigen Längen, tolle Schauspieler und grandiose Effekte bezaubern das Publikum" hätts vielleicht auch getan, aber solche "Reviews", die nach dem Lego-Prinzip zusammengesteckt sind, reizen mich weder als Konsument noch helfen sie mir als Macher in irgendeiner Weise weiter.

Als Konsument will ich wissen, warum genau sich der Film/das Buch/das Hörspiel lohnt und bei welchen Kuriositäten es sich lohnen würde, mal drauf zu achten. Als Macher will ich genau wissen, wo ich scheisse gebaut hab und wo meine Ideen funktioniert haben. Sonst kann ich Gutes nicht weiter ausbauen und Schlechtes nicht verbessern.
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blackmail82

Der Zug am Ende des Tunnels

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4

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 12:38

Mir als Konsument reichen kurze knackige Texte die in groben Zügen eine Produktion umreißen. Dabei ist mir noch nicht mal wichtig, dass alle Aspekte hervorgehoben werden. Oft liest man "Sound und Musik geht in Ordnung" oder sowas in der Art. Wenn es in irgendeinem Teilbereich einer Produktion weder nen Ausreißer nach oben noch nach unten gibt, braucht man wegen mir auch gar keinen Satz dazu zu schreiben. Wenn ein Hörspiel zu 90% von den Sprechern lebt, dann darf dazu auch gerne mehr geschrieben werden. Unterm Strich reicht mir in gedruckter Form an reiner Textmenge in einem Magazin ne drittel bis halbe Seite an Reziumfang. Klar, einfach ist es nicht auf so geringem Raum das wesentliche zu konzentrieren, aber das wäre eben mein Anspruch an eine Rezi, wie sie mir, vom Grundgerüst her, gut gefallen würde.

5

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 13:54

Ich als Produzent und Hörspielfan in einer Person,
möchte Rezensionen lesen, bei dennen man merkt das sich der Rezensent mit dem Hörspiel wirklich beschäftigt hat, hier sind für mich Nico Steckelberg, Florian Hilleberg, Olaf von der Hyde und vorallem Christel Scheja die besten ihres Faches.
Am idealsten finde ich eine Rezi die Ausführlich ist und dann aber einen Unterpunkt hat, wo man noch mal eine schnell Rezizusammenfassung bekommt.
Am wichtigsten ist aber, dass man zum einen nicht alles absegnet und schön schreibt, in diesem Zusammenhang möchte ich auch mal sagen, dass ein gutes Hörspiel nicht nur ein gut produziertes ist, sondern auch eines was zu unterhalten wird. Manches wird durchgewunken, weils von Label XY kommt und dabei ist egal ob es auch eine mitzureisen wissende Geschichte ist oder nicht. Das finde ich einfach falsch. Nein, manchmal frage ich mich sogar, ob Rezensenten für ihre Arbeit sogar von Kollegen bezahlt werden.
Es kann natürlich auch sein, dass Rezensenten sich nur einschleimen wollen, was genau die Wahrheit ist, wird man wohl nie erfahren.
Auch sehr wichtig ist, welche Worte man in einer Rezi verwendet und hier sehe ich das Hauptproblem beim Chef dieses Forums, denn er weis Rezis zu schreiben,
doch mit Aussagen wie "Jepp, wir haben es geschafft, der Terror hat ein Ende", "Dieses Hörspiel gehört in die Tonne", "Eine Folge zum Abgewöhnen!",
"Das Ganze wirkt sowas von improvisiert, das es einem kalt den Rücken runterläuft und die Haare zu Berge stehen. Das ist der wahre Horror und dieses Hörspiel ist für die Hölle mehr als würdig", "Ein Schuss in den Ofen, denn dieser Wal ist alles andere als super. Eine öde, zusammengeschusterte Story, die nicht so recht in die Reihe passen will und ausserdem auch noch ätzend langweilig ist. Diesen Wal möchte man einfach nur das Klo runterspülen...". Wohl gemerkt, ich habe nur Zitate zu Hörspielen gewählt, die ich alles andere als so übel fand, wie die Captain Blitz.
Und man sollte sich auch nicht immer an kleinen Dingen festbeisen, denn es zählt doch, in wie weit weis ein Hörspiel allgemein zu gefallen, zu begeistert oder gar in eine andere Welt mit zu nehmen (von hier stammt ja auch unser Name)
Seltsam finde ich auch wenn man sich Serien anhört die man nicht mag, nur um sie schlecht zu bewerten oder wenn man genau weis was einem erwartet, man aber doch etwas anderes will. Parade Beispiel hier für sind "Dreamland Grusel" und "Titania Gruselkabinett", beide Serien haben einen großen Fankreis, denn diese wissen was sie erwartet.
Das Rezensenten bei "Dreamland Grusel" nach über 5 Jahren und 10 Folgen nicht wissen das es klassische Gruselfolgen sind, die oft auf Romanheftsen beruhen oder nach fast 50 "Gruselkabinett" Folgen nicht begreifen, dass hier Schauerromantik und eben nicht aktuell angesagter Grusel oder gar Horror geboten wird, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.

Menschen die sich zum Rezensieren berufen fühlen gibt es viele und man muss als Produzent entscheiden wer kostenlose Belegexemplare bekommt und wer nicht. Wenn es dann Leute die gibt, die Rezis nur runter rasseln, um die Hörspiele kostenlos zu bekommen oder andere die eben nicht fair oder mit der falschen Wortwahl arbeiten, müssen sich diese dann nicht wundern wenn es mal böses Blut gibt und das hat nichts mit persönlichen Problemen zu tun, die man mit einander hat oder auch nicht.

Hörspiele sind für mich das schönste Hobby der Welt und ich liebe es auch Hörspiele selbst zu produzieren, doch als Rezensent sollte man stehts neutral, unbestechlich, ehrlich und mit gutem Gewissen an die Sache gehen.

Tony Ballard - Dreamland Grusel - Dreamland Action - Andi Meisfeld - Der Trotzkopf
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Hörspiele back to the roots



6

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 13:58

Als ich noch selbst Rezensionen geschrieben habe (wenn auch leider nur sehr wenige), hatte ich an mich selbst den Anspruch, die Handlung so gut wie Möglich auf Logik und Verständnis zu überprüfen und Anmerkungen zu machen, wann die Protagonisten vernünftig handeln oder entgegen ihres vorher etablierten Charakters, der Plot gut flutscht oder zäh wie Kaugummi fliesst und so weiter. Dann kamen technische Sachen, wie gute und glaubwürdige Regie und Schauspielführung, wie anspruchsvoll ist das Sounddesign, passt die Musik gut zur Stimmung der jeweiligen Szene oder arbeitet sie konträr und so weiter.

Als Konsument will ich wissen, warum genau sich der Film/das Buch/das Hörspiel lohnt und bei welchen Kuriositäten es sich lohnen würde, mal drauf zu achten. Als Macher will ich genau wissen, wo ich scheisse gebaut hab und wo meine Ideen funktioniert haben. Sonst kann ich Gutes nicht weiter ausbauen und Schlechtes nicht verbessern.
Björn, wir verstehen uns!!! Perfekte Wortwahl!

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Mr. Murphy

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7

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 13:59

Standard ist doch mittlerweile eine Din A 4 - Seite bzw. 1500 Zeichen bis 2000 Zeichen, wobei 1500 Zeichen das absolute Minimum darstellen. Möglich, dass den Kunden ein kurzer Kommentar reicht. Aber ich glaube, die Macher hättens gern ein bisschen ausführlicher, als bloß vier, fünf Sätze.



Bei den Hörspielrezensionen hat sich mittlerweile doch fast überall die folgende Struktur durchgesetzt =



- Kurze Inhaltsangabe

- Kommentar (wie ist die Story? Aufbau etc., Figurenzeichnung, Humor, Spannung, mit Lob und Kritik, inklusive kurze Coverbewertung)

- Sprecher

- Musik

- Fazit (2 - 4 Sätze)



Natürlich ist diese Struktur kein Zwang. Es darf gerne auch anders aussehen und das tut es manchmal auch. Aber viele richten sich ungefähr an das Muster. Und ich vermute, dass die Macher und Kunden zufrieden damit sind.
Wer täglich eine Stunde Joggen geht, lebt etwa zwei Jahre länger.

Blöd nur, dass man dann drei Jahre seines Leben joggen war.



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Detlef

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8

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 14:06

Standard ist doch mittlerweile eine Din A 4 - Seite bzw. 1500 Zeichen bis 2000 Zeichen, wobei 1500 Zeichen das absolute Minimum darstellen. Möglich, dass den Kunden ein kurzer Kommentar reicht. Aber ich glaube, die Macher hättens gern ein bisschen ausführlicher, als bloß vier, fünf Sätze.
Wo nimmst du das her? Meine kommen auf 500, oder wenn es viel zu erkären gibt, vielleicht auf 800 Zeichen und selbst das empfinden einige schon als "zu lang". Es unterscheidet sich schon, für was man schreibt. Bei Internetartikelen ist die kurze Art eher willkommen, als im Printmagazin. Was erwarten Macher: Naja...das können nur Macher beantworten, allerdings sind die Anforderungen sehr unterschiedlich. Das merkt der Rezensent aber auch an der Behandlung der Verlage. Der eine bekommt einen ZwichenVÖ-Katlaog , der andere nicht, was schon eine Art Zeichen für die Qualtät ist und Anstoß mehr zu besprechen. Die einen sind immerzu beleidigt, die anderen nehmen alles hin. Es gibt - kein Witz - sogar Verlage die bestimmte Personen bemustern, weil sie sich über die Texte amüsieren (kein Witz!).

@Thomas: ich bin in deiner Aufzählung nicht mehr bei?! Muß mich wohl verschlechtert haben... *grübel*
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Captain Blitz

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9

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 14:08

Da haben wir es also, wie ich bereits erwähnte "Wer uns nicht in den Kram passt, weil er nicht so schreibt, wie wir das gerne hätten, der bekommt keine Reziexemplare!" Danke für die Bestätigung. :]
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10

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 14:16

Ich habe nie einen heil daraus gemacht, dass Du keine Hörspiele mehr von uns bekommst, warum weist du genau und kannst es oben noch mal nachlesen.
Wir wollen übrigens nicht nur Lob, sondern können auch mit Kritik lebn, auch wenns manchmal einfach nur eine Geschmacksftage ist.
Florian Hilleberg gehört mit zu den besten Rezensenten meiner Meinung nach, lies mal die Rezi zu "Tony Ballard 9", die ihm persönlich nicht gefallen hat,
dennoch stehe ich zu meiner Meinung, dass er einfach gute Rezis schreibt!
Lasse es nicht bitte schon wieder eine persönliche Sache werden, denn eine solche ist es für mich einfach nicht, Danke.

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11

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 14:20

Liest sich aber durchaus wie eine persönliche Sache, wenn immer und immer wieder mein Name erwähnt werden muss.

Und was die Arbeit anderer Kollegen betrifft, so sage ich da jetzt nichts zu, ich denke mir aber meinen Teil.

Wenn 90-95% der Rezis positiv ausfallen, dann ist das schon recht seltsam.
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Multi-Man

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12

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 14:23

@Detlef Wörter oder Zeichen?

Wir liegen bei 1000 Zeichen +/- ein paar Hundert. Und selbst das finde ich oft viel zu knapp. =/
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Detlef

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13

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 14:54

@Detlef Wörter oder Zeichen?
Zeichen natürlich. Naja...kommt drauf an ob es einen liegt kurz und knapp zu schreiben. Bei mir ist es immer das bestreben kurz und bündig zu bleiben....was ironischerweise mit meinen Namen "Kur(t)z" ganz gut passt :D Natürlich kann eine Rezension auch länger sein, aber an einen bestimmten Punkt wollen die Leser - besonders im Netz - nicht lesen, weils halt viel zu lang ist. Die Länge macht eine Rezension nicht besser oder schlechter, wichtig ist halt der Inhalt.
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14

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 15:00

@Detlef Wörter oder Zeichen?

Wir liegen bei 1000 Zeichen +/- ein paar Hundert. Und selbst das finde ich oft viel zu knapp. =/
Sagmal... Bist du Noran? :D
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15

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 15:45

...muhaa....hab mich verlesen, weil Word halt auch Wörter zählt und nicht nur Zeichen, dafür muß man ein Click mehr machen... Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. 520 Wörter = 1200 Zeichen ...also 1000 empfinde ich somit auch als Standard !! 8) 2000 wäre aber wirklich zu viel
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16

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 15:47

Wir sollten dennoch mal so langsam zurück zum Thema kommen, damit wir erfahren, was Macher und Kunden von einer Rezi erwarten.
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Mittwoch, 22. Dezember 2010, 16:00

@Detlef Wörter oder Zeichen?

Wir liegen bei 1000 Zeichen +/- ein paar Hundert. Und selbst das finde ich oft viel zu knapp. =/
Sagmal... Bist du Noran? :D
Nö! Aber wenn Noran auch mal Kevin heißt, dann ist er mein "knecht" :D
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18

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 16:07

ich bin mir nicht sicher, ob das objektivierbar ist. harte fakten sind da schwer festzumachen. wie hier schon geschrieben wurde ist die länge eigentlich nicht entscheidend, wenn die rezi gut und unterhaltsam (=über den reinen informationsaustausch hinausgehend ist).

letztlich hängt für mich die güte einer rezension vom nutzen ab, den ich davon habe. klingt simpel, ist es auch. ich erwarte also, dass ich nach dem lesen a) weiß, was auf mich zukommt und b) im idealfall, obs mir gefallen könnte. das wiederum hat jedoch wenig mit reinen fakten zu tun, wie blackmail an anderer stelle anhand seiner endzeitfilme mehr als treffend geschrieben hat. wäre ich also fan von endzeitfilmen würde ich wohl rezensionen von blackmail lesen wollen, da ich davon den größten wert für meine kaufentscheidung hätte. ein freund von blockbustern ala avatar würde die filme wohl scheiße finden, so dass mir dessen rezi nicht helfen wird. ist in der musik nicht anders: was habe ich schon scheiße gekauft, weil die platte in den höchsten tönen gelobt wurde. für mich ist da weniger wichtig, wieviele gute kritiken es gibt, sondern wer sie abgibt.

kurz: ich lese rezensionen selten bis gar nicht zum reinen zeitvertreib, sondern um mir ein bild zu machen, ob ich das produkt kaufen möchte bzw. ob es überhaupt als potentielles kaufobjekt in frage kommt.

daher ist es mir am wichtigsten, dass der rezensent auf einer vergleichbaren wellenlänge sendet, was die eigenen hörspielvorlieben bzw. inhaltlichen vorlieben betrifft. das findet man ja recht schnell heraus. dass das nicht immer passt, ist auch klar. aber die richtige richtung ist ja auch schon was und man kann ja auch die rezi andersrum lesen. kurzes beispiel: ich teile des captains kritik an der länge mancher produktion nicht unbedingt. da ich das aber weiß, kann ich mir trotzdem ein gutes bild des hörspiels machen, und kaufe das produkt trotzdem und gerade weils mir länger und ruhiger manchmal gut gefällt.

wenn überhaupt könnte man vielleicht über ein ausschlussverfahren bestimmte kriterien festmachen. der satz: "die geschichte ist logisch" ist vollkommen unnötig, fehlende logik würde mich aber interessieren. theoretisch gehe ich auch davon aus, dass passende musik verwendet wird und die sprecher überzeugende arbeit liefern. interessant wird es daher eigentlich erst, wenn es da gravierende mängel gibt. das führt jedoch wiederum zu einem reinen schlachtfest, was auch nicht der sinn der sache ist. ist also auch irgendwie kappes.

also erscheint mir die person des rezensenten sowie eine gewisse handwerkliche fähigkeit des schreibens als wirklich wichtig für eine subjektiv gute rezension.
The gods have never bothered much about judging the souls of the dead, and so people only go to hell if that's where they believe, in their deepest heart, that they deserve to go. Which they won't do if they don't know about it. This explains why it is so important to shoot missionaries on sight.

PedSchi

war mutig und geschickt

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19

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 17:05

Ich möchte eine Rezi, die ausreichend lang ist, sich aber nicht in Haarspaltereien ergeht. Wenn Punkte als kritikwürdig angeführt werden, habe ich auch immer gern ein Beispiel.

X-Man

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20

Mittwoch, 22. Dezember 2010, 20:38

Meine Anforderungen an eine Rezension:

- der Rezensent hat Ahnung vom Fach
- er hat sich mit dem Produkt beschäftigt
- er strukturiert seine Rezension sinnvoll, so dass ich die Aspekte, die mich interessieren, nachlesen und andere Aspekte übergehen kann (bei einem Hörspiel interessiert mich z.B. die Sprecherleistung mehr als die Frage, ob die Dolby 5.1 Mischung ab und zu irgendwas auswirft, was ich im Auto oder an einer PC-Box eh nicht höre)
- er ergeht sich nicht in Allgemeinplätzen, sondern kritisiert im Positiven wie im Negativen ganz konkret das Produkt in seinen verschiedenen Aspekten
- er erzählt nicht die Handlung nach; das kann ich dem Klappentext entnehmen
- er versucht, möglichst objektive und nachvollziehbare Maßstäbe anzusetzen und anzuwenden und lässt persönliche Befindlichkeiten außen vor (wenn er z.B. kein Fantasy-HSP mag, soll er's nicht rezensieren oder eben trotzdem eine konstruktive Auseinandersetzung wählen)
- er beherrscht die deutsche Grammatik, Orthographie, Syntax und einen adäquaten Wortschatz
- er schöpft die Skala seines Bewertungsspektrums aus

Hm, ich stelle fest, das liest sich wie die Anleitung im Deutschbuch... *gg* Da sind viele eigentlich ganz selbstverständliche Punkte dabei, aber obwohl ich nun nicht gerade auf die Spurensuche nach jeder einzelnen Kritik gehe (sprich eher sporadisch Rezis lese), sind mir für die oben genannten Punkte schon bei einigen Rezensionen aufgefallen: unstrukturiertes Gebrabbel, Ahnungslosigkeit vom Fach, eine Ausdrucksweise, dass man meinte, ein Fremdprachler im 3. Lernjahr habe sich geäußert usw. Das finde ich ausgesprochen schade, weil ich eine (qualitativ) gute Rezension für etwas sehr Wertvolles halte und auch gerne lese.

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